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BeitragVerfasst: 18.4.2007, 10:26 
Na ja, ich weiss schon so etwa was da vor sich geht ... soviel ich wissen will - meistens von Yahoo Schlagzeilen ... :lol: - mir ist der Karl May im Moment wichtiger ... Imperialisten??? Jetzt hast mich echt zum lachen gebracht weil mir da was in den Sinn kam. Wo ich noch in Neuseeland lebte kannte ich jemand der als Grund fuer's ausziehen nach Neuseeland angab ... in den 1970er Jahren ... die Russen kommen ... oops - deren Sohn war ein 'Elvis Presley' ... an was man sich so alles erinnert .... :wink:
Ich weiss, ich weiss beim thread bleiben ...


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BeitragVerfasst: 19.4.2007, 3:02 
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Schon interessant euren threads zu folgen von Robert Redford ueber Klara May,Stefan Zweig zum Imperialisms wobei ich bei roger leider nie weiss wie erst ich ihn nehmen soll,nicht umsonst erwaehnt er Mays Humor allzu oft.

Ich habe mal gelesen,das jeder den Partner hat,denn er verdient und was die charakterlichen Eigenschaften Klaras angeht so waren wohl auch sie und Karl ein match made in heaven.

Apropos Marlies fuer wen uebersetzt Du denn Karl May,ich war ja nur einmal fuer zwei Wochen in Brisbane habe aber in Grossbritannien,Suedafrika gelebt und geforscht und bin selbst US-Amerikaner,KM ist im englischen Sprachraum unbekannt,abgesehen von einigen Lesern mit deutschen Wurzeln wie Du ja auch bist und die koennen den Mayster im Original lesen.Jede Uebersetzung nimmt einem Buch auch ein wenig den Charakter.

Roger empfehle ich Hemingway's"The Old Man and the Sea" mal in Englisch zu lesen.

Selbst in einer congenialen Uebersetzung,Mays Werke sind von deutscher Kultur durchdrungen und fuer Nichtdeutsche oft schwer verstaendlich.
Fontane in Englisch ginge ja auch nicht.


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BeitragVerfasst: 19.4.2007, 7:56 
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"Die Erzählrunde findet ihr Ende, als sechs Rowdies das Gastzimmer betreten"

(Karl-May-Handbuch, 1. Auflage, S. 243)

Marlies, halt' durch !

:lol:

ZFAL (Zitate für alle Lebenslagen e.V.)
- Der Vorsitzende -


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BeitragVerfasst: 19.4.2007, 9:02 
I'm baaaak :D
Einmal pro Woche darf ich raus ... 8)

Uebersetzen: In erster Linie fuer den 'husband' der nicht drausgekommen ist wo ich ihm Karl May erklaerte, in zweiter Linie fuer jeden der interessiert ist - da besteht schon ein 'core Karl May interest group' weltweit - speziell in Indonesian, und es waechst (im kleinen Raum) auch in den US; in dritter linie fuer mich selber, ein ganz absorbendes Hobby da ich mich in Karl May versetzen kann und zwar schon in den jugendlichen Karl, und was mir im Leben so passiert ist, und noch passiert auf einer gewissen Ebene finde ich in Karl May gespiegelt --- und das fasziniert mich, sehe ich doch dass auch in anderen Koepfen solche Dinge vorgehen wie in meinem - darum auf einer gewissen Ebene kann ich sagen dass 'ich weiss' was Sharlih gewusst haben koennte (verbessert von 'wusste').
Sicher ... das 'Deutschtum' in der May'schen Lektuere kann nicht verborgen werden, jedoch sind die Texte von historischer Wichtigkeit (und nicht nur in Europa), und hast recht, gewisse Unter/Obertoene kann man einfach nicht uebersetzen ... da kommt es dann auf das Einfuehlungsvermoegen des Uebersetzers an ob ein Ersatz gefunden werden kann (speziell mit Hobble-Franks Witzen - die gar keine Witze sind), oder ob die Saetze so konstruiert werden koennen dass sie Sinn machen in einem sauberen English.
Wir sind weltweit eine handvoll Uebersetzer die sich's zum Hobby gemacht haben, den Karl May zu uebersetzen. Jeder geht etwas anders vor, von der 'liberalen' Uebersetzung zur Wort-woertlichen - wobei ich mehr zum Wor-woertlichen gehoere, aber mit 'Rechtschreibung' ... zuviele Roesser kann man einfach nicht verwechseln fuer den modernen Leser.
Mein Beitrag zu dem war "Holy Night!" (Weihnacht), Winnetou II, Old Surehand I, Old Surehand II (2+3combo - ala KMV), und mituebersetzung vom Schwarzen Mustang, und Mitarbeit an Winnetou's Heirs (W4). Zudem meine Arbeit an der ersten Englischen Karl May Biographie (wobei die nicht so detailliert wie eine Deutsche sein kann, natuerlich - ich nenne es eine 'Micro Biography').
Zufaelligerweise habe ich Zeit, die finanzielle seite ist 'taken care of' und so kann ich etwa 9 Monate pro Buch verbringen. Auf einer persoenlichen Ebene, es ist so ziemlich das einzige was mich interessiert im Moment - habe auch Phasen.
Zudem habe ich die Ehre der 'moderator of sorts' zu sein im ersten Englischen Karl May Forum der Stiftung - vielleicht kommt ihr mal besuchen, die wo English koennen sind eingeladen den English Language Karl May aficionados was ueber May zu erzaehlen http://karl-may-stiftung.de/engl/forum
Wir sind noch 'klein' und 'jung' aber haben doch ein paar internationale Karl May 'kenner'.

@ rodger
Ich halt schon durch - mit Winnetou und Old Shatterhand auf meiner Seite jederzeit
:lol: :lol: :lol:

Habe noch nen Komment wegen Klara May ... aber auf dem anderen thread ... ich muss aufpassen dass ich mich da nicht verzettlen tue - zuviele threads auf einmal, da verlauf ick mick.


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BeitragVerfasst: 20.4.2007, 9:10 
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Kleiner Nachtrag noch zum Themenkomplex Konzept, Form, Schule, Schüler, Bildung, Karl May, mit dem (dem Themenkomplex) wir es ja mal wieder hatten hier dieser Tage

Für mich ist Emersons Axiom, daß gute Bücher die beste Universität ersetzen, unentwegt gültig geblieben, und ich bin noch heute überzeugt, daß man ein ausgezeichneter Philosoph, Historiker, Philologe, Jurist und was immer werden kann, ohne je eine Universität oder sogar ein Gymnasium besucht zu haben. [...] So praktisch, handlich und heilsam der akademische Betrieb für die Durchschnittsbegabung sein mag, so entbehrlich scheint er mir für individuell produktive Naturen, bei denen er sich sogar im Sinn einer Hemmung auszuwirken vermag.


(Stefan Zweig, Die Welt von Gestern, Bücherbund, S. 121)


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BeitragVerfasst: 20.4.2007, 17:13 
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Das Credo jedes Autodidakten und Stuempers


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BeitragVerfasst: 20.4.2007, 18:04 
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Nicht erschrecken, Marlies, der ist immer so. Aber irgendwie mag ich ihn mittlerweile trotzdem. Er sagt halt was er denkt, das ist inhaltlich zwar meinen Ansichten oft diametral entgegengesetzt, aber diese hemdsärmelige Offenheit & Ehrlichkeit gefällt mir trotzdem. („Spieglein Spieglein an der Wand Wer ist der Gröbste im ganzen Land ?“ – „Ihr seid der Gröbste hier. Aber, …, hinter den sieben Bergen, … tausendmal …“)

:lol:

Um noch einmal zum eigentlichen Thema des Threads zurückzukehren, mir stellt sich die Frage gar nicht, ob Fehler oder nicht. Es gibt ja zu allen möglichen Dingen verschiedene Varianten bei Karl May, Winnetou lernt er auf verschiedene Arten kennen, Old Firehand hat mal eine Ellen und mal einen Harry zum Kind, der Eisenbahnüberfall findet sehr ähnlich mindestens fünf mal statt, mit teilweise unterschiedlichem Personal, in Abrahim Mamurs Braut ist er einmal zum Weinen verliebt und ein anderes Mal überhaupt nicht, so what. Wie heißt es so schön in der Musik, „Variationen über ein Thema von …“, da sagt ja auch keiner, welches ist denn nun die richtige Variation.


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BeitragVerfasst: 20.4.2007, 19:28 
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rodger hat geschrieben:
Nicht erschrecken, Marlies, der ist immer so. Aber irgendwie mag ich ihn mittlerweile trotzdem.


Nun ja. Aber ... wo er Recht hat, hat er Recht ...

Wobei das Zitat selber irgendwie ... na ja ... fast rührend ist ... Wenn man bedenkt, dass Emerson ein Harvard-Graduate ist und Zweig eine Dissertation über Taine geschrieben hat ... :wink:


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BeitragVerfasst: 20.4.2007, 19:38 
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Das heißt doch gar nichts. Lies das Zitat genau. Da steht (u.a.) etwas von „praktisch, handlich und heilsam“, und von „entbehrlich“.

In seiner Autobiographie hat Zweig auch manch Erhellendes über Universität und Studium geschrieben.

Aber bei dem Themenkomplex werden wir uns nie einig werden, das ist unmöglich. Bitteschön. Ihr seht es so, und ich seh’ es anders. Du mit Thomas Math und ich mit Hesse und Zweig.

;)


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BeitragVerfasst: 21.4.2007, 6:01 
@ my knight in shining armour :)
Ich reite mit Winnetou! Der war schon immer auf meiner Seite! So kann mir nix passieren :lol:

Leider kann ich mit Anderen Literarischen Groessen nicht mitreden, wie schon gesagt, im Moment interessiere ich mich nur fuer Karl May ... and when all is said and done ... ich denke wie May ... auf meinem 'tombstone' soll mal stehen 'she did her best and was a decent human being'. Und schlussendlich kann ich eigens nur fuer mich selber denken und handeln und muss dafuer sorgen dass ich des nachts schlafen kann - das heisst dass ich mir meine eigene Meinung machen muss und danach leben soll ... walk the talk. Die persoenliche Bemerkung habe ich angebracht weil ich sehe dass Karl May das auch gemacht hat, und zwar grossartig und unter den 'most appalling' Umstaenden, und ich finde dass wir ueber seine Werke reden sollen, und sie sogar durchdiskutieren muessen um ihn zu verstehen, aber nicht noch einmal durch eine Lebius'sche Hoelle schleipfen; sondern respektieren dass das was er geleistet hat trotz (oder vielleicht dank) der fehlenden Universitaet eigentlich unglaublich war - und noch ist.

Und so bin ich zum Schluss gekommen dass es eigentlich ein Fehler ist, solche Sachen wie die Snuffles als 'neue' Charactere in der Djafar Episode, als Fehler zu bezeichnen ohne zu wissen wie der autor dachte als er es schrieb. Man kann darueber diskutieren warum er es getan hat, aber ohne seine direkte Erklaerung haben wir nicht das Recht es als 'Fehler' zu bezeichnen; und eine direkte Erklaerung ist wahrscheinlich nicht 'forthcoming in the near future'.

Hat sich der Kreis hier wieder geschlossen? :wink:


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BeitragVerfasst: 21.4.2007, 10:31 
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rodger hat geschrieben:
Das heißt doch gar nichts. Lies das Zitat genau. Da steht (u.a.) etwas von „praktisch, handlich und heilsam“, und von „entbehrlich“.


Hab' ich ja, hab' ich ja. Wenn Emerson und in seiner Nachfolge Zweig Recht hätte, wären sowohl er wie Zweig Durchschnittsbegabungen. Wogegen ich zumindest im Falle Zweig keinen heftigen Einspruch erheben würde ... :wink: :D

Um ehrlich zu sein: Bei allen Vorbehalten gegenüber Autodidakten ... als Erzähler ist mir May lieber als Zweig (egal welcher, nebenbei) ... 8)


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BeitragVerfasst: 21.4.2007, 10:50 
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Zitat:
Wenn Emerson und in seiner Nachfolge Zweig Recht hätte, wären sowohl er wie Zweig Durchschnittsbegabungen.


Nein, eine entsprechende Schlußfolgerung ist aus dem Zitat nun wirklich überhaupt nicht ableitbar und darum geht es auch nicht in dem Zitat

(vielleicht doch noch mal lesen …)

(Wenn ich sage, Fahrradfahren ersetzt den besten Porsche, und man kann auch ganz ohne Auto nach Heidelberg kommen, und so praktisch, handlich usw. ein Auto sein mag, so entbehrlich kann es auch sein, und sich gar im Sinne einer Hemmung (Beschneidung) auswirken, dann kann ich trotzdem Auto fahren [und vielleicht gar bedauern, keinen Porsche zu haben]. Ich wäre ja blöd wenn ich den Sinn und die Nützlichkeit von Autos völlig in Frage stellen würde.)

;)


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BeitragVerfasst: 21.4.2007, 17:30 
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Rogers Bilder erstaunen mich immer wieder.
Von Zweig weiss ich nur,dass er Jude war und sich in geistiger Umnachtung umgebracht hat.
Emerson's Philosophie habe ich nie verstanden, hatte immer den Eindruck der wusste nicht ob er Maennlein oder Weiblein war.
Aber ehrlich gesagt mit Philosophie konnte ich nie viel anfangen, mir sind harte Tatsachen wichtiger als esoterische Spekulationen.
Hesse's Siddharta war in den 60/70er Jahren in den USA uebrigens sehr bekannt,wahrscheinlich ein Relikt der Hippie Kultur.


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BeitragVerfasst: 21.4.2007, 18:08 
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Zitat:
in geistiger Umnachtung


Eine ganz neue Erkenntnis. Literaturwissenschaftler, Germanisten usw. werden aufhorchen.

:mrgreen:


"Ich weiß, daß ich nichts weiß"

(Sokrates / Emerson)

:lol:


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BeitragVerfasst: 21.4.2007, 20:14 
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In unserer Bibliothek stand zwischen Arnold und Stefan immer ein dicker Kunstband. Wenn die beiden sich im Leben nicht leiden mochten, dann sollten die auch als Bücher nicht unmittelbar nebeneinander stehen. :)


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