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Neuerscheinungen
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Autor:  Gast [ 22.9.2004, 15:47 ]
Betreff des Beitrags:  Neuerscheinungen

Still ruht der See. Wenigstens in diesem Forum. Dabei gäbe es doch einiges Interessante an Neuerscheinungen anzuzeigen. Speziell in Bezug auf das Spätwerk der Band 85 Gesammelte Werke Bamberg mit der Pollmer-Studie oder Ralf Schönbachs verdienstvoller Reprint von "Babel und Bibel".

Grüße in die Runde, soweit überhaupt noch vorhanden.

Rolf Dernen

Autor:  Gast [ 16.10.2004, 21:55 ]
Betreff des Beitrags: 

Die wohl "wichtigste" Neuerscheinung des Bücherherbstes 2004 ist die Autobiografie von Pierre Brice "Winnetou und ich". Die Leserinnen und Leser sind - wie der Schreiber dieser dieser Zeilen zu berichten weiß - geteilter Meinung.
Die Leseerfahrung geht von sehr informativ hin bis zu schwammig und oberflächlich.

Na ja, die Damenwelt will auch unterhalten werden und so schreibt halt der gute Pierre Brice seine Erinnerungen, beglückt die Herzen seiner Leserinnen und einiger Leser.

Da greife ich - auch viele Frauen tun es - lieber zu den "Traumwelten" von Hermesmeier/Schmatz. Da hat man etwas solides in der Hand. Ein wahrer Augenschmauß mit vorzüglichen Reproduktionen. Wie ich meine, die bemerkenswerteste Neuerscheinung in Sachen Karl May der letzten Jahre.

Da vergisst man glatt, dass Elfriede Jelinek den diesjährigen Nobelpreis für Literatur erhält.

Viele Grüße
Kurt

Autor:  rodger [ 16.10.2004, 23:20 ]
Betreff des Beitrags: 

Elfriede Jelinek stößt uns mit der Nase höchst unsanft in die Realität oder auch in das, was sie dafür hält, bzw., stößt uns auf die Teilaspekte der Realität, die für sie offenbar sehr bestimmend sind; mit den "Traumwelten" eskapieren wir in eben solche, Traumwelten nämlich, zugegebenermaßen ist mir letzteres wesentlich lieber. (Es ist ein bißchen so wie mit Bobby Fischers Satz einst nach dem Besuch einer Nachtbar: "Chess is better").

Das dritte genannte Buch darf getrost vernachlässigt werden.

Autor:  Gast [ 17.10.2004, 12:24 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Rüdiger!

Wenn Du mir dem zu vernachlässigenden Buch Brices Autobio meinst, so kann ich Dir da nicht zustimmen. Im Rahmen der Wirkungsgeschichte hat uns sowas schon zu interessieren, weil Brice nunmal das Winnetou-Bild der der nicht lesenden Öffentlichkeit geprägt hat.

Grüße

Rolf

Autor:  Gast [ 17.10.2004, 13:12 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo zusammen,
lieber Rolf,

bezüglich der Wirkungsgeschichte bedarf es aber doch nicht seiner - wie ein Leser beispielsweise schrieb - schwammigen Biografie. Gerade der Winnetou a lá Pierre Brice - der mit dem Winnetou Karl Mays nichts zu tun hat, nicht einmal äußerlich - wird in etlichen Veröffentlichungen in Wort und Bild weit besser dokumentiert als in seiner eigenen Autobiografie.
Man denke nur an die verschiedenen Veröffentlichungen von Michael Petzel.

Viele Grüße
Kurt

Autor:  Gast [ 17.10.2004, 15:32 ]
Betreff des Beitrags: 

Lieber Kurt!

Ob schwammig oder nicht, das kann ich nicht beurteilen, da ich in dem Buch nur die paar Seiten über Brices Entdeckung als Winnetou-Darsteller und die Dreharbeiten zu den KM-Filmen gelesen habe und es mir sicherlich nicht kaufen werde. Aber alleine die Tatsache, daß der Mann das Buch herausgebracht hat und daß dies in den Medien recht viel Aufmerksam findet, ist ein Teil der Wirkungsgeschichte, weil ja immer wieder der Name karl May fällt. Das mag uns gefallen oder nicht, es ist nunmal so. Ich schaudere auch immer wieder, wenn in Segeberg bei Premiere oder Schlußvorstellung jemand der Redner das Publikum als "Liebe Karl-May-Freunde" anspricht, obwohl wahrscheinlich die Mehrheit noch nie ein Buch von May gelesen hat. Trotzdem gehören diese Spektakel nunmal dazu. - Interessante Beobachtung auf der Buchmesse: als Brice signierte, brachen einige der Vorübergehenden in etwas aus, was sie für Indianerkriegsheul hielten.

Sonntägliche Grüße

Rolf

Autor:  rodger [ 17.10.2004, 16:28 ]
Betreff des Beitrags: 

Rolf Dernen hat geschrieben:
Im Rahmen der Wirkungsgeschichte hat uns sowas schon zu interessieren, weil Brice nunmal das Winnetou-Bild der der nicht lesenden Öffentlichkeit geprägt hat.


Nur, mich persönlich interessiert das Winnetou-Bild der nicht lesenden Öffentlichkeit nicht die Bohne, bzw., ich arbeite noch daran, von Ärger immer mehr zu Desinteresse und Gleichgültigkeit zu gelangen.

Den Hochmut gönn' ich mir heut' mal.

:)

Autor:  Ralf Grosskurth [ 17.10.2004, 16:35 ]
Betreff des Beitrags: 

Kurt Altherr hat geschrieben:
Hallo zusammen,
lieber Rolf,

bezüglich der Wirkungsgeschichte bedarf es aber doch nicht seiner - wie ein Leser beispielsweise schrieb - schwammigen Biografie. Gerade der Winnetou a lá Pierre Brice - der mit dem Winnetou Karl Mays nichts zu tun hat, nicht einmal äußerlich - wird in etlichen Veröffentlichungen in Wort und Bild weit besser dokumentiert als in seiner eigenen Autobiografie.
Man denke nur an die verschiedenen Veröffentlichungen von Michael Petzel.

Viele Grüße
Kurt


Hallo Kurt, hallo alle Anderen,

die Heraushebung oben ist von mir.
So schlecht finde ich die Übereinstimmung zwischen Bild und Druckwort eigentlich gar nicht. Und ich gestehe zu meiner Schande, daß ich schon den Pierre Brice der Filme vor Augen habe, wenn ich den Mayster lese, was ich auch nicht so schlimm finden kann.
Aber auch das ist natürlich eine reine Geschmackssache...

Autor:  Gast [ 17.10.2004, 16:56 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Ralf,

in meinem Buchfantasien sah Winnetou wie Cochise aus, überhaupt wie ein richtiger Apache. Auch Karl Mays Beschreibung irgnorierte ich hartnäckig.
Allerdings hatte ich auch das Glück "Winnetou I" zu einem Zeitpunkt zu lesen, wo mir ein Winnetou in der Kostümierung einer Irms Pauli noch nicht zugemutet wurde.

Man muß da fair sein, Pierre Brice konnte nichts dafür, daß er in ein so schreckliches Kostüm gesteckt wurde.

Viele Grüße
Kurt

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