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Am Jenseits
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Seite 8 von 10

Autor:  rodger [ 6.1.2008, 13:38 ]
Betreff des Beitrags: 

@Waukel (11 h 23 Beitrag)

Du hast es ja offenbar voll verstanden. "Wäre man psychologisch besser geschult", das Understatement brauchste gar nicht. Wer genug Herzensintelligenz hat, braucht nicht "psychologisch geschult" zu sein, der schafft das auch so. Sieht man ja an Dir.

(Vorsichtshalber: das ist voll und ganz ernst gemeint.)

Autor:  rodger [ 6.1.2008, 13:48 ]
Betreff des Beitrags: 

Zitat:
Du kannst aber ruhig schon mal ein wenig an Deinem Besen zu knabbern beginnen,


Da fällt mir ein Witz zu ein, "Übung macht den Meister" heißt es darin unter anderem, den Rest muß man sich selberzusammenreimen (Witze zum Selberbasteln, sozusagen, auch gut)

Zitat:
Sympathisch, weil er sich mit seinem Kram auseinandergesetzt hat, weil er einen zuversichtlichen Weg gegangen ist, bemüht, sich aus seinem Sumpf herauszustrampeln.


Und das ist ja eben schon nicht mehr "normal". Der "normale" Mensch ist sehr unbewußt und wurschtelt immer weiter im gleichen Trott, der will gar nicht wissen, was mit ihm los ist.

Zitat:

Was sollten wir auch damit anfangen, wenn wir wüßten, die Mays oder May hat es einmal so oder so gemacht? Gibt das irgendjemandem irgendeinen Aufschluss?


Ich bin einfach neugierig ... (nicht bei jedem, aber bei Karl May. Weil das mein Leib- und Magen- oder auch Herzschriftsteller ist. Ob z.B. Jean Paul mit links oder mit rechts in der Nase gepopelt hat, interessiert mich auch nicht.)

Zitat:
dazu bedurfte es nicht nur der Anschuldigungen von außen, es reichte wahrscheinlich schon sein Gewissen.


Ja !

(Mit "Bewußtsein" statt dieses immer etwas wertend klingenden "Gewissen" würde es mir allerdings noch besser gefallen)

Autor:  rodger [ 6.1.2008, 13:53 ]
Betreff des Beitrags: 

Waukel hat geschrieben:
Geltung, Liebe, Zuneigung, Achtung, und o Staunen, plötzllich bewarfen sie ihn mit diesen Aufmerksamkeiten, er war bekannt, hatte Zulauf, bekam Anerkennung.
Das brachte ihm aber nicht das, war er eigentlich suchte.


Das ist auch eine wesentliche Thematik in "Martin Eden" von Jack London. Man (May, Eden) erkennt, daß der eingeschlagene Weg nur zu einem Teil- oder auch Scheinerfolg führt; das, was man eigentlich braucht, kriegt man so nicht. Weil die Leut' nur das Produkt lieben, nicht den Produzenten.

Autor:  rodger [ 6.1.2008, 14:04 ]
Betreff des Beitrags: 

Hermann Wohlgschaft hat geschrieben:
Soeben komme ich vom festlichen Gottesdienst zurück und lese die letzten Einträge im Thread. Ja, zum Donnerwetter!
[...]
Augustins und Pletichas Bemerkung beweist doch nur, dass diese Herren entweder nicht wissen, was Spiritismus ist, oder den ›Jenseits‹-Roman überhaupt nicht verstanden haben (was mich aber verwundert, da beide Autoren ansonsten ja kompetente Fachleute sind).
[...]
Noch etwas Erfreuliches: Dieser Thread ist gerade mal 5 Tage alt und hat schon über 100 Einträge und fast 2500 Aufrufe. So viele Einträge und so viele Aufrufe in so kurzer Zeit, das scheint mir – innerhalb des Stiftungsforums – rekordverdächtig.


Und wenn wir uns alle immer gleich einig wären, dann wär' es nichts mit 100 Einträgen, 2500 Aufrufen usw.

Unter www.spritismus.org (ich kenne mich bei dem Thema wirklich nicht so aus und habe ein wenig gegoogelt) finden wir folgende Begriffserläuterung:

Zitat:
Sowie der Spiritismus heute in Deutschland dargestellt wird, ist festzustellen, dass er in seiner Begriffsbestimmung eine Umschreibung erfuhr. Ein Missbrauch, eine Verfälschung und ein Verbot dieser Lehre geschahen ab der Jahrhundertwende und fanden einen Höhepunkt während der Zeit des Nationalsozialismus, wie es auch in der Kunst, Literatur, anderen Geisteswissenschaften und in philosophischen Weltanschauungen vorgekommen ist. Der Begriff "Spiritismus" wurde dann über die Zeit hinaus falsch gedeutet und verstanden. Auch heute werden Teile der Spiritistischen Philosophie bewusst und unbewusst missbraucht, z.B. in sektenartigen Gruppierungen bzw. im Jugendokkultismus.

Davon grenzen wir uns bewusst ab und wollen die ursprüngliche Auffassung des Spiritismus nach Allan Kardec wieder in Deutschland durch Studien und Öffentlichkeitsarbeit rechtsmäßig fördern.

Der Spiritismus nach Allan Kardec ist "zugleich eine beobachtende Wissenschaft und eine philosophische Lehre. Als praktische Wissenschaft enthält er die Beziehungen, die man mit der Geistigen Welt haben kann; als Philosophie umfasst er alle moralische Folgen, die sich aus diesen Beziehungen ergeben." Die Philosophie des Spiritismus fragt nach der Existenz der Seele und nach einem Weiterleben nach dem Tode. Diese ist eine der wesentlichsten Fragen, deren Lösung zu wichtigen Folgerungen führt, z.B. einer christlichen und sittlichen orientierten Lebensführung oder einer helfend-unterstützenden Haltung gegenüber den Nächsten.


Also, darum geht es doch in "Am Jenseits", Donnerwetter her oder hin.

Noch einmal: das ganze Problem ist offenbar eins der Begriffsbestimmung. Daß Sie den MISSBRAUCH ablehnen, die Randerscheinungen, "in sektenartigen Gruppierungen bzw. im Jugendokkultismus", wie es oben heißt, ist ja ausdrücklich zu begrüßen.

Autor:  Rene Grießbach [ 6.1.2008, 15:51 ]
Betreff des Beitrags: 

Zum Eintrag von Rodger vom 5.1., 14:35 Uhr:

Zitat: "...Aber, wenn wir es jetzt mal wirklich auf die Eisenbahn beschränken, die geistert ja durch sein ganzes Werk und wird ihn als technische Neuerung und Errungenschaft schon fasziniert haben. Ich persönlich habe keine Ahnung seit wann es Eisenbahnen gibt, vermute aber mal, daß die zu seiner Zeit gerade aufkamen...."

Konkret auf Mays Umfeld bezogen:
Die Eisenbahnlinie beispielsweise vom heutigen Dresdner Hauptbahnhof (damals "Böhmischer Bahnhof) in Richtung Chemnitz/Zwickau wurde ab 1853 erbaut. Die Station Tharandt bspw. war seit 1855 erreichbar.
In Bezug nun aufs Thema "AM JENSEITS" und das Eisenbahngespräch denke ich auch, dass dafür eher der Bau der Bagdadbahn einen wichtigen Einfluss darauf hatte, dass May das mit reinnahm.
Diese, obzwar der Bau erst 1903 begann, dürfte mit Sicherheit auch bereits 1899 aktuell gewesen sein.

Autor:  Waukel [ 6.1.2008, 16:47 ]
Betreff des Beitrags: 

Hat May jemals größere Strecken anders als mit der Bahn zurückgelegt? Sonst gab es doch nichts, außer Schusters Rappen oder echte Rappen.
Wenn man so in der Eisenbahn vor sich hintuckelt, das ist schon manchmal sehr kontemplativ. Ich fahr' gern.

@Rüdiger, Eintrag 12.38
(gute Idee mit der Uhrzeitangabe, erleichtert die Orient Irrung)
Aber nicht doch, Rüwi, nicht hier vor allen Leuten im Forum :oops: ..
Du sprichst von dem unsicheren weiblichen Eis der Intuition.
Um noch mal zu dem "Gesamtgefühl" zurückzukommen, das ich in Bezug auf May habe, sicher ist es interessant, Eigenheiten und auch Schwächen eines Menschen aufzudecken, um sich ein genaueres Bild machen zu können, um zu verstehen, warum jemand so tickt.
Aber es besteht dann auch die Gefahr, dass man überbewertet und aus der Tatsache, dass jemand mit Vorliebe Nasen gebohrt hatte (das nehme ich jetzt als Ersatz für "Interesse an Spiritismus" und "homoerotische Neigung" einen Strick dreht. Ich glaube, man kann einen "normalen" Menschen schlecht, aber auch gut reden.

Autor:  Kurt Altherr [ 6.1.2008, 16:53 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Sylvia,

Karl May machte natürlich, nachdem er zu Wohlstand gelangt war, alle Fernreisen mit der Bahn.

Der Karl-May-Forscher Dr. Martin Lowsky konnte sogar ermitteln, welchen Zug er im März 1912 von Dresden nach Wien für seinen Vortrag in den Sophiensälen genommen hat.

Viele Grüße
Kurt

Autor:  rodger [ 6.1.2008, 17:06 ]
Betreff des Beitrags: 

Waukel hat geschrieben:
Hat May jemals größere Strecken anders als mit der Bahn zurückgelegt? Sonst gab es doch nichts, außer Schusters Rappen oder echte Rappen.


Kutsche. (Habe gerade wieder den Syberberg-Film gesehen, da wird unentwegt mit der Kutsche gefahren)

Zitat:
Wenn man so in der Eisenbahn vor sich hintuckelt, das ist schon manchmal sehr kontemplativ. Ich fahr' gern.


Im Normalfall sind Menschen dabei, und das ist meistens sehr lästig

:wink:

(ich glaube ich bin das letzte mal [notgedrungen] Zug gefahren als ich mir im Sauerland im Schneetreiben den Honda zu Schrott gefahren hatte (mit Tempo 30, [und] das geht auch), 6 oder 7 Jahre her)

Zitat:
Aber nicht doch, Rüwi, nicht hier vor allen Leuten im Forum


Ich überleg' mir schon, was ich wo hinschreibe, da mußt Du durch ...

:wink:

Zitat:
Ich glaube, man kann einen "normalen" Menschen schlecht, aber auch gut reden.


Na klar. Weil jeder beides ist.

(Schlecht und gut meine ich)

:wink:

Autor:  Kurt Altherr [ 6.1.2008, 17:15 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich denke, wir sollten uns wieder mit "Am Jenseits" befassen, sonst ist Herr Wohlgeschaft ernsthaft verärgert.

Ich persönlich begebe mich jetzt wieder "Ins Jenseits", wo mich ein gewisser Teil der Karl-May-Szene allenthalben sehen möchte.

:lol: :lol: :lol:

Autor:  rodger [ 6.1.2008, 17:31 ]
Betreff des Beitrags: 

Zitat:
sonst ist Herr Wohlgeschaft ernsthaft verärgert


Ich glaube der hat mehr Humor als [sonstwer]

Außerdem ist diese uferlose Brainstormerei doch sehr Karl-May-gemäß, ich fand gestern gerade eine Stelle in "Deutsche Herzen, deutsche Helden", wo die Wirtin in der "Venta zur gelehrten Emeria" den Gast unter anderem befragt, in welchem Verhältnis Kants Philosophie zu den Eisenbahnfahrplänen der neueren Zeit steht (HKA S. 1588). (Da haben wir sie schon wieder, die Eisenbahnen, sie begegnen einem wirklich auf Schritt und Tritt.)

Zitat:
Ich persönlich begebe mich jetzt wieder "Ins Jenseits",


Meinst Du das:

http://www.radiosegeberg.de.tl/Bilder-v ... pic-17.htm

?

(Du hast mir immer noch keinen einzigen Mitschnitt geschickt, da sitze ich nun mit meiner Neugier ...)

Autor:  Kurt Altherr [ 6.1.2008, 17:45 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Rüdiger,

ich habe ist März 2007 über 30 Sendungen moderiert bzw. co-moderiert. An welchen Mitschnitten ist dir denn gelegen?

Viele Grüße
Kurt

Autor:  Hermann Wohlgschaft [ 6.1.2008, 20:27 ]
Betreff des Beitrags: 

Heute Vormittag, nach der hl. Messe, dachte ich schon, ich müsste meinen Bärentöter mal wieder laden. (Oder noch besser den Henrystutzen; aber der ist z. Zt. in Reparatur.) Die letzten Einträge allerdings nehmen mir den Wind aus den Segeln. Vom Spiritismus ist ja, Gott sei Dank, nun kaum mehr die Rede.

Und jetzt fang ICH wieder damit an! Aber schuld ist allein rodger; denn ER hat das Thema ja erneut (heute früh um 00.04 Uhr) wieder ins Spiel gebracht.

Und dann die von rodger (13.04) hervorgegoogelte Spiritismus-Definition: »Beziehungen mit der geistigen Welt«, »Frage nach der Existenz der Seele und nach einem Weiterleben nach dem Tode«, »sittlich orientierte Lebensführung«! Ja Himmeldonnerwetter, bei einer SOO weiten Begriffsbestimmung wäre auch ich ein Spiritist! Auch Platon und Aristoteles, nahezu alle Philosophen bis hin zu Heidegger, auch Dante und Goethe, auch Dostojewski und 390 000 andere Autoren (von weniger bekannten Leuten ganz zu schweigen) wären dann ebenfalls Spiritisten!

Nein, die allgemein gängige, in wohl sämtlichen Lexika nachzulesende Begriffsbestimmung versteht unter ›Spiritismus‹ den magisch herbeigeführten Kontakt mit konkreten Verstorbenen: um diesen Verstorbenen irgendwelche (in der Regel absurden) Auskünfte zu entlocken. Und nach DIESER – wie gesagt üblichen – Definition ist ›Am Jenseits‹ NICHT spiritistisch konzipiert.

Um nun Augustin und Pleticha wirklich gerecht zu werden, müsste ich den gesamten Wortlaut des Vorworts der ›Weltbild‹-Ausgabe kennen. Ich besitze aber nur wenige Bände aus dieser Reihe, ›Am Jenseits‹ ist nicht dabei. Mein Widerspruch muss sich also auf die von rodger (heute, 00.04 Uhr) ausgewählten Zitate beschränken.

May hat sich, was niemand bestreitet, für parapsychologische Phänomene (vermeintliche oder echte ›übersinnliche Wahrnehmungen‹) interessiert. Auch für den populären Spiritismus hat er sich interessiert. Aber er hat sich dem Spiritismus nicht »zugewandt« (denn diese Formulierung erweckt den Eindruck, May habe sich selbst zum Spiritismus gewissermaßen bekehrt).

Das jetzt wieder aufgetischte Argument mit den ›über 70 spiritistischen Schriften‹ in Mays Privatbibliothek ist überaus albern. Ich gehöre zu den wenigen (vielleicht bin ich sogar der einzige), die dieser Sache gründlich nachgegangen sind. Ich habe – wie schon in der Biographie und im entsprechenden Thread erwähnt – die Villa »Shatterhand« schon oft besucht und mir alle ›spiritistischen‹ Schriften in Mays Bibliotheksbestand genau angesehen und Mays Unterstreichungen oder Randnotizen registriert. Das Ergebnis:

Die meisten dieser Broschüren hat May überhaupt nicht gelesen, sie stehen unaufgeschnitten in den Regalen. Die relativ wenigen Schriften, die May gelesen hat, sind teils pro-spiritistisch, teils anti-spiritistisch. (Groteskerweise werden auch die Antispiritismusschriften unter die ›über 70‹ subsumiert!) Und der Großteil dieser 70 oder 75 Broschüren befasst sich überhaupt nicht mit Spiritismus, sondern mit parapsychologischen Phänomenen wie Somnambulismus u. ä.

Das Problem liegt einfach darin, dass in der Mayszene – teils aus glatter Unkenntnis, teils um May ›eins auszuwischen‹ – eine Tendenz bestand (und z. T. noch immer besteht), praktisch alles Übersinnliche, Mystische, Religiöse in Mays Werken als ›Spiritismus‹ zu desavouieren.

Im ›Jenseits‹-Roman geht es – ich sage es gerne nochmals – nicht um Eisenbahnen, nicht um Mekka, nicht um Spiritismus, auch nicht primär um parapsychologische Phänomene, sondern in erster Linie um die existentielle Frage: Was ist wichtig im Leben und Sterben? Was bleibt von mir, wenn ich gestorben bin?

Mays Antwort: Was zählt, ist allein die Liebe! Was bleibt, sind nicht die Bücher, die ich geschrieben habe, nicht die klugen Sprüche, die ich geklopft habe, nicht die hohen Ämter, die ich ausgeübt habe, nicht meine (schöne oder weniger schöne) körperliche Gestalt, sondern allein die Liebe, die ich gegeben und empfangen habe.

Mit besten Grüßen an alle
HW

PS: Den meisten der letzten Einträge, z. B. denen von Waukel, kann ich problemlos und gerne zustimmen.

Autor:  Thomas Math [ 6.1.2008, 20:44 ]
Betreff des Beitrags: 

@Rodger Was harte Naturwissenschaft im Vergleich zu Glauben und Philosphie angeht werden wir uns nie einigen aber was soll's,ich gebe gerne zu,dass ich von ihren posts einiges lerne.

@Herrn Wohlgschaft
Wie bereits mehrmals dargelegt ist mir der Spiritismus genauso so unsinnig wie so manche offizielle kirchliche Lehrmeinung.
there is no cure for the common stupidity

Was die "verdrehten" Fakten angeht,dass May sich in den 1880er Jahren mit Spiritismus beschaeftigt und an Seancen teilgenommen hat,habe ich von ihnen,das May mit Pfefferkorns mehr als zwanzig Jahre spaeter Seancen besucht hat,kommt von der KM Chronik.
Die mehr als siebzig einschlaegigen Buecher stammen aus dem bereits frueher zitierten Vorwort.
Fassen wir mal zusammen,Teilnahme an Seancen ueber Jahrzehnte,und die Anschaffung einer Spezialbibliothek ueber Spiritismus,dann noch Buecher geschrieben die so mancher offensichtlich von Spirtismus beeinflusst sieht (ausser Ihnen natuerlich).
Waehrend sie nur ihre Meinung oder Textinterpretationen als "Beweis" gelten lassen.
I rest my case.
@Waukel Natuerlich ist es wichtig ueber Mays Sexualitaet zu wissen,dass hat nichts mit voyeurism zu tun sondern damit dass Mays Sexualitaet insbesondes wenn er ein Closet Homosexueller war grossen Einfluss auf sein Werk genommen hat und sich so manches dann besser verstehen liesse.

Autor:  rodger [ 6.1.2008, 20:53 ]
Betreff des Beitrags: 

Hermann Wohlgschaft hat geschrieben:
Und nach DIESER – wie gesagt üblichen – Definition ist ›Am Jenseits‹ NICHT spiritistisch konzipiert.


Bekanntlich ist, was üblich ist, nicht immer richtig. Gucken wir uns z.B. mal übliche, gängige Betrachtungsweisen zu Karl May an. - Außerdem ist ja nicht von "spiritistisch konzipiert" die Rede. Vom S. (u.a.) beeinflußt, ja.

Zitat:
(Groteskerweise werden auch die Antispiritismusschriften unter die ›über 70‹ subsumiert!)


Wieso ist das grotesk. Unter meinen Büchern über Homöopathie befindet sich auch eines von einem Herrn Prokop, der zur Homöopathie in etwa so ein Verhältnis wie Herr Math hat, will sagen: er hält überhaupt nichts davon. Wenn ich mich für eine Sache interessiere, kann ich mich doch (und sei's zu Unterhaltungszwecken ...) auch damit beschäftigen, was die Gegenseite zu sagen hat.

Zitat:
teils um May ›eins auszuwischen‹ – eine Tendenz bestand (und z. T. noch immer besteht), praktisch alles Übersinnliche, Mystische, Religiöse in Mays Werken als ›Spiritismus‹ zu desavouieren.


Das wäre freilich fatal. Aber was kümmert uns dummes Geschwätz (die Auswischer sind gemeint). Wenn man sich alles dumme Geschwätz, was über Karl May zu lesen ist, auch in May-Kreisen, zu Herzen nehmen würde, könnte man glatt aus dem Fenster springen.

:wink:

Autor:  Thomas Math [ 6.1.2008, 22:03 ]
Betreff des Beitrags: 

Nur um mal klar zu stellen,mir ist es voellig egal und ehrlich gesagt kann ich auch gar nicht beurteilen,ob Mays Werk spiritistisch angehaucht war.Wenn ich HW posts lese scheint es wahrscheinlicher das es christlich beinflusst war.
Fuer mich ist das jedoch wie sagt man im Deutschen Jacke wie Hose die eine wie die andere Lebensanschauung basiert fuer mich auf irrationalen Vorstellungen.
Allerdings glaube ich,dass May sich dem Spiritismus mehr zugeneigt hat durchaus auch mit Zweifeln als HW zugeben mag oder kann.
Was bleibt ist "allein die Liebe",mir kommen gleich die Traenen.Das haette auch ein deutscher Schlagersaenger oder um im Lande zu bleiben ein amerikanischer Country Singer nicht besser formulieren koennen.
Wer will schon May eins auswischen,der Mensch ist schon 95 Jahre tot und in 20 Jahren kennt ihn eh keiner mehr.Hoert sich fast schon wie eine Verschwoerungstheorie an.
Mir waere es im Gegenteil lieb,wenn ich eines meiner Kinder dazu bringen koennte May zu lesen ,aber die Amerikaerzaehlungen finden sie dumm und zu den Orienterzaehlungen haben sie keinen Zugang,Schade.

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