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Wahrheitsgehalt von "Mein Leben und Streben"
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Autor:  Kurt Altherr [ 25.7.2006, 21:41 ]
Betreff des Beitrags:  Wahrheitsgehalt von "Mein Leben und Streben"

In der Vergangenheit habe ich mehrfach gelesen, das von einem namhaften Karl-May-Forscher der Wert von Karl Mays Autobiografie "Mein Leben und Streben" nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, während ein guter Intenretfreund von mir und zugleich hervorragender Karl-May-Kenner vielmehr zu der Überzeugung gelangt ist, das Karl May es mit der Wahrheit generell - auch im hohen Alter - nicht so genau genommen habe.
Dies gälte auch für seine Autobiografie, die für mich eher die Rechtfertigungsschrift eines Mannes ist, der nach dem Charlottenburger Prozeß im April 1910 endgültig mit dem Rücken zur Wand stand.

Wie ist Karl Mays "Mein Leben und Streben" zu bewerten?

Autor:  rodger [ 26.7.2006, 1:22 ]
Betreff des Beitrags: 

Hans Wollschläger schreibt im Karl-May-Handbuch (unter anderem):

"Dabei erreicht auch die faktische Wahrheit ein bei Selbstbiographien durchaus ungewöhnlich hohes Maß, und die subjektiven Verschiebungen erweisen sich als nur zusätzlich sprechend und aufschlußreich. [...] Sein Bestreben, Wahrheit zu sagen, - wo nicht >die<, dann >seine< Wahrheit - war hier jedenfalls unvergleichlich größer als bei anderen >Prozeßschriften<, und eine bewußte Entstellung oder Retusche ad hoc ist nirgends nachweisbar."

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