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 Betreff des Beitrags: Wollschläger / Schacht und Hütte
BeitragVerfasst: 3.10.2005, 13:13 
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Kann mir jemand verläßlich sagen, von wem die von Hans Wollschläger in Essen (großartig !) vorgetragenen kommentierenden Texte zu „Schacht und Hütte“ waren und wo sie nachzulesen sind ? Das wurde mir nicht ganz klar, ich dachte zwar schon an Wollschläger selber, aber da Prof. Wolff anschließend auch Arno Schmidt erwähnte, wurde ich unsicher. Von dem könnten sie m.E. auch sein, was ein anderer Zuhörer (mit einer mir nicht nachvollziehbaren Vehemenz) im Gespräch allerdings bestritt. Ich habe die Texte (bei allerdings flüchtigem Suchen) weder bei Schmidt noch bei Wollschläger finden können. Vermutlich Wollschläger, und vermutlich neu (also noch nicht irgendwo abgedruckt), ist das richtig ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wollschläger / Schacht und Hütte
BeitragVerfasst: 3.10.2005, 14:43 
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rodger hat geschrieben:
Kann mir jemand verläßlich sagen, von wem die von Hans Wollschläger in Essen (großartig !) vorgetragenen kommentierenden Texte zu „Schacht und Hütte“ waren und wo sie nachzulesen sind ?

Die May-Zitate waren von May ;-), der Rest von Hans Wollschläger. Der Hinweis auf Schmidt bezog sich auf die Dialog-Form.

Nachzulesen wird das dann wohl im Jahrbuch 2006 sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wollschläger / Schacht und Hütte
BeitragVerfasst: 3.10.2005, 20:52 
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rodger hat geschrieben:
Kann mir jemand verläßlich sagen, von wem die von Hans Wollschläger in Essen (großartig !) vorgetragenen kommentierenden Texte zu „Schacht und Hütte“ waren und wo sie nachzulesen sind ? Das wurde mir nicht ganz klar, ich dachte zwar schon an Wollschläger selber, aber da Prof. Wolff anschließend auch Arno Schmidt erwähnte, wurde ich unsicher. Von dem könnten sie m.E. auch sein, was ein anderer Zuhörer (mit einer mir nicht nachvollziehbaren Vehemenz) im Gespräch allerdings bestritt. Ich habe die Texte (bei allerdings flüchtigem Suchen) weder bei Schmidt noch bei Wollschläger finden können. Vermutlich Wollschläger, und vermutlich neu (also noch nicht irgendwo abgedruckt), ist das richtig ?


Sollte ich mit dem "anderen Zuhörer" gemeint sein, bin ich mir keiner besonderen Vehemenz bewußt, verfüge andererseits aber über ein gewisses Temperament, das vielleicht meiner rheinischen Herkunft zu verdanken ist. Die Menschen sind nunmal verschieden. Wäre der Vortrag allerdings wirklich ein Arno-Schmidt-Text gewesen, hätten die Vortragenden das sicherlich auch erwähnt und sich nicht kommentarlos mit fremden Federn geschmückt; außerdem kenne ich Arno Schmidt gut genug, um seine Urheberschaft von Beginn des Vortrages an ausschließen zu können - Nicht nur der Vollständigkeit halber möchte ich übrigens erwähnen, daß der Vortrag nicht von Wollschläger alleine gehalten wurde, sondern daß es sich um einen Dialog mit Frau Dr. Gudrun Keindorf handelte. Die Ehrfurcht vor einem bedeutenden Mann sollte nicht so sehr den Blick vernebeln, daß die Leistung einer hervorragenden Karl-May-Forscherin unter den Tisch fällt.

Grüße

Rolf Dernen


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BeitragVerfasst: 3.10.2005, 22:10 
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Hallo Rolf,

kein Grund für Irritationen. Ja, Du warst gemeint, aber nichts war bös’ gemeint. Vehemenz ist ja nichts schlimmes, aber ich konnte es nicht nachvollziehen. Kann ich übrigens immer noch nicht. Wenn ich einen Autor gut kenne und der Meinung bin, ein Text sei nicht von ihm, ist es für mich kein Beinbruch und kein Vergehen, wenn ein anderer nicht auf Anhieb davon überzeugt ist.

Was den vernebelten Blick betrifft, so kann ich mit dem nicht dienen. Ich verehre Wollschläger (was keineswegs mit allgemeiner „Ehrfurcht“ vor „bedeutenden Männern“ zu tun hat, solches ist mir wahrlich fremd, sondern konkret mit dem singulären Wollschläger), während Frau Keindorf mir überhaupt kein Begriff ist (das mag durchaus eine Art Bildungslücke sein). Wenn ich nun mittlerweile alles richtig verstanden habe, ist sie ja an dem Vormittag auch nicht als May-Forscherin oder Autorin aufgetreten, sondern lediglich als Sprecherin. Und als solche fand ich sie, im Gegensatz zu Wollschläger, nicht erwähnenswert.

Beste Grüße

Rüdiger


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BeitragVerfasst: 3.10.2005, 22:27 
Den differenzierten und im Ergebnis differierenden Betrachtungen zu den LeserInnen Wollschläger und Keindorf kann ich mich nur anschließen. Qualitätsunterschiede im Vortrag waren unüberhörbar. Jener unaufdringlich mit fein nuancierter Ironie, jene mit Überartikulation, -eile und -lautstärke.

Alles in allem eine sehr vergnügliche Lesung. Es wird berichtet, dass Zuhörer Tränen gelacht haben ;-)
Man kann sich nur wünschen, dass es dieses im nächsten Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft noch einmal schwarz auf weiß nachzulesen gibt.


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BeitragVerfasst: 4.10.2005, 10:58 
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Wobei (natürlich) z.B. "das Tränen lachen" beim Nachlesen (leider) nicht zu wiederholen sein wird, denn die Lesung in Essen war nunmal ein singuläres Ereignis. Und dies ist in der Tat hauptsächlich Hans Wollschläger zu verdanken.

Helmut


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BeitragVerfasst: 4.10.2005, 11:32 
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Helmut hat geschrieben:
Wobei (natürlich) z.B. "das Tränen lachen" beim Nachlesen (leider) nicht zu wiederholen sein wird, denn die Lesung in Essen war nunmal ein singuläres Ereignis. Und dies ist in der Tat hauptsächlich Hans Wollschläger zu verdanken.

Eine wild gewordene Statistik ist im Druck in der Tat nicht halb so lustig wie im Vortrag 8-)


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BeitragVerfasst: 4.10.2005, 15:38 
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Leider war meine digitale Kleinbildkamera von den Lichtverhältnissen deutlich überfordert. Aber mei, besser als nix -- Hans Wollschläger während der Lesung:

Bild


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BeitragVerfasst: 4.10.2005, 20:21 
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Hm, also ich fand die Art und Weise des Vortrags von Frau Keindorf ebenso gut wie die von Herrn Wollschläger. Gerade auch von der Gegensätzlichkeit ihrer Art, den Vortrag zu halten, lebte das Ganze doch. Wären beide unaufdringlich gewesen, hätte dies m.E. dem Vortrag eher geschadet.
So hatte man fast den Eindruck eines Bühnenstücks. Auch wenn Herr Wollschläger mich doch ziemlich beeindruckt hat, wie ich zugeben muss.

Ich hätte den Vortrag ja noch mehr genossen, wenn ich nicht hätte die Schwimmflügel auspacken müssen, weil direkt neben mir die Wasserhähne aufgedreht worden waren. :lol: Nein, ich habe es ebenso genossen, wie alle anderen auch.

Den Vortrag zu lesen wird sicherlich nicht halb so viel Vergnügen bereiten.

Gruß
andrea

_________________
andrea


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BeitragVerfasst: 5.10.2005, 8:51 
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Also ich fand auch die Mischung machte das Ganze erst so richtig interessant. Auf alle Fälle wären die wilden Statistiken meines Erachtens nach nicht ganz so erheiternd gewesen, wenn diese nicht teilweise mit der nötigen Hast und Eile vorgetragen worden wären.

Zitat:
Ich hätte den Vortrag ja noch mehr genossen, wenn ich nicht hätte die Schwimmflügel auspacken müssen, weil direkt neben mir die Wasserhähne aufgedreht worden waren.

So ist das halt wenn man sich prächtig amüsiert und aus dem Lachen gar nicht mehr rauskommt :wink:

Sabine


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