Diskussionsforen der Karl-May-Stiftung

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BeitragVerfasst: 11.1.2008, 2:39 
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Fein.

:wink:


Die Formulierung

"Original Karl May weder bei Amazon" usw. war auch etwas mißverständlich und meinetwegen auch unglücklich, sie sollte sich auf die HKA beziehen und darauf, daß es eben DIESE AUSGABE dort nicht gibt.


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BeitragVerfasst: 11.1.2008, 8:49 
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Um wieder auf die Biographie zurückzukommen: Es bleibt wohl dabei, dass die HKA und somit auch die Biographie keine Lobby hat, die an der Verbreitung interessiert ist?


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BeitragVerfasst: 11.1.2008, 12:02 
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Der Eindruck kann in der Tat entstehen. Weist man aber auf solche Dinge hin, kommen erfahrungsgemäß gleich entweder empörte oder beschwichtigende Töne, und dann steht man da in seiner gänzlich unbeabsichtigten Querulanten-Rolle …


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BeitragVerfasst: 11.1.2008, 12:09 
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Nun sind wir hier ja wohl alle an der Verbreitung der HKA interessiert, denke ich. Allerdings sind wir wohl eher keine Lobby, weil wir keinerlei wirtschaftliche Macht besitzen. Aber wie ist es mit Herausgeber(n) bzw. Verlag? Auf Halde produzieren wollen die doch wohl auch nicht, oder? Ich persönlich halte es in der Tat für unglücklich, daß die Ausgabe nur und ausschließlich über die Stiftung vertrieben wird. So kommt es eben zu der von Rüdiger kritisierten und auch meiner Meinung nach höchst unerfreulichen Tatsache, daß sie nicht mal in Berlin im Museumsshop zu erhalten ist. Da bin ich gerne Co-Querulant.


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BeitragVerfasst: 11.1.2008, 13:34 
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Ich auch. :wink:


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BeitragVerfasst: 11.1.2008, 13:46 
Karl May im Urtext ist sicherlich eine spannende Verlagsgeschichte. Vielleicht wäre es einmal gut zu überlegen warum sich die Urtexte bis heute nicht beim Leser durchgesetzt haben. Es gibt doch zahlreiche Versuche diese Texte an den Mann oder die Frau zu bringen. Höchstwahrscheinlich wurde Karl May im Urtext nie in einer höheren Auflage gedruckt als in den 70iger Jahren bei Heyne. Anschließend versuchte es Pawlak, Greno, Haffmann, Weltbild und wie die Verlage alle heißen mit dem Ergebnis, daß diese Reihe sang- und klanglos eingestellt wurden. Es ist interessant das Menschen eine Verbreitung der Texte fordern, die selber diese Texte mindestens einmal bei sich zu Hause herumstehen haben. Interessanter jedoch wäre die Frage festzustellen warum halt die potentiellen Käufer eines "echten" Karl Mays in der Vergangenheit nicht bei diesen Angeboten zugeschlagen haben und sich die Urtexte gesichert haben. Vielleicht wußten diese Menschen gar nichts von ihrer großen Chance, vielleicht waren sie aber auch mit den Bearbeitungen voll und ganz zufrieden, da sie eine spannende Geschichte lesen möchten und sich nicht auf die Suche nach autobiografischen Stellen im umfangreichen Werk Karl Mays begeben wollten.

Hier würde natürlich uns eine wissenschaftliche Studie mehr weiterhelfen, als irgendeine vermeindliche Lobbyarbeit. Ich denke schon daß sich die Stiftung, der Verlag und die Gesellschaft durchaus den Realitäten in der Gesellschaft, im Buchhandel und bei den Lesern bewußt sind. Und nichts würde einer wissenschaftlichen Ausgabe von karl Mays Werken mehr schaden wie ein erneuter Flop im Buchhandel.


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BeitragVerfasst: 11.1.2008, 13:58 
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Darf ich - die Pedantenrolle scheint mir allmählich zuzufallen - an das Thread-Thema erinnern?


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BeitragVerfasst: 11.1.2008, 14:34 
Karl May im Urtext - nur etwas für Hardcorefans?


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BeitragVerfasst: 11.1.2008, 14:34 
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Beim Werner muß ich nach ein oder zwei Sätzen ja manchmal erstmal tief durchatmen und denke dann so etwas ähnliches wie „Er nun wieder …“ oder „Oh nein, nicht schon wieder …“ (das dürfte anderen bei mir so gehen, schon klar). Aber irgendwie hat er ja nicht ganz unrecht … (und man merkt, dass er sich Gedanken macht über das, was er sagt). Immer halt eine Sache des Blickwinkels. Und dem einen gefällt halt das eine, dem anderen das andere. Ok.

Zitat:
Ich denke schon daß sich die Stiftung, der Verlag und die Gesellschaft durchaus den Realitäten in der Gesellschaft, im Buchhandel und bei den Lesern bewußt sind.


Das denke ich [teilweise] freilich auch. Nur gelangen wir vielleicht zu unterschiedlichen Konsequenzen, bzw., finden die Konsequenzen, die andere ziehen, unterschiedlich gut.

Zitat:
die Pedantenrolle scheint mir allmählich zuzufallen


Bewusstheit ist der Schlüssel …

:lol:

(In jedem Thread tauchen zwangsläufig Nebenaspekte auf, und bekanntlich fließt alles ineinander)

Ok, Threadthema. "Stell Dir vor, endlich ist die Wohlgschaft-Biografie erschienen, aber keiner kann sie irgendwo kaufen" ...

:wink:


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BeitragVerfasst: 12.1.2008, 15:06 
Da gibts auch noch andere Ansichtspunkte ... speziell was der 'Urtext' oder 'des Mayster's eigene Texte' angeht (was noch zu seiner Lebzeiten verlegt wurde / originale ... wie man's auch immer nennen will) ... elektronische Versionen nehmen keinen so grossen Platz ein wie 80 Buecher. Ich weiss ... ich weiss ... Blasphemie ... aber es ist bei mir auch so - ich haette nie und nimmer im Haus genug Platz fuer alle May-Buecher - doch habe ich Platz fuer eine 'Werke-CD' wo alles drauf ist - UND es laesst sich leicht 'suchen' bei Begriff. Das sind auch Beweggruende fuer bookshops ... ist der Text den Kunden schon auf andere Weise - und billiger - zugaenglich ... was natuerlich fuer die Biographie von Hermann nur teilweise zutrifft.
Ansonsten bin ich auch ein Co-Querulant ... wenn ein Buch schon eine ISBN hat, sollte es auch 'ueberall' beziehbar sein -- ich leg mich nicht mit dem PC auf die Couch um was zu lesen ...
Aber eben - the publishing industry is the most disorganised industry on the planet ...


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BeitragVerfasst: 15.1.2008, 14:17 
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Die meisten Buchhändler bestellen durchaus beim Verlag, wenn der Großhandel das Buch nicht bereithält, und der Kunde es trotzdem haben will. Voraussetzung ist natürlich ein Buchhandelsrabatt. Weshalb die Herausgeber von HKA und Biografie überhaupt keinen Rabatt - also auch nicht in angemessener Höhe von 25 oder 30 % - gewähren, ist schon erklärungsbedürftig. Was hingegen Amazon angeht, so werden dort Rabatte von 55 und mehr % auf den Endverkaufspreis verlangt, so dass man als Verleger schon ins Grübeln kommen kann, ob man diese Vertriebsweg für Bücher benutzen will, die sich nicht an ein Massenpublikum richten, sondern ihren Weg an den Leser wahrscheinlich auch anders finden.


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BeitragVerfasst: 15.1.2008, 19:20 
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Die HW Biographie ist fuer einen Nischenmarkt geschrieben ,die Nachfrage duerfte daher gering sein und wer an dem Werk interessiert ist duerfte es mittlerweile besitzen.Mich wuerde mal interessieren wie hoch die verkaufte Auflage ist ,ich schaetze mal weniger als tausend Exemplare.
Was denn Bezug ueber das Karl-May-Museum/Karl-May-Stiftung angeht,das funktioniert absolut problemlos,ich habe fast die gesamte noch lieferbare HKA so bestellt und habe die Buecher innerhalb von 7-10 Tagen in den USA erhalten.
Woher im uebrigen der Auspruch stammt,dass die Verlagsindustrie disorganisiert waere ist mir schleierhaft.Die ist genauso profitorientiert wie alle anderen und schlechte Organisation ist nicht gut fuers Geschaeft.


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BeitragVerfasst: 17.1.2008, 21:21 
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Meine Freunde in Frankreich und in der Schweiz - man höre und staune, diese gibt es tatsächlich :lol: - bekunden mir des öfteren, wie gut der Buchhandel und das Verlagswesen in Deutschland organisiert sei, und für den Online-Shop des Karl-May-Museums gilt das sowieso.


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BeitragVerfasst: 19.1.2008, 2:29 
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wer im internet nach karl may sucht, dürfte doch auch diese seite finden. nachdem im letzten jahr 2 bände der HKA erschienen sind, interessiert es mich jetzt vielmehr, wann es weitergeht. ich bestelle dann auch gerne wieder bei der tradingpost.

übrigens, die wohlgschaft biographie wird derzeit auch bei zvab.com angeboten.


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BeitragVerfasst: 19.1.2008, 2:52 
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karmaqueen hat geschrieben:
übrigens, die wohlgschaft biographie wird derzeit auch bei zvab.com angeboten.


natürlich, das ist ja auch der Zusammenschluss der Antiquare im Internet. Das Problem ist aber, dass es die HKA (und damit auch die Biographie) nicht im Buchhandel gibt. Wer heute zum Buchladen seiner Wahl geht und nach der HKA fragt, wird in der Regel ein Achselzucken ernten. Und an wen wendet sich denn jemand, der nicht zum inner circle der May-Afficionados gehört, wenn er etwa in einem Zeitungsartikel über die Existenz der HKA informiert wird und nun, neugierig geworden, mal einen Blick hineinwerfen und am Ende gar einen Band kaufen möchte? Richtig, er geht zu seinem Buchhändler. Der ihm nicht weiterhelfen kann.

Damit habe ich aber nicht so das große Problem habe - die Gründe, warum man sie nicht beim Buchladen um die Ecke bzw. bei Amazon & Co. bestellen kann, leuchten mir ja ein -, aber das ändert ja nichts daran, dass es ein Kommunikationsproblem gibt. Aktuell ist die HKA ein Angebot von Eingeweihten für Eingeweihte.

Aber sehen wir das Positive: Ich bin eigentlich ganz zuversichtlich, dass sich das ändern wird, sobald die Ausgabe wieder angelaufen und mit regelmäßigen Neuerscheinungen zu rechnen ist. Ich erarte zB Anzeigen, Flyer, Brochüren ... die Interessierten auch außerhalb der May-Szene erklären, was diese Ausgabe ist, wie der Editionsplan aussieht, welche Bände lieferbar sind, welche demnächst erscheinen werden und natürlich auch, wo man diese Ausgabe bekommt. Alles andere wäre ja eine geradezu sträfliche Missachtung potentieller Kundenkreise. Es liegt doch im ureigensten Interesse aller Beteiligten, dass die Ausgabe auch ihre Leser erreicht.

Um beim Beispiel der Berliner Ausstellung zu bleiben: Wenn es schon aus diesen und jenen Gründen nicht möglich ist bzw. war, die HKA im Museumsshop anzubieten, dann könnte man ja wenigstens eine Broschüre auslegen (dafür wäre die Ausstellung zwar eine großartige Plattform gewesen, aber kam zeitlich wohl einfach ungelegen).

Wer Wege abseits der üblichen Buchvertriebs wählt, muss halt dafür sorgen, dass die Käufer ihn auch finden.

Btw - ich schlage mir da auch gern selbst an die Brust, ich hätte bei meiner Rezension von A&D für KM&C darauf hinweisen sollen, dass es die HKA-Version nicht im Buchhandel gibt. Mir war das Problem nicht präsent, mea culpa.

_________________
Giesbert Damaschke, München
http://www.damaschke.de/
http://www.karl-may-gesellschaft.de/


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