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"Der schwarze Mustang" mit Zeilenzählern
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Seite 1 von 4

Autor:  Redaktion [ 22.4.2008, 20:46 ]
Betreff des Beitrags:  "Der schwarze Mustang" mit Zeilenzählern

Liebe Karl-May-Freunde,

nachdem unter der Regie von Hermann Wiedenroth, wenn ich richtig gezählt habe, 48 Karl-May-Textbände erschienen sind, will man jetzt das Layout der Edition "Karl Mays Werke" verändern. Bei dem nächsten Band "Der schwarze Mustang", herausgegeben von der Karl-May-Gesellschaft, sollen Zeilenzähler angebracht werden. Muss das sein? Wird dadurch das ästhetische Leseerlebnis nicht beeinträchtigt? Um diese Frage besser beantworten zu können, habe ich eine Musterseite erstellt – links mit, rechts ohne Zeilenzähler.

Mit besten Grüßen
Ralf Harder

Bild

Autor:  Dernen [ 22.4.2008, 21:05 ]
Betreff des Beitrags: 

Der Sinn dieser Neuerung erschließt sich mir nicht so ganz. Der Unterschied zu den bisher erschienenen Bände wird dadurch doch recht groß, und das Lesevergnügen erhöhen die Zahlen am Rand wahrlich nicht. Soll das jetzt so etwas nach dem Motto "Neue Besen kehren gut"? sein?

Grüße

Rolf Dernen

Autor:  Sandhofer [ 23.4.2008, 7:26 ]
Betreff des Beitrags: 

Na ja - es erleichtert die Arbeit der Hersteller von Fussnoten, Endnoten, kritischen Anmerkungen.

Mich persönlich stört es nicht ...

Autor:  Waukel [ 23.4.2008, 9:54 ]
Betreff des Beitrags: 

Als störend empfinde ich die Zahlen auch nicht. Im Gegenteil, sie erleichtern die Orientierung z.B wenn man häufiger beim Lesen gestört wird, oder auch wenn man vergleichsliest (vergleichend liest, verschiedene Ausgaben vergleicht.. lesend, lesend vergleicht oder gleich vergleicht beim Lesen oder gleich liest und verbleicht ...Deutsche Sprache! :roll: ).

Sylvia

Autor:  markus [ 23.4.2008, 11:01 ]
Betreff des Beitrags: 

Waukel hat geschrieben:
Als störend empfinde ich die Zahlen auch nicht. Im Gegenteil, sie erleichtern die Orientierung z.B wenn man häufiger beim Lesen gestört wird, oder auch wenn man vergleichsliest (vergleichend liest, verschiedene Ausgaben vergleicht.. lesend, lesend vergleicht oder gleich vergleicht beim Lesen oder gleich liest und verbleicht ...Deutsche Sprache! :roll: ).

Sylvia


Wer liest und verbleicht hat bestimmt die HKA mit den "grünen" des KMV verbleichgelesen :lol:

Autor:  D E Brasch [ 23.4.2008, 13:08 ]
Betreff des Beitrags: 

Zeilennummern sind an sich keine schlechte Idee. Nur wird es sicherlich irgendwann soweit kommen, das man links die Zeilennummern der Seite reinschreibt, rechts dann die Zeilennummer des gesamten Bandes und oben in der Mitte einer Seite wird dann wahrscheinlich noch in ferner Zukunft die Zeilennummer von ... bis ... der gesamten Ausgabe stehen. --- Wenn Sie das vermeiden können, bin ich dafür.

Zusammenfassung:
Zitat:
Muss das sein?

Nein.

Zitat:
Wird dadurch das ästhetische Leseerlebnis nicht beeinträchtigt?

Es wird nicht beeinträchtigt.

Zitat:
Bin ich dafür?

Ja.

Autor:  H. Mischnick [ 23.4.2008, 16:20 ]
Betreff des Beitrags: 

Nachdem die äußere Gestalt vorübergehend wechselte, soll nun auch die Zeilenoptik an der Reihe sein? Die geplante Zeilenzählung stört den Lesefluß erheblich. Wenn beispielsweise "Waldröschen I" neu aufgelegt werden müßte, dann mit Zeilenzähler am Rand, was fast einem Neusatz gleichkäme, sieht dieser Reihentitel innen anders aus als die weiteren der Altauflage. Könnten die dann unterschiedlichen Ausführungen innerhalb einer Reihe nicht langjährige Abonnenten verärgern? Und die HKA richtet sich nun einmal nicht an einen kleinen Wissenschaftlerkreis, sondern an einen größeren Kreis von Lesern, jene, die Karl May im Urtext in eigener Ästhetik lesen wollen. Die Zeilenzählung ist ein eklatanter Stilbruch, da bereits 48 Bände ohne sie erschienen sind. Und wie will man dann mit Gedichten im Fließtext verfahren? Bekommen die eine Zusatzzählung?
Die HKA richtet sich an einen größeren Interessentenkreis als übliche wissenschaftliche Textausgaben von Literatur; diese verlangen dann aber auch keine äußere optische Ästhetik und können, einfacher gebunden, zu einem geringeren Preis als 40 Euro abgegeben werden! Das Plus der HKA war bislang die Einheit von äußerer Gestaltung, Ästhetik der HKA-Garamond und manuskriptnaher Textfassung. Die HKA ist die Entsprechung der "Grünen Gesellen" für Liebhaber ungestörter Originaltexte, wissenschaftlich zitierbar, doch wird vor allem auch der Sammler angesprochen. Zeilenzählung stört den Lesefluß und lenkt ab.
/Ironie an/
Kann man dem mengenlehregeschädigten deutschen Leser nicht mehr zumuten, beim Zitieren die Zeilen selbst zu zählen? Oder soll anhand dieses drastischen Beispiels vor Augen geführt werden, daß manche Verleger Karl May Zeilenhonorar entrichteten, und anhand der Zeilen der Leser dessen mögliches Honorar ermiteln können? Sollen etwa gar die geduldigen Sammler von Varianten dazu veranlaßt werden, sich ein Exemplar einer Neuauflage eines Bandes der HKA mit und eines der Altauflage ohne Zeilenzählung zuzulegen? Der Sammlerfreude ist nur dann Genüge getan, besitzt man beide Variationen? Sieht sich der erlauchte Kreis, der solch gravierende Änderung beschloß, als Kultusministerkonferenz der Karl-May-Szene, gewillt, dem Leserkreis Neuregelungen aufzudrücken, die dieser möglicherweise in Form eines höheren Preises bezahlen soll? Ist das die neuere innere Optik von Publikationen, die in Obhut der Karl-May-Gesellschaft erstellt werden? Erscheinen demächst auch Mitteilungen, Nachrichten, gar Jahrbücher im neuen inneren Dekor? Die "Rechnung auf der Linihen" des Adam Ries war ein wichtiges Instrument für die Gelehrten seiner Zeit, diejenige der HKA jedoch könnte eine ohne den Wirt alias Käufer gemachte sein.
/Ironie aus/
Der Zeilenzähler in der gelungenen Ausgabe von "Ardistan und Dschinnistan" des KMV nach dem Manuskript fällt in deren Satzspiegel nicht weiter auf, stört jedoch in der weniger zeilenbreiten HKA sehr. Etliche Abonnenten, aber auch sporadische Käufer, werden sich das wahrscheinlich nicht gefallen lassen.

Autor:  markus [ 23.4.2008, 17:11 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo,

erinnert mich irgendwie an Lesebücher für Grundschulklässler.

Hätte auch interesse an der HKA, aber nun...naja...

Im Grunde würden mir die Zeilenzähler (vieleicht) nichts ausmachen, aber wenn ich dann die Werke in verschiedenen Ausführungen hätte (mal mit, mal ohne Zeilenzähler) schon. Wenn schon sollte es möglichst einheitlich sein, das ist doch einer HKA würdig.

Eine andere Frage. Es gibt ja inzwischen 48 Bände. Wenn ich sie nun aboniere, bekäme ich sie dann alle auf einmal, oder schön Häppchenweise?
Es geht mir darum daß es ein Haufen Geld ist, kämen die bisher erschienenen Bände mit einem Schlag.
Weiß jemand was näheres darüber?

Gruß Markus

Autor:  Klaus Berning [ 28.4.2008, 12:51 ]
Betreff des Beitrags: 

Das Problem, so es denn eines ist, hatte man bei den letzten beiden Bänden mit dem beiliegenden "Zeilen-Lesezeichen" doch bereits sehr elegant gelöst. Dabei sollte man es unbedingt lassen!

Autor:  WalterJoergLangbein [ 28.4.2008, 13:17 ]
Betreff des Beitrags:  Ob mit oder ohne...

Also, offen gesagt, mir ist es eigentlich gleichgültig, ob die Werke der HKA von nun an mit oder ohne Zeilenzählung erscheinen. Gewiss, von der Ästhetik würde mich die Zeilenzählung am Rande schon etwas stören.

Aber, offen gesagt: Ein zügiges Erscheinen der zweiten Hälfte der HKA mit Zeilenzählung wäre mir lieber als eine Ausgabe ohne Zeilenzählung... die nicht erscheint...

Walter

Autor:  giesbert [ 28.4.2008, 17:12 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ob mit oder ohne...

Ich selbst bin kein großer Freund von eingedruckten Zeilenzahlen, aber dass es mit der HKA überhaupt weitergeht ist die wichtigere Meldung, über die man sich einfach mal freuen sollte. Nörgeln und Kritisieren werden wir dann später ;-)

Ich bin mal gespannt, wie sehr sich die "HKA Neue Serie" von der ursprünglichen HKA unterscheiden wird (Satz, Ausstattung, Gestaltung, Produktion). Ich fürchte ja, dass sich das sehr hohe Niveau der bisherigen Bände nicht wird halten lassen. Aber man wird sehen.

Mich werden die Zeilenzahlen jedenfalls nicht davon abhalten, den Band zu kaufen.

Autor:  marlies [ 29.4.2008, 1:59 ]
Betreff des Beitrags: 

Als jemand der staendig nach 'Stellen' suchen muss in May's Buechern (von wegen uebersetzen und so) gehe ich mit Walter-Joerg einig >>>Ein zügiges Erscheinen der zweiten Hälfte der HKA mit Zeilenzählung wäre mir lieber als eine Ausgabe ohne Zeilenzählung... die nicht erscheint... <<<

Mit heutiger Technologie im Drucken duerfen die Randzahlen vielleicht in ein helleres 'Grau' gesetzt werden ??? Damit kommen sie in den 'Hintergrund'.

Autor:  giesbert [ 29.4.2008, 11:58 ]
Betreff des Beitrags: 

marlies hat geschrieben:
Mit heutiger Technologie im Drucken duerfen die Randzahlen vielleicht in ein helleres 'Grau' gesetzt werden ??? Damit kommen sie in den 'Hintergrund'.

Machbar wäre das wohl, aber vielleicht wird das drucktechnisch zu aufwändig, jetzt gewissermaßen in "zwei Farben" zu drucken (schwarz für den Text, hellgrau für die Zeilenzahlen)?

Wir werden da einfach abwarten - und lesen müssen. Vorher weiß man eh nicht, ob einen die Zeilenzahlen nun wirklich stören oder nicht 8-).

Autor:  WalterJoergLangbein [ 29.4.2008, 12:26 ]
Betreff des Beitrags:  Glaube ich nicht

Ich glaube nicht, daß es Schwierigkeiten bereiten würde, teils schwarz, teils grau zu drucken.

Walter

Autor:  rodger [ 29.4.2008, 12:44 ]
Betreff des Beitrags: 

Kompromissvorschlag zur Güte und Zufriedenstellung aller Fraktionen:

»Wenn Du mit dem Harne eines Thieres oder eines Menschen schreibst, so verschwindet die Schrift, sobald sie eingetrocknet ist. Hältst Du das Papier dann über das Feuer, so werden die Züge schwarz, und Du kannst sie lesen.«

(Karl May, Durchs wilde Kurdistan)

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