Unter den Bearbeitungen ist „Das Buschgespenst“ eine der akzeptabelsten oder auch gelungensten, wenn auch gegenüber dem Original teilweise stark verändert, und das eben auch inhaltlich, atmosphärisch (in der Bearbeitung ist alles sozusagen ‚halb so schlimm’, bei Karl May radikaler, krasser ...). Peter Sodann liest die Angelegenheit ganz ausgezeichnet, und insofern ist diese Produktion wirklich sehr empfehlenswert. Schade, daß es eben teilweise nicht wirklich Karl May ist, was er da vorliest. Dann wäre es noch reizvoller gewesen. Andererseits: vermutlich eine Bearbeitung durchaus in des anpassungsfähig – pragmatisch - geschäftstüchtigen Karl Mays Sinne ... (aber eben nicht mehr das, was er ursprünglich schrieb)
(Die Thematik um die Bearbeitungen ist generell zu vielschichtig und facettenreich, um sie einfach mit Pro oder Contra mal eben nebenbei vom Tisch zu wischen. („Ich finde die grünen Bände gut und die Diskussion darüber hat aufzuhören“ äußerte Prof. B. 2003 in Plauen emphatisch vom Rednerpult, sinngemäß oder auch möglicherweise wörtlich, das finde ich in seiner „Differenziertheit“ heute noch verblüffend ...))
Unter
www.karl-may.de gibt’s übrigens eine m.E. beeindruckende Hörprobe, und zu dieser eine Art Rezension hier:
http://karlmay.agerth.de/hoerspiele/rez ... hp?_id=373 