Wenn wir mal für einen Moment Kurt Altherrs Verhalten in den Foren in der letzten Zeit vor den Sperrungen außen vor lassen (vorher war er lange Zeit ein durchaus angenehmer Gesprächspartner), und uns nur die Buchbesprechung anschauen, die ja damit nicht unbedingt direkt zu tun hat, müssen wir feststellen, daß da einer einfach nur [s]eine Meinung sagt, relativ unbequem für den einen oder anderen, aber irgendetwas Skandalöses, Ungehöriges oder sonst irgendwie Verwerfliches sehe ich da überhaupt nicht.
Es empfiehlt sich: Unvoreingenommen hingucken, ohne festgelegte Erwartungshaltung, lesen was da steht.
Dr. Dieter Sudhoff hat geschrieben:
laut eigener Aussage aber offenbar "ein nicht so sehr an Karl May interessierter Leser" und bestenfalls ein "Neueinsteiger in Sachen Karl May"
Z.B. steht in der Rezension nirgends, daß er sich selbst meint.
Wesentlich ungewöhnlicher, um nicht zu sagen peinlich, finde ich, wenn der Eindruck entsteht, ein betroffener Autor riefe zu Gegenstimmen auf. Man muß Kritik auch aushalten bzw. mit ihr leben können.
Ich erinnere mich, daß der Schlagersänger Rex Gildo in meiner Kindheit meinem Bruder ein Autogramm schickte, und dazu schrieb oder schreiben ließ, wir möchten doch nun bitte immer schön seine Lieder wählen in der Schlagerparade. Das hat seinerzeit einen bleibend schlechten Eindruck hinterlassen.
Und so Pauschalverurteilungen in Bausch und Bogen und für ewig und alle Zeiten muten mich auch immer etwas merkwürdig an. Auch Karl May, z.B., hatte des öfteren Phasen, in denen er, um es salopp zu formulieren, kräftig neben der Spur war. Das war aber, wie wir alle wissen, nur ein Teilaspekt seiner Persönlichkeit, in einem größeren Spektrum.
