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Karl May Haus Information 24 / 25
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Autor:  Gerhard Klußmeier [ 8.3.2011, 17:58 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Karl May Haus Information 24 / 25

Gegen den Heinemannschen Artikel spricht nun mal [m.E.] rein gar nichts. Worüber einer berichtet, was er bringt und was er wegläßt, das soll bitt’schön jeder selbst entscheiden. Na toll, in jedem Werbeblättchen von mir aus, doch bei den unumstößlichen Ansprüchen einer literaturwissenschaftliche Gesellschaft wie der KMG wäre dem Jahrbuch-Beitrag von 1971 das Prädikat „absolut schlecht, fehlerhaft und teilweise frei erfunden“ zu geben und somit abzulehnen – das hat man damals nicht prüfen können und somit ist – wie wäre das zu widerlegen? – wirklich erstmals genau dokumentiert worden. Was nun in diesem Nonsons-Forum hier abgelassen wird, ist für einigermaßen nüchtern Denkende kaum mehr nachvollziehbar. Da werden mit Verve pure Phantastereien anstelle von Tatsachen höher gestellt, Roman-Geschichten und „frei erfundene Personen“ als May-Biografie-Ersatz angeboten – von diesem kompletten Quatsch gibt es bereits in etlichen Büchern und Beiträgen mehr als genug.

Autor:  JennyFlorstedt [ 8.3.2011, 20:05 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Karl May Haus Information 24 / 25

Gemach, meine Herren.

Dass Rüdiger schon immer auf seine Intuition und (s)eine gefühlte Verbindung zu May mehr gibt als auf Fakten, ist allgemein bekannt und nicht zuletzt ich hab da schon öfter aus Verzweiflung den Kopf auf die Tischplatte fallen lassen.
Dass ICH erst anfange über was-hat-May-sich-dabei-gedacht-was-hat-er-gefühlt nachzudenken, wenn die Rahmenfakten belegt sind, ist möglicherweise auch bekannt. Ich komme mit wildem Drauflosspekulieren überhaupt nicht klar. Und wenn ich May manchen Satz in Briefen auch nicht glaube, dann heißt das es nur, dass ich ihm nicht glaube. Das heißt nicht, dass ich dann mal eben das Gegenteil annehme, weil es ...öhm... psychologisch stimmiger wäre.

Wenn eine Interpretation von Mayschem Verhalten von Fakten abgeleitet wird, mag das angehen. Wenn dann aber die Interpretation stur aufrecht erhalten wird, obwohl die Faktenbasis widerlegt wurde, dann hau ich lieber wieder den Kopf auf den Tisch. Das macht den Schmerz greifbarer.
Von daher lief die Gartow-Episode nachgewiesenermaßen also anders ab als von Heinemann geschildert. Man kann sich darüber ärgern oder sich freuen, dass wir es jetzt genauer wissen.
Ich persönlich finde die neu ermittelten Details sehr spannend.

Viele Grüße

Jenny

Autor:  Thomas Math [ 8.3.2011, 20:16 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Karl May Haus Information 24 / 25

Wie wohltuend in dieser Wueste von Subtext Interpreten,reinkarnierten Mays und theologischen Biografen auch Menschen mit Verstand,Intelligenz und logischem Denken zu finden.
Danke her Klussmeier und Frau Florstedt !

Autor:  Hermann Wohlgschaft [ 8.3.2011, 23:00 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Karl May Haus Information 24 / 25

Jetzt - ich meine den Eintrag von Th.M. - wirds aber unsachlich. :wink:

Autor:  rodger [ 8.3.2011, 23:08 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Karl May Haus Information 24 / 25

Mit gewissen abstoßend groben und dummen Menschen zu kommunizieren ist müßig.

Autor:  Hermann Wohlgschaft [ 8.3.2011, 23:26 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Karl May Haus Information 24 / 25

Zu JennyFlorstedt:

Sie sollten mit Ihrem Kopf etwas freundlicher umgehen. Selbstverletzungen sind, differentialdiagnostisch gesehen, immer ein bisschen bedenklich. :wink:

Autor:  Gerhard Klußmeier [ 9.3.2011, 7:51 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Karl May Haus Information 24 / 25

Mit gewissen abstoßend groben und dummen Menschen zu kommunizieren ist müßig. Welch eine Selbsterkenntnis und -darstellung – somit haltet fest an Eurem Märchenglauben, die Realität stört im Leben schon viel zu sehr die heilende Kraft der Tag-Träume, da muss man sich nicht auch noch seiner liebgewordenen eigenen Karl-May-Analysen durch Fakten berauben lassen – doch bitte nicht in einem Forum, das wie die Karl-May-Gesellschaft sich seriös der Öffentlichkeit päsentiert. Auch wenn sich noch so hochtrabend daherkommender Unfug am Ende ohnehin immer selbst entlarvt, so könnte es doch, wenn man schon rumspinnt, wenigstens witzig sein, doch weil's auch daran fehlt, ist wohl alles doch ernst gemeint – Jenny: Kopfschütteln ist besser, dieser Quatsch ist ohnehin nicht zu stoppen, auch nicht zu toppen, über die so genannten "Frühreisen" Karl Mays wurde genau so dummerhaftig diskutiert, bis der Nonsens den Bach runterging – eine Blosstellung a la KT gibt es hier leider nicht…

Autor:  rodger [ 9.3.2011, 7:57 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Karl May Haus Information 24 / 25

Nun halten Sie doch mal den Rand, Sie demaskieren sich ja aufs Fatalste ... Bisher konnte man Sie ja immerhin noch für relativ harmlos halten ...

Autor:  Gerhard Klußmeier [ 9.3.2011, 8:36 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Karl May Haus Information 24 / 25

Nun halten Sie doch mal den Rand, Sie demaskieren sich ja aufs Fatalste ... Bisher konnte man Sie ja immerhin noch für relativ harmlos halten ...
Mein Gott, welch ein niedriges Niveau ist hier unter dem Dach der Karl-May-Stiftung anzutreffen, primitiver get's wirklich nicht! – Ob Herr Wohlgschaft nunmehr seinen Kommentar zu "Th.M." wiederholt oder solche Entgleisung gutheißt?

Autor:  rodger [ 9.3.2011, 8:50 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Karl May Haus Information 24 / 25

Gerhard Klußmeier hat geschrieben:
Entgleisung


Wer entgleist denn hier … Sie sind es, der beschimpfen, niedermachen, ausgrenzen, verletzten will … und beklagen sich wenn es eine Portion zurück gibt …

Autor:  Gerhard Klußmeier [ 9.3.2011, 9:00 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Karl May Haus Information 24 / 25

Interessant zu sehen, dass es immer noch primitiver, immer noch niveauloser geht – bis die unterste Stufe persönlicher und dummerhaftiger Diffamierung erreicht wird. Was wurde da nur für ein Nerv getroffen…. Sie können einem wirklich leid tun

Autor:  Hermann Wohlgschaft [ 9.3.2011, 9:33 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Karl May Haus Information 24 / 25

Zu Herrn Klußmeier:

Ich muss hier nicht alles kommentieren. Auf Th.M. habe ich nur deshalb reagiert, weil ich mich von ihm, unmittelbar, angesprochen fühlte. Und meine Bemerkung zu Frau Florstedt war natürlich nicht so ernst gemeint. Schließlich hatten wir, gestern, ja Faschingsdienstag. :wink:

Autor:  rodger [ 9.3.2011, 9:41 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Karl May Haus Information 24 / 25

Kommen wir, Dames en Heren liebe Gemeinde, nun wieder zum Thema. KMHI 24 bzw. zunächst noch einmal speziell Karl May in Gartow.

In der Figur des Fürsten Leopold, die vermutlich zu großen Teilen für Mays Vater steht, sei es seitens May bewusst oder unbewusst [oder zu wie vielen Anteilen auch immer teilweise bewusst], verniedlichte und verharmloste unser Autor auf verblüffende Weise Dinge wie Dummheit, Anmaßung, Willkür, Gefährlichkeit, Gewalt … Spätestens in Gartow mag er erkannt haben, daß das Fatale, Bedrohliche solcher Erscheinungen nicht zu unterschätzen ist und zum Schönreden und Verharmlosen sich nicht recht eignet. Vielleicht hat diese Erkenntnis gleichsam einen Nerv getroffen und war der Grund, das Sujet aufzugeben … Die nächste „Vaterfigur“, der Ghani in „Am Jenseits“, erschien entsprechend: bedrohlich, abstoßend, erschreckend.

Später in A & D treffen wir auf den Mir, in dem wir zunächst erneut Dessauer- wie Ghanianteilen begegnen. Hier zeigt May, daß solche Wesen durchaus zu „knacken“ sind, sozusagen Hopfen & Malz auch bei ihnen nicht wirklich für immer und ewig verloren ist. Wenn man sich denn die Mühe geben mag … was auch bei May nicht immer der Fall gewesen sein wird.

"Alles wird gut" (Nina Ruge)

:D

Autor:  rodger [ 9.3.2011, 10:09 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Karl May Haus Information 24 / 25

Es gibt übrigens, da es in der Hinsicht offenbar ein Missverständnis gab, in Sachen Wirkung des Gartow-Erlebnisses auf Karl May durch den Artikel in KMHI 24 keinerlei neuen Erkenntnisse. Der von Frau Florstedt als vermeintliches Argument erwähnte Brief Mays war bereits bei Heinemann abgedruckt. Neue Erkenntnisse bzw. Thesen mag es in Sachen Datierungen, Fahrtrouten usw. geben …

Wenn die Frage, ob einer einen Tag früher oder einen Tag später an seinem Reiseziel angekommen ist und ob er über dieses oder jenes, oder doch vielleicht noch ein anderes Dorf angereist ist, für interessanter gehalten wird als innere Entwicklungen, bitt'schön, jeder beschäftige sich halt mit dem was er mag, solange er sozusagen lustig ist …

Bei „Phantastereien anstelle von Tatsachen“ und „Roman-Geschichten“ handele es sich um „kompletten Quatsch“, lasen wir … So gesehen wären Werke wie Heinrich Manns „Die Jugend des Königs Henri Quatre“, Thomas Manns „Lotte in Weimar“, Feuchtwangers „Goya oder Der arge Weg der Erkenntnis“, Alfred Döblins „Wallenstein“ usw. usf. auch „völliger Quatsch“ und Erbsenzählereien interessanter … das mag individuell so empfunden werden, ist aber durchaus Geschmackssache.

Autor:  Gerhard Klußmeier [ 9.3.2011, 10:36 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Karl May Haus Information 24 / 25

Auch eine Erkenntnis: Unsachlichkeit wird nur angemahnt, wenn man sich selbst getroffen fühlt – ansonsten also Zustimmung. Es ist schon aufschlussreich, in welche Untiefen man bei solch einem Internet-Disput blicken kann. Und May-Biografie-Versuche in ausgedachten Romangeschichten mit eigenen Seelenängsten vermengt sind gewiss nicht mit Romanen der Weltliteratur zu vergleichen. Zu eindeutiger Ignoranz kommt nunmehr auch noch allerhöchste Selbstüberschätzung hinzu – na klar: eine reine Geschmacksache, das stimmt. Da sieht man mehr als deutlich, was den Zorn hervorgerufen hat: eine dokumentarische Widerlegung liebgewordener und lange gepflegter Luftschlösser, in denen man sich so richtig mit eigenen Wahnvorstellungen austoben konnte. So wäre nur die Frage zu beantworten, woher jemand so viel Einbildung hernehmen kann, das er seine Phantasiewelt höher bewertet als jede belegte Realität.

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