Es gibt halt immer Überschneidungen und Nichtüberschneidungen ... in manchen Fällen wie bei uns ist es recht krass, das finde ich dann besonders interessant ... ich bin mir auch gar nicht so sicher ob es gerade die
Konsequenzen sind, die uns unterscheiden ... Man könnte auch sagen, wir spielen halt (von unserer Biographie her usw.) sozusagen ganz unterschiedliche Rollen in verschiedenen Filmen und sind darüberhinaus auch Darsteller teilweise sehr unterschiedlicher Wesensart ...
Aber es ist wirklich interessant wie und wo manchmal Überschneidungen auftauchen ... Mit jenem Rüdiger Dahlke z.B., mit dem Du ja nun nicht gerade viel 'am Hut' hast, gehst Du in Sachen Licht – Schatten, nüchtern-realistischer Betrachtungsweise usw. auch durchaus konform ... in einem seiner neuesten Bücher schreibt er, sinngemäß, das ganze "Nur positiv"-Gesülze (ich drück’ das mal bewußt hemdsärmelig aus, das ist der Math in mir ...

) gehe halt nie auf, weil halt immer auch der Schatten da ist ...
Der Wollschläger fällt übrigens auch in die Kategorie der "Du"-Autoren im Sinne von Stefan Zweig, ich wiederhol’s gern nochmal,
Stefan Zweig (in anderem Zusammenhang) hat geschrieben:
Hier ist ein Du, in dem mein Ich sich spiegelt, hier die Distanz aufgehoben, die Zeit von Zeiten trennt. Nicht ein Buch ist mit mir, nicht Literatur, nicht Philosophie, sondern ein Mensch, dem ich Bruder bin, ein Mensch, der mich berät, der mich tröstet und befreundet, ein Mensch, den ich verstehe und der mich versteht.
Das habe ich vor sechseinhalb Jahren schon mal in einem anderen Forum geschrieben, erst komme Karl May, dann eine Weile nichts, dann Wollschläger und dann wieder eine Weile nichts. Gilt in etwa immer noch.
