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 Betreff des Beitrags: Rauschenbach
BeitragVerfasst: 13.7.2009, 16:17 
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Giesbert Damaschke wies in der Mailingliste der KMG auf die Rezension eines mir bislang gottlob unbekannten Bernd Rauschenbach zu Karl Mays Leseralbum hin; ich bin dem Link gefolgt und habe einen Teil des Artikels gelesen. Ab Beginn der eigentlichen Besprechung des Leseralbums dann aber nicht mehr, da mich, nachdem ich gelesen hatte, was er über Karl May schreibt, nicht mehr interessierte, was er sonst noch so von sich gibt. Zwei Zitate fielen mir wieder einmal schlagartig ein, das eine von Ludwig Erhard und das andere von einem gewissen Rotpeter, beide äußerten sich seinerzeit mißfällig über eine gewisse Sorte intellektueller Journaille. Das muß genügen, ich will mir ja keinen Ärger einhandeln. :lol:

Rauschenbach
Rausche, ach
am Ohr mir vorbei
mit der Litanei ...

(Hier handelt es sich um die einsichtsvoll bearbeitete Fassung. Im unveröffentlichten Variant war statt Ohr, bzw. zusätzlich, noch ein anderer Körperteil angegeben.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Rauschenbach
BeitragVerfasst: 13.7.2009, 16:37 
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Bernd Rauschenbach ist als jedem Schmidt-Leser ein Begriff ;-). Die Rezension (aus dem Jahr 1999) findet sich hier:

http://www.literaturkritik.de/public/re ... z_id=13238


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 Betreff des Beitrags: Re: Rauschenbach
BeitragVerfasst: 14.7.2009, 0:03 
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rodger hat geschrieben:
da mich, nachdem ich gelesen hatte, was er über Karl May schreibt, nicht mehr interessierte, was er sonst noch so von sich gibt

Wie wahr.
giesbert hat geschrieben:
Bernd Rauschenbach ist als jedem Schmidt-Leser ein Begriff

Das waeren dann so im ganzen 10 Leute,oder ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Rauschenbach
BeitragVerfasst: 14.7.2009, 7:23 
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Es werden schon ein paar mehr sein ... :wink: Schmidt ist schon "hochinteressant", wie Karl May gesagt hätte und wie ich auch gerne sage. Zu seinen Texten an sich habe ich persönlich nicht so den "Draht", aber zu seinen Positionen und Inhalten schon ... Hans Wollschlägers Buch "Die Insel" über Arno Schmidt und sein Werk gehört zum Faszinierendsten und Beeindruckendsten, das ich je gelesen habe. Aber ich benötige offenbar den "Compiler" Wollschläger ...

Daß Rauschenbach jedem Schmidt-Leser ein Begriff ist, hatte ich auch bereits ergoogelt, bevor ich meinen Beitrag gestern schrieb. Nichtsdestotrotz hatte ich meine Freude daran der respektlos erschütterten Welt (die vier, die das abgewandelte Zitat erkennen, erhalten fünf Gummipunkte) offen mitzuteilen, daß ich ihn nicht kenne ... eine Art Trotzreaktion; auf meinen Karl May lasse ich halt [fast] nichts kommen. :wink:

Es hilft auch nicht wirklich, daß R. offenbar so ein großer Zampano in Sachen Arno Schmidt und sonstnochwas ist; wer so etwas schreibt über Karl May, und sei es der Papst, der Präsident, [Leonard Cohen,] Heidenreich-Ranicki oder sonstnochwer, ist ein Ignorant. Ich bin auch einer, was andere Autoren betrifft. Aber vielleicht maße ich mir nicht so ein Urteil (wie R. über May) an, wenn ich von etwas offenbar nichts verstehe, keinen Zugang habe.

:wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Rauschenbach
BeitragVerfasst: 10.9.2009, 19:08 
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Wie oft ich Karl Mays „Ardistan und Dschinnistan“ schon gelesen habe: ich weiß es nicht. Mehrere Male auf jeden Fall. Erst jetzt in den Sommermonaten wieder. Ganz frisch sind die Eindrücke der erneuten Lektüre noch. Wie kommt es nur, dass ich Rauschenbachs Wort vom „Die-Fresse-einschlagen“ im Zusammenhang mit diesem Roman so gar nicht verstehen und gut heißen kann? Dass ich auch seine Meinung nicht teile, die Sprache des Romans sei unbeholfen? Ich finde im Gegenteil, es ist eine einfache und leichte - beileibe keine seichte! – Sprache. Es ist mir jedes Mal wieder ein Genuß, in sie einzutauchen. Wer den Sprung wagt, dem wird vom Autor so manche sprachliche Feinheit geboten; verschiedene rhetorische Skulpturen (Verzeihung: Figuren) etwa gibt es da zu bewundern! Ich jedenfalls habe mich an ihnen erfreut und will das hier einmal ausdrücklich festhalten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rauschenbach
BeitragVerfasst: 10.9.2009, 19:36 
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Da fällt mir ein, daß Peter Wapnewski in einer Radio- oder Fernsehsendung in den Siebzigerjahren (das weiß ich nun nicht mehr, ob Radio oder Fernsehen, aber das Zitat weiß ich noch wörtlich, wenn ich mich nicht irre ...) gesagt hat, er gefalle sich nicht in der Rolle des einsamen Streiters für Thomas Mann (er war da in so eine Runde uninspiriert seicht verkopfter Oberschlauberger der Marke Wo-ist-der-Zeitbezug-was-anderes-können wir-nicht geraten ...), es gäbe Heere von Streitern für Thomas Mann ...

Gegen die Rauschebächlein kann man nichts machen, die gibt's immer. Man lasse sie rauscheln ... Ich kenne Dramaturgen die fangen beim Stichwort Karl May spontan an zu lachen ... und damit hat es sich dann für sie ... watt willste machen ... sollen sie sich für schlau halten und wir uns auch, dann sind alle Beteiligten zufrieden ... und jeder bleibe in seinem [Bewußtseins -] Lande und nähre sich [mehr oder weniger] redlich ...

:wink:


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