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 Betreff des Beitrags: Re: Sascha Schneider
BeitragVerfasst: 8.10.2009, 16:10 
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rodger hat geschrieben:

Wenn man die C.u. richtig behandelt, kann man auch Sauerkraut essen. Durchaus. Der Gesundheitsminister.



"Man kann alles essen und trinken. Manches allerdings nur einmal."
So sprach einst mein Chemielehrer.

(Damit aber jetzt wirklich genug.)

Helmut


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 Betreff des Beitrags: Re: Sascha Schneider
BeitragVerfasst: 8.10.2009, 16:21 
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Es dringt der Duft von dem Diner
Zu mir ins Zimmer in die Höh,
Und da bin ich zuweilen sterblich,
Denn Essen ist niemals verwerflich,
Zumal wenn es, wie Karl es liebt,
Ein Sauerkraut mit Eisbein giebt

Höre Väterchen, laß Dich warnen! Ich bin ein ganz gemüthlicher Kerl und kann wochenlang Sauerkraut mit Dir essen, ohne daß ich Dich dabei verschlinge. Wenn Du es mir aber zu dumm treibst, so verschlinge ich Dich mit Haut und Haar! Den Bauch habe ich dazu: Schau her!

Die Lieb, die ist wie Sauerkraut:
Wird Alles durch und durch gekaut,
Die Leni wird des Pathen Frau,
Und Alles schreit dann Ach und Au

Sam Hawkens hatte sich auf die Seite retiriert, betastete sich die Rippen und die Schenkel, zog ein Gesicht, als ob er Sauerkraut mit Pflaumenmus gegessen hätte

*

Kein Beitrag ohne Threadbezug; hätte Sascha Schneider mehr Sauerkraut gegessen, wäre er dann vielleicht ein oder zwei Jahre älter geworden ? (Hätte, wäre ... das ist ja wie bei dem Filmregisseur ...)


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 Betreff des Beitrags: Re: Sascha Schneider
BeitragVerfasst: 8.10.2009, 19:39 
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Helmut hat geschrieben:
Die Bezeichnung "Huns (Hunnen)", die die Engländer für die deutschen (Soldaten) seit dem ersten Weltkrieg verwendeten, war im übrigen eine "Erfindung" von Kaiser Wilhelm II, aus seiner Abschiedsrede für das deutsche Expeditionskorps zur Niederschlagung des "Boxeraufstands", nachzulesen z.B. im Sammelband "China" , in dem auch "Et in Terra Pax!" erstmals abgedruckt wurde.
Womit wir wieder elegant bei May gelandet sind.


Helmut

Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=0l4WJtk9 ... re=related

Nach ca. 1:30min. kommt es zur berühmten Hunnenrede. Vorher sehen wir noch etwas von der damals wie heute kleinen SPD :wink: :mrgreen: .


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 Betreff des Beitrags: Re: Sascha Schneider
BeitragVerfasst: 9.10.2009, 18:26 
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Sandhofer (am 2. Juli 2007 in einem anderen Thread) hat geschrieben:
Nebenbei gesagt: Dass man mit 20 über „die Lehrer“ herzieht, ist wohl normal. Irgendwann jenseits der 30 sollte man mit seiner eigenen Schulzeit Frieden geschlossen haben, finde ich.


rodger (antwortenderweise) hat geschrieben:
Lehrer und Schulsystem, dieses notwendige Übel, werden mit zunehmendem Alter des aufmerksamen Betrachters ja nicht besser. – [...] er unterstellt subjektive persönliche Probleme, so etwas wie eine gewisse Vogelperspektive schließt er für die Gegenseite offenbar von vorneherein aus, anstatt zumindest ansatzweise mal in etwas weniger simple Richtungen zu denken.


Sascha Schneider hat geschrieben:
„Schule und Kirche sind mir in ihrer jetzigen Institution einfach Greuel. Die Unverständigsten und Intolerantesten regieren da.“; „Man kann mit diesen Directoren und Rectoren nicht reden, und nun gar die Klassenlehrer!“

(Nachzulesen in GW Band 93 S. 210/11)

(Ich entwickele mich zunehmend zum Sascha – Schneider – Sympathisanten ...)

8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Sascha Schneider
BeitragVerfasst: 9.10.2009, 19:20 
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Das war auch nur eine Frage der Zeit, lieber Rüdiger.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sascha Schneider
BeitragVerfasst: 9.10.2009, 19:30 
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Die Sympathie liegt dann aber hauptsächlich in der Person Schneider, weniger in dem Maler. Oder irre ich mich da? Sag es! :D

Wir müssen aufpassen daß er uns nicht davonfliegt. Etwas von Vogelperspektive ist ja schon erwähnt worden :mrgreen: .


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 Betreff des Beitrags: Re: Sascha Schneider
BeitragVerfasst: 9.10.2009, 21:08 
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markus hat geschrieben:
Die Sympathie liegt dann aber hauptsächlich in der Person Schneider, weniger in dem Maler. Oder irre ich mich da?

Beim Schreiber, sozusagen. Beim sich schriftlich mitteilenden Schneider.

Kurt Altherr hat geschrieben:
Das war auch nur eine Frage der Zeit, lieber Rüdiger.

Immer diese spürbar mitschwingende Kryptik ...

:wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Sascha Schneider
BeitragVerfasst: 9.10.2009, 21:10 
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markus hat geschrieben:
Wir müssen aufpassen daß er uns nicht davonfliegt. Etwas von Vogelperspektive ist ja schon erwähnt worden


"Du aber neide nun die Sage nicht von Vögeln"
(Sophokles / Hölderlin, Oedipus)

8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Sascha Schneider
BeitragVerfasst: 9.10.2009, 21:19 
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Um auf das bemerkenswerte Werk von Sascha Schneider einzugehen. Wann wurde der "Sonnenanbeter" von Sascha Schneider erschaffen? Ich nehme an, das war nicht zu Lebzeiten Karl Mays sondern eher in Schneiders Hellerauer Zeit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sascha Schneider
BeitragVerfasst: 9.10.2009, 21:46 
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rodger hat geschrieben:
markus hat geschrieben:
Die Sympathie liegt dann aber hauptsächlich in der Person Schneider, weniger in dem Maler. Oder irre ich mich da?

Beim Schreiber, sozusagen. Beim sich schriftlich mitteilenden Schneider.


Besser ein Schneider teilt sich schriftlich mit, als daß ein Schreiber aufschneidet (oder schneidig schreibt) 8) :wink: .


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 Betreff des Beitrags: Re: Sascha Schneider
BeitragVerfasst: 9.10.2009, 21:51 
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("Greifenklau" sei schneidig, habe ich mal gelesen. Aber das nebenbei.)

"Herein wenn's kein Schneider ist" sagte der Kunsthallendirektor ...

(Ich gebe zu, der Witz ist geklaut, aus einer "Kleider machen Leute" - Verfilmung mit Rühmanns Heinz. Der sagt daraufhin in seiner wie üblich verdrossen quäkenden Art "Wiedersehn".)


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 Betreff des Beitrags: Re: Sascha Schneider
BeitragVerfasst: 9.10.2009, 22:02 
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Beiträge: 3175
Wohnort: Krähennest
Jedermann im Dorfe kannte
Einen, der sich Böck benannte. -

Alltagsröcke, Sonntagsröcke,
Lange Hosen, spitze Fräcke,
Westen mit bequemen Taschen,
Warme Mäntel und Gamaschen,-
Alle diese Kleidungssachen
Wußte Schneider Böck zu machen. -
Oder wäre was zu flicken,
Abzuschneiden, anzustücken,
Oder gar ein Knopf der Hose
Abgerissen oder lose -
Wie und wo und wann es sei,
Hinten, vorne, einerlei -
Alles macht der Meister Böck,
Denn das ist sein Lebenszweck. -
Drum so hat in der Gemeinde
Jedermann ihn gern zum Freunde. -
Aber Max und Moritz dachten,
Wie sie ihn verdrießlich machten. -

Nämlich vor des Meisters Hause
Floß ein Wasser mit Gebrause.

Übers Wasser führt ein Steg,
Und darüber geht der Weg. -

Max und Moritz, gar nicht träge,
Sägen heimlich mit der Säge,
Ritzeratze! voller Tücke,
In die Brücke eine Lücke. -

Als nun diese Tat vorbei,
Hört man plötzlich ein Geschrei:

»He, heraus! Du Ziegen-Böck!
Schneider, Schneider, meck, meck, meck!« -
Alles konnte Böck ertragen,
Ohne nur ein Wort zu sagen;
Aber wenn er dies erfuhr,
Ging's ihrn wider die Natur.

Schnelle springt er mit der Elle
Über seines Hauses Schwelle,
Denn schon wieder ihm zum Schreck
Tönt ein lautes: »Meck, meck, meck!!«

Und schon ist er auf der Brücke,
Kracks! Die Brücke bricht in Stücke;

Wieder tönt es: »Meck, meck, meck!«
Plumps! Da ist der Schneider weg!

Grad als dieses vorgekommen,
Kommt ein Gänsepaar geschwommen,
Welches Böck in Todeshast
Krampfhaft bei den Beinen faßt.

Beide Gänse in der Hand
Flattert er auf trocknes Land. -

Übrigens bei alle dem
Ist so etwas nicht bequem;

Wie denn Böck von der Geschichte
Auch das Magendrücken kriegte.

Hoch ist hier Frau Böck zu preisen!
Denn ein heißes Bügeleisen,
Auf den kalten Leib gebracht,
Hat es wiedergutgemacht. -

Bald im Dorf hinauf, hinunter,
Hieß es: Böck ist wieder munter!!

(aus: "Max und Moritz", von Wilhelm Busch)

8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Sascha Schneider
BeitragVerfasst: 10.10.2009, 12:09 
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Ich habe mir heute das Buch "Zwischen Max Klinger und Karl May" (über Sascha Schneider von Annelotte Range) aus dem Karl-May-Verlag bestellt. - Die Korrespondenz Schneider / May in Band 93 ist wirklich außerordentlich lesenswert, regelrecht wohltuend als geistige Nahrung und sozusagen sehr notwendiges & erfreuliches Gegengewicht zu all dem Freilichtbühnen- und sonstigen Unfug, den man sonst so um Augen und Ohren zu kriegen pflegt in Sachen Karl May (entweder sie kommen einem mit platter Oberflächlichkeit oder aber mit drögem Zahlen- und Faktenkram). Diese Korrespondenz hat Geist & Tiefgang. :!:


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 Betreff des Beitrags: Re: Sascha Schneider
BeitragVerfasst: 10.10.2009, 12:52 
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Fakten können durchaus hochinteressant sein, lieber Rüdiger. So habe ich nach vielen Recherchen erfahren, das Karl May zwischen Radebeul und Dresden durchaus mit der Bahn fuhr und das einer seiner Lieblingskomponisten Wolfgang Amadeus Mozart war. Letzteres ist für mich besonders wichtig, da ich für meine Radiosendung beim OK Lübeck - Radio Bad Segeberg gibt es ja seit dem 14.9.2009 nicht mehr - wissen wollte, welche Musik Karl May besonders schätzte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sascha Schneider
BeitragVerfasst: 10.10.2009, 13:18 
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Kurt Altherr hat geschrieben:
Fakten können durchaus hochinteressant sein


Sicher, als Beigabe ...

Aber es gibt ja Leut' die meinen wenn sie mit allerhand Zahlen, Fakten und Daten kommen, dann verstehen sie auch schon etwas von der Sache [und können, sozusagen, mitreden] ...

8)

(Vorsichtshalber: das galt jetzt nicht Dir ...)

:lol:


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