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 Betreff des Beitrags: War Karl May drogensüchtig?
BeitragVerfasst: 4.5.2011, 8:23 
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Eine ernsthafte Frage, da in seinem Werk öfters über Opium zu lesen ist (Durch die Wüste, Scout/Winnetou II, Kong-Kheou) und er auf Fotos zeitweise die Gesichtszüge eines schwindsüchtigen aufweist (diese Frage ist aber genau wie die ob er schwul war oder nicht, völlig wertfrei, es ist mir egal).

8)


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 Betreff des Beitrags: Re: War Karl May drogensüchtig?
BeitragVerfasst: 4.5.2011, 14:11 
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markus hat geschrieben:
Eine ernsthafte Frage, da in seinem Werk öfters über Opium zu lesen ist

Das würde ich nicht überbewerten, bzw nicht weiter zur Kenntnis nehmen. Opium ist zu Mays Zeit eine unverzichtbarer Zutat der Spannungsliteratur.


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 Betreff des Beitrags: Re: War Karl May drogensüchtig?
BeitragVerfasst: 5.5.2011, 10:55 
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Ich habe ja geschrieben, daß ich es nicht bewerte, also schon gar nicht überbewerte.

giesbert hat geschrieben:
Opium ist zu Mays Zeit eine unverzichtbarer Zutat der Spannungsliteratur.

Oder einfach nur zur Entspannung :mrgreen: .


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 Betreff des Beitrags: Re: War Karl May drogensüchtig?
BeitragVerfasst: 5.5.2011, 11:51 
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Bring [nicht] das Opium, es bringt den Opi um.

*

Nach gutem Brauch und alter Sitt' möcht' ich gepflegt mutmaßen wie folgt:

Harte Drogen wird May aus eigener Erfahrung nicht gekannt haben, von Alkohol abgesehen (auf dessen gelegentlich überhöhten Gebrauch gibt es einige Hinweise, sowohl im Werk (da könnte man nun wieder geteilter Meinung sein, ich habe mal gelesen es sei nicht opportun von einem Werk auf Privates zu schließen, ich erlaube mir indes das auch weiterhin in einigermaßen beträchtlichem Ausmaß zu tun) als auch in [Auto]biographischem. (Die eckige Klammer, Dames en heren, rührt daher daß ich sowohl an Dinge wie "Mein Leben und Streben" dachte als auch z.B. an Briefe.)). Ich denke so tollkühn war er nicht, er wird an seinen geistigen Grenzgängereien, entsprechend abgründigen emotionalen Befindlichkeiten und Alkoholerfahrungen grad' genug gehabt haben ... warum freiwillig sich sozusagen noch tiefer in Teufels Küche begeben, ich denke das entsprach nicht seinem Wesen ... In Halb- und (oder) Unterweltkreisen dürfte ihm indes die Drogenthematik begegnet sein, und so ließ er sie, emotional betroffen / interessiert, gelegentlich in sein Werk einfließen. Daß das zu der Zeit gleichsam Mode war, mag sozusagen erleichternd hinzugekommen sein. ( - Vorsichtshalber einigermaßen halbwegs zugeständnishafterweise: "Vielleicht ist es so, vielleicht ist es aber auch nicht so.")

8)


Zuletzt geändert von rodger am 5.5.2011, 15:41, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: War Karl May drogensüchtig?
BeitragVerfasst: 5.5.2011, 12:45 
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Zitat:
"Vielleicht ist es so, vielleicht ist es aber auch nicht so."

Dieses Zitat Georg Büchners bzw. seines Staatsratspräsidenten ist von Büchner karikierend gemeint, von mir indes nicht ... ich bin mir halt dessen bewußt daß wir, noch'n Zitat, nichts wissen können ... (das war jetzt insbesondere am Ende eher generell gemeint und nicht speziell auf den konkreten Fall bezogen)

(das sollte eigentlich die Angelegenheit bissel erläutern, wird aber wie ich den Laden hier kenne eher verwirren :D )


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 Betreff des Beitrags: Re: War Karl May drogensüchtig?
BeitragVerfasst: 5.5.2011, 15:50 
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Es kann natürlich auch, wer Lust hat, nach Sachsen fahren, da ordentlich in der Gegend herumgurken, Apotheken und Kaschemmen abklappern usw., vielleicht finden sich alte Rechnungen, Belege, Eintragungen, was weiß ich, aus denen dann hervorgeht, daß er keinerlei Mittel bezogen hat (oder aber auch doch). Ergänzt um die Lebensdaten der entsprechenden Apotheker und Dealer (die damals noch nicht so hießen, nicht daß mir jetzt einer kommt von wegen Anachronismus ... :mrgreen: ). Spätestens wenn gesagt würde die seien relevant und ohne ginge es gar nicht, würde es dann aber bissel lästig ...

:lol:

(aber was soll man sich die Mühe machen wenn man auch so zu einem Ergebnis kommt ... ob das nun das richtige ist bleibt im einen wie dem andern Fall halt letztlich fraglich ...)

:D


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 Betreff des Beitrags: Re: War Karl May drogensüchtig?
BeitragVerfasst: 5.5.2011, 22:43 
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Das glaubt einem natürlich kaum einer, daß ich es nicht aus wissenschaftlichen Forschungszwecken wissen wollte, sondern nur aus reiner Neugier. That's it.

:wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: War Karl May drogensüchtig?
BeitragVerfasst: 6.5.2011, 7:54 
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Es könnte als dritte Möglichkeit auch so etwas wie reine Schwatzhaftigkeit gewesen sein ...

:wink:

Aber gehen wir nochmal kurz auf die Thematik bzw. ihr Umfeld ein. May war vermutlich das, was ich, selber nicht unbedingt ganz weit weg davon, respektlos hemdsärmelig gern als "Suchtkrüppel" zu bezeichnen pflege ... das sind Leute, die süchtig sind, sei es auf Alkohol, Nikotin, Schokolade oder was auch immer, bei denen es also eigentlich nicht um den jeweiligen 'Stoff' (der auch immateriell sein kann, es gibt z.B. Spielsucht, Sexsucht ...) geht, sondern um die Sucht, die Süchtigkeit an sich, als zu ihrem Wesen gehörig, aus einem Defizit (Liebe, Zuwendung) heraus entstanden, Kompensation auf anderer Ebene. Mays exzessives Rauchen und Schreiben, seine Neigung zu Extremen (z.B. auch schlaflose Nächte, exzessiv viel Kaffee), können in diese Richtung denken lassen. (Es gibt dazu auch klug klingende Begriffe wie Impulskontrollstörung u.a., kann man mal nachlesen.)


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 Betreff des Beitrags: Re: War Karl May drogensüchtig?
BeitragVerfasst: 6.5.2011, 8:05 
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Mit anderen Worten, Sucht kommt von suchen.


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 Betreff des Beitrags: Re: War Karl May drogensüchtig?
BeitragVerfasst: 6.5.2011, 8:13 
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Mal wieder auf den Punkt, sie mögen lachen oder nicht ...

Nägelkauen, Augenbrauenausrupfen und ähnliche spezielle Hobbys selbstschädigender Art gehen übrigens auch in die Richtung. Ist ganz interessant Zusammenhänge herauszufinden ...


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 Betreff des Beitrags: Re: War Karl May drogensüchtig?
BeitragVerfasst: 6.5.2011, 8:18 
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Ich reiß mir die Wimpern aus (hab auch schonmal gepopelt (ab jetzt wirds widerlich, ich weiß :? )).


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 Betreff des Beitrags: Re: War Karl May drogensüchtig?
BeitragVerfasst: 6.5.2011, 8:22 
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Lieber mit den Wimpern klimpern [...] als Popeln in Opeln.

Kuno van Kampe, Gast-Hyundai-Fahrer

(Verzeihung)

(Edit.: gemeint war von Hanstein, nicht von Kampe. Da kann man schon mal durcheinanderkommen. :mrgreen: )


Zuletzt geändert von rodger am 6.5.2011, 8:53, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: War Karl May drogensüchtig?
BeitragVerfasst: 6.5.2011, 8:27 
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Ich hab' mich vertan ... aber das woran ich dachte, die Wimpern pinseln usw., wäre rhythmisch dann nicht so hingekommen in äh, mit den Opeln, also lassen wir's mal so wie's da steht, das mit dem Klimpern war übrigens ein Lied von Renate Kern, da freut sich der Kurt, wir kommen mal wieder vom Hölzken sonstwohin, wie das Leben halt so spielt ...

Aber zurück zu Karl May und den Drogen. Bei zehn Seiten Hobblefrank (Schreibweisen, liebe German-, Wikiped- und sonstige isten, gehen schon mal nach Gefühl ...) könnte man ja manchmal meinen, er habe was eingeworfen. Ach was. Der war halt so. Kann man nichts machen.

:mrgreen:

"Die beste Droge ist ein klarer Kopf"

(Udo Lindenberg)


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 Betreff des Beitrags: Re: War Karl May drogensüchtig?
BeitragVerfasst: 6.5.2011, 8:36 
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Angeblich haben die Beatles ihre besten Hits unter Drogeneinfluss geschrieben. Ich halte sowas eher für einen riesengroßen PR-Gag. Genauso wie an "Sex, drugs and Rock 'n' Roll" nicht soviel dran ist, wie in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird (zumindest heute ist es nicht mehr soviel her damit).


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 Betreff des Beitrags: Re: War Karl May drogensüchtig?
BeitragVerfasst: 6.5.2011, 8:43 
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Und ich gehe noch weiter als Lindenberg und sage es waren nicht Drogen die zum Erfolg führten, denn: Karl May war bekloppt, Hitchcock war bekloppt, die Beatles waren bekloppt und ich bin es auch (und einige andere auch) (positiv bekloppt und jeder auf seine Weise), also das passt doch gut zusammen, da fühl ich mich wohl :wink: . Das waren alles Rheinländer, bei der Geburt getrennt.

"Überall ist Niederrhein." :mrgreen:


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