Diskussionsforen der Karl-May-Stiftung

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 Betreff des Beitrags: Referent für Vortrag gesucht
BeitragVerfasst: 20.12.2005, 12:28 
Liebe Karl May Freunde,

im nächsten Jahr finden in Sinzig bei Bonn die 10. Perry Rhodan Tage Rheinland-Pfalz statt. Für diese Veranstaltung wird noch ein Referent gesucht zum Thema "Ardistan und Dschinnistan" ein Sciene Fiction Roman von Karl May?!" Für Vorschläge wären die Veranstalter sehr dankbar


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 Betreff des Beitrags: Re: Referent für Vortrag gesucht
BeitragVerfasst: 20.12.2005, 18:51 
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Hallo zusammen!

Ardistan und Dschinnistan = Science Fiction? Wohl kaum. Ausser, man subsummiere das Ganze unter den grösseren Begriff "Phantastische Literatur".

Grüsse

Sandhofer


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BeitragVerfasst: 20.12.2005, 22:11 
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Sei mal nicht so spießig. ;-) Christian Heermann hielt bei uns in Leipzig mal einen Vortrag über "Karl May und die Außerirdischen". Da kommt einiges zusammen.

Jenny Florstedt

_________________
Der Freundeskreis Karl May Leipzig e.V. online:
www.karl-may-leipzig.de


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BeitragVerfasst: 20.12.2005, 23:33 
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Cool! Karl May und die Außerirdischen.... :D

Da Sinzig nicht arg weit ist und ich neben Karl May auch Perry Rhodan lese, könnten mich die Perry-Rhodan-Tage durchaus interessieren.
Wann sind die denn genau?

Gruß
andrea

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andrea


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BeitragVerfasst: 21.12.2005, 0:25 
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KML hat geschrieben:
Sei mal nicht so spießig. ;-) Christian Heermann hielt bei uns in Leipzig mal einen Vortrag über "Karl May und die Außerirdischen". Da kommt einiges zusammen.

Zweifellos - nur sind "Außerirdische" nicht zwingend ein Zeichen für Science Fiction. Sie sind ein möglicher Bestandteil, nicht mehr, nicht weniger. Weder tauchen in einem Science-Fiction-Text zwingend Außerirdische auf, noch ist ihr Auftauchen ein zwingendes Indiz für Science Fiction. Als jahrezeitliches Beispiel bietet sich da die Bibel an -: Engel sind zweifellos Außerirdische: Ist die Weihnachtsgeschichte deshalb Science Fiction?

Solange man sich darauf verlässt, dass Gattungsbegriffe keine bloß willkürlichen Bezeichnungen sind, sondern dabei helfen sollen, Strukturen & Gemeinsamkeiten, Spezifika & Trennendes unterschiedlicher Geistesprodukte zu erkennen, solange kann man die formulierte Vortragsfrage nur verneinen: Nein, A&D ist keine Science Fiction. (Sehr viel tragfähiger scheint mir da Arno Schmidts Hinweis, der A&D mit Bunyans The Pilgrim's Progress in einem Atemzug nennt.)


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BeitragVerfasst: 21.12.2005, 3:14 
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Dann einigen wir und doch auf Sandhofers Vorschlag "Phantastische Literatur". Und freuen uns darüber, daß Karl May bei den Perry-Rhodan-Tagen berücksichtigt wird.

Grüße

Rolf


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BeitragVerfasst: 21.12.2005, 3:18 
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Dernen hat geschrieben:
Dann einigen wir und doch auf Sandhofers Vorschlag "Phantastische Literatur".

das ist mir zu schwammig

Zitat:
Und freuen uns darüber, daß Karl May bei den Perry-Rhodan-Tagen berücksichtigt wird.

Warum noch mal?

Aber mei - wenn's sche' macht ;-)


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BeitragVerfasst: 21.12.2005, 4:10 
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giesbert hat geschrieben:
Dernen hat geschrieben:
Dann einigen wir und doch auf Sandhofers Vorschlag "Phantastische Literatur".

giesbert hat geschrieben:
[das ist mir zu schwammig


Dir vielleicht. Mir reicht's durchaus

Zitat:
Und freuen uns darüber, daß Karl May bei den Perry-Rhodan-Tagen berücksichtigt wird.

giesbert hat geschrieben:
Warum noch mal?;-)


Warum nicht, um Himmelswillen? Karl May kann Öffentlichkeit gut gebrauchen. Von mir aus kann der Verein der Windhundzüchter über Kara Ben Nemsis Dojan ein ganzes Wochenendseminar abhalten.

giesbert hat geschrieben:
Aber mei - wenn's sche' macht ;-)


Schön bin ich sowieso.


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 Betreff des Beitrags: schwammig
BeitragVerfasst: 21.12.2005, 8:56 
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Hallo zusammen!

giesbert hat geschrieben:
Dernen hat geschrieben:
hat folgendes geschrieben:
Dann einigen wir und doch auf Sandhofers Vorschlag "Phantastische Literatur".

das ist mir zu schwammig

Natürlich ist das schwammig - aber anders als unter einem schwammigen Oberbegriff sehe ich die beiden Phänomene nicht. (Ich muss allerdings zugeben, dass ich Perry Rhodan nach der Lektüre eines Heftes nie mehr angerührt habe. Obwohl ich seinerzeit SF durchaus verschlungen habe, aber: sprechende Kuscheltiere sind und waren mein Ding nicht.)

giesbert hat geschrieben:
Sehr viel tragfähiger scheint mir da Arno Schmidts Hinweis, der A&D mit Bunyans The Pilgrim's Progress in einem Atemzug nennt.

Vor allem die Art der Allegorisierung von Tugenden und Lastern in Personen und deren Namen deutet auf eine Abhängigkeit Mays hin. Gibt's darüber eigentlich schon Untersuchungen?

Grüsse

Sandhofer


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BeitragVerfasst: 21.12.2005, 14:30 
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Dernen hat geschrieben:
Zitat:
Und freuen uns darüber, daß Karl May bei den Perry-Rhodan-Tagen berücksichtigt wird.

giesbert hat geschrieben:
Warum noch mal?;-)


Warum nicht, um Himmelswillen? Karl May kann Öffentlichkeit gut gebrauchen. Von mir aus kann der Verein der Windhundzüchter über Kara Ben Nemsis Dojan ein ganzes Wochenendseminar abhalten.


Das hast du schön gesagt und ich stimme dir absolut zu. 8)

Gruß
andrea

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andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: schwammig
BeitragVerfasst: 21.12.2005, 17:06 
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Sandhofer hat geschrieben:
Vor allem die Art der Allegorisierung von Tugenden und Lastern in Personen und deren Namen deutet auf eine Abhängigkeit Mays hin. Gibt's darüber eigentlich schon Untersuchungen?


Ich antworte mal an passenderer Stelle (sonst muss ich am Ende noch meine eigenen Beiträge verschieben 8-))


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BeitragVerfasst: 21.12.2005, 17:18 
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Dernen hat geschrieben:
Warum nicht, um Himmelswillen? Karl May kann Öffentlichkeit gut gebrauchen. Von mir aus kann der Verein der Windhundzüchter über Kara Ben Nemsis Dojan ein ganzes Wochenendseminar abhalten.

So ernst war das eigentlich nicht gemeint - aber um mal die Frage mal ein wenig ernsthafter zu stellen: Ist es um Mays Popularität wirklich so übel bestellt, dass er "Öffentlichkeit gut gebrauchen" kann? Braucht May Öffentlichkeit gar um jeden Preis? Ist es wirklich völlig wurscht, in welchen Kontexten sein Name und sein Werk auftaucht, Hauptsache, er bzw. es taucht überhaupt auf?


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BeitragVerfasst: 21.12.2005, 17:21 
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Zitat:
Zweifellos - nur sind "Außerirdische" nicht zwingend ein Zeichen für Science Fiction. [... ] Als jahrezeitliches Beispiel bietet sich da die Bibel an -: Engel sind zweifellos Außerirdische: Ist die Weihnachtsgeschichte deshalb Science Fiction?


Ist das eine Fangfrage? ;-)

Neee, Christian Heermann blieb auch brav bei Karl May: Sitara als Gegenwelt, Spekulationen Mays über bewohnte Sterne, aber auch Ardistan & Dschinnistan...

Zitat:
Solange man sich darauf verlässt, dass Gattungsbegriffe keine bloß willkürlichen Bezeichnungen sind, sondern dabei helfen sollen, Strukturen & Gemeinsamkeiten, Spezifika & Trennendes unterschiedlicher Geistesprodukte zu erkennen, solange kann man die formulierte Vortragsfrage nur verneinen: Nein, A&D ist keine Science Fiction.


Ich signalisiere hiermit Zustimmung.

Jenny Florstedt,
die bei Perry Rhodan nach etwa drei Dutzend Silberbänden ohne Bedauern abgebrochen hat...

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.12.2005, 23:50 
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[quote="giesbertSo ernst war das eigentlich nicht gemeint - aber um mal die Frage mal ein wenig ernsthafter zu stellen: Ist es um Mays Popularität wirklich so übel bestellt, dass er "Öffentlichkeit gut gebrauchen" kann? Braucht May Öffentlichkeit gar um jeden Preis? Ist es wirklich völlig wurscht, in welchen Kontexten sein Name und sein Werk auftaucht, Hauptsache, er bzw. es taucht überhaupt auf?[/quote]

Nicht um jeden Preis, wobei ich aber als jemand, der sich ein paar Jahre mit Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt hat, den Satz "Every news ist a good news" nicht verkehrt finde. Ich glaube, daß über Karl May nach wie vor die übelsten Vorurteile bestehen, gegen die man - ohne missionarisches Geeifere und Gegeifere wohlgemerkt - als Freund dieses Autors Stellung beziehen sollte. Ein Beispiel: Im Online-Forum des "Spiegel" ging es um das Thema "naher Osten", und ein Diskussionsteilnehmer meinte, daß der Durchschnittsdeutsche da sein "Karl-May-Vorurteil" pflegen würde und wurde dann "konkret" indem er von Kara Ben Nemsi und seinem "trottligen" Hadschi Halef sprach. Also entweder hat er nie May gelesen oder nur die idiotischen Filme mit Ralf Wolter als Halef gesehen, der dort in der Tat die Knallcharge ist. Halef ist, wie wir wissen, alles andere als ein Trottel. Weiter schrieb der Forumsteilnehmer, daß diese Halef der einzige Araber gewesen sei, den der Herrenmensch KBN als Freund akzeptiert habe, ansonsten ginge es dem deutschen Helden nur darum, dunkeläugige Sheiks etc. platt zu machen. - Je nun, ich muß das alles nicht aufführen, ich habe in jenem Forum mal ein paar contra-Zeilen geschrieben, die allerdings keine Antwort erhielten. - Ich könnte jede Menge Beispiele nennen, belasse es aber bei diesem einen, möchte aber wirklich dazu aufrufen, Karl May - ohne ihn zu glorifizieren - in der Öffentlichkeit etwas mehr Gerechtigkeit erfahren zu lassen. Und wenn dazu ein Vortrag bei den Perry Rhodan-Leuten dienen kann, ist das meiner Minung nach völlig in Ordnung und wünschenswert.


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 Betreff des Beitrags: utopische Literatur
BeitragVerfasst: 22.12.2005, 10:16 
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Hallo zusammen!

Allenfalls käme noch der Begriff "utopische Literatur" in Betracht. Ich meine: Ich hätte ja keine Bedenken an der PR-Tagung da in Bonn (bei Bonn, um genau zu sein) zum Thema "May" zu referieren. Wenn das Thema allerdings wie vorgeschlagen lauten müsste, wäre mein Referat äusserst kurz: "Nein." :)

Grüsse

Sandhofer


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