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 Betreff des Beitrags: Winnetou hat Blutgruppe -O- ?
BeitragVerfasst: 6.3.2008, 7:54 
ich lese gerade durch ein Buch ueber Blutgruppe und Diaet (Eat Right for Your Type, Dr. Peter J.D'Adamo mit Catherine Whitney, Seite 11 ...)

Wie man weiss (von der Primarschule her denke ich ?) ist Blutgruppe -O- die aelteste (Humanoids, Neanderthal, Cro-Magnum 50 000 BC etc). Blutgruppen A und B mutierten von Blutgruppe -O- so zwischen 25 000 - 15 000 BC (+- ?). Vom Rift Valley E-Afrika wurde -O- auf alle Kontinente verteilt. A ist aelter als B und wurde vom oestlichen Mittelmeerraum in N-Afrika und Europa/Russland verteilt. Als die Migration von B stattfand - von der Himalaya Region nach Westen und ueber Mongolien nach Osten etc, war die Landbruecke nach Amerika schon unter Wasser (siehe die Saga von Marimeh, Winnetou IV (link zu Karl May)) und das verhinderte die Migration von B nach 'Amerika' (was damals ja noch nicht Amerika hiess) wo die fruehen Populationen exclusive Blutgruppe -O- beibehielten. Da Winnetou von einer langen Reihe von 'Haeuptlingen' abstammte ist die Wahrscheinlichkeit gross dass er Blutgruppe -O- hatte.

Ich frage: ist das nicht interessant?

************

zur Vervollstaendigung:

AB ist die juengste Blutgruppe (500 BC - 900 AD)

O ist der universelle Spender, kann aber keine der anderen annehmen
AB kann jede andere Gruppe annehmen, wird von allen anderen abgestossen
(Die 'neueren' Gruppen koennen die 'aelteren' annehmen, die 'aelteren' stossen die 'neueren' ab. (Dr. K. Landsteiner).
(positiv/negativ Faktor nicht miteinbezogen)
http://de.wikipedia.org/wiki/Blutgruppe


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BeitragVerfasst: 6.3.2008, 17:16 
Könntest du das nicht in deine Übersetzungen hineinarbeiten, wäre mit Sicherheit ein toller Knaller!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 6.3.2008, 17:41 
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Registriert: 24.7.2007, 16:01
Beiträge: 105
Winnetout lag im Sterben. Eine Blutspende hätte ihn retten können. Ich besaß leider nur AB. Einen der umstehenden Indianer konnte ich nicht fragen, weil ich ihre Sprache nicht wirklich beherrschte. Medikamente und Maschinen zur Blutgruppenänderung gab es leider noch nicht. So starb mein armer, lieber Winnetou (wirklich) - allein durch die Unfähigkeit seines Blutsbruders - welch Ironie! Ich werde mich höheren Dingen zuwenden. Damit er mir verzeihen kann - ... [Der folgende Text ist unleserlich, weil jemand seine Tränen darauf hat tropfen lassen.]


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 Betreff des Beitrags: Re: Winnetou hat Blutgruppe -O- ?
BeitragVerfasst: 6.3.2008, 17:53 
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Registriert: 12.5.2004, 17:10
Beiträge: 6575
Wohnort: Mannheim
marlies hat geschrieben:
Ich frage: ist das nicht interessant?


Richtig. Es ist nicht interessant.

:lol:

Schauen wir uns eine in diesem Zusammenhang interessante Stelle im Original an:

Also eine Blutsbruderschaft, eine richtige, wirkliche Blutsbruderschaft, von der ich so oft gelesen hatte! Sie kommt bei vielen wilden oder halbwilden Völkerschaften vor und wird dadurch geschlossen, daß die beiden Betreffenden entweder Blut von sich mischen und dann trinken oder daß das Blut des Einen von dem Andern und so auch umgekehrt getrunken wird. Die Folge davon ist, daß diese Beiden dann fester, inniger und uneigennütziger zusammenhalten, als wenn sie von Geburt Brüder wären.

Hier war es so, daß ich Winnetous Blut und er das meinige trinken sollte. Wir stellten uns zu beiden Seiten des Sarges auf, und Intschu tschuna entblößte den Vorderarm seines Sohnes, um ihn mit dem Messer zu ritzen. Es quollen aus dem kleinen, unbedeutenden Schnitte einige Blutstropfen, welche der Häuptling in die eine Wasserschale fallen ließ. Dann nahm er mit mir dieselbe Prozedur vor, bei welcher einige Tropfen in die andere Schale fielen. Winnetou bekam die Schale mit meinem Blute und ich die mit dem seinigen in die Hand; dann sagte Intschu tschuna:

»Die Seele lebt im Blute. Die Seelen dieser beiden jungen Krieger mögen ineinander übergehen, daß sie eine einzige Seele bilden. Was Old Shatterhand dann denkt, das sei auch Winnetous Gedanke, und was Winnetou will, das sei auch der Wille Old Shatterhands. Trinkt!«

Ich leerte meine Schale und Winnetou die seinige. Es war Rio Pecos-Wasser mit einigen Blutstropfen, die man nicht schmeckte. Darauf reichte der Häuptling mir die Hand und sagte:

»Du bist nun grad wie Winnetou, der Sohn meines Leibes und ein Krieger unseres Volkes. Der Ruf deiner Taten wird schnell und überall bekannt werden, und kein anderer Krieger wird dich übertreffen. Du trittst als Häuptling der Apachen ein, und alle Stämme unseres Volkes werden dich als solchen ehren!«

Das war ein schnelles Avancement! Vor kurzem noch Hauslehrer in St. Louis, war ich dann Surveyor geworden, um jetzt als Häuptling unter "Wilden" aufgenommen zu werden! Aber ich gestehe, daß diese Wilden mir weit besser gefielen als die Weißen, mit denen ich es in der letzten Zeit zu tun gehabt hatte.

Um etwaigen Mißverständnissen vorzubeugen, muß ich hier eine Bemerkung machen. Es kommt auch bei uns vor, daß von abenteuerlich gestimmten Leuten Blutsbruderschaften in ähnlicher Weise oder wohl gar mit absonderlichen, auf Aberglauben beruhenden Zeremonien geschlossen werden. Solchen Bruderschaften schreibt man ganz außerordentliche, geheimnisvolle Wirkungen zu, unter anderm auch die, daß beide Brüder in demselben Augenblicke sterben müssen. Wenn z. B. der eine, schwächere, kränkliche, nach Italien reist und dort an der Cholera stirbt,
so wird der andere, starke, gesunde, der in Deutschland zurückgeblieben ist, in ganz derselben Sekunde tot umfallen. Das ist natürlich Unsinn. Von einem solchen Aberglauben war bei dem, was zwischen Winnetou und mir geschah, ganz und gar keine Rede. Es wurde dabei dem Genusse des Blutes weder von mir, noch von den Apachen irgendwelche Wirkung zugeschrieben, sondern er hatte nur eine rein symbolische, also bildliche Bedeutung.

Und doch, höchst sonderbar, trafen später stets die Worte Intschu tschunas zu, daß wir eine Seele mit zwei Körpern sein würden. Wir verstanden uns, ohne uns unsere Gefühle, Gedanken und Entschlüsse mitteilen zu müssen. Wir brauchten uns nur anzusehen, um genau zu wissen, was wir gegenseitig wollten; ja, dies war gar nicht einmal notwendig, sondern wir handelten selbst dann, wenn wir voneinander fern waren, mit einer wirklich erstaunlichen Uebereinstimmung, und es hat nie, niemals irgend eine Differenz zwischen uns gegeben. Das war aber nicht etwa die Wirkung des genossenen Blutes, sondern eine sehr natürliche Folge unserer innigen gegenseitigen Zuneigung und des liebevollen Eingehens und Einlebens des Einen in die Ansichten und individuellen Eigentümlichkeiten des Andern.

(zitiert nach den Internetseiten der KMG)

Hier finden wir mehrerlei:

- Relativität von Verwandtschaftsbeziehungen („inniger und uneigennütziger zusammenhalten, als wenn sie von Geburt Brüder wären“)
- Aufgeschlossenheit für spirituelle Gedanken („symbolische, also bildliche Bedeutung“)
- Abgrenzung gegenüber fahrlässigen Randerscheinungen in dem Zusammenhang („Aberglauben“)
- Gesellschaftskritik, heute so aktuell und zeitlos wie eh und je („ich gestehe, daß diese Wilden mir weit besser gefielen als die Weißen, mit denen ich es in der letzten Zeit zu tun gehabt hatte“)

Man braucht manchmal nur wahllos irgendeine Stelle aufzuschlagen, um zu sehen, dass es mit unserem vermeintlichen Unterhaltungsschriftsteller doch einiges mehr auf sich hat …

@D E B
Wenn ein Leben um ist, im „hohen Hause“ anderes beschlossen, ist es nichts mehr mit Blutspende. Da würde ihm anschließend ein Felsbrocken auf den Kopf fallen oder sonst was passieren.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 6.3.2008, 19:55 
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Registriert: 12.5.2004, 17:21
Beiträge: 221
Wäre Winnetou auf dem Sterbebett Zeuge Jehovas geworden, wäre das mit der Blutspende ohnehin hinfällig gewesen...


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 6.3.2008, 20:03 
Daraus ergeben sich ja ganz neue Szenarien.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 7.3.2008, 0:40 
>>>Könntest du das nicht in deine Übersetzungen hineinarbeiten, wäre mit Sicherheit ein toller Knaller!<<<

nein - zu Beidem - weder hineinarbeiten noch ein Knaller. Ueberhaupt - nix da von hineinarbeiten - das ueberlass ich anderen.

@ rodger
>>>(„ich gestehe, daß diese Wilden mir weit besser gefielen als die Weißen, mit denen ich es in der letzten Zeit zu tun gehabt hatte“)<<<
yep ... der Unterschied zwischen -O- (die Wilden) und -AB- (die Weissen der letzten Zeit) vielleicht? - Toleranz vs Intoleranz? im weitesten (nicht-medizinisch/wissenschaftlichen) Sinne?

howgh!
:wink:


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