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Der verschliffene Diamant
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Seite 2 von 2

Autor:  giesbert [ 27.6.2004, 16:11 ]
Betreff des Beitrags: 

[veraltet, gelöscht, gd]

Autor:  Gast [ 27.6.2004, 16:34 ]
Betreff des Beitrags: 

Die Bearbeiter des Karl-May-Verlages waren fast alle Brillenträger, wie der Verlagsleiter Dr. E.A. Schmid, Franz Kandolf, Fritz Prüfer, Albert Gottstein und Rudolf Beissel. Daran kann es also nicht gelegen haben, daß die Buchpassage entfernt wurde.

Es ist vielmehr zu vermuten, daß die Brillenepisode des Helden Old Shatterhand in jener Zeit (20er/30er Jahre) entfernt wurde, da ein Brillenträger durchaus mit einem Makel behaftet war.
Dazu kommt, daß Brillenträger sogar heute noch oder besser gesagt wieder massiv diskriminiert werden.

Viele Grüße
Kurt

Autor:  Ralf Harder [ 27.6.2004, 18:56 ]
Betreff des Beitrags: 

rodger hat geschrieben:
Wie ich heute erfuhr, handelt es sich bei der abgebildeten Dame um eine Mitarbeiterin des Karl May Hauses, deren Namens-Anfangsbuchstaben K.H. ergeben.

Das ist ja wie im Krimi. Wie wäre es denn, wenn der oder die Verantwortliche(n) für die Seite ihr beharrliches Schweigen einmal brächen und der verblüfften Runde Aufklärung verschafften ?

:?: :roll: :!:


Am vergangenen Freitag, exakt um 19.46 Uhr, habe ich die Internetseite „Der verschliffene Diamant“ deaktiviert. Ich bin erstaunt, dass dies noch am selben Abend bemerkt worden ist. Es gibt mehrere Gründe, warum ich die Diamant-Seite nicht mehr weiterführe. Ich meine, die Bearbeitungen im KMV sind schon genügend thematisiert worden. Einmal sollte damit Schluss sein. Zwar darf man ein solches Thema nicht völlig ausklammern, mich persönlich interessieren aber letztlich vorrangig die Jahre 1842 bis 1912 – die Zeit, in der May lebte und wirkte. Ich bin vielfältig als ehrenamtlicher Mitarbeiter in Sachen Karl May tätig. Hier möchte ich mich künftig verstärkt auf meine wichtigen Aufgaben beschränken. Mir fehlt ganz einfach die Zeit für kontroverse Diskussionen. Was ich zu sagen hatte, habe ich gesagt. Giesbert Damaschke hat es hier zitiert. So ganz glücklich bin ich darüber nicht, weil ich einen Schlussstrich ziehen möchte. Wer zum Beispiel die aktuelle Ausgabe des Museummagazins „Der Beobachter an der Elbe“ gelesen hat, weiß, dass ich gelegentlich als freier Mitarbeiter für die Edition „Karl Mays Werke“ (die historisch-kritische Ausgabe für die Karl-May-Stiftung) tätig sein werde. Es wäre von mir kein guter Stil, würde ich einen anderen Verlag an zentraler Stelle zeitgleich kritisieren – das ist für mich eine Frage der Glaubwürdigkeit. Davon unabhängig hat mich eine gute Freundin aus Hohenstein-Ernstthal gebeten, ich möge mich doch künftig von diversen Konflikten fernhalten; sie möchte nicht, dass ich mich streite. Ein Miteinander (wo es möglich erscheint) ist besser als ein ständiges Gegeneinander.

In diesem Sinne einen schönen Sonntagsgruß!
Ralf Harder

Autor:  Gast [ 27.6.2004, 19:13 ]
Betreff des Beitrags: 

Kurt Altherr hat geschrieben:
Dazu kommt, daß Brillenträger sogar heute noch oder besser gesagt wieder massiv diskriminiert werden.


Wirklich? Ist mir (Brillenträger seit meinem 7. Lebensjahr (=1959)) noch nie aufgefallen.

Viele Grüße

Rolf

Autor:  Gast [ 27.6.2004, 19:21 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Rolf,

dann sei froh darüber.

Viele Grüße
Kurt

Autor:  R Kayser [ 27.6.2004, 19:40 ]
Betreff des Beitrags: 

giesbert hat geschrieben:
Auf Seite 350 der Bearbeitung hätte jetzt
eigentlich die Brillen-Episode folgen müssen. Doch nanu, wo ist
sie geblieben? Fort! Gestrichen! Warum durfte der Held keine
humorvolle Schwäche zeigen? Mochten die Bearbeiter keine Brillen?
Ist das Tragen einer Brille schändlich? Wird man durch eine Brille
diskriminiert? Das sind Fragen, die nachdenklich stimmen ...

Soll der Leser glauben, dass Old Shatterhand kurzsichtig ist und
zum Schießen eine Brille braucht?
Oder soll er annehmen, dass OS immer einen Klemmer in der Tasche
hat, um andere Leute zu veräppeln?
Ersteres passt nicht zur Darstellung Old Shatterhands auf
tausenden von Seiten; letzteres stellt OS kein gutes Zeugnis aus,
zumal sein Witzchen nicht sehr lustig ist.
IMHO ist die Brillen-Episode leicht zu verschmerzen.

Autor:  R Kayser [ 27.6.2004, 19:48 ]
Betreff des Beitrags: 

R Kayser hat geschrieben:
...

Ouch, das ist ja gar keine neue Diskussion, sondern bloß die Dokumentation einer alten. Sorry, ich hab's zu spät gemerkt.

Autor:  giesbert [ 27.6.2004, 19:56 ]
Betreff des Beitrags: 

R Kayser hat geschrieben:
Ouch, das ist ja gar keine neue Diskussion, sondern bloß die Dokumentation einer alten. Sorry, ich hab's zu spät gemerkt.

Ich hab das mal etwas deutlicher als Zitat kenntlich gemacht. Dadurch wird's auch ein wenig kleiner und kriegt den dokumentarischen Charakter, der den Zitaten zusteht. Ich hatte nicht vor, Ralf Harder in irgendwelche Zwickmühlen zu bringen oder einen weißgott genügsam durchgekauten Casus erneut hervorzukramen.

Autor:  rodger [ 27.6.2004, 21:25 ]
Betreff des Beitrags: 

Schön, daß sich Ralf Harder geäußert hat. Seine Ausführungen können Sympathie erwecken, die aus ihnen sprechende Haltung sollte man tolerieren. Wenngleich ich persönlich immer mit Respekt beobachtet habe, wie eindeutig und unbestechlich er Position bezogen hat. Und froh bin, dass die Texte von der Internetseite nun hier noch zugänglich sind. Besonders den Text über die „Unterredungen bis in kleinste Einzelheiten“ sollte man nicht versäumen, zu lesen, da dort ganz klar wird, dass eine Passage in Band 34 GW andere Aussagen des Verlages zum Thema an anderen Stellen praktisch widerlegt („Mehr wurde nicht hierüber gesprochen“).

Ich halte das Thema der Bearbeitungen nach wie vor für sehr aktuell, ein Missstand ist ja nicht dadurch, dass oft und viel darüber gesprochen und geschrieben wurde, plötzlich kein Missstand mehr. Nicht, dass wir eines Tages die Bearbeitungen von den Originalen nicht mehr unterscheiden können, weil es alle Beteiligten um eines fragwürdigen Burgfriedens willen nicht mehr so genau nehmen. Eine Tendenz in dieser Richtung ist in letzter Zeit allgemein zu beobachten. Das Werk Karl Mays ist es wert, dass dafür Sorge getragen wird, dass es in seiner ursprünglichen Form erhalten bleibt.

Autor:  rodger [ 12.7.2004, 18:59 ]
Betreff des Beitrags: 

Die Internetseite „Der verschliffene Diamant“ setzte sich, lange Zeit, kritisch und streng mit den Bearbeitungen des Karl May Verlages auseinander, man fand hier, wenn auch manchmal etwas verbissen anmutend, vielfältige Information und Aufklärung über gemeinhin kaum bekanntes bzw. falsch dargestelltes. Der Betreiber der Seite galt lange Jahre als entschiedener Gegner der Bearbeitungspraxis. Dann schloß er die Internetseite, mit teils sympathisch wirkenden, teils etwas vagen Begründungen.

Zunächst dann erschien noch, wenn man die Seite aufrief, seltsamerweise ein Plakat der Schrift „Eine Lanze für Karl May“ von E.A. Schmid, seit neuestem ist die Seite gar nicht mehr aufrufbar. Und auch die zwischenzeitlich geretteten und in dieses Forum übertragenen Texte sind hier nun gelöscht, weil angeblich veraltet. Ein Fall von nachhaltiger und radikaler, verblüffender Selbstzensur.

Und was da veraltet sein soll, erschließt sich mir nicht. Die Bearbeitungen der Kolportageromane, und auch andere, sind zwischenzeitlich nicht besser geworden.

Etwas anderes wäre es gewesen, hätte man die Seite etwas differenzierter, ausgewogener und meinetwegen auch freundlicher gestaltet. Aber einfach schließen, Mund halten, totschweigen, klein beigeben, ich weiß nicht. Enttäuschend. Sehr enttäuschend.

Autor:  giesbert [ 12.7.2004, 21:10 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich hab die Beiträge wieder entfernt, weil es im Nachinein einen doch eher schlechten Geschmack im Mund hinterließ, nun ausgerechnet auf den Seiten der Karl-May-Stiftung den "Verschliffenen Diamanten" gewissermaßen durch die Hintertür herein zu schmuggeln, wenn der Macher dieser Seiten sie selbst nicht mehr im Netz sehen möchte. Ich denke, diesen Wunsch sollte man respektieren.

Das "veraltet" bezog sich nicht auf die Inhalte, sondern auf die Links zum Google-Cache (und auch ein wenig auf die Darstellungsform). Aber das heißt natürlich nicht, dass sie verschwunden sind oder gar totgeschwiegen werden sollen.

Im Gegenteil, ich bereite seit längerem eine Material- und Zitatsammlung zum Thema "Bearbeitungen" vor, die ich zu gegebenem Zeitpunkt auf meiner Homepage veröffentlichen werden. Leider hat ein Festplattencrash auf meinem Notebook eine umfängliche Belegstellensammlung zur Bearbeitung von "Durch die Wüste" und "Mahdi II" ins digitale Nirwana befördert.

Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben. Gut Ding will Weile haben 8-)

Autor:  rodger [ 12.7.2004, 22:52 ]
Betreff des Beitrags: 

Na, dann bin ich ja einigermaßen beruhigt.

Wen’s interessiert und wer’s noch nicht gefunden hat, auch auf meinen Internetseiten gibt’s zum Thema Bearbeitungen was zu lesen, Pro und contra. Unten www anklicken und dann links auf „Bearbeitungen“ gehen.

:wink:

Autor:  karmaqueen [ 13.8.2004, 16:41 ]
Betreff des Beitrags: 

Günther hat geschrieben:
Hallo
Vielleicht ganz gut das mit dem Schliessen der Seite, denn solche Seiten
erzeugen nur Streit. Auch nach dem Hoffmann Buch, den geschliffenden Diamanten, ist meinererstachten eigentlich alles gesagt Argumente dafür und dagegen. Heute sollte man sich mehr auf Karl-May-Forschung konzentrieren und die Historisch-kritische-Ausgabe vollenden und auch kaufen. Dadurch beweist man das Intresse an Originaltexten. Auch nach den tollen regelmässigen Jährlichen Veröffentlichungen gibt der Karl-May-Verlag indirekt zu das er zu der Linie steht die von den Karl-May-Fans gefordert werden. Die größten Fehler muss man der damaligen Engstirnigkeit der Leute und der Presse ankreiden. [zu Karl-May-Zeiten] Die, die Karl May zu Tode gehetzt haben, und so sein Werk am Boden zerstört war. Klara May die ängstlich war und die ware Größe ihres Mannes verkannte und ihm zum Heiligen machte und dabei viel zerstörte. Dr. E. A. Schmid war nie alleine sein eigender Herr sondern musste wohl immer Rechenschaft ablegen. Die Forschung begann schon Anfang der 60 Jahre vor Gründung der Karl-May-Gesellschaft, Man lese dazu die Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Karl-May-Biographie, als Reprint in 2 Bänden bei der Schatulle Ekkehard Bartsch. Forschung konnte vorher nicht beginnen wegen Klara May bis 1944, DDR bis 1989, Aufbau des Karl-May-Verlages ab 1955 in Bamberg und dann begang sie mit Roland Schmid, langsam aber stätig. Es ist wie mit den Holocaust erinnern erinnern aber nicht verzeihen, vergessen schon garnicht. [denn was einmal war könnte ja wieder kommen] Und wie soll man die Bamberger Ausgabe komplett austauschen. Band 1-49 kann mann im Originaltext bringen Band 50 bis 68 wohl nicht so einfach, Band 69-72 möglich, Band 73-78 Schwierig, Band 79- 85 wohl okay !?!. Darum alle Kraft auf die H. K. A. auch vom Karl-May-Verlag. Die Bamberger kann bestehenbleiben müsste aber in jeden Band ein Vermerk tragen Original oder frei nach Karl May. Damit der Käufer weis was er kauft. Die H. K. A. sollte irgendwann zum Karl-May-Verlag übergehn denn er ist wirklich der einzige Verlag dem das Vermächtnis anvertraut ist auch im Hinblick auf das Archiv das wohl auch aus viele Schenkungen besteht. Wohl nicht ohne Wünsche derselben. Aber alle Texte die zu den Bearbeitungen erschienen sind werden nicht vergessen sondern werde sie in meiner Bibliographie auflisten zur Mahnung der nächsten Generation.
Schönes Wochenende Euer Günther


dieser grandiose beitrag belegt doch wie obsolet die gesamte debatte über die reform eigentlich ist :twisted:

Autor:  Gast [ 13.8.2004, 16:56 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo karmaqueen,

aus ihrem Satz spricht soviel Traurigkeit und Wut. Kann ich helfen?

Viele Grüße
Kurt

Autor:  karmaqueen [ 13.8.2004, 18:55 ]
Betreff des Beitrags: 

Kurt Altherr hat geschrieben:
Hallo karmaqueen,

aus ihrem Satz spricht soviel Traurigkeit und Wut. Kann ich helfen?

Viele Grüße
Kurt


lol, weder trauer noch wut. nur reine, wahrhaft kindliche freude. aber danke der nachfrage. :wink:

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