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Neue Karl-May-Heftserie bei Kelter
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Autor:  Wolfgang Wiesheier [ 3.10.2005, 22:53 ]
Betreff des Beitrags:  Neue Karl-May-Heftserie bei Kelter

Wer mal einen Blick auf die Webseite des Kelter-Verlages wirft (http://www.kelter.de, dann auf den Button "Western"), wird dort Erstaunliches entdecken können: Der Kelter Verlag plant offensichtlich die Herausgabe einer Heftserie mit May-Texten!

Abgebildet ist rechts unten ein Heft, welches an der Stelle, an der sonst der Serientitel sitzt, den Titel "WINNETOU I" trägt und links daneben klein einen Titel, der vermutlich als "KARL MAY GESAMTAUSGABE" zu lesen ist. Das Heft soll 320 Seiten haben (also wahrscheinlich den gesamten ersten Band beinhalten) und 3,50 Eu kosten. Coverabbildung ist ein Photo mit Lex Barker, Pierre Brice und Marie Versini (die Experten werden wissen, aus welchem Film). Weitere Informationen liegen mir nicht vor.

Am Sinn einer solchen Unternehmung mag man berechtigte Zweifel anmelden, anzumerken bliebe jedoch, daß mir schon vor einigen Jahren gerüchteweise zu Ohren gekommen war, daß bei Kelter entsprechende Überlegungen existieren.

Wolfgang Wiesheier

Autor:  rodger [ 3.10.2005, 23:30 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Neue Karl-May-Heftserie bei Kelter

Wolfgang Wiesheier hat geschrieben:
Am Sinn einer solchen Unternehmung mag man berechtigte Zweifel anmelden


Könnte allerdings zu neuerlicher Popularisierung beitragen !

Ich finde die Meldung sensationell.

Interessant natürlich die Frage nach Textfassung und Bearbeitung.

Bin sehr gespannt.

Autor:  rodger [ 4.10.2005, 0:13 ]
Betreff des Beitrags: 

Wenn man auf der genannten Internetseite www.kelter.de oben links auf "Neuerscheinungen" geht, erscheint folgender Text:

"Der berühmte Volksschriftsteller Karl May wurde weltbekannt durch seine Reiseerzählungen wie Winnetou und Old Surehand.

Die Frische und Lebendigkeit, die seine populären Romane auszeichnen, erwachsen aus seiner Fähigkeit, packend zu erzählen. Besonders bewundert und geschätzt wird er für seine herausragende Gabe, Natur und Menschen, Sitten und Gebräuche anschaulich und lebensnah zu schildern. Er vermag seine große Leserschaft - Männer, Frauen, Jungen und Mädchen, alle von jung bis alt - durch eine Fülle an Details zu fesseln. Sein Humor und seine schillernden, einprägsamen Charaktere entspringen der Lebensfreude des phantasiebegabten Autors.

Jetzt neu im Kelter Verlag! Die ungekürzten und verfilmten Sonderausgaben in 8 Bänden.

Alle 4 Wochen neu bei Ihrem Zeitschriftenhändler!"

Ungekürzt - 350 Seiten - hm. Da kann man gespannt sein. Naja, die Ueberreuther-Taschenbücher z.B. hatten auch nicht mehr Seiten, und die waren zwar nicht original, aber nicht unbedingt gekürzt.

Autor:  Hermesmeier [ 4.10.2005, 10:01 ]
Betreff des Beitrags: 

Die Karl-May-Serie ist offenbar aber kein eigenständiges Verlagsprojekt, sondern insgesamt ins Western-Programm eingebettet, wie man unschwer erkennt, wenn man auf das "Winnetou-I"-Bild klickt.
Übrigens hatten auch die unbearbeiteten Pawlak- bzw. LKG-Taschenbücher keinen größeren Seitenumfang. Nur sehr augenfreundlich waren sie halt nicht.

Autor:  Dernen [ 4.10.2005, 11:26 ]
Betreff des Beitrags: 

Habe mir das Zeug mal bestellt. Werde berichten, wenn ich das erste Heft in den Händen habe.

Autor:  Wolfgang Wiesheier [ 5.10.2005, 21:12 ]
Betreff des Beitrags: 

Zitat:
Könnte allerdings zu neuerlicher Popularisierung beitragen !

Das wird man ausschließen können. Der Heftroman ist ein Nischenprodukt. Die Auflagen sind gering. Man macht sich da vielleicht falsche Vorstellungen. Und die offensichtliche Zielgruppe, der typische Western-Leser, das ist sowieso so ein spezieller Menschenschlag.
Man kann ja auch nicht sagen, daß Karl May in der öffentlichen Wahrnehmung nicht hinreichend präsent wäre. Und wer dann Lust bekommen hat, die Bücher zu lesen und wem die Textfassung egal ist, der kann sich auf jedem Flohmarkt mit Tosa, Pawlak und Ueberreuter weitaus billiger eindecken.
Die Frage ist natürlich auch, ob eine neuerliche Popularisierung überhaupt wünschenswert wäre.
Zitat:
Interessant natürlich die Frage nach Textfassung und Bearbeitung.

Das ist in der Tat eine interessante Frage. Der Text der HKA wird es ja kaum sein. Ansonsten kommt ja nur in Betracht, daß man sich die Lizenz einer Bearbeitung geholt hat oder eine eigene Bearbeitung fabriziert.
Zitat:
Wenn man auf der genannten Internetseite www.kelter.de oben links auf "Neuerscheinungen" geht, erscheint folgender Text: ... Jetzt neu im Kelter Verlag! Die ungekürzten und verfilmten Sonderausgaben in 8 Bänden.

Danke für diesen Hinweis. Diesen Button hatte ich gar nicht bemerkt.
Fragt sich jetzt nur, was "verfilmte Sonderausgaben" sein sollen. Sehr naheliegend erscheint jedenfalls, daß nur 8 Romane zu den Filmen der 60er Jahre gebracht werden. Also ein Movie-Tie-In, um 40 Jahre zu spät.
Zitat:
Die Karl-May-Serie ist offenbar aber kein eigenständiges Verlagsprojekt, ...

? Es ist jedenfalls eine eigenständige Serie, wenn Sie das meinten.
Zitat:
Habe mir das Zeug mal bestellt. Werde berichten, wenn ich das erste Heft in den Händen habe.

Noch scheint es ja nicht erschienen zu sein. Bin jedenfalls vor 3 Stunden in den üblicherweise wohlsortierten Bahnhofsbuchhandlungen im Nürnberger Hauptbahnhof noch nicht fündig geworden.

Wolfgang Wiesheier

Autor:  rodger [ 18.10.2005, 21:26 ]
Betreff des Beitrags: 

Wolfgang Wiesheier hat geschrieben:
Zitat:
Könnte allerdings zu neuerlicher Popularisierung beitragen !

(1) Das wird man ausschließen können. Der Heftroman ist ein Nischenprodukt.

(2) Die Frage ist natürlich auch, ob eine neuerliche Popularisierung überhaupt wünschenswert wäre.


(1) Aber die Kelter-Hefte sind jetzt z.B. in Einkaufszentren erhältlich. So sehr nach Nische sieht mir das nicht aus.

(2) Da ist allerdings was dran. Und erfreulich, daß jemand es auch mal so herum sieht.

Tue ich eigentlich auch, andererseits lasse ich mich auch gerne mal anstecken von "good vibrations". - Und irgendwie hat das was, diese Chance zur neuerlichen Popularisierung, an die ich immer noch glaube, und die mir, bei aller Skepsis, auch gut gefällt.

Ich habe mir das Heft heute gekauft und es gefällt mir. Es ist gut gemacht und macht Appetit auf mehr. Und vielleicht kommt ja der eine oder andere doch noch zu Karl May. Lohnt sich nicht für und auch nicht bei jedem(n), aber es geht ja letzten Endes immer nur um ein paar, habe ich mal irgendwo gelesen.

:lol:

Autor:  Werner Fleischer [ 19.10.2005, 13:59 ]
Betreff des Beitrags: 

heftromane sind nicht unbedingt ein Nischenprogramm. So hat die heftromanserie "Perry Rhodan" eine wöchentliche Auflage von 135.000 und die Schwesterserie "Atlan" immerhin noch eine von 70.000 Lesern. Also mit Karl-May-Heftromanen, noch dazu zu so einem günstigen Preis lassen sich schon einige Leser erreichen. Ich halte es für eine sehr gute Idee.

Autor:  andrea [ 19.10.2005, 22:04 ]
Betreff des Beitrags: 

Das ist ja mal wieder was für mich: "...ob eine neuerliche Popularisierung überhaupt wünschenswert wäre." - Ja, wieso denn nicht?? Eigentlich sollten wir doch froh sein, wenn Karl May noch in irgendeiner Weise dem Normal-Volk nähergebracht wird. Oder sollte es nur ein Karl May für "Eingeweihte" sein, für die, die genau wissen, warum er was und wie geschrieben hat?? Kein Karl May für das "niedere" Volk, die sich einfach nur unterhalten lassen wollen? In einer Billig-Ausgabe, die sich auch noch jeder leisten kann?
Komisch, ich dachte immer, Karl May hat für das Volk geschrieben, nicht nur für Werke-Versteher.
Manchmal hat man den Eindruck, die Mayisten scheuten die Popularität wie der Teufel das Weihwasser.
Ich hingegen würde mich freuen, wenn Karl May auch in einigen Jahren noch nicht ganz vergessen ist. Und wenn die Kelter-Hefte dazu beitragen, soll es mir recht sein.

"Winnetou 1" lag unübersehbar in der Kelter-Roman-Abteilung. Ich habe es dann auch mitgenommen. Allerdings sollte man die Hefte liegend lagern, damit sie keine Knicke bekommen.

Nichts für ungut - aber bei dem Thema gerate ich immer etwas in Wallung. Irgendwo habe ich darüber schon einmal heftig debattiert.


:D
Gruß
andrea

Autor:  andrea [ 19.10.2005, 22:25 ]
Betreff des Beitrags: 

Ach ja - noch etwas:

Kelter sollte mal das "Waldröschen" herausbringen, so richtig als Fortsetzungsroman. Würde doch genau in die Heftreihen passen. Sozusagen "May back to the roots". Und ich glaube, das würde auch gelesen.
Das wäre ein Gag.

:wink:
andrea

Autor:  rodger [ 19.10.2005, 22:25 ]
Betreff des Beitrags: 

andrea hat geschrieben:
Manchmal hat man den Eindruck, die Mayisten scheuten die Popularität wie der Teufel das Weihwasser.


Nö, aber sie denken vielleicht, dass es letzten Endes wurscht und eh für die Katz’ ist.

Wenn ich manchmal im Theater sitze, und Leute kauen Bonbons oder quatschen, dann denke ich auch immer, die gehören hier nicht hin und sollten lieber in die Kneipe oder ins Kino gehen oder sich, noch besser, da stören sie niemand, vor dem Fernseher irgendeinen Müll nebenbei reinziehen. Da möchte ich am liebsten in den Saal rufen „Bonbons fressen können Sie auch zuhause“, da kann ich ganz ungemütlich und meinetwegen auch elitär werden.

Und warum soll das, was man mag, unbedingt populär werden ? Ich freue mich, wenn ich mich mit ein paar Leuten einigermaßen über mein Thema unterhalten kann. Ob das nun fünf sind oder fünfhundert, das interessiert mich eigentlich nicht sonderlich. Und der Geschmack der breiten Masse hat mich noch nie interessiert, wenn ich durch die Stadt gehe und die Leute wahrnehme, komme ich mir vor wie ein Marsmensch. Ist und bleibt nicht mein Ding, das mit den Menschen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Ich sag’ doch, dass ich das gutfinde mit den Heften. Wegen der zwei bis zwölf, die dadurch vielleicht zur Fangemeinde vorstoßen.

;)

Autor:  rodger [ 19.10.2005, 22:28 ]
Betreff des Beitrags: 

andrea hat geschrieben:
Kelter sollte mal das "Waldröschen" herausbringen, so richtig als Fortsetzungsroman. Würde doch genau in die Heftreihen passen. Sozusagen "May back to the roots". Und ich glaube, das würde auch gelesen.


Hundertprozentige Zustimmung.

:D :idea: :!:

Geht doch.

:wink:

Autor:  Joshua [ 3.4.2006, 14:13 ]
Betreff des Beitrags: 

Mit dem "Waldröschen" wird es wohl nichts, da sich Kelter nur auf die "Western" konzentriert. Es handelt sich bei den Ausgaben um die bearbeiteten Texte des KMV.
Grüße.

Autor:  giesbert [ 3.4.2006, 15:14 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich hab in Fulda am Bahnhof ein paar Exemplare von "Surehand II" aus der Kelter-Reihe gehsen und hätte mir das fast gekauft, es aber dann doch bleiben lassen. Ist ein wenig halbherzig, find ich - wenn schon Heftchen-Roman, dann bitte auch zweispaltig.

Autor:  Waukel [ 3.4.2006, 22:09 ]
Betreff des Beitrags: 

Mann, da haben Sie ja richtig Geld gespart :wink:
Was kostet so ein Heft denn? Und wie ist das Schriftbild sonst? Fietzlig oder angenehm lesbar?

Gruß
Sylvia

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