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 Betreff des Beitrags: Textuelle Novität
BeitragVerfasst: 14.11.2009, 22:48 
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Nicht Marie Silling selber, aber eine ihrer zahlreichen in einigem durchaus ähnlichen Artgenossinnen damals schon, soll übrigens seinerzeit eine Indianergeschichte geschrieben haben. Und Karl May soll sie sich postwendend zugeschickt haben lassen, obwohl er noch von ihren Artikeln im Heimat- & Intelligenzfachblatt immer, wenn er an diese dachte, leichte körperliche Symptome aufwies, von Magenschlackern bis Ohrendrücken. Eine Art Mischung aus kindlicher Neugier und kaschierten masochistischen Anwandlungen, vielleicht. Boshaft wie er nun einmal war, soll er schon vor der Lektüre über Sätze wie „Seit ich ihre Geschichte kenne, weiß ich ihre Artikel zu schätzen“ o.ä. nachgedacht haben. Indes fand er besagte Geschichte weder schlechter noch besser als andere vergleichbare in der Art, insofern kein Grund zur Beunruhigung (Max Dittrich war einigermaßen erleichtert. Er konnte es auf den Tod nicht ausstehen, wenn May immer auf der armen Frau herumhackte, immerhin hatte die eine akademische Ausbildung, und das imponierte ihm (Dittrich), er war trotz leichter modischer früherer 1848er-Anwandlungen halt doch recht bürgerlich gepolt …). Nur an einer Stelle fiel auf, daß die Autorin durch eine unglückliche Formulierung feindliche Indianer offenbar unbeabsichtigt zu potentiellen Kinderschändern stempelte (das freute May, klammheimlich, da die gute Frau ihrerseits tolldreisterweise dazu neigte, anderen Autoren vorschreiben zu wollen, wie sie ihrer Ansicht nach hätten formulieren sollen), und beim darauf anschließenden Satz musste er, seiner Zeit voraus, an Heinz Erhardt denken (Zu Ostern in Hersfeld die Mutter spricht: "Bald ist es Zeit für das Festtagsgericht! Drum geh, liebe Tochter, hinab in den Keller und fuelle mit Sauerkraut hier diesen Teller! " "Oh Mutter, oh Mutter, mir traeumte neulich von einem Mann, der Mann war abscheulich... ! Ach, laß uns den Keller vergessen: wolln wir was anderes essen! " "Mein Kind, mein Kind, ich seh es genau: du kommst in die Jahre, wirst langsam Frau, siehst ueberall Maenner, die lauern - geh, hol von dem Kraut, von dem sauern! " Mariechen gehorchet, sie schreitet hinab, hinab in den Keller, der finster wies Grab, sie fuellet den Teller, den Teller von Blech, doch solang sie auch fuellet, es kommt kein Mann, son Pech! Darum: Pechmariechen! ! !)

*

DAS ist Verkaufsförderung … Jetzt will man doch wissen was da steht … (richtig nett, was ?) Bestellungen bitte an …

:mrgreen:

:lol:


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