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 Betreff des Beitrags: Re: Karl May auf dem iPhone
BeitragVerfasst: 20.10.2008, 17:04 
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Zitat:
beides und alles zugleich


Sag' ich doch.

Emerson habe ich auch zuhause, allerdings auf Deutsch ...

Aber die ersten drei Zeilen habe ich auch so geschafft. Schön; dachte ähnliches heute gerade bei der Beschäftigung mit den 'Himmelsgedanken'. So trifft sich doch immer alles wieder.

@Markus

Mißverständlich, verwirrend .. auch zoologisch ..

:lol:


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BeitragVerfasst: 20.10.2008, 17:20 
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rodger hat geschrieben:
Faterson hat geschrieben:
beides und alles zugleich

Sag' ich doch.

Ja, aber wenn etwas beides und alles zugleich ist, wie könnte man denn je behaupten, dass es nicht existiert :?: Das ist eben der Unsinn, der sich in den falschen, modischen und abgedroschenen Aussagen Die Wahrheit existiert nicht, Es gibt keine Wahrheit usw. widerspiegelt. Bild

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Alexander (Sascha) Avenarius
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 Betreff des Beitrags: Re: Karl May auf dem iPhone
BeitragVerfasst: 20.10.2008, 17:27 
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"Risse und Löcher sind in der Dichtungstechnik per Definition eines der Hauptprobleme", zur Eingabe "Wenn der Topf aber nun ein Loch hat" ergoogelt ...

8)


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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: 20.10.2008, 17:46 
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Faterson hat geschrieben:
rodger hat geschrieben:
Faterson hat geschrieben:
beides und alles zugleich

Sag' ich doch.

Ja, aber wenn etwas beides und alles zugleich ist, wie könnte man denn je behaupten, dass es nicht existiert :?: Das ist eben der Unsinn, der sich in den falschen, modischen und abgedroschenen Aussagen Die Wahrheit existiert nicht, Es gibt keine Wahrheit usw. widerspiegelt. Bild

Wo ist denn die Wahrheit, wer hat sie denn bitteschön für sich gepachtet? Jeder sieht die Dinge eben anders, das ging aus dieser Diskussion eindeutig hervor.
Bei mir ist 2 x 2 gelegentlich auch mal 3,9 oder auch mal 4,1, wenn mir nach Übertreibung zumute ist.

:P


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BeitragVerfasst: 20.10.2008, 18:08 
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markus hat geschrieben:
Jeder sieht die Dinge eben anders

Was hat das mit der Wahrheit zu tun :?: Natürlich sehen alle alles ein bisschen anders, und in den allermeisten Fällen irren sich alle oder die Allermeisten. Hier ging es darum, dass die Aussage Es gibt keine Wahrheit (und ihre Variationen) meines Erachtens Unfug ist.

(Obwohl ich gestehe, dass mir unklar ist, wie diese ganze Diskussion mit dem Thema Karl May auf Handy zusammenhängt... Wir haben uns doch bereits mit Rodger darauf geeinigt, dass jeder Leser seine eigenen Präferenzen hat: der eine wird das papierne, der andere das elektronische Buch vorziehen, und mit der Wahrheit hat das alles nichts zu tun. Wozu denn eigentlich dieser seitenlange Streit? Bild)

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 Betreff des Beitrags: Re: Karl May auf dem iPhone
BeitragVerfasst: 20.10.2008, 18:21 
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Als Streit empfinde ich das nicht … es macht Spaß, sich mit intelligenten Menschen auszutauschen, man hat so selten die Gelegenheit …

:lol:

Außerdem, dass sozusagen der Vorsitzende des Streit- oder auch Austauschkommitees sagt, wozu das alles, das hat auch was …

:wink:

Letzter Versuch, es gibt keine Wahrheit im Sinne dessen was der Mensch mit seinem natürlicherweise beschränkten Begriffsvermögen darunter verstehen mag.


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BeitragVerfasst: 20.10.2008, 18:48 
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rodger hat geschrieben:
Letzter Versuch, es gibt keine Wahrheit im Sinne dessen was der Mensch mit seinem natürlicherweise beschränkten Begriffsvermögen darunter verstehen mag.

Mir gehts nicht um die Aussage Es gibt keine Wahrheit mit einem ambivalenten Zusatz von einem Dutzend einschränkenden Worten, sondern darum, die schlichten, populären und modischen Aussagen Es gibt keine Wahrheit, Die Wahrheit existiert nicht und dergleichen mehr als Unfug zu bezeichnen. 8)

Wieso wir zu dieser Diskussion gelangt sind, ist mir allerdings nicht klar; ich trage hier im Forum meistens nur zur Ablenkung bei, wenn es zu viel monotone Arbeit vom frühen Morgen bis zum späten Abend gibt, wie heute und am Freitag; an besseren Tagen habe ich Besseres zu tun* — zum Beispiel Karl May lesen :!: Ist schon eine lange Weile her, seit ich ein Buch von ihm las; ich werde mir wohl demnächst den mir vom Karl-May-Verlag im Tausch gegen slowakische und tschechische May-Ausgaben zugeschickten historisch-kritischen ersten Wollschläger-Band des Ardistan und Dschinnistan I vornehmen, obwohl er — leider! — kein Digitalbuch ist. (Es sei denn, ich opfere ein paar Stunden fürs Einscannen des Buchs, damit es auch auf dem Handy genießbar ist — habe ich mit einigen Romanen bereits getan, für einen mäßig langen Roman braucht man etwa 90 Minuten, bei A&D I wären es wohl an die 3-4 Stunden.)

* dies soll, um Himmels willen, nicht so ausgelegt werden, dass ich die Intelligenz der hier Beitragenden nicht genügend schätze!

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Zuletzt geändert von Faterson am 20.10.2008, 19:02, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: 20.10.2008, 19:02 
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Karlotto, mit Stroh ...

Faterson hat geschrieben:
Mir gehts nicht um die Aussage Es gibt keine Wahrheit mit einem ambivalenten Zusatz von einem Dutzend einschränkenden Worten, sondern darum, die schlichten, populären und modischen Aussagen Es gibt keine Wahrheit, Die Wahrheit existiert nicht und dergleichen mehr als Unfug zu bezeichnen.


Und eben deswegen versuchte ich ja so etwas wie "Übersetzungshilfe" zu geben, um die schlichten, populären und modischen Aussagen ggf. akzeptabler erscheinen zu lassen.

Wenn Du Ardistan und Dschinnistan einscannst mit dem Anhang, werde ich über die Anschaffung eines entsprechenden Lesegerätes nachdenken ... (obwohl, wenn ich nicht so faul wäre, könnte ich mir die Seiten ja vergrößert kopieren) Das kann ja sozusagen kein Mensch lesen(, und daß, wie ich mir habe sagen lassen, Wollschläger selber die Schriftgröße und die unübersichtliche Darstellung so haben wollte, hilft auch nicht wirklich, das hat ja freilich damit nun auch überhaupt nichts zu tun, es geht ja nicht um Schuld, Nichtschuld, Fraktionsdenken, Feindbilder und dergleichen Unsinn, sondern um Sachverhalte).


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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: 20.10.2008, 19:25 
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Faterson hat geschrieben:
Helmut hat geschrieben:
Die Aussage
Faterson hat geschrieben:
die Aussage Die Wahrheit existiert nicht [ist] stets und unabhängig von ihrem Kontext und den Absichten des Autors falsch

ist schlicht und ergreifend falsch, und wird auch durch noch so viele Wiederholungen nicht "richtiger".

Noch weniger wird sich falsch, geschweige denn „schlicht und ergreifend“ falsch, indem sie ein Helmut völlig ohne Argumente für falsch erklärt. Bild


Auch das ist wieder falsch, Du hast offensichtlich meine Argumente nur einfach nicht kapiert.
Ich habe Dir mal einige Beiträge vorher ein (Lehr-)buch empfohlen, mit dem Du diesem Mangel abhelfen kannst.
:P

Helmut


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl May auf dem iPhone
BeitragVerfasst: 20.10.2008, 19:34 
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„konnten sie grammatikalisch einander das nicht sagen, was sie sagen wollten; aber sie verstanden einander doch, wenn es auch hier und da ein Missverständnis gab, über welches man hätte aufschreien mögen.“

(Karl May, Satan und Ischariot II)

Die Szene habe ich schon mal in anderer (teilweise sozusagen Original …) Besetzung erlebt, aber das hat man auch sonst immer mal wieder; die Verständigung ist das Problem. Vielleicht seid Ihr gar nicht so weit auseinander.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20.10.2008, 19:42 
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rodger hat geschrieben:
könnte ich mir die Seiten ja vergrößert kopieren) Das kann ja sozusagen kein Mensch lesen

Ja, ein großer Vorteil von elektronischen Büchern ist, dass man die Schriftgröße selber bestimmen kann. In Bezug auf historisch-kritische Ausgaben wäre der Hypertext besonders wertvoll: man muss nicht immer wieder blättern, sondern ein Klick reicht, um die dazugehörige Anmerkung zu lesen, ein weiterer Tastendruck reicht zur Rückkehr zum Haupttext... (Diese Hyperlinks müsste man jedoch nachträglich nach dem Einscannen in den Text einfügen, was die Länge der Arbeit verdoppeln oder verdreifachen könnte.)

rodger hat geschrieben:
Und eben deswegen versuchte ich ja so etwas wie "Übersetzungshilfe" zu geben, um die schlichten, populären und modischen Aussagen ggf. akzeptabler erscheinen zu lassen.

Wozu denn :?: Diese Aussagen gilt es nicht zu retten, sondern ganz im Gegenteil: anzuprangern als Anzeichen eines erkrankten Denkens. Ich finde die Aussagen Es gibt keine Wahrheit, Nichts ist wahr überaus schädlich und gefährlich. Wir erwähnten ja hier im Forum mehrmals Hitchcocks Meisterfilm Rope (Cocktail für eine Leiche): die Aussagen Es gibt keine Wahrheit, Nichts ist wahr usw. würden durchaus ins Repertoire von Jim Stewart und seinen Ex-Studenten passen — und wir sahen ja, wohin das führt. Bild

(Und auf dem Rope balancierend gelangt man wiederum zurück zum deutschen Philosophen, gegen dessen Gedankengut Karl Mays Spätwerk möglicherweise polemisierte, und eine ähnliche Polemik wird 100 Jahre später in einem Karl-May-Stiftungsforum nachgespielt — so, jetzt ist der Zusammenhang endgültig geschaffen und der Off-Topic-Verdacht beseitigt.) Bild

Helmut hat geschrieben:
Du hast offensichtlich meine Argumente nur einfach nicht kapiert.

Soweit ich weiß, hast du noch gar keine Argumente zugunsten der Aussagen Es gibt keine Wahrheit, Nichts ist wahr angeführt. Du hast dir stattdessen diese Aussagen nach deinem Belieben erweitert / modifiziert und dann diesen von dir selbst geschaffenen Strohmann genüsslich vernichtet. Das gilt nicht, weil es die ursprünglichen Aussagen nicht betrifft — tut mir leid. (Für die Leseempfehlung bedanke ich mich allerdings, habe sie in meine Leseliste aufgenommen.) Bild

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 Betreff des Beitrags: Re: Karl May auf dem iPhone
BeitragVerfasst: 20.10.2008, 19:50 
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@Wahrheitsfindung

(gibt's auf und wendet sich [für jetzt] mit einem großen Schwunge ab, so wie Leute, die pünktlich 'Wer wird Millionär' gucken wollen)

:mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl May auf dem iPhone
BeitragVerfasst: 20.10.2008, 22:06 
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Faterson hat geschrieben:
Diese Aussagen gilt es nicht zu retten, sondern ganz im Gegenteil: anzuprangern als Anzeichen eines erkrankten Denkens.


Warum soll ich etwas anprangern, von dem ich gerade erklärt zu haben glaubte, daß ich es verstehe, weil ich weiß, wie es gemeint ist, gemeint sein kann oder gemeint sein könnte.

Faterson hat geschrieben:
Ich finde die Aussagen Es gibt keine Wahrheit, Nichts ist wahr überaus schädlich und gefährlich.


Das mag sein, ja. Was indes mit ihrem möglichen Wahrheitsgehalt (wenn richtig interpretiert, s.o.) nichts zu tun haben muß. Bei Hesse (z.B. im 'Tractat vom Steppenwolf') stehen auch einige Aussagen, die sind sicher auch 'schädlich' und 'gefährlich', und vielleicht deswegen gibt es ja auch Leute, die meinen, ihn sich verbitten zu müssen ... Aber ob er deswegen nun so Unrecht haben muß ? (Es gäbe noch andere Beispiele ...)

Faterson hat geschrieben:
(Und auf dem Rope balancierend gelangt man wiederum zurück zum deutschen Philosophen, gegen dessen Gedankengut Karl Mays Spätwerk möglicherweise polemisierte, und eine ähnliche Polemik wird 100 Jahre später in einem Karl-May-Stiftungsforum nachgespielt — so, jetzt ist der Zusammenhang endgültig geschaffen und der Off-Topic-Verdacht beseitigt.)


Ich vermute mal Du meinst Silberlöwe - Ahriman - Nietzsche. Habe das gerade vor kurzem wieder gelesen. Dieses 'Polemisieren' Mays empfinde ich aber als nicht ganz echt. Auch nicht als gespielt oder aufgesetzt, nein, es gibt bekanntlich immer Abstufungen zwischen Schwarz und Weiß. Er setzt sich da (neben der literarischen Aufarbeitung des Konflikts mit Mamroth)für mein Empfinden auch mit Anteilen in sich selbst auseinander. Und entscheidet sich (bzw.: will sich entscheiden) für die anderen ...


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BeitragVerfasst: 20.10.2008, 22:45 
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So, willkommen zurück von Wer wird Milionär :!: (Ich arbeite noch immer.) Bei mir hat man zumindest die deutschen Privatsenderkloaken nach 10 Jahren gottseidank wieder durch ARD, ZDF, 3sat, arte und die Dritten ersetzt; ich frohlocke jedesmal, wenn ich den Fernseher einschalte und RTL, SAT1 und PRO7 dort nicht mehr zu empfangen sind. Halleluja! (Günther Jauch schätze ich, aber ansonsten bin ich voll mit Reich-Ranicki einverstanden.)

rodger hat geschrieben:
Warum soll ich etwas anprangern, von dem ich gerade erklärt zu haben glaubte, daß ich es verstehe, weil ich weiß, wie es gemeint ist, gemeint sein kann oder gemeint sein könnte.

Weil es schädlich ist. Hitlers Mein Kampf verstehen die Menschen ebenfalls, sie wissen, wie es gemeint ist, gemeint sein kann oder könnte, aber das hindert sie nicht, das Buch anzuprangern.

rodger hat geschrieben:
Faterson hat geschrieben:
Ich finde die Aussagen Es gibt keine Wahrheit, Nichts ist wahr überaus schädlich und gefährlich.

Das mag sein, ja. Was indes mit ihrem möglichen Wahrheitsgehalt (wenn richtig interpretiert, s.o.) nichts zu tun haben muß.

Sie haben gar keinen Wahrheitsgehalt, sondern sind vollkommen falsch. Das ist der Punkt, den ich versuche, hier zu machen, und weder du, noch Helmut habt Argumente gebracht, die dies widerlegt haben. Ihr könnt das nur so tun, indem ihr die beiden Aussagen (und ihre Variationen) willkürlich erweitert und dann rechtfertigt. Aber zu jenem Zeitpunkt sind es eben nicht mehr die ursprünglichen, schädlichen, unsinnigen und grundfalschen Behauptungen. Bild

rodger hat geschrieben:
Bei Hesse (z.B. im 'Tractat vom Steppenwolf') stehen auch einige Aussagen, die sind sicher auch 'schädlich' und 'gefährlich'

Wie? Bild Keineswegs! Das Traktat vom Steppenwolf ist doch wohl die einzige qualitativ hochwertige Passage im Steppenwolf; der Rest des Romans ist eher mittelmäßig; aber im Traktat ist Hesse in seiner Höchstform zu bewundern, die eines Nobelpreisträgers würdig ist. Ich kann mich an keinen einzigen falschen Satz im Traktat erinnern; man kann also sagen, alles im Traktat entspricht der Wahrheit, und was ja der Wahrheit entspricht, kann weder schädlich noch gefährlich sein — sondern gerade das Gegenteil davon. Die Wahrheit hat eine heilende, läuternde Wirkung. Bild

(Es gibt andere, völlig blödsinnige Passagen im Steppenwolf, die sehr wohl potentiell schädlich sind, wie das alberne Herumschiessen auf vorbeifahrende Autos gegen Ende des Romans; Quentin Tarantino der 1920er, könnte man sagen; das ist potentiell schädlich, in der Tat, wie auch die offensichtliche Lebensverwirrung des Erzählers und des Romanautors; diese kommen fast im gesamten Steppenwolf zum Ausdruck — nicht jedoch im Traktat, in das eigentlich nur die allerfeinsten, man könnte beinahe sagen: die „heiligsten“ Ideen Hesses aufgenommen zu sein schienen.)

So blieb mir wenigstens Der Steppenwolf in Erinnerung. Bild

PS: Mit den Silberlöwe-Ausführungen magst du durchaus recht haben.

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Zuletzt geändert von Faterson am 20.10.2008, 23:06, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: 20.10.2008, 22:49 
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Faterson hat geschrieben:
Helmut hat geschrieben:
Du hast offensichtlich meine Argumente nur einfach nicht kapiert.

Soweit ich weiß, hast du noch gar keine Argumente zugunsten der Aussagen Es gibt keine Wahrheit, Nichts ist wahr angeführt. Du hast dir stattdessen diese Aussagen nach deinem Belieben erweitert / modifiziert und dann diesen von dir selbst geschaffenen Strohmann genüsslich vernichtet. Das gilt nicht, weil es die ursprünglichen Aussagen nicht betrifft — tut mir leid. (Für die Leseempfehlung bedanke ich mich allerdings, habe sie in meine Leseliste aufgenommen.) Bild


Lieber Sascha,
ich habe mich vor längerer Zeit - es ist jetzt wohl fast 40 Jahre her - mit der Ausbildung von Studienanfängern in Mathematik - und insbesondere Logik - beschäftigt.
Wenn wir uns mal treffen, suche ich vorher gerne die Unterlagen zu dem Themen "Was ist ein Beweis" und "wann kann man von einer wahren Aussage sprechen" heraus, und gebe Dir ebenso gerne Privatunterricht zu diesen Themen.

Helmut


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