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 Betreff des Beitrags: Re: Blindheit
BeitragVerfasst: 15.6.2009, 8:44 
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Thomas Math hat geschrieben:
Was den Quacksalber Dahlke angeht,da schweige ich doch lieber
Ich auch. Aber Zitieren geht immer. :wink:

Zitat:
Detlefsen und Dahlke sehen hinter Augenstörungen Probleme und Konflikte, die "sich in den Symptomen lediglich manifestieren". Sie stellen Zusammenhänge her zwischen dem Selbst- und Weltbild eines Menschen und der Art und Weise, wie er sieht. So gehen sie davon aus, daß kurzsichtige Menschen ihre Umwelt durch ihre eigene Brille betrachten und sich sehr leicht persönlich betroffen fühlen. Die Weitsichtigkeit, die hauptsächlich ältere Menschen betrifft, wird mit Weitblick und Weisheit in Zusammenhang gebracht. Detlefsen und Dahlke betonen, daß die Wahrnehmung, also auch das Sehen, vor allem auch dem Zweck der Selbsterkenntnis dient. So gesehen wird durch die Sehstörung bewirkt, daß ein gewisser Teil der Welt von der Wahrnehmung ausgeklammert und damit der Selbsterkenntnis nicht zugänglich ist und daß dies für die Person eine wichtige Funktion hat. So ist die Sehstörung häufig die Alternative dazu, sich mit seinen Konflikten auseinanderzusetzen. Farbenblinde Menschen sehen alles grau in grau. Sie können die Mannigfaltigkeit des Lebens nicht sehen und machen nicht gerne Unterschiede. Die Bindehautentzündung zwingt dazu, die Augen vor einem Konflikt zu verschließen, dem man nicht ins Auge schauen will. Beim Grauen Star wird durch die getrübte Linse auch der Blick trübe. Die Welt wird unscharf gesehen und verliert dadurch ihre Schärfe und Gefährlichkeit. Dadurch entsteht eine beruhigende Distanz zur Umwelt und zu sich selbst. Der erhöhte Augeninnendruck beim Grünen Star ist Ausdruck für den Druck, unter dem der Mensch steht und dem er nicht anders ausweichen kann.

Quelle / mehr: http://www.dvbs-online.de/horus/1997-3-2150.htm

(In „Krankheit als Weg“ wird das obige näher ausgeführt.)

(Ich habe so an die zwanzig Bücher von dem Mann sowie zahlreiche Audio-CD und kann sie sehr empfehlen. - Vielleicht nicht jedem. :wink: )


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindheit
BeitragVerfasst: 15.6.2009, 19:39 
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Wenn ich mir hier so die letzten Beiträge ansehe, kommt mir der Gedanke auf eine May-Satire die man verfilmen könnte. Verschiedene Ärzte (hochangesehene ihres Fachs natürlich) stehen um das Krankenlager des 4-jährigen May und jeder weiß es besser was ihm fehlt und wie ihm geholfen werden kann, so ähnlich wie im "Waldröschen" im Schloß Rodriganda. Die gleichen Ärzte stehen dann ca. 66 Jahre später wieder am Krankenlager Mays und schlagen sich am Ende fast wer denn nun recht hat mit seiner These. Gerne können sie auch das gleiche sagen wie 66 Jahre zuvor, darum gehts nämlich nicht, im Leben wiederholt sich vieles gern.

Der kleine May steht dann symbolisch für den kranken Mann vom Bosporus, während der alte May natürlich für die sterbende rote Nation steht.

Aber mit sowas würden sich Filmemacher sicher nicht abgeben.

:wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindheit
BeitragVerfasst: 15.6.2009, 19:54 
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Die geben sich noch mit ganz anderem Blödsinn ab ...

Es soll ein Stück geben oder einen Sketch, von Egon Friedell, über Goethe vor der Prüfungskommission (leider habe ich den Text bislang nicht ergoogeln können). Er wird zu Goethes Werken befragt und fällt durch ...

Daß Thema blind oder nicht habe ich mal vor Jahren in einer Art Glosse angeschnitten, fällt mir gerade ein, Karl May im Interview ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindheit
BeitragVerfasst: 15.6.2009, 20:25 
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Das mit Goethe habe ich meines Wissens auch schon im Zusammenhang mit einer anderen berühmten Persönlichkeit der Geschichte gehört (oder wars doch Goethe?), die über ihr eigenes Werk/Schaffen stolperte.

Jedenfalls würde May auch durchfallen, so haben die sein Werk verändert. Er würde es gar nicht mehr wiedererkennen. Das gäb Prozesse :lol: .


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindheit
BeitragVerfasst: 15.6.2009, 20:34 
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Ich habe dieser Tage im Nachwort vom Reprint von Satan und Ischariot III gelesen, daß die Namensgebung "Will Parker" (von Karl May offenbar selber später auf "Will Dunker" geändert) ein eindeutiges Indiz für die Entstehungszeit des Werkes sei ... Du liebe Güte, was für eine Argumentation ... May war schlampig und chaotisch genug um auch nach Etablierung der Figur in anderen Werken nicht zu merken bzw.: zu vernachlässigen, daß der Name bereits "besetzt" war ... "völlig undenkbar" steht da wörtlich ... Ich finde den Roland Schmid sonst manchmal gar nicht so übel, aber da hat er einen "schlechten Tag" gehabt ...

Und diese Art Argumentiererei (ich weiß, daß es Argumentation 'heißt', meine aber ganz bewußt Argumentiererei) findet man halt allenthalben in der Sekundärliteratur ... Verständnisfrei ... (s.o.) ...

:roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindheit
BeitragVerfasst: 15.6.2009, 21:26 
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Wenn man danach geht dürfte es auch im richtigen Leben keine zwei Namen gleichzeitig geben, schon gar nicht vermeintlich seltene. Aber es ist da doch wie im Lotto. Daß man selber den Jackpot gewinnt glaubt man nicht, dafür ist die Chance zu gering. Aber daß es irgendeinen Lotto-Spieler trifft, davon gehen wir aus. Ganz simple Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Genauso ist es mit Namen. Es gab mal einen wahren Fall in den USA, da checkte abends ein, sagen wir mal Mr. Will Parker ein (richtiger Name vergessen, bevor der Vorwurf kommt ich hätte die Geschichte erfunden). Er war Geschäftsmann und war auf der Durchreise. Er hatte Glück, denn es war nur noch ein Zimmer frei, das am gleichen Morgen erst verlassen wurde. Er trug sich ein, nahm den Schlüssel und fuhr mit dem wenigen Gepäck in die 4. Etage, Zimmer 413. Dort angekommen schloß er die Türe auf, ging rein und warf sich müde und erschlagen, nachdem er sein Gepäck abstellte, aufs Bett, denn er hatte einen langen und anstrengenden Tag hinter sich. Nach einer Weile richtete er sich auf um sich von seinen engen Kleidern zu befreien und zu duschen, da blieb sein Blick auf den kleinen Tisch neben dem Fenster hängen. Es war ein noch ungeöffneter Brief der dort lag. Er ging hin und las was auf dem Kuvert stand und wäre beinahe nach hinten in Ohnmacht gefallen wenn das Bett in unmittelbarer Nähe gestanden hätte. Der Brief war nämlich an einen gewissen Mr. Will Parker adressiert. Parker traute seinen Augen kaum. Der Brief konnte doch unmöglich für ihn sein. Kein Mensch wußte bis vor wenigen Minuten daß er das Hotel betritt um ausgerechnet dieses Zimmer zu kriegen, auch wenn es das letzte war. Aber wer außer der Portier wußte es. Der Brief müßte dann von ihm stammen, denn keiner wußte zu der Zeit daß Parker sich in der Stadt in dem Hotel befindet. Aber warum sollte der Portier ihn einen Brief schreiben wo er ihn doch gar nicht kennt. Und selbst wenn, wie hätte er den Brief so schnell zum Zimmer befördern können, wo Parker doch gleich ohne Aufenthalt mit dem Lift nach oben fuhr.

Um das Geheimnis schnell zu lüften weil eh jeder weiß was kommt oder es ahnt und weils vom Thema abschweift, es kam dabei heraus daß der Herr der am gleichen Morgen abgereist war zufällig auch Will Parker hieß, was bei dem jetzigen Parker nur mundgeöffnetes Kopfschütteln verursachte. Er hatte bei seiner Abreise lediglich einen an ihn adressierten Brief einfach auf dem Zimmer vergessen.
Das war so etwas wie ein sechser im Lotto mit Superzahl und Spiel 77 obendrauf. Daß so etwas äußerst selten ist leuchtet ein, daß es aber vorkommen kann, irgendwo irgendwann, wohl auch :wink: .


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindheit
BeitragVerfasst: 15.6.2009, 22:08 
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markus hat geschrieben:
mundgeöffnetes Kopfschütteln

'Offenmundiges' müßte es in etwa heißen

Rüdi van Sandhofen, Gast-Drucker

:lol:

("Mundgeöffnetes" ließe in etwa schlußfolgern, das Kopfschütteln sei eine durch Öffnung (von was auch immer) mittels des Mundes ausgelöste Aktion)

:wink:

(vgl.: offenaugige Blindheit, i.Ggs. zu augengeöffnete Blindheit, um elegant zum Thema zurückzukommen)

:mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindheit
BeitragVerfasst: 16.6.2009, 13:59 
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Dein Begriff mag zwar von der Grammatik her richtig sein, lasse mich aber von meinem nicht abbringen. Es ist etwas anderes wenn ich nur den Kopf schüttel (z.B. wenn ich stumm etwas verneine), oder ob ich dabei den Mund geöffnet habe (sieht übrigens blöde aus, was bei manchen Zeitgenossen die Vermutung nahe legt, derjenige wäre wirklich blöde).
Ich gebs zu, der Begriff "mundgeöffnet" klingt etwas holprig, aber vieleicht liegts an zuviel May-Lektüre :wink: .


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindheit
BeitragVerfasst: 16.6.2009, 14:16 
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markus hat geschrieben:
Es ist etwas anderes wenn ich nur den Kopf schüttel (z.B. wenn ich stumm etwas verneine), oder ob ich dabei den Mund geöffnet habe
Na klar. Daher: 'offenmundig' (Das ist natürlich auch Blödsinn, wäre aber aus o.g. genannten Gründen 'korrekter' als "mundgeöffnet".)

markus hat geschrieben:
Ich gebs zu, der Begriff "mundgeöffnet" klingt etwas holprig
Der Begriff alleine nicht. Und in Kombination mit 'Kopfschütteln' ist er halt sachlich falsch bzw. arg mißverständlich, weil (s.o.)

Aber wenn Dein Herz daran hängt müssen wir uns dem wohl fügen.

:wink:

Thomas Mann hätte geschrieben 'offenen Mundes kopfschüttelnd'. Das klingt dann gleich richtig mitgefühlheischend.

:lol:

Bevor die Herren Sachdiskutanten offenen Mundes kopfschüttelnd sich gänzlich abwenden, zurück zu offenaugiger oder auch geschlossenaugiger Blindheit.

:wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindheit
BeitragVerfasst: 16.6.2009, 19:21 
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Er hatte nervöses Kopfzittern mit Maulsperre. Besser? :mrgreen:

(Jetzt fängt der auch schon an mit "sachlich falsch" usw., mokiert über die Herausgeber der HKA daß sie es neuerdings so machen, aber selber isser auch nicht besser. Tja, so sind de Leuts, immer wies denen grad passt, wie das Fähnlein im Winde (nehm mich da gar nicht raus :) ), nix für ungut Rüdiger, büschen Spaß muß sein :wink: )


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindheit
BeitragVerfasst: 16.6.2009, 20:19 
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Momenterl, das ist etwas anderes. In einer originalgetreuen Markus-Ausgabe hätte der Satz natürlich so zu stehen wie von Dir propagiert. Betrachte das Ganze als redaktionelle Beratung zu Lebzeiten (oder auch unverlangte Einmischerei).

Markus hat geschrieben:
Er hatte nervöses Kopfzittern mit Maulsperre. Besser?
Nein. Das Maul resp. der Mund ist ja nicht blockiert, sondern wird aufgrund einiger Verblüffung unwillkürlich offengehalten. Und die Kopfbewegung ist ein Schütteln, kein Zittern, und nicht nervös, sondern mechanisch-perplex. Verschiedene Ursachen, verschiedene Symptome. :wink:

Gutes Stichwort. Ernsthaft über die Kongruenz Rückzug / Blindheit sich auszutauschen, fände ich weiterhin interessant.

("Sprich, damit ich Dich sehe" hat übrigens einer der alten Griechen gesagt, ist ja egal welcher, der Satz ist wichtig, nicht der Name und die Jahreszahl oder die Einordnung in eine Kategorie. - Also auch der traute den Augen, dem Äußeren, nur bedingt.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindheit
BeitragVerfasst: 16.6.2009, 20:35 
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rodger hat geschrieben:
Momenterl, das ist etwas anderes. In einer originalgetreuen Markus-Ausgabe hätte der Satz natürlich so zu stehen wie von Dir propagiert. Betrachte das Ganze als redaktionelle Beratung zu Lebzeiten (oder auch unverlangte Einmischerei).

Gut, aber ich bin in der Hinsicht so blöd wie Karl May und hör mehr auf andere als auf mich (obwohl, es wird immer seltener wie ich spür :wink: ), auch wenn das mit dem "mundgeöffneten" wirklich sehr verkehrt war, aber das hat jetzt damit gar nix zu tun. Aber bei May kann man schon des öfteren sagen, besser ein anderer hat ihn (zu Lebzeiten!) bearbeitet, als er sich selber. Vorausgesetzt unter seinem Einverständnis.

Übrigens, "unverlangte Einmischerei" geht mir im realen Leben manchmal sehr auf den.....ähem :lol: . Bei dir mache ich heute aber mal eine Ausnahme :wink: .


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindheit
BeitragVerfasst: 16.6.2009, 22:23 
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Rüdiger Wick hält eine mögliche Kongruenz von Sehstörung und Rückzugsverhalten für bedenkenswert. Wohl im Anschluss an das obige Dahlke-Zitat?

Ich tue mir, ehrlich gesagt, mit solchen Ideen sehr schwer. Zwar sind zwei meiner besten Freundinnen begeisterte Dahlke-Verehrerinnen. Deshalb werde ich mich sehr hüten, Herrn Dahlke als einen „Quacksalber“ (O-Ton Thomas Math) zu bezeichnen. Meine Freundinnen würden mir das nie verzeihen. :wink:

Aber in der Sache kann ich Autoren wie Dahlke kaum folgen. Ich kenne sehr viele Menschen, die sich innerlich und äußerlich zurückziehen oder die sich ihren äußeren und inneren Konflikten nicht stellen, aber keineswegs an einer Sehstörung leiden. Umgekehrt kenne ich viele Menschen mit Grauem oder Grünem Star oder mit anderen Sehstörungen, die aber der Welt sehr zugewandt sind und mit ihren Konflikten erstaunlich gut umzugehen verstehen. Mit anderen Worten: Dahlkes Deutung der Krankheiten empfinde ich als zu simpel. Aber vielleicht irre ich mich ja. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindheit
BeitragVerfasst: 16.6.2009, 22:57 
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Hermann Wohlgschaft hat geschrieben:
Wohl im Anschluss an das obige Dahlke-Zitat?

Ich pflege mich, über Angelesenes und Zitate hinaus, schon eigener Gedanken und eigener Wahrnehmung zu bedienen ...

Ich verhehle nicht, ein Anhänger (albernes Wort) Dahlkes zu sein. Er überzeugt mich sehr. Das bedeutet nun aber nicht, daß ich einfach alles nachplappere, was ich bei ihm gelesen habe ...

Ich versuchte ja schon einige Beiträge zuvor, auf die Kongruenz zweier Textstellen in "Mein Leben und Streben" hinzuweisen. Die Sache mit dem Gefängnis PASST zu der frühkindlichen Blindheit wie die Faust auf's Auge ... Und Konflikte (oder überhaupt gewisse Dinge) im Außen nicht wahrnehmen zu wollen, die Augen verschließen, wie es ja wortwörtlich heißt, PASST ebenfalls ...

Übereinstimmungen zwischen Innen und Außen, zwischen Körper und - ja, wie sollen wir es nennen ? Geist, Seele, Mind, Psyche, sonstnochwas ? - können wir, wenn wir gut hingucken, öfter mal beobachten im Leben ... Übereinstimmungen, Entsprechungen, oder auch: Ausgleich. Ich kannte einen, der wollte immer alles unter Kontrolle haben, alles gezirkelt und korrekt und gerade usw. Am Ende seines Lebens hat es ihn regelrecht von den Füßen geholt, es ging nur noch mit Gehwagen, Polyneuropathie ... Beethoven wurde taub, Borges blind. Seltsame "Zufälle" ...

Hermann Wohlgschaft hat geschrieben:
Ich kenne sehr viele Menschen, die sich innerlich und äußerlich zurückziehen oder die sich ihren äußeren und inneren Konflikten nicht stellen, aber keineswegs an einer Sehstörung leiden.
Das wäre ja auch zu simpel. Es gibt hundert- oder tausendundeine Art des sich innerlich und äußerlich zurückziehens und des sich inneren und äußerlichen Konflikten nicht stellens, und hundert- oder tausendundeine Art körperlicher Entsprechungen ... (unter denen auch Sehstörungen verschiedener Art sind).

Hermann Wohlgschaft hat geschrieben:
Dahlkes Deutung der Krankheiten empfinde ich als zu simpel.
So simpel wie es auf den ersten Eindruck herüberkommen mag ist es sicherlich nicht. Dahlke hat ja etliche mehrhundertseitige Bücher zu diesen Themen verfaßt. In Kurzform läßt sich deren Inhalt natürlich nicht wirklich wiedergeben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindheit
BeitragVerfasst: 17.6.2009, 0:28 
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Farbenblinde Menschen sehen alles grau in grau. Sie können die Mannigfaltigkeit des Lebens nicht sehen und machen nicht gerne Unterschiede. .

Das ist hanebuechener Unsinn, es ist seit Jahrzehnten bekannt,dass Farbenblindheit genetisch bedingt ist (Xchromosomal) deshalb betrifft es auch nur Maenner.

Quacksalber ist fuer mich jemand der unsinnige medizinische Thesen vertritt und vor allem unwirksame Behandlungen verkauft ,wenn dies wissentlich tut,ist er ein Betrueger wenn er selbst daran glaubt ist er schlicht dumm oder im guenstigeren Fall ungebildet.

Als Westentaschenphilosoph mag Dahlke ja noch durchgehen, aber als Arzt ist er zweifelsohne ein Quacksalber und das ist noch ein mildes Wort.

Die gesamte Dahlke'sche Glaubenslehre das jeder Mensch letztendlich selbst fuer seine Erkrankung verantwortlich ist ist nicht nur dumm, sondern auch gefaehrlich.


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