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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 16.4.2010, 15:50 
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Mittlerweile scheint dem (sehr viel) früheren "es ist alles wahr was May schrieb", das "es ist alles erstunken und erlogen was May schrieb" gefolgt zu sein und in vielen Kreisen "en vogue" geworden zu sein.
Warten wir noch einige Jahre, vielleicht erleben wir dann doch noch einen "vernünftigen Kompromiss" zwischen diesen beiden Extremen.

Helmut


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 16.4.2010, 15:57 
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Warum warten, ist doch klar daß die Wahrheit wie immer irgendwo dazwischen liegt ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 16.4.2010, 17:10 
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Warum dann noch diskutieren (warum überhaupt diskutieren :roll: :?: )?

8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 16.4.2010, 17:23 
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Ja, warum ... im Fall der Blindheit erscheint mir das auch einigermaßen müßig, eigentlich, wenn man's recht bedenkt, sonst auch ... aber warum soll man sich aus Zeitvertreib und Lust und Laune nicht ein wenig austauschen, mutmaßen, Denkanstöße absondern und entgegennehmen, ventilieren, fabulieren ...

Karl May hat, um das nochmal festzuhalten und einige Leut' sozusagen der Auflockerung halber bissel zu ärgern, gelogen daß sich die Balken biegen, auch noch im Alter ... aber eben natürlich nicht immer. Er konnte auch sehr aufrichtig sein. Was also nun jeweils stimmt, was weiß denn ich ... für mich gehe ich da ganz unwissenschaftlich vor, nach Gefühl ... da lachen freilich bei der Wissenschaftsfraktion die Hühner, ich weiß ...

Vielleicht ist die Technologie in hundert Jahren, falls dieser unser Planet bis dahin nicht in die Binsen gegangen ist, so weit daß sich das nachträglich exakt eruieren läßt, ob er nun blind war oder nicht und wenn ja wie weit bzw. in welcher Form ... daß ich das nicht mehr miterlebe, darüber bin ich gar nicht traurig, denn es ist mir, ehrlich gesagt, ziemlich schnurz ... ich finde das Thema Karl May in allen Variationen durchaus interessant, aber nicht die Frage, ob und wieweit er körperlich faktisch blind war ... da gibt's Interessanteres ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 16.4.2010, 21:14 
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Man fällt immer wieder auf Karl May herein ... dieser Tage wunderte ich mich, als Helmut Moritz schrieb, Mays Angaben zu der Sache mit Kürschner stimmten so nicht ganz, ich war der Meinung, es sei so gewesen wie es da im letzten Kapitel von Band 30 steht. Ich habe dann nachgeschlagen (Chronik, Jahrbuch von 83, Studien-Band von Sudhoff/Vollmer) und feststellen müssen, daß es offenbar wirklich mal wieder ein wenig anders war (obwohl andererseits Datierungen auch keine zuverlässigen Belege sind, man kann ja auch z.B. die Arbeit an einem Manuskript einfach einstellen und das Zeug dann irgendwann später abliefern). Schwieriges Terrain.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 17.4.2010, 1:18 
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Helmut hat geschrieben:
Mittlerweile scheint dem (sehr viel) früheren "es ist alles wahr was May schrieb", das "es ist alles erstunken und erlogen was May schrieb" gefolgt zu sein und in vielen Kreisen "en vogue" geworden zu sein.
Warten wir noch einige Jahre, vielleicht erleben wir dann doch noch einen "vernünftigen Kompromiss" zwischen diesen beiden Extremen.

Helmut


Also was die vielen Kreise angeht,die May als notorischen Luegner sehen, finde ich solche zumindest in diesem Forum nicht.Im Gegenteil da wird sehr emotional auch noch das unglaubwuerdigste verteidigt,
Warum nicht folgender Kompromiss,glaube erstmal was glaubwuerdig klingt,bezweifle aber alles was nicht sein kann.

Im uebrigen ist die Wahrheit manchmal schwarz oder weiss und nicht immer ist alles irgendwie grau.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 17.4.2010, 8:47 
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Thomas Math hat geschrieben:
Im uebrigen ist die Wahrheit manchmal schwarz oder weiss und nicht immer ist alles irgendwie grau.

Unser sich vergrault haben lassender bzw. das selbst so oder auch als Rückzug des Klügeren empfindender ehemaliger Mitdiskutant Hübscher Sandhofer sprach in diesem Zusammenhang seinerzeit vom „Flickenteppich“ (es gibt Zauberteppiche und Flickenteppiche ...) und löste damit meinerseits ein beträchtliches Aha-Erlebnis aus. Mir wurde da etwas ganz klar und deutlich, was ich vorher eher ungenauer wahrnahm oder andachte. Ganz im Ernst jetzt, ohne jede Ironie. Dieses Bild wird mich lebenslänglich begleiten, es trifft den Nagel auf den Kopf.

Und so mag es bei aus zehntausend weißen oder schwarzen Teilchen bestehenden Teppichen auch vereinzelt welche geben, bei denen neuntausendneunhundertneunzig bis neuntausendneunhundertneunundneunzig Teilchen schwarz oder weiß sind und die wirken daher ganz schwarz oder ganz weiß, aber irgendwie mischt sich es doch immer ... in unendlich möglichen verschiedenen Abstufungen (je nach Teilchenanzahl ...) Der Einfachheit halber neigen indes die Menschen dazu, bei sagen wir sechzig Prozent Schwarz bereits zu sagen oder auch wahrzunehmen der Teppich sei schwarz ...

Und nun noch die vielen anderen Farben und Mischungen, ich sag’ Dir ...

:wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 17.4.2010, 9:38 
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In der sehr begrenzten Sicht der Naturwissenschaft :wink: mag es ja so sein, dass die Dinge entweder eindeutig richtig (sozusagen ›weiß‹) oder eindeutig falsch (sozusagen ›schwarz‹) sind. Das wirkliche Leben aber ist vielschichtig und bunt. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 17.4.2010, 16:38 
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Was bin ich da froh, dass ich kein Naturwissenschaftler (im strengen Sinn) sondern Mathematiker (die Begründer der Logik!). Daher weiß ich sehr genau, dass die Ergebnisse "schwarz" oder "weiß" unter anderen von den Voraussetzungen, von der verwendeten logischen Methode und einigem anderen abhängt, und wenn dies alles nicht so klar ist und/oder man sich auf log. Methoden nicht geeinigt hat, dann kann man eben kein klares Ergebnis erzielen (zumindest nicht als gemeinsames).
:wink: :D

Helmut


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 17.4.2010, 16:48 
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Helmut Mathematiker sind immer auch Philosophen in gewissen Sinne.
Im Uebrigen zeichnet es den Wissenschaftler aus,das er kritisch seinen Ergebnissen gegenueber ist und die erwaehnten Faktoren beruecksichtigt ausserdem muessen sich Ergbenisse auch von anderen Labors reproduzieren lassen so dass die auesseren Umstaende ueber Zeit eine immer geringere Rolle spielen.
Ein Problem ist vielmehr,dass in unserer Erfolgsgewohnten Gesellschaft negative Ergebnisse oft nicht publiziert werden.
Ein Wissenschaftler hat nie eine begrenzte Sichtweise muss er doch bereit sein, wenn es neue Erkenntnisse gibt sich diesen anzupassen und nicht die Erkenntnisse einer Theorie wie die Theologen.

Ich habe nicht gesagt es gaebe kein Grau nur es gaebe ausser dieser Mischmasch Farbe auch Schwarz und Weiss.
Und was die Vielfalt und Farbigkeit des Lebens angeht hat Hr.Wohlgschaft recht, nur brauche ich dafuer kein allmaechtiges imaginaeres Wesen.Sondern freue mich ueber die Fruechte der chaotischen Evolution.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 17.4.2010, 17:42 
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Thomas Math hat geschrieben:
Im Uebrigen zeichnet es den Wissenschaftler aus,das er kritisch seinen Ergebnissen gegenueber ist und die erwaehnten Faktoren beruecksichtigt ausserdem muessen sich Ergbenisse auch von anderen Labors reproduzieren lassen so dass die auesseren Umstaende ueber Zeit eine immer geringere Rolle spielen.


Und da sind wir ja schon bei den Grenzen von der von Dir so propagierten "wissenschaftlichen Methode". Alles was Leben (insbesondere menschliches) angeht lässt sich nicht reproduzieren!
Und das ist auch gut so, bin ich geneigt hinzuzufügen.
(Und komm mir jetzt nur nicht mit der "Clon"-Technik, denn auch das schafft nur "Ähnliches" und nicht "Identisches" was Leben anbelangt.)

Helmut


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 17.4.2010, 17:56 
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Helmut hat geschrieben:

Und da sind wir ja schon bei den Grenzen von der von Dir so propagierten "wissenschaftlichen Methode". Alles was Leben (insbesondere menschliches) angeht lässt sich nicht reproduzieren!
Und das ist auch gut so, bin ich geneigt hinzuzufügen.

Helmut

Da hast Du unrecht,mittlerweile arbeiten verschiedene Gruppen daran DNA also genetisches Material im Labor de novo zu erzeugen ,das ist Erschaffung von Leben durch den Menschen.
Spaetestens dann kann man die Gotttheorie endgueltig verwerfen


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 17.4.2010, 18:12 
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Jetzt widerspricht er sich aber. Ich dachte das wär alles zufällig entstanden. Also Gott gibt es nicht, aber der Mensch wird zu Gott?


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 17.4.2010, 18:16 
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Kein Widerspruch man versucht nur im Labor die Umstaende/Bedingungen zu erschaffen,die damals vor Jahrmillionen Jahren herrschten und zur Entstehung des ersten Einzellers fuehrten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 17.4.2010, 18:18 
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Was wäre mit dem Abschied von der »Gotttheorie« gewonnen?


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