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Ende der Kontroverse
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Seite 10 von 11

Autor:  Thomas Math [ 18.4.2010, 6:56 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ende der Kontroverse

Doro hat geschrieben:
Nur weil Sie manches nicht nachvollziehen können, Dr. Math, ist es nicht weniger wahr.
Vieles was Sie noch nicht mal im Fernsten in Betracht ziehen, sind für manche Menschen nicht nur Glaube, sondern Gewißheit, Tatsachen, egal, ob Sie dies verstehen oder nicht.
Also wenn es Glaube ist es doch nicht Gewissheit oder habe ich da jetzt was falsch verstanden.Tatsachen sind Tatsachen solche kann man weder ignorieren noch leugnen.Religionen sind genau das nicht, sonst waere ich sehr religioes.

Zitat:
Ich persönlich bin immer noch der Ansicht, dass Religion etwas ist, was Menschen aus Glauben machen, in der Absicht Macht und Gier auszuleben. Es hat nix miteinander zu tun.
Allerdings stimme ich in dem Punkt Ihnen und Herrn Wohlschaft zu, dass es eine willkommen Alibifunktion einnimmt. Was ich entsetzlich finde...


Verstehe ich das jetzt richtig als ,Religion ist organisierter Glaube unbedarfter Menschen,der dann fuer Machtzwecke instrumentalisiert wird ?

Autor:  Thomas Math [ 18.4.2010, 7:08 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ende der Kontroverse

Für seine Verhältnisse weiß der Mensch recht viel, das stimmt. Aber das gilt für den Floh auch (für seine Verhältnisse).[/quote]

Bischen unsinniger Vergleich oder ?

Zitat:
Die Kreation eines Einzellers de novo wird in den naechsten Jahren moeglich sein und damit die Erschaffung des Lebens durch den Menschen.
Das hoffentlich in Deutschland strafrechtlich verboten bleibt.


Also wissenschaftliche Erkenntnis mit absurden Gesetzen aufhalten wollen,scheint mir ein wenig dumm,oder ?

Uebrigens hat obiges ja nichts mit Gentechnik zu tun,die im Grunde immer nur die vorteilhafte Modifizierung eines Organismus ist ,sondern wir reden von de novo Kreation.
Das ist noch nicht moeglich aber sehr wahrscheinlich in den naechsten Jahren.Ich weiss ja nicht was dazu in D.laeuft aber in den USA gibt es mehrere Gruppen die in diese Richtung forschen mit zum Teil erstaunlichen ersten Ergebnissen.

Autor:  Hermann Wohlgschaft [ 18.4.2010, 8:08 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ende der Kontroverse

Markus' Vergleich mit dem Floh finde ich sehr gelungen. Denn: Verglichen mit der Fülle des Wirklichen ist das menschliche Erkenntnisvermögen noch viel geringer als das Erkenntnisvermögen des Flohs im Vergleich zum menschlichen Verstand. :wink:

Autor:  Hermann Wohlgschaft [ 18.4.2010, 8:28 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ende der Kontroverse

Womit ich den Unterschied von Mensch und Floh freilich nicht leugnen will: Der Mensch WEISS, dass er nichts weiß. Der Floh weiß das nicht. :wink:

Autor:  rodger [ 18.4.2010, 8:30 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ende der Kontroverse

Sehr schön. :D :!:

Autor:  rodger [ 18.4.2010, 9:11 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ende der Kontroverse

Im übrigen sehe ich keinerlei Zusammenhang zwischen der Erschaffung künstlichen Lebens, ggf. auch Menschenlebens, durch den Menschen, und einem vermeintlichen Ende der „Gotttheorie“ … der Mensch hat z.B. auch gelernt zu fliegen (derzeit hat er damit allerdings so seine Schwierigkeiten … da sieht man mal … ein Vulkänchen hüstelt und schon bricht alles zusammen … ein kleiner Vorgeschmack vielleicht, was uns oder unsere Nachfahren noch erwarten könnte … vielleicht befindet sich die Menschheit irgendwann wieder in der Steinzeit … „all wedder in Pisspott“ wie es in „Der Fischer und seine Frau“ heißt …), gar zum Mond zu fliegen, hat Maschinen konstruiert die seinen eigenen Fähigkeiten längst weit überlegen sind, aber was ändert das … M.E. gar nichts.

Autor:  Zwockel [ 18.4.2010, 12:09 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ende der Kontroverse

Herr Wick teilt mit:
... vielleicht befindet sich die Menschheit irgendwann wieder in der Steinzeit …

Liest man so einige Beiträge gewisser User in diesem Forum habe ich das Gefühl, schon in der Steinzeit angekommen zu sein. :lol: :lol: :mrgreen:

Autor:  Hermann Wohlgschaft [ 18.4.2010, 12:57 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ende der Kontroverse

Lieber Herr Zwockel!

Ob Steinzeit oder nicht, das bleibt sich gleich. Es geht um den Wert und die Würde des Lebens.

Lieber Herr Math!

Ihr Atheismus ist in meinen Augen ebenso unbegründet (um nicht zu sagen: falsch) wie in Ihren Augen mein Gottvertrauen, d. h. mein Glaube an die unvergängliche Liebe. Aber vielleicht könnten wir uns - unabhängig von der »Gotttheorie« - auf folgende These einigen:

Der Einsatz für eine menschlichere Welt ist wichtig - und zwar nicht nur im Blick auf eine priviligierte Minderheit (der Gesunden, der Besitzenden, der Gescheiten, der Mächtigen), sondern im Blick auf ALLE.

Könnten Sie dieser These zustimmen? Auch wenn sie - wie Sie richtig erkennen - auf den Kampf für eine gerechtere, solidarischere Gesellschaft hinausläuft?

Autor:  Doro [ 18.4.2010, 15:20 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ende der Kontroverse

Thomas Math hat geschrieben:
Also wenn es Glaube ist es doch nicht Gewissheit oder habe ich da jetzt was falsch verstanden.Tatsachen sind Tatsachen solche kann man weder ignorieren noch leugnen.Religionen sind genau das nicht, sonst waere ich sehr religioes.

Erfahrung eines Einzelnen ist für diesen eine Tatsache und Gewißheit, was ein anderer weder verstehen noch nachvollziehen kann/muss, weil, z. B., diese Erfahrunug nicht die seine ist.
Wäre das anders, wären Sie nicht Sie und ich nicht ich. Wir sind im Grunde auch ein Stück, was wir im Leben an Erfahrung machen.


Zitat:
Verstehe ich das jetzt richtig als ,Religion ist organisierter Glaube unbedarfter Menschen,der dann fuer Machtzwecke instrumentalisiert wird ?

Ja, das sehe ich schon in etwa so. Inwieweit die Menschen undbedarft sind und sich instrumentalisieren lassen, ist trotzdem nicht zu pauschalieren.
Aber, wie gesagt, ich spreche hier von meiner subjektiven Sichtweise.
Wie im Übrigen bei jeder meiner Aussagen. Das kann und wird sicher jeder andere wider vollkommen anders sehen, verstehen und wahrnehmen.

:wink: 8)

Autor:  Doro [ 18.4.2010, 15:22 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ende der Kontroverse

Hermann Wohlgschaft hat geschrieben:
Der Einsatz für eine menschlichere Welt ist wichtig - und zwar nicht nur im Blick auf eine priviligierte Minderheit (der Gesunden, der Besitzenden, der Gescheiten, der Mächtigen), sondern im Blick auf ALLE.

Könnten Sie dieser These zustimmen? Auch wenn sie - wie Sie richtig erkennen - auf den Kampf für eine gerechtere, solidarischere Gesellschaft hinausläuft?

Irgendwie glaube ich nicht, dass Dr. Math soo unterschreiben will. Vielleicht grade noch so teilweise. Aber, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren... ( und das ist gar nicht boshaft gemeint, nur für die Miesepeter hier :lol: )

:wink:

Autor:  Helmut [ 18.4.2010, 16:14 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ende der Kontroverse

Thomas Math hat geschrieben:
Helmut hat geschrieben:

Und da sind wir ja schon bei den Grenzen von der von Dir so propagierten "wissenschaftlichen Methode". Alles was Leben (insbesondere menschliches) angeht lässt sich nicht reproduzieren!
Und das ist auch gut so, bin ich geneigt hinzuzufügen.

Helmut

Da hast Du unrecht,mittlerweile arbeiten verschiedene Gruppen daran DNA also genetisches Material im Labor de novo zu erzeugen ,das ist Erschaffung von Leben durch den Menschen.
Spaetestens dann kann man die Gotttheorie endgueltig verwerfen


Das habe ich auch gar nicht gemeint. Es ist (auch den am meisten fortgeschrittenen Wissenschaftlern) unmöglich, bestehendes Leben (insbesondere menschliches) identisch zu reproduzieren.
Und das ist gut so, denn damit bleibt jegliches Leben (insbesondere menschliches) einzigartig.

Helmut

NB: Für manch einen (insbesondere Politikern) ist dies natürlich eines der größten Probleme, weil man u.a. auch daher nie ganz genau wissen kann (und auch wird) wie den Menschen in natura so reagieren werden.

Autor:  Thomas Math [ 18.4.2010, 19:05 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ende der Kontroverse

Hermann Wohlgschaft hat geschrieben:
Markus' Vergleich mit dem Floh finde ich sehr gelungen. Denn: Verglichen mit der Fülle des Wirklichen ist das menschliche Erkenntnisvermögen noch viel geringer als das Erkenntnisvermögen des Flohs im Vergleich zum menschlichen Verstand. :wink:

Das ein Theologe sowas gut findet schon klar.

Autor:  Thomas Math [ 18.4.2010, 19:25 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ende der Kontroverse

Hermann Wohlgschaft hat geschrieben:
Lieber Herr Zwockel!

Ob Steinzeit oder nicht, das bleibt sich gleich. Es geht um den Wert und die Würde des Lebens.

Lieber Herr Math!

Ihr Atheismus ist in meinen Augen ebenso unbegründet (um nicht zu sagen: falsch) wie in Ihren Augen mein Gottvertrauen, d. h. mein Glaube an die unvergängliche Liebe. Aber vielleicht könnten wir uns - unabhängig von der »Gotttheorie« - auf folgende These einigen:

Der Einsatz für eine menschlichere Welt ist wichtig - und zwar nicht nur im Blick auf eine priviligierte Minderheit (der Gesunden, der Besitzenden, der Gescheiten, der Mächtigen), sondern im Blick auf ALLE.

Könnten Sie dieser These zustimmen? Auch wenn sie - wie Sie richtig erkennen - auf den Kampf für eine gerechtere, solidarischere Gesellschaft hinausläuft?


Erstmal vorweg, ich kann Ihre christlichen Ideale verstehen und respektiere diese und sie als Mensch sehr,auch wenn ich ihnen meist nicht folgen kann.


Ich gaube nicht,dass es so etwas wie Gerechtigkeit gibt,ja es gibt unverdient Unterprivilgierte und denen soll geholfen werden aber da unterscheide ich mich von ihnen, freiwillig.Freiheit des einzelnen ist fuer mich mehr wichtig als Gerechtigkeit die es so nie geben wird..Ich nenne ihnen mal Beispiele, um das klarer zu machen.
Sie erleiden einen Autounfall und werden querschnittsgelaehmt.Natuerlich muss ihnen geholfen werden.Oder sie werden unschuldig arbeitslos weil den Kirchen in D.in Folge der Skandale die zahlenden Mitglieder ausgehen,selbstverstaendlich muss ihnen ein Ueberbrueckungseinkommen gezahlt werden, bis sie als Therapeut wieder selbst fuer sich aufkommen koennen.
Ein Kind wird geboren mit schwersten Hirnschaeden,die Eltern wussten dies vorweg aber haben nicht abgetrieben dann sind sie auch komplett fuer die Versorgung zustaendig.
Oder in groesserem Rahmen,Mali will Entwicklungshilfe weil das Land seine Buerger nicht ernaehren kann, hat aber gleichzeitig eine gigantische Geburtenrate.Da wuerde ich auch ,nein sagen,es ist nicht meine Aufgabe Kinder zu ernaehren die ihr euch nicht leisten koennt.

Autor:  Thomas Math [ 18.4.2010, 19:29 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ende der Kontroverse

Helmut hat geschrieben:
Thomas Math hat geschrieben:
Helmut hat geschrieben:

Und da sind wir ja schon bei den Grenzen von der von Dir so propagierten "wissenschaftlichen Methode". Alles was Leben (insbesondere menschliches) angeht lässt sich nicht reproduzieren!
Und das ist auch gut so, bin ich geneigt hinzuzufügen.

Helmut

Da hast Du unrecht,mittlerweile arbeiten verschiedene Gruppen daran DNA also genetisches Material im Labor de novo zu erzeugen ,das ist Erschaffung von Leben durch den Menschen.
Spaetestens dann kann man die Gotttheorie endgueltig verwerfen


Das habe ich auch gar nicht gemeint. Es ist (auch den am meisten fortgeschrittenen Wissenschaftlern) unmöglich, bestehendes Leben (insbesondere menschliches) identisch zu reproduzieren.
Und das ist gut so, denn damit bleibt jegliches Leben (insbesondere menschliches) einzigartig.

Helmut

NB: Für manch einen (insbesondere Politikern) ist dies natürlich eines der größten Probleme, weil man u.a. auch daher nie ganz genau wissen kann (und auch wird) wie den Menschen in natura so reagieren werden.


Helmut ich habe nur von Einzellern gesprochen.Aber genauso hat Leben angefangen und Jahrmillionen spaeter dank Evolution der Mensch.
Da wir alle mittlerweile wissen,das der Mensch ein Produkt der Evolution ist,ist die Erschaffung eines Einzeller fuer mich der Beginn vom Ende der Religion,denn was kann dieser imaginaere Gott denn dann was der Mensch nicht kann ?
Bitte komm jetzt nicht mit Auferstehung es sei denn da gibt es irgendwelche Zeugen.

Autor:  Thomas Math [ 18.4.2010, 19:33 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Ende der Kontroverse

Doro hat geschrieben:
Hermann Wohlgschaft hat geschrieben:
Der Einsatz für eine menschlichere Welt ist wichtig - und zwar nicht nur im Blick auf eine priviligierte Minderheit (der Gesunden, der Besitzenden, der Gescheiten, der Mächtigen), sondern im Blick auf ALLE.

Könnten Sie dieser These zustimmen? Auch wenn sie - wie Sie richtig erkennen - auf den Kampf für eine gerechtere, solidarischere Gesellschaft hinausläuft?

Irgendwie glaube ich nicht, dass Dr. Math soo unterschreiben will. Vielleicht grade noch so teilweise. Aber, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren... ( und das ist gar nicht boshaft gemeint, nur für die Miesepeter hier :lol: )

:wink:


Also ich hoffe ich falle nicht in die Miesepeter Kaetegorie

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