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Wie der Holländer den Japonesen
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Autor:  Wolfgang Sämmer [ 18.1.2015, 12:16 ]
Betreff des Beitrags:  Wie der Holländer den Japonesen

In der Moralischen Wochenschrift „Der Eidsgenoß“ bin ich auf diesen Passus gestoßen:

Zitat:
Eben so wenig verlange man von mir zu erfahren, zu welcher Religion ich mich bekenne. So viel meine Leser darvon zu wissen nöhtig haben, werden sie künftigs aus meinen Blättern verstehen. Wollte der Fürwitz sich nicht darmit vergnügen, und noch ungestümer ansetzen: Bist du katolisch? Bist du reformirt? so begegne ich ihm kurz, wie der Holländer den Japonesen: Ich bin ein Christ; ich bin ein Eidsgenoß.

Der Eidsgenoß, eine moralische Wochenschrift. 1749.


Woran mußte ich dabei wieder unwillkürlich denken? Natürlich an Karl May. Der schrieb an die „Donau-Zeitung“ bzw. an Heinrich Wagner:

Zitat:
Sehr geehrter Herr Chefredakteur! Sie sagen in Nr. 320 Ihrer Zeitung, daß ich nicht der katholischen Kirche angehöre, sondern Protestant sei. Sie irren! Ich suche nach dem Geiste und nach der Seele, nicht nur auf psychologischem Gebiete, sondern auch in Beziehung auf den Glauben. Da wurde ich von den Protestanten gestäupt und hinausgeworfen und von den Katholiken gestäupt und hinausgeworfen, sogar aus ihrem Literaturkalender. So bin ich also für den Erlöser einstweilen nur noch Christ, doch meine ich, das ist genug und Gott wird weiter helfen. In vorzüglichster Hochachtung ergebenst Karl May.

Donau-Zeitung (Passau), 117. Jg. (1907), Nr. 3, Seite 3.


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