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 Betreff des Beitrags: Karl May in Koblenz 1902
BeitragVerfasst: 21.2.2005, 10:19 
Von Düsseldorf kommend, trifft am 15. Januar 1902 Karl May in Koblenz ein, wo er im Hotel "Monopol" unter dem Namen Dr. Friedrich Quatier nimmt. Er erhält Zimmer Nr. 25.

Noch am gleichen Abend empfängt er Josef Börger aus Ehrenbreitstein, ein Karl- May-Fan mit dem er seit 1897 in Briefkontakt steht und bespricht mit ihm die weitere Verbreitung des "Dankbaren Lesers". Mehr ist nicht bekannt.

Am nächsten Tag, 16. Januar 1902, kommt es noch kurz vor Mays Abreise nach Leipzig zu einem Treffen mit Johann Dederle, dem damaligen Chefredakteur des Koblenzer "Rhein- und Moselboten". Karl May stand schon auf seiner Orientreise 1899/1900 mit Dederle in Kontakt und versprach ihm stets Reiseberichte für seine von Dederle in Dortmund betreute "Tremonia". Bei Dederle gingen die versprochenen Artikel Mays nie, was der Bekanntschaft keinen Abbruch tat. Schon 1900 wechselte Dederle von Dortmund nach Koblenz.

Das persönliche Treffen mit Dederle stand ganz im Zeichen eines persönlichen Kennenlernens, verbunden mit der Bitte, daß Dederle sich positiv für Mays Belange in seiner Zeitung einsetze, was dann auch bis 1906 geschah. In diesem Jahr (1906) wurde das Erscheinen des "Rhein- und Moselboten" eingestellt.

Auch Mays Reiseerzählung "Am Tode" - heute Bestandteil "Im Reiche des silbernen Löwen III" - erscheint zwischen dem 15. Februar und 30. April 1902 im Koblenzer "Rhein- und Moselboten".

Zum eigentlichen Bruch zwischen Dederle und May kommt es 1906, als der Redakteur kommentarlos Mays Drama "Babel & Bibel" an den Autor zurückschickte.

Der Besuch Karl Mays in Koblenz - damals noch Coblenz geschrieben - war eine kurze aber interessante Episode in Karl Mays Leben.


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 Betreff des Beitrags: So war das also
BeitragVerfasst: 21.2.2005, 17:16 
.... aha.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.2.2005, 18:03 
Hallo Achim,

ob May Zeit und Gelegenheit hatte, die Sehenswürdigkeiten von Koblenz, wie Ehrenbreitstein, das "Deutsche Eck" oder das nahe gelegene Arenberg zu besuchen, entzieht sich meiner Kenntnis. Es ist aber eher unwahrscheinlich, da die Gespräche mit Börger und Dederle - zumindest mit letzterem - sich etwas länger hingezogen haben dürften.

Gibt es eigentlich noch das Hotel "Monopol" in Koblenz, lieber Joachim? :D


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.2.2005, 15:44 
Kurt Altherr hat geschrieben:
Gibt es eigentlich noch das Hotel "Monopol" in Koblenz, lieber Joachim? :D


Ja es gibt ein Hotel dieses Namens, in der Altsatdt. Ob es das gleiche Hotel ist, kann ich nicht sagen. Vom Alter her ist es schon möglich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl May in Koblenz 1902
BeitragVerfasst: 25.2.2005, 1:20 
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Registriert: 7.6.2004, 1:10
Beiträge: 92
Wohnort: Ein kleiner Ort im Hunsrück...
Kurt Altherr hat geschrieben:
[...]Am nächsten Tag, 16. Januar 1902, kommt es noch kurz vor Mays Abreise nach Leipzig zu einem Treffen mit Johann Dederle[...]
Das persönliche Treffen mit Dederle stand ganz im Zeichen eines persönlichen Kennenlernens[...] Der Besuch Karl Mays in Koblenz [...] war eine kurze aber interessante Episode in Karl Mays Leben.


Davon ist aber leider im oben zitierten Text nichts zu spüren. Was daran war interessant? Kurz mag ja sein, wenn das Treffen "kurz vor Mays Abreise" stattfand.
Warum und inwiefern jedoch war es interessant?

_________________
Mit freundlichen Grüßen,

Ralf Grosskurth


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 25.2.2005, 13:47 
Auf die Fragen von Herrn Grosskurth näher eingehend, denke ich, war für Karl May die persönliche Begenung mit Johannes Dederle am 16. Januar 1902 - auch für die Karl-May-Forschung - durchaus von Interesse.

Immerhin brachte das Gespräch für Karl May mit Dederle bemerkenswerte Ergebnisse:

1. Dederle stellte - wie schon in den Vorjahren - die von ihm betreuten Zeitungen den Interessen Mays voll zur Verfügung und dies bis zum Jahre 1906. Eine Zeitung, die ohne Vorbehalte Karl May positiven Betrachtungen unterzog, waren zu jener Zeit nicht selbstverständlich.

2. Der von Dederle betreute "Rhein-Mosel-Bote" veröffentlichte bis 1906 von Klara May zur Verfügung gestellte Buchrenzensionen. Das dies Rezensionen mit positiven Bewertungen waren, versteht sich.

3. Dederle brachte viele Artikel Mays als Sonderdrucke heraus.

4. Der "Rhein-Mosel-Bote" veröffentlichte im Frühjahr 1902 Karl Mays Erzählung "Am Tode".

Dieses kurze persönliche Treffen zwischen Johannes Dederle und Karl May in Coblenz brachte dem Autor also bemerkenswerte und interessante Ergebnisse.

- Kurt Altherr -


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