Diskussionsforen der Karl-May-Stiftung

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 Betreff des Beitrags: grabesruhe!
BeitragVerfasst: 19.1.2006, 13:50 
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nachdem in diesem forum nach langem schweigen für einen kurzen augenblick etwas lebhafter diskutiert worden ist, herrscht nun - wie seit wochen schon - wieder grabesruhe. das konterkariert zwar den sinn eines internetforums, scheint den machern aber ganz recht zu sein.

wenden wir uns wieder der biographischen forschung zu: was ist eigentlich über die masturbationspraktiken des jungen maysters bekannt?


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 Betreff des Beitrags: Re: grabesruhe!
BeitragVerfasst: 19.1.2006, 13:55 
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ANDREAS GRAF: Lektüre und Onanie. Das Beispiel des jungen Karl May, sein Aufenthalt auf dem Seminar in Plauen (1860/61) - und die Früchte der Phantasie.
http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg ... 998/84.htm


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BeitragVerfasst: 19.1.2006, 14:18 
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„Also, Lola Montez, Neinnein, die wird doch überschätzt, als Frau meine ich, bzw., du verstehst was ich meine, so toll ist das nun auch wieder nicht, also wirklich …“ erzählt der junge Karl May.

„Aber Du hast sie doch nie kennengelernt ?!“ wendet sein Gesprächspartner ein.

„Das nicht, aber in Plauen an sie gedacht …“

---------------------------------------------------------------------
(in der Hoffnung auf einen gnädigen Chefredakteur)


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BeitragVerfasst: 19.1.2006, 16:36 
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Also,

dieses Thema stört mich ja nun doch irgendwie. Ich bin sicher alles andere als prüde, aber ich frage mich erstens, welchen Gewinn die May-Forschung aus seinem Masturbationsverhalten ziehen könnte und zweitens, inwieweit es gerechtfertigt ist, in die absolute Intimsphäre eines Menschen einzudringen. Sollten wir nicht irgendwo auch Grenzen ziehen?

Gruß - Jutta Laroche


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BeitragVerfasst: 19.1.2006, 17:05 
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Die Formulierung mit dem Gewinn, die hat was

:lol:

In Thomas Manns Tagebüchern werden wir (wie ich dank eines früheren Forenbeitrags unseres verehrten Kollegen Sandhofer weiß) unter anderem über die Beschaffenheit seines Stuhlgangs informiert. Mit so etwas muß man leben, in literarischer Forschung. Es gehört ja auch alles dazu.


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BeitragVerfasst: 19.1.2006, 17:14 
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Es gehört auch alles dazu -

gut, einverstanden. Sofern der Betreffende entweder Fiktion oder auch einverstanden ist, oder? May kann nicht einverstanden sein, naturgemäß, er würde sich wohl mit Recht vehement dagegen verwahren, dass ein solches Thema öffentlich - zu niemandes Nutzen - besprochen wird. Vielleicht nur, um - na, ich schweige jetzt lieber.

Gruß Jutta Laroche


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BeitragVerfasst: 19.1.2006, 18:07 
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Thomas Mann wäre auch nicht einverstanden gewesen. Auch nicht damit, dass alle Welt dann doch noch erfährt, wie sehr er hinter den Knaben her war.

Was wollten Sie (Du) am Ende sagen ? Nur damit die Leute dumme Witze darüber reißen können ? Es ins Lächerliche ziehen können ? Je nun, so ist das halt, was soll man künstlich scheinheilig tun. Das schließt ja nicht aus, dass man trotzdem Respekt hat und andere Dinge wieder sehr ernst nimmt.


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BeitragVerfasst: 19.1.2006, 19:08 
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Jutta Laroche hat geschrieben:
dieses Thema stört mich ja nun doch irgendwie. Ich bin sicher alles andere als prüde, aber ich frage mich erstens, welchen Gewinn die May-Forschung aus seinem Masturbationsverhalten ziehen könnte und zweitens, inwieweit es gerechtfertigt ist, in die absolute Intimsphäre eines Menschen einzudringen. Sollten wir nicht irgendwo auch Grenzen ziehen?


ich hätte wissen müssen, dass dieser ort eine weitgehend ironiefreie zone ist! :roll:

mich interessieren mays masturbationspraktiken tatsächlich nicht die bohne, leider scheint eine diskussion darüber aber hier eher erwünscht zu sein als als die weitere teilnahme kritischer geister.


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BeitragVerfasst: 19.1.2006, 19:26 
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Ach, Herr Korte … (wer immer Sie sein mögen)

Es kann ja nicht jeder so ein heller intellektueller & kritischer Kopf sein wie Sie.

Die Unzufriedenheit, die aus Ihren letzten Beiträgen spricht, ist nachvollziehbar. Es kann auch an der Jahreszeit liegen. Ich empfehle Vollspektrum-Licht, Johanniskraut, oder vielleicht eine kleine Reise in den Süden. Auch CDs von Rüdiger Dahlke können helfen, oder vielleicht Acidum phosphoricum, je nachdem, was für ein Konstitutions-Typ Sie sind. Vielleicht weiß Klekih-Petra Rat ...

:wink:


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BeitragVerfasst: 19.1.2006, 20:05 
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Hallo, karmaqueen -


warum ein Thema anschneiden, wenn man sich dann doch nicht dafür interessiert? Das verstehe ich nicht.

Rüdiger, natürlich können wir "du" sagen. Ich wollte eigentlich etwas viel Härteres ausdrücken, als nur auf Witze zu verweisen. Was Thomas Mann angeht - da hat es noch Sinn, seine Sexualität aufzudecken, einfach um ihn besser zu verstehen. Aber welchen Sinn macht es denn, kindliche Onaniepraktiken offenzulegen? Was sagt das denn über einen Menschen aus? Noch nicht einmal über einen erwachsenen Menschen, oder bist du da anderer Ansicht?

Gruß - Jutta Laroche


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BeitragVerfasst: 19.1.2006, 20:06 
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Du liebe Güte, welche Aufregung allenthalben!

@karmaqueen: Ironiefreie Zone? Du sagst es!

Grüße

Rolf Dernen


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BeitragVerfasst: 19.1.2006, 20:45 
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@Jutta

Sinn, das ist so eine Sache. Vielleicht gibt’s keinen. Ob Sinn oder nicht, das bleibt sich auch gleich, ich finde jedenfalls die Frage nach Karl Mays Masturbationsverhalten a.) etwas albern und b.) andererseits durchaus interessanter als z.B. die Frage nach der richtigen Hausnummer seines Geburtshauses, auch darüber wird mit großem Tamtam geforscht, wie ich kürzlich zu meiner Verblüffung las.

Jedenfalls finde ich die generelle Frage, wie Karl May zur Sexualität stand, schon interessant, da gehen ja die Meinungen auseinander. Viele fallen da auf seine Aussagen in der Pollmer-Studie und andere Angaben aus späterer Zeit herein bzw. gehen ihm da ein wenig auf den Leim, denke ich. Ich glaube keinesfalls, dass er so ein Kostverächter war. Ich sehe die späten Äußerungen eher altersbedingt oder auch taktisch begründet.

Aber die Geschmäcker sind verschieden, und wenn jemand sich mehr für die Hausnummern oder sonst etwas interessiert, bitteschön. Jeder Jeck ist anders. Ich weiß z.B. bis heute nicht genau, wie groß er denn nun genau war, bzw. vergesse das gleich wieder, wenn ich es gelesen habe, seine Blutgruppe kenne ich auch nicht, und ob er Links- oder Rechtshänder war, kann ich auch nicht mit Bestimmtheit sagen, oder wie das mit den Ahnen denn nun genau war, u.v.a.m. Aber daß ich mich nicht genug mit ihm beschäftige, kann ich nun nicht gerade sagen. Aber eben nicht mit solchem Fakten-Zeugs.

@Rolf

Also was mich betrifft, ich rege mich nicht auf, ich unterhalte mich prächtig.


Zuletzt geändert von rodger am 20.1.2006, 18:55, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 19.1.2006, 21:12 
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Wie Karl May

zur Sexualität stand, das ist etwas ganz anderes als kindliches Onanieverhalten, darüber ließe sich natürlich diskutieren.

Ich persönlich denke, dass May da eher zurückhaltend war, um nicht zu sagen brav biederlich katholisch/protestantisch. Emma dagegen aggressiv- fordernd. Da sind zwei Welten aufeinandergeprallt, das konnte nicht gut gehen. Und dann zieht Karl sich eben zurück, weil er sich abgestoßen fühlt, und erweckt den Eindruck, als habe er schon immer etwas gegen sich auslebende Sexualität gehabt. Dazu kommt Emmas lesbische Neigung - auch heute noch eine schwierige Situation für Ehemänner. Gegen einen Mann als Nebenbuhler kann man kämpfen, aber gegen eine Frau? Dass May gelitten hat, verstehe ich sehr gut.

Gruß - Jutta Laroche


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BeitragVerfasst: 19.1.2006, 21:53 
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Du schreibst immer was von "kindlich". In Plauen war er 18, wenn ich das jetzt richtig nachgeguckt habe. Von da an muß sich bis ins Alter nicht unbedingt mehr viel ändern, man denke an 80-jährige Marathonläufer (hat mir tatsächlich mal ein 88-jähriger gesagt, ein alter Mann könne zwar nicht mehr so schnell laufen wie ein junger, aber er könne noch laufen ...)

Er kam mit der Frau generell überhaupt nicht klar, was Wunder. Und dann stört einen halt alles. In den ersten Jahren wird ihn das "aggressiv-fordernde" kaum gestört haben, jedenfalls vermitteln seine Arbeiten aus dieser Zeit auf mich oft den Eindruck beträchtlicher Lebensfreude. Aber wenn die Chemie sonst nicht stimmt, dann nützt das alles nichts auf die Dauer.


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BeitragVerfasst: 19.1.2006, 22:13 
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Jutta Laroche hat geschrieben:
warum ein Thema anschneiden, wenn man sich dann doch nicht dafür interessiert? Das verstehe ich nicht.


sehr geehrte frau laroche (und ich bestehe auf ein distanzierendes sie!), was mich dagegen immer noch wirklich und brennend interessiert, ist die frage, ob der mayster im puff gewesen ist. und ich finde nicht, dass diese frage hier schon hinreichend beantwortet worden ist:

http://www.karl-may-stiftung.de/diskuss ... .php?t=141

@rodger
ich habe meine gründe, warum ich mich in diesem und in dem anderen may-forum, in dem ich gelegentlich mitdiskutiere, nicht unter meinem bürgerlichen namen sondern unter einem pseudonym angemeldet habe. da ich nicht unter mehreren sondern stets nur unter ein und demselben pseudonym poste, verletzt dies im übrigen auch nicht die regeln dieser foren. es ist allerdings ziemlich unhöflich und verletzt gänzlich die grundsätze der netiquette, wenn ständig jemand meint, mein pseudonym aufdecken zu müssen.


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