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MKMG 173
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Autor:  rodger [ 10.10.2012, 14:26 ]
Betreff des Beitrags:  MKMG 173

@S. 55 unten rechts "Die jeweilige Zentralfigur" bis S. 56 "dem Leser auch wohl getan"

Karl Mays Erzählungen strotzen teilweise von Ironie und Selbstironie, phasenweise (z.B. innerhalb der Winnetou-Trilogie) geht das so weit, daß man sich fragt, wie Leser diese Passagen inhaltlich seinerzeit insgesamt haben wirklich ernst nehmen können ... Kasperei, Nonsense, blühender Blödsinn ... weder die Welt außen noch sich selber sonderlich ernst nehmen [können] ... es springt einem geradezu ins Gesicht ...

Zwischenzeitlich ist er auch „bierernst“, durchaus, alles zu seiner Zeit, aber wer nur das sieht und das andere nicht, der sieht entschieden zu wenig ... „Wer das Anschauen nicht bricht sieht nichts“ schrieb sehr schön Cees Nooteboom, ob [z.B.] Thomas Mann oder Karl May, in beiden Fällen braucht gar nicht der Anschauende seine Wahrnehmung zu brechen, sondern nur die bereits in sich stark gebrochenen Texte wahrzunehmen so wie sie sind ... und bei Karl May ist es noch offensichtlicher als bei seinem genannten Kollegen ...

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