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R.'schen Gasse ???
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Autor:  marlies [ 15.7.2007, 13:25 ]
Betreff des Beitrags:  R.'schen Gasse ???

Der Brodnick ... der Lehrling wird vom Karl May erwischt. Er fragt nach der wohnaddresse des 'Fremden'.
»Wo wohnt er?«
Antwort:
»Auf der R.'schen Gasse.«

ach, det Deutsch ... was soll ich darunter verstehen? ... R.'schen Gasse ... ist das Geheimsprache?

Autor:  H. Mischnick [ 15.7.2007, 13:46 ]
Betreff des Beitrags: 

Wer etwas vom alten Dresden weiß, das Karl May ja sehr gut kannte, denkt sofort an die Rampische Gasse nahe der Frauenkirche. Das muß nicht sein, ist aber meine erste Assoziation.

Autor:  Dernen [ 15.7.2007, 13:47 ]
Betreff des Beitrags: 

Keine Geheimsprache. man kann sich den Namen der Gasse halt aussuchen. "Rübenbergsche Gasse" meinetwegen. Das ist so, als wenn jemand seine Geschichte in einem Ort ansiedelt, aber den Namen nicht ausschreibt. - "Unsere Geschichte beginnt in dem kleinen Ort F., durch den sich das Flüßchen L. schlängelt."

Autor:  rodger [ 15.7.2007, 13:51 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich vermute, typisch Karl Maysches Spielchen zwischen Andeuten-wollen und bewusster Verschleierei, er will etwas verraten und doch nicht verraten.

Z.B. der Verleger Zimmermann im „Verlornen Sohn“, das ist Münchmeyer, der von Beruf früher Zimmermann war, sowas merkt von hundert Lesern vielleicht einer, und mehr sollen es auch gar nicht merken. (An anderer Stelle soll er mal etwas von einem gewöhnlichen Kellner o.ä. geschrieben haben, dabei war Kellner ein Eigenname. Ich glaube darüber freut er sich heute noch, auch wenn’s keiner gemerkt hat.)

Autor:  rodger [ 15.7.2007, 14:06 ]
Betreff des Beitrags: 

Zitat:
Wer etwas vom alten Dresden weiß, das Karl May ja sehr gut kannte, denkt sofort an die Rampische Gasse nahe der Frauenkirche.


Und der Teil der Erzählung, wo das vorkommt, spielt ja in Dresden.

Autor:  marlies [ 15.7.2007, 14:58 ]
Betreff des Beitrags: 

thanks folks! :wink:

Autor:  Sandhofer [ 15.7.2007, 16:06 ]
Betreff des Beitrags: 

rodger hat geschrieben:
Ich vermute, typisch Karl Maysches Spielchen zwischen Andeuten-wollen und bewusster Verschleierei, er will etwas verraten und doch nicht verraten.

Zu viel Ehre für Karl May. So was ist im 19. Jahrhundert recht häufig zu finden. Auch bei andern Autoren. Und in andern Nationen. Jane Austen z.B. ist voll von solchen Angaben ... Die Autorn schreibt zwar realistisch genug, um die grossen Städte beim Namen zu nennen, wenn's aber um genauere Angaben wie z.B. Namen eines Regimentes geht, dann kürzt sie ab ...

Autor:  rodger [ 15.7.2007, 16:33 ]
Betreff des Beitrags: 

Sehe es jeder wie er will ...

(Was hat es mit Ehre zu tun und damit, ob andere es auch gemacht haben oder sonstwas gemacht haben ?)

:roll:

Autor:  Dernen [ 15.7.2007, 19:08 ]
Betreff des Beitrags: 

rodger hat geschrieben:
Sehe es jeder wie er will ...

(Was hat es mit Ehre zu tun und damit, ob andere es auch gemacht haben oder sonstwas gemacht haben ?)

:roll:


Es war wohl damit gemeint, daß das keine Karl-Maysche Erfindung war, sondern gerade im 19. Jahrhundert gang und gäbe war. Nichts anderes.

Autor:  rodger [ 15.7.2007, 19:29 ]
Betreff des Beitrags: 

Mag sein. Ja und ? Ändert ja nichts an meinem Einwand, wenn Du das gleiche noch mal erzählst.

:?

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