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 Betreff des Beitrags: Re: A & D Abd el Fadl
BeitragVerfasst: 26.11.2009, 22:03 
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rodger hat geschrieben:
FritzR hat geschrieben:
Nice tray!


Hm ... ob hier tatsächlich wortspielerisch Nice tray gemeint ist oder aber der Lektor gefragt wäre


Ich nenn das: creative tippfaults!


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 Betreff des Beitrags: Re: A & D Abd el Fadl
BeitragVerfasst: 27.11.2009, 11:45 
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Beiträge: 136
Rene Grießbach hat geschrieben:
Ach ja, das gute alte google, hätt ich auch drauf kommen können ;-) (danke auch an Fritz)


Dafür nun nicht. Ich bitte sogar um Verzeihung, dass ich so selbstverständich davon ausging, dass jedermann den Spruch kenne. Er ziert auch den Hausorden der preußischen Könige.

Rene Grießbach hat geschrieben:
Übrigens, wegen Märdistan, das der Karl in A&D vergessen hat (und womit ich die Rückkehr zum Thema geschafft hätte):
Aber für so vergesslich halte ich May in dem Falle nicht, er wird es für den Roman einfach nicht gebraucht haben und hat daher auf nähere Beschreibung verzichtet. An irgendeiner andern Stelle, ich weiß mal wieder nicht, wo*, hat er ja auch geschrieben, dass er einen Ritt genau dorthin in einem weiteren (nicht mehr erschienenen Band) beschreiben will


*Zu Sitara gehört auch das in meinem Buche "Babel und Bibel" erwähnte, weit ausgestreckte Gebiet von Märdistan mit dem geheimnisvollen Walde von Kulub, in dessen tiefster Schlucht, wie man sich heimlich erzählt, die Geisterschmiede liegt, in der die Seelen durch Schmerz und Qual zu Stahl und Geist geschmiedet werden. Ein späterer, hochinteressanter Ritt wird uns Gelegenheit geben, diesen Wald und diese Schmiede kennen zu lernen. Für heut verzichten wir auf diesen Ort der Marter und der Pein und wandeln durch die Gärten von Ikbal, um alles Leid der Erde zu vergessen.

Beide Zitaze im ersten Kapitel von A&D, Eine Mission.

Ich sprach nicht von "vergessen", sondern von "weglassen". Und so teile ich deine Einschätzung. (oben fett)

Solche Hinweise (oben kursiv) gibt es im Spätwerk öfter. Etwa in Winnetou IV, wo er auch die Beschreibung von Lokalitäten auf später verschiebt; oder die Mitteilung des Textes von Winnetous Testament. Auch die Beschreibung des Archeseglers "Wilade" kündigt er für später an.

Dieses Schiff gleicht einer Arche. Sein Bau ist uralt. Es hat die Formen und die Linien vergangener Jahrtausende. Sein Tau- und Segelwerk mag im ältesten Babylonien oder Ägypten erfunden worden sein. Aber man hat trotzdem keinen Grund, irgend etwas daran zu tadeln, denn alles, was man sieht, ist genau dem Zwecke, dem es dienen soll, entsprechend eingerichtet. Wir werden diesem Fahrzeuge in meinen späteren Erzählungen noch oft begegnen; darum verzichte ich jetzt darauf, es genau zu beschreiben. Ebenso wird es Sache meiner künftigen Berichte sein, das Land Sitara und die Stadt Ikbal eingehender zu schildern. Für heute habe ich sie beide nur kurz zu erwähnen, weil sie den Ausgangspunkt der vorliegenden Erzählung bilden. - - -

May hätte reichlich dreißig Jahre älter werden müssen, um alle seine Pläne und Vorhaben zu realisieren. Und ich nehme an, dass er nicht alle bekannt gab.
Wenn er sagt, dass seine Reiseerzählungen nur Vorarbeit und Heranführung an sein eigentliches Werk darstellen, so kann man extrapolieren, welchen Umfang dieses haben müsste.

Gruß Fritz


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 Betreff des Beitrags: Re: A & D Abd el Fadl
BeitragVerfasst: 27.11.2009, 14:20 
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Registriert: 19.10.2007, 0:48
Beiträge: 3174
Wohnort: Krähennest
FritzR hat geschrieben:
May hätte reichlich dreißig Jahre älter werden müssen, um alle seine Pläne und Vorhaben zu realisieren.

Er hätte nur (um es mal überspitzt zu formulieren) 10 Jahre früher anfangen müssen mit schreiben, anstatt sich in Gefängnissen aufzuhalten, sich nicht (wenigstens gefühlte) 10 Jahre mit Kolportage beschäftigen dürfen und nicht 10 Jahre größtenteils sinnlose Prozesse führen dürfen (letzteres ist glaub ich für die meisten am wenigsten ironisch zu sehen; es entspricht viel der Wahrheit), und schon hat man die 30 Jahre zusammen :mrgreen: . Leider geht wie bei so vielen Menschen, so auch bei May, nicht immer alles glatt im Leben, ob man es nun selbst mitverschuldet oder nicht. Das ist auch einer der Gründe warum ihn viele, so auch ich, lieben und schätzen. Er war Mensch, er hat gelebt und gelitten, er war authentisch wie seine Bücher. Außerdem kann man nicht alles schaffen im Leben. Das Leben dauert leider keine Ewigkeit.
Und was wäre uns entgangen, wäre May streng nach Schema F gegangen und hätte von Anfang an gewußt was er schreiben wollte? Die Literaturwissenschaftler von heute hätten womöglich ihren riesenspaß dabei, aber der Rest vom Volk würde einen Schriftsteller mit Namen May wohl kaum kennen.
Nun mag es für einige der hier schreibenden, wie ich aus vielen Beiträgen herauslesen konnte, erstrebenswert sein daß Karl May genau die gleiche Ruhe verdient hätte wie beispielsweise ein Balduin Möllhausen oder ein Friedrich Gerstäcker, jedoch mit dem jetzigen Werk des Maysters. Das nun, würde ja überhaupt nicht gehen. Entweder oder. Entweder kenne ich May mit seinem jetzt uns vorliegenden Werk plus das negative drumherum das man nicht mag, oder May hätte nur hohes, tiefgründiges geschrieben, daß ihn nur eine handvoll Leute kennen und schätzen, dann hätte der Mann heute Ruhe.

(So, jetzt gleich kommen die Gegenargumente. Freu mich drauf. :D )

FritzR hat geschrieben:
Ich bitte [...] um Verzeihung, dass ich so selbstverständich davon ausging, dass jedermann den Spruch kenne.

Die Welt in der wir leben ist zwar dumm und nicht wir, die wir drin leben. Aber nicht jeder der sich für gescheit hält, darf nicht immer von sich auf andere schließen :wink: .

FritzR hat geschrieben:
Er ziert auch den Hausorden der preußischen Könige.

Er "ziert" auch das Eingangstor zum KZ-Buchenwald.


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