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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 18.4.2010, 19:48 
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Thomas Math hat geschrieben:
Also ich hoffe ich falle nicht in die Miesepeter Kaetegorie

Auch wenn ich zu 95 % nicht mit Ihren Meinungen konform gehe und fast immer vehement wiedersprechen muss... Nein, so sehe ich Sie nicht!

:wink: :wink:

_________________
People may hate you for being different and not living by society’s standards, but deep down they wish they had the courage to do the same. (Kevin Hart)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 18.4.2010, 21:07 
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Ich gehe davon aus, dass auch ich nicht als Miesepeter betrachtet werde. :wink:

Jetzt zu einigen Punkten in den letzten Beiträgen:

Was die Erschaffung künstlichen Lebens betrifft, schließe ich mich dem Eintrag von rodger (9.11 Uhr) vollinhaltlich an.

Zum Thema Abtreibung habe ich eine ganz andere Meinung als Thomas Math. (Allerdings widerstrebt es mir sehr, jetzt auch noch dieses Fass zu öffnen.) In Sachen Verhütung indessen vertrete ich ganz und gar nicht die Auffassung des Papstes. Dass in manchen offiziellen kirchlichen Verlautbarungen Abtreibung und Kondome in einem Atemzug genannt werden, halte ich für fatal. Also: Zur Verhütung sage ich grundsätzlich ja, zur Abtreibung grundsätzlich nein. (Was wiederum nicht heißt, dass ich Eltern, die ihr Kind abtreiben, moralisch verurteilen würde. Oft handeln sie aus einer Not heraus, die es verbietet, irgendwelche Steine zu werfen.)

Was persönliche Wertschätzung betrifft: Ich freue mich sehr darüber, von Thomas Math als Mensch respektiert und geachtet zu werden. Das beruht selbstverständlich auf Gegenseitigkeit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 18.4.2010, 21:24 
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Zum Thema Gerechtigkeit: Ich stimme mit Th. M. darin überein, dass es diese Gerechtigkeit faktisch nur sehr eingeschränkt gibt. Daraus ziehe ich aber nicht den Schluss, dass es kein lohnendes Ziel wäre, sich energisch für MEHR Gerechtigkeit einzusetzen.

Zum Thema ›verschuldete bzw. unverschuldete Not‹: Kann man da in jedem Fall die Grenze so genau bestimmen? Ja ich gehe noch weiter: Auch wer verschuldet in Not gerät, soll nicht einfach aus der Solidargemeinschaft herausfallen. Das Existenzminimum muss ihm in jedem Fall gewährt werden.

Zu mir persönlich: Aufgrund meiner 4-jährigen Zusatzausbildung könnte ich schon seit einigen Jahren als Therapeut oder Lebensberater mein Geld verdienen. Auf Überbrückungsleistungen von kirchlicher oder staatlicher Seite bin ich nicht angewiesen. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 18.4.2010, 22:17 
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Thomas Math schreibt, er könne meine »Christlichen Ideale« gut verstehen. Das Engagement für eine gerechtere Gesellschaft ist aber kein spezifisch christliches, sondern einfach ein MENSCHLICHES Ideal.

Karl May hat irgendwo, sinngemäß, geschrieben: Also, in erster Linie bin ich Mensch, in zweiter Linie Christ, in dritter Linie Schriftsteller, ... in sechster oder siebenter Linie Westmann. Dem schließe ich mich, in analoger Weise, gerne an. :wink: (Statt Westmann müsste es bei mir halt Pfarrer heißen. :wink: )


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 19.4.2010, 0:36 
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Ich verstehe diese Ideale weil auch ich in der westlichen Kultur aufgewachsen bin,nicht weil sie allgemeingueltig sind.
Im Gegenteil ich behaupte, dass der ganze Humanismus auf christlichen Ideen beruht, denn ihm Grunde kann man den Menschen auch als des anderen Menschen Wolf sehen und wenn man unsere Geschichte so sieht ist der Krieg einer der menschlichsten Eigenschaften.Mitleid mag ja ein menschlicher Zug sein ,auf den das Christentum aufbaut,aber Neid und Hass sind genauso praevalent.Ich sehe den Menschen als freies Wesen der erstmal fuer sich selbstverantwortlich ist aber die Freiheit anderer nicht einschraenken darf.Staatliche Hilfe fuer selbst verschuldetes Unglueck halte ich daher fuer unangebracht werden doch damit finanzielle Freiheiten anderer eingeschraenkt.Sofern jedoch freiwillig geholfen werden moechte und sei es auch wegen der Angst das einem so ein Schicksal selbst widerfahren koennte,steht dem nichts im Wege.

In erster Line bin ich Ich, in zweiter Line Vater ,in dritter Line Ehemann etc

Das mit dem Therapeut war nur ein Beispiel,ich hatte keine Ahnung das ich damit recht hatte.Ich bin sicher als Krankenhausgeistlicher oeffnet sich einem ein weites Feld.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende der Kontroverse
BeitragVerfasst: 19.4.2010, 20:04 
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Beiträge: 3174
Wohnort: Krähennest
Thomas Math hat geschrieben:
markus hat geschrieben:
Für seine Verhältnisse weiß der Mensch recht viel, das stimmt. Aber das gilt für den Floh auch (für seine Verhältnisse).


Bischen unsinniger Vergleich oder ?


Stimmt, das war auch meine Absicht (wie Sie das gemerkt haben :wink: ). Er ist natürlich unsinnig, weil der Floh einen bestimmten Horizont hat, geographisch gesehen. Ich weiß ja daß die gut und weit springen können, aber mehr als 100m im Umkreis ist sein Revier sicher nicht. Er könnte vermutlich weiter springen, die Ausdauer hat er, aber das tut er nicht, das liegt nicht in seiner Natur. Er bleibt lieber in der Nähe des Hundes, das ist seine Heimat. Die nächsten 100m wie gesagt, ist seine Welt, mehr existiert für ihn nicht, es interessiert ihn auch nicht. Ist er auf 'seinem' Hund, ist er selig, er sieht die anderen Gegenstände in der Wohnung, aber sie beachtet er gar nicht.
Anders der Mensch. Er muß die Erde verlassen um das Weltall zu erforschen (dabei hat er noch nicht einmal die Erde und vor allem seine Artgenossen richtig erforscht) weil es ihm interessiert und weil es seine Natur ist, doch wird er die Antworten auf seine Fragen nie finden, ja er legt sich nichtmal die Frage vor ob er die Antworten, wenn man ihm sie denn geben würde, verkraften würde, ob sie ihm nicht dermaßen erschrecken würden (es wird anders sein als Gläubige und Rationalisten es sich in ihren kühnsten Träumen vorstellen könnten). Ist in dieser Hinsicht der Floh nicht weitaus glücklicher (und weiser was das angeht) als der Mensch? Er macht sich jedenfalls keinen Kopf um all diese Dinge.

8)


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