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 Betreff des Beitrags: Re: Ilmers May-Buch
BeitragVerfasst: 1.9.2010, 0:01 
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markus hat geschrieben:
Ein abgrundtief schlechter Mensch, auf neudeutsch ein A..., schreibt so etwas nicht. Howgh!

Das hat Fehsenfeld, und ganz zu Recht, sinngemäß auch gesagt.

(Nebenbei bemerkt gibt es übrigens keine nur guten oder nur schlechten Menschen, nur unterschiedlich erscheinende Mischungsverhältnisse.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ilmers May-Buch
BeitragVerfasst: 1.9.2010, 0:32 
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rodger hat geschrieben:
@Stollberg-Affäre

Ilmer schreibt: "Wie erregend mußte für den einstigen Kriminellen der Gedanke sein, jetzt einmal detektivisch für die Sache des Rechts tätig zu werden und zugleich den offiziellen Rechtsvertretern Versäumnisse nachweisen zu können. Welch köstliche Vergeltung für erlittene Schmach. Und so zog er denn aus, um dem alten Pollmer und Emma und der ganzen Mitwelt zu imponieren.
Was aber dem betrügerisch handelnden Karl May früherer Jahre, dem liebenswürdigen Dr. med. Heilig und dem selbstsicheren Polizeileutnant von Wolframsdorf mühelos gelungen war, gerät dem ehrlichen Herzens und keineswegs auf ein Schwindelmanöver versessenen Karl May völlig daneben" ... (S. 59)

So ist das ... (will sagen, auch so kann die Welt sein: du meinst es nicht gut und kommst damit durch, und dann meinst du es gut und fällst auf die Nase ...)

Wie mans macht, macht mans falsch (kann ich ein Lied von singen).


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 Betreff des Beitrags: Re: Ilmers May-Buch
BeitragVerfasst: 1.9.2010, 3:18 
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markus hat geschrieben:
Herr Math leidet auch unter Persönlichkeitsstörungen, ohne jeden Zweifel. Und warum schreibt er "Ach Gott..." wenn er Atheist ist?



8)

Das sich ein Schichtarbeiter aus Krefeld zum Hobbypsychiater aufspielen kann,erleuchtet das Problem der Persoenlichkeitsstoerungen,viel zu subjektiv und wem steht schon zu zu beurteilen was normal ist.
Besonders bei Psychiatern von denen sich viele nicht von ihren 'verrueckten"Patienten unterscheiden ist das schwer vorstellbar.
Apropos,Ach Gott war nur so ein Ausruf,ich kann auch gerne "Fahr zur Hoelle Markus!" ausrufen,,obwohl ich auch an eine solche nicht glaube.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ilmers May-Buch
BeitragVerfasst: 1.9.2010, 3:32 
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markus hat geschrieben:
Zwockel hat geschrieben:
Ich denke, dass ich nicht der einzigste bin, der in diesem Forum eine kritische Haltung gegenüber Karl May einnimmt.

Kritische Haltung ist das eine (habe ich auch), total niedermachen das andere.

Gwockel hat geschrieben:
Gerade Sie, Markus, lästern in einem anderen Karl-May-Forum über die Karl-May-Filme ab, dass die Frage erlaubt sein darf, was haben sie in diesem Forum verloren?

Jetzt wollen wir aber mal die Kirche im Dorfe lassen. Es handelt sich erstmal nicht um ein reines Karl-May-Film-Forum, die gibt es glaube ich genug und ich bin in keinem einzigen vertreten (weil sie mich nicht interessieren). Und ablästern wäre stark übertrieben. Ab und zu mal ein Scherz machen wird ja noch erlaubt sein, wer damit nicht umgehen kann der tut mir leid. Über sich selbst lachen können ist die höchste Form des Humors. Aber das ist auf keinen Fall gleichzusetzen mit dem pausenlosen drauf rum hacken auf einen Mann der jetzt nun schon fast 100 Jahre tot ist, der es weisgott nicht immer leicht gehabt hat im Leben, der es sich und anderen auch nicht immer leicht gemacht hat, das geb ich zu, aber wie wir alle, so hatte auch er seine Fehler, aber auch und vor allem, so seh ich das, seine guten Seiten, sonst hätte er sowas alles nicht schreiben können. Ein abgrundtief schlechter Mensch, auf neudeutsch ein A..., schreibt so etwas nicht. Howgh!

Ich frage mich ob man tatsaechlich den Menschen lieben muss um seine Werke zu moegen.
Genau dies scheint das Problem von einigen zu sein,da wird May zum Gutmenschen und Pazifisten hochstilisiert,der er im wirklichen Leben nie war und wenn einer einwendet was fuer Untaten der achso gute Mensch May so begangen hat soll er gefaelligst verschwinden.
Ich werfe May seine Straftaten nicht vor,was seine kriminellen Taten angeht so ist er tatsaechlich eine gutes Beispiel fuer Resozialisierung.
Was mich stoert,ist das er zeitlebens ein Hochstapler und Luegner war und immer nur soviel zugab wie er unbedingt musste und das auch nicht frei und offen sondern sich wand wie eine Schlange und die duemmsten Entschuldigungen anfuehrte.
Allein dieses Geschwaetz vom eigentlichen Werk das doch erst aufkam,als die Old Shatterland Legende explodierte und ich habe Stimmen gehoert also war ich unschuldig weil zeitweilig verwirrt als ich meine Strafetaten beginn laesst mir den wahren Charakter Mays in recht zweifelhaften Licht erscheinen,dazu noch der unsaegliche Spiritismus und die Umstaende seiner Scheidung.
Nein als Mensch muss ich mir Herrn May verbieten.
Heisst das aber das ich ihn nicht lesen soll oder mich sein Leben nicht interessiert ?
Als Beispiel sei Edgar Allen Poe genannt,den ich sehr gerne lese, der aber im wirklichen Leben ein Saeufer,Schlaeger und washrscheinlich auch ein Moerder war.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ilmers May-Buch
BeitragVerfasst: 1.9.2010, 3:34 
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rodger hat geschrieben:
markus hat geschrieben:
Ein abgrundtief schlechter Mensch, auf neudeutsch ein A..., schreibt so etwas nicht. Howgh!

Das hat Fehsenfeld, und ganz zu Recht, sinngemäß auch gesagt.


Nonsense,auch schlechte Menschen koennen gute Buecher schreiben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ilmers May-Buch
BeitragVerfasst: 1.9.2010, 8:04 
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Das Ilmer-Zitat (rodger, gestern 23.56 Uhr) ist Klasse!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ilmers May-Buch
BeitragVerfasst: 1.9.2010, 8:24 
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Ein »Schichtarbeiter aus Krefeld« (Th. M.) kann, wie das Beispiel Markus zeigt, einen erfrischend gesunden Menschenverstand haben. Diese Art von Verstand ist in vielen Fällen wichtiger als gute Examensnoten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ilmers May-Buch
BeitragVerfasst: 1.9.2010, 8:52 
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Thomas Math hat geschrieben:

Nonsense,auch schlechte Menschen koennen gute Buecher schreiben.

Das mag sein und hat Fehsenfeld nicht abgestritten.

:D

Fehsenfeld hat, um es mal so auszudrücken, den guten Kern (ist eigentlich auch Quatsch, der Ausdruck, aber ich weiß im Moment nicht wie ich es formulieren soll) herausgespürt (wie auch Bertha von Suttner, die gar vom "lodernden Feuer der Güte" schreibt, was, nebenbei bemerkt, sprachlich als Bild nicht unbedingt überzeugt, loderndes Feuer paßt m.E. besser zu Haß als zu Güte, aber das nur am Rande, außerdem hat sie gar möglicherweise ganz bewußt ein "falsches" Bild gewählt, um auf die besondere Art und Qualität dieser (speziellen, individuellen) Güte hinzuweisen, auch möglich, was weiß ich ...).

Ein Beispiel. In "Durch die Wüste" gibt es eine Stelle (in der Abu-Seif-Episode), wo man Halef Geld weggenommen hat. Der ist traurig. Der Erzähler ist selber arm,

Zitat:
Ich mußte zu sehr sparen, als daß ich meinem Diener das Geraubte aus meiner Tasche hätte ersetzen können
[...]
"Sihdi, du hast recht. Ich werde mir meine Taler doch nicht holen können. Komm, wir wollen gehen!"

und dann

Zitat:
Bei dem Tone, in welchem er diese Worte sprach, bedauerte ich fast, daß er auf Ersatz verzichten mußte. Ein anderer Araber hätte es nicht getan, davon war ich überzeugt, und das brachte mich zu dem Versprechen:
"Halef, du sollst die Theresientaler noch einmal von mir bekommen!"
"Ist es wahr, Sihdi?"
"Ja."

Ohne Feinfühligkeit, Einfühlsamkeit und "Güte" (das Wort klingt mir manchmal ein wenig zu albern oder schwülstig, daher die Anführungszeichen ...) würde einer gar nicht auf die Idee kommen, sich so etwas auszudenken und aufzuschreiben ... und wenn er es selber so erlebt hätte, die Sache mit dem "Tone" wäre ihm gar nicht aufgefallen und über das vermutlich abweichende Verhalten "anderer Araber" hätte er auch nicht nachgedacht ... Und selbst wenn, dann hätte er immer noch so etwas wie "Ja leider leider" vermittelt, nicht so Kara Ben Nemsi ... Und dann sülzt er nicht groß herum, sondern sagt einfach nur "Ja."

8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ilmers May-Buch
BeitragVerfasst: 1.9.2010, 9:08 
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Das soll nun nicht heißen daß er nicht AUCH ein A........ sein konnte. Aber hallo. (Wie heißt es so schön, "Fragen Se nicht nach Sonnenschein" ...)

8)

(Das ist wohl der Knackpunkt, den es zu begreifen gilt, daß jeder beides in sich hat. Und akzeptieren sollte. Dann hätten wir alle einige Probleme weniger ...)

("jeder" ... Das Ausmaß der Temperaturschwankungen ist wohl unterschiedlich. Bei vielen geht die Spannweite eher nur von lauwarm bis bißchen kühl, bei anderen von lodernd feurig heiß bis eisekalt ...)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ilmers May-Buch
BeitragVerfasst: 1.9.2010, 9:14 
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rodger hat geschrieben:
("jeder" ... Das Ausmaß der Temperaturschwankungen ist wohl unterschiedlich. Bei vielen geht die Spannweite eher nur von lauwarm bis bißchen kühl, bei anderen von lodernd feurig heiß bis eisekalt ...)

Letztere sind mir lieber, aber seltener.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ilmers May-Buch
BeitragVerfasst: 1.9.2010, 9:20 
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Thomas Math hat geschrieben:
"Fahr zur Hoelle Markus!"

Wenn ich so einen emotionalen Wutausbruch mal lesen würde könnte ich ja was damit anfangen. Aber hier wird ja meist um den heißen Brei geredet und zwischen den Zeilen beleidigt, oder durch die Blume. Das finde ich noch viel heftiger und grausamer, als wenn man mir direkt ins Gesicht sagt, was ich für ein großes A... wäre. Mit der Direktheit kann ich umgehen.

8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ilmers May-Buch
BeitragVerfasst: 1.9.2010, 9:26 
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Zwockel hat geschrieben:
Karl May ist nun mal eine für mich eher unsympathische Erscheinung...

Man muß halt manchmal erst eine Nacht drüber schlafen, um zu erkennen, daß man sich im ersten Moment zu etwas verleiten ließ, was man auch einfacher hätte schreiben können. Wozu denn den Zwockel so hart angehen? Zu seinem obigen Satz hätte man auch schlicht und einfach schreiben können: "He loved him."

:mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ilmers May-Buch
BeitragVerfasst: 1.9.2010, 9:29 
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@"Fahr zur Hoelle Markus!" usw.

Es ist ja auch übrigens gar nicht klar ob Du der Adressat des Ausdrucks bist ... "Hölle Markus" könnte ja als Begriff gemeint sein, also der Eigenname nicht als Anrede. So etwa wie man sagt "Geh' dahin wo der Pfeffer wächst". (Und ein emotionaler Wutausbruch muß es, so oder so, schon mal gar nicht sein. Eher müde, abwinkende Resignation.)

:D


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 Betreff des Beitrags: Re: Ilmers May-Buch
BeitragVerfasst: 1.9.2010, 9:36 
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markus hat geschrieben:
"He loved him."

Siehstewoll, manchmal quatscht er zwar entsetzlich dummes und unpassendes Zeug, aber die wesentlichen und komplizierten Sachen versteht er dann wieder und merkt sie sich auch noch. Da können sich dann andere 'ne Scheibe abschneiden.

8)

Über den Herrn Zwockel und seine plakativ zur Schau getragene Abneigung gegen Herrn May habe ich gestern auch so meine fünf Cent nachgedacht ... entweder das sind Anteile, die er, ohne sich dessen bewußt zu sein, bei sich selbst nicht mag und daher im Außen miesmacht, oder aber er spielt eine entsprechende Rolle ... ich vermute ja eher Letzteres ...

8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ilmers May-Buch
BeitragVerfasst: 1.9.2010, 9:39 
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Natürlich ist damit nicht die wahre Hölle mit gemeint, denn an die glaubt er ja nicht. Hätt er sich mal verschrieben und "Fahr zur Höhle Markus" geschrieben, dann hätte man wenigstens noch was zum lachen gehabt.

:D


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