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 Betreff des Beitrags: Re: Karl-May-Weisheiten im "Waldröschen"
BeitragVerfasst: 20.9.2010, 11:46 
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rodger hat geschrieben:
markus hat geschrieben:
Ich habe bewußt geschrieben "An die Halbgötter in weiß" (kleine Provokation darf erlaubt sein :wink: ). Noch jemand außer Herr Math ders nicht verstanden hat?

Ich habe verstanden daß Ärzte gemeint sind (war auch nicht gerade schwierig ...), aber was jetzt offenbar zusätzlich noch gemeint ist verstehe ich nicht ...

:roll:

Zusätzlich gar nix :o . Es sind einfach nur die Ärzte gemeint, die neben sich keine anderen Götter dulden, die sich für unfehlbar halten. Das wars. Ganz leicht. Ein Nebeneffekt ist noch, daß Herr Math nicht an Gott glaubt, sich aber selber und seine Zunft dafür hält.

8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl-May-Weisheiten im "Waldröschen"
BeitragVerfasst: 20.9.2010, 14:27 
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rodger hat geschrieben:
Ggf. eine Altersfrage ... :lol:


*überleg* meinst Du des Lesenden oder.... ochh neee, vergiss es :wink:
:lol: :lol: :lol:

_________________
People may hate you for being different and not living by society’s standards, but deep down they wish they had the courage to do the same. (Kevin Hart)


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl-May-Weisheiten im "Waldröschen"
BeitragVerfasst: 20.9.2010, 14:39 
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Ich meinte des Lesenden. Bring uns doch nicht auf uncharmante Gedanken.

:wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl-May-Weisheiten im "Waldröschen"
BeitragVerfasst: 20.9.2010, 15:04 
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Ueber Kunst kann man nicht diskutieren,da ein jeder etwas anderes darunter versteht.Ich stimme gerne zu,dass May ein Kuenstler war.
Mich stoerte da eher der Adel der Kunst.

Die Halbgoetter habe ich gar nicht wahrgenommen,mich stoerte Mays Wissenschaftsfeindlichkeit,die aus den Worten spricht.Aber wie gesagt May hat hier nur die Ignoranz des fruehen 19.Jh vertreten.
Unfehlbarkeit kennt nur der Papst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl-May-Weisheiten im "Waldröschen"
BeitragVerfasst: 20.9.2010, 15:05 
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Ich vertrete die Ignoranz des 21. Jahrhunderts.

:D

("Der Weg zum rechten, wahren Schaun
Steigt nicht empor auf Prismenstrahlen.
Es ist da Andres aufzubaun
Als Logarithmen-Dezimalen"

fiel mir direkt wieder ein. Da ich das entsprechende neunstrophige Gedicht schon 2 x in voller Länge hier im Forum zitiert habe, beschränke ich mich heute auf diese vier Zeilen ..)

:D


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl-May-Weisheiten im "Waldröschen"
BeitragVerfasst: 20.9.2010, 17:18 
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Ich gestehe, daß ich das "Waldröschen" herzlich liebe. Zuerst gelesen habe ich es mit ca. 12 Jahren, damals natürlich in der KMV-Bearbeitung, genauer gesagt in der Ueberreuter-Taschenbuch-Ausgabe. Ein Jahr später war ich zusammen mit meinem Vater dann in Bamberg beim KMV, wir wurden sehr liebenswürdig von Roland Schmid empfangen, und irgendwann äußerte ich meine derzeitige Vorliebe für die "Rodriganda-Serie", wie ich das damals nannte. Vom Titel "Waldröschen" hatte ich noch keine Ahnung. Schmid schmunzelte und meinte zu meinem Vater, daß ich nun wohl so langsam in das Alter käme, wo mir Liebesgeschichten hier und da wohl auch gefallen könnten, von denen es ja auch in der Bearbeitung noch einige gibt.

Im Laufe der Jahre habe ich dann den Roman immer wieder gelesen, erst in der Fischer-Fassung bei Pawlak, dann in der HKA, immer dabei den Edition-Leipzig-Reprint wegen der naiv-komischen Münchmeyer-Illustrationen und auch hier und da zum Textvergleich. Nach wie vor ist es - neben dem "Silbersee" - mein Lieblingsbuch von May.


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl-May-Weisheiten im "Waldröschen"
BeitragVerfasst: 20.9.2010, 17:26 
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Interessant ... mir ist jetzt beim wiederholten Lesen die Wollschläger-Bemerkung wieder eingefallen, die Kolportage habe May „die Hand verdorben“ ... Kann man wohl sagen, finde ich. Wenn man mit Meisterwerken wie „Durch die Wüste“, „Durchs wilde Kurdistan“ oder „Von Bagdad nach Stambul“ vergleicht ... (meinetwegen Trivialliteratur-Meisterwerke, bevor mir jetzt jemand wegen der Formulierung Meisterwerke dumm kommt bzw. sich lustig macht ...) Ich finde die genannten Bücher um Klassen besser, gar kein Vergleich. Das mag u.a. auch an diesem in den genannten Bänden ganz unvergleichlichen Ich-Erzähler-Charme liegen. Und daran, daß May in den genannten Bänden sympathischer herüberkommt. Im „Waldröschen“ läßt er manchmal sozusagen das Schwein raus ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl-May-Weisheiten im "Waldröschen"
BeitragVerfasst: 20.9.2010, 17:41 
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"Das Schwein rauslassen", das war es möglicherweise damals, was mir gefallen hat - wohlgemerkt als Jugendlicher. Die anderen Sachen wie den Orient-Zyklus, "Winnetou", "Surehand" etc. kannte ich bereits alles. Das "Waldröschen", auch noch in der Bearbeitung, war dann etwas anderes. Vielleicht kann man es so erklären: Man hat jahrelang Edelwestern von John Ford etc. gesehen, dann kommen plötzlich Leute wie Sergio Leone und Sergie Corbucci und präsentieren schmutzige, gemeine und böse Western. (Zitat Leone: "Wenn bei John Ford jemand aus dem Fenster schaut, blickt er in die strahlende amerikanische Zukunft. Bei mir wird er erschossen.")


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl-May-Weisheiten im "Waldröschen"
BeitragVerfasst: 20.9.2010, 17:49 
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Die Geschmäcker sind verschieden ...

:D

Wenn ich mit dem dritten Mal durch bin, lese ich sicher lieber wieder zum ca. fünfzehnten Mal "Durch die Wüste" als zum vierten Mal das "Waldröschen" ... (ich glaub', dreimal reicht dann.)

Apropos Geschmäcker, ich habe heute vormittag einen alten "Schimanski" gesehen und bei den Action-Szenen gedacht, was soll der Quatsch, warum zeigen sie es überhaupt, wenn sie es für die Handlung brauchen reicht es wenn sie es erwähnen ... (andere schauen sich Filme gerade wegen solcher Sachen an ...) (ich liebe Schimanski-Filme, aber die Action interessiert mich überhaupt nicht, nicht die Bohne)


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl-May-Weisheiten im "Waldröschen"
BeitragVerfasst: 20.9.2010, 17:53 
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... und bei Karl May finde ich es wesentlich reizvoller wenn er mit Albani Bier und Wurst verzehrt als wenn er im Tal der Stufen herumballern läßt ...

:D


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl-May-Weisheiten im "Waldröschen"
BeitragVerfasst: 20.9.2010, 17:58 
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Ich hab' grad' nochmal nachgeguckt, sie trinken gar kein Bier, sie trinken Cognac. Aber gefühlt ist es Bier. - Das ist diese Mélange, wie es mal jemand genannt hat, man vermischt das was man empfindet, nachvollzieht, mit dem was da steht ...

:D


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl-May-Weisheiten im "Waldröschen"
BeitragVerfasst: 20.9.2010, 18:18 
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Ich kann euch beide verstehen. Bei May wirds nie langweilig, er hat quasi für jeden etwas. Und interessant ist auch, daß er das "Waldröschen" neben dem Orientzyklus schrieb, also nicht daß da Jahre zwischen lagen. Aber die Bearbeitung sollte Rolf nicht mehr (so oft) lesen. Das letzte mal las ich das Waldröschen nämlich als Bearbeitung (Bände 51 bis 55 und Band 77) und habe jetzt das Gefühl, daß ich mit der Ausgabe der HKA einen fast völlig anderen Roman in den Händen halte. Fast möchte ich behaupten, daß die schönsten Stellen, Episoden, für die Bearbeitung gestrichen wurden, u.a. die in Paris mit Gerard Mason, den Eisenbahnunfall bei Bingen und den Begebenheiten mit dem Herzog von Olsunna in Avranches. Dieser ist übrigens wie ich finde auch eine sehr interessante Figur innerhalb des Romans, der für die Bearbeitung ja völlig durchs Raster fiel, außer für den Nachschlagband "Die Kinder des Herzogs". Entwickelt sich von einem Charakter der über Leichen geht im Laufe seines Lebens (wohl auch bedingt durch seine Krankheit) zu einen gottvertrauenden, herzenswarmen Menschen, während die Zigeunerin Zarba fast schon eine umgekehrte Metamorphose durchmacht.


Zuletzt geändert von markus am 20.9.2010, 19:07, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Karl-May-Weisheiten im "Waldröschen"
BeitragVerfasst: 20.9.2010, 18:28 
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(Mir ist das Zitat ja schon irgendwie peinlich genug, und jetzt kommt er auch noch mit Fettdruck ... (oder seh' ich das jetzt erst ?) (Die einen setzen feinempfindensfreie Doppelpunkte und die anderen kommen mit einem mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten und Fettdruck ...)

:D

Markus hat geschrieben:
interessant ist auch, daß er das "Waldröschen" neben dem Orientzyklus schrieb

Eher zwischen [verschiedenen Teilen [des Orientzyklus]] als neben. Neben auch, aber mehr zwischen.

:D

Markus hat geschrieben:
Band 78

77.

8)

Die Kürzung der verheerend langen Angelegenheit hat ja schon irgendwie durchaus was für sich, aber man hätte halt anders kürzen sollen ... (au ja, wir wünschen uns jeder unsere persönliche Bearbeitung ... books on demand special ... :wink: )


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl-May-Weisheiten im "Waldröschen"
BeitragVerfasst: 20.9.2010, 19:13 
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rodger hat geschrieben:
(Mir ist das Zitat ja schon irgendwie peinlich genug, und jetzt kommt er auch noch mit Fettdruck ... (oder seh' ich das jetzt erst ?) (Die einen setzen feinempfindensfreie Doppelpunkte und die anderen kommen mit einem mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten und Fettdruck ...)

:D

Ich bin mir immer noch nicht sicher, um was gehts eigentlich...?

Zitat:
Die Kürzung der verheerend langen Angelegenheit hat ja schon irgendwie durchaus was für sich, aber man hätte halt anders kürzen sollen ... (au ja, wir wünschen uns jeder unsere persönliche Bearbeitung ... books on demand special ... :wink: )

"Et blievt so wie et is!"

Ich hör noch deutlich deine Worte, wenn auch nur ein Komma fehlt oder falsch gesetzt ist, ist es nicht mehr Karl May. Und jetzt das. Kannst dich mal entscheiden?

:mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Karl-May-Weisheiten im "Waldröschen"
BeitragVerfasst: 20.9.2010, 20:10 
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markus hat geschrieben:
Ich hör noch deutlich deine Worte, wenn auch nur ein Komma fehlt oder falsch gesetzt ist, ist es nicht mehr Karl May.

Das habe ich so nie gesagt ... (das ist arg vereinfacht)

8)

Markus hat geschrieben:
Und jetzt das. Kannst dich mal entscheiden?

Alle Dinge können von verschiedenen Seiten betrachtet werden. - Die einen nennen es Indifferenz, die anderen Weisheit ...

8)


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