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 Betreff des Beitrags: Ein Braunschweiger im Wilden Westen
BeitragVerfasst: 20.12.2010, 22:35 
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Fand ich dieser Tage im Netz ("Der hats gut."...würde Rüdiger bestimmt sagen, nachdem er den Artikel gelesen hat. :wink: ).

http://www.prisma.de/thema.2010_50_ein_braunschweiger_im_wilden_westen.html

:)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Braunschweiger im Wilden Westen
BeitragVerfasst: 20.12.2010, 23:03 
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(Für die Allgemeinheit erläuter':) Das "Der hat's gut" bezieht sich vermutlich auf die Vergessenheit Gerstäckers, da ich mal [sinngemäß] geschrieben habe, Leute wie er würden sozusagen in Ruhe gelassen, ohne lästige Vermarktungserscheinungen und Verzerrungen ...

Ja, der hat's gut ...

(Ich beschäftige mich derzeit ein wenig mit Wolfgang Koeppen, las gerade in 'Literaturen' 04 / 06 noch einmal das Interview mit Frau Unseld-Berkéwicz und habe gedacht, mag Koeppen relativ unbekannt und unverstanden sein, mag Frau Unseld-Berkéwicz von einer gewissen Sorte Zeitgenossen unbotmäßigerweise belächelt werden, wo sie Recht haben haben sie Recht, die beiden ... sehr schön, insbesondere der Schluß des Interviews ...)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Braunschweiger im Wilden Westen
BeitragVerfasst: 21.12.2010, 7:49 
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rodger hat geschrieben:
(Für die Allgemeinheit erläuter':) Das "Der hat's gut" bezieht sich vermutlich auf die Vergessenheit Gerstäckers, da ich mal [sinngemäß] geschrieben habe, Leute wie er würden sozusagen in Ruhe gelassen, ohne lästige Vermarktungserscheinungen und Verzerrungen ...

Du hast es erfasst :wink: .

Aber vielleicht ists damit auch schon bald wieder vorbei, denn dieser Artikel macht ja grade Werbung zum vermehrten, oder erneutem, oder überhaupt erstem lesen von Gerstäcker (obwohl dieser eine kurze Artikel den Braten noch nicht fett macht).

Hast du Rüdiger eigentlich schon was von Gerstäcker gelesen? Ich bisher noch nicht. Würde mich schon interessieren wo Karl May bei ihm abgeschrieben haben soll wie im Artikel steht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Braunschweiger im Wilden Westen
BeitragVerfasst: 21.12.2010, 8:04 
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markus hat geschrieben:
Hast du Rüdiger eigentlich schon was von Gerstäcker gelesen?

Ganz früher mal vielleicht; ist nicht in Erinnerung geblieben. Ich habe eine hübsche alte Heftausgabe der "Regulatoren", die ich seit Jahren lesen will, bin aber noch nicht dazu gekommen, zum einen beschäftige ich mich immer soviel mit May, zum anderen entdecke ich im zarten Alter von Mitte Fünfzig ab und zu auch noch andere Autoren, die gelesen sein wollen ...


markus hat geschrieben:
Würde mich schon interessieren wo Karl May bei ihm abgeschrieben haben soll wie im Artikel steht.

Hat er, eindeutig. Prominentestes Beispiel ist die "Ehri"-Geschichte. Darüber hat Jutta Laroche in 'Karl May & Co' geschrieben, es gibt dazu ein Sonderheft der Gerstäcker-Gesellschaft, und auch bei der KMG wurde das schon des öfteren thematisiert. Auch hier im Forum dürftest Du fündig werden. (Hast Du sicher auch schon gelesen, aber Du merkst Dir ja manchmal nichts ... :D )


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Braunschweiger im Wilden Westen
BeitragVerfasst: 21.12.2010, 8:28 
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rodger hat geschrieben:
(Hast Du sicher auch schon gelesen, aber Du merkst Dir ja manchmal nichts ... :D )

Schelm. Außerdem untertreibst du mit dem "manchmal". :P

Wenn hier etwas über andere Autoren steht, les ichs meist nur flüchtig. Es sei denn es interessiert mich (zur Zeit) etwas mehr, wie jetzt beim Gerstäcker.

Daß er abgeschrieben hat ist doch nicht tragisch. Im Gegenteil. Besser gut abgeschrieben, als schlecht ausgedacht.
Oder noch anders. Wie sagte mal ein Musiker der des Plagiats bezichtigt wurde (sinngemäß): "Die Tonleiter hat normal 7 Töne mit 5 Zwischentöne. Daß es da mal zu ähnlichen Melodien kommen kann, ist doch ganz natürlich.". Genauso in der Schriftstellerei. Es gibt nur 26 Buchstaben, aber es wurden Millionen Bücher geschrieben. Und diese ganzen Bücher sollen mit den paar Buchstaben jedes für sich einzigartig sein? (Einzigartig sicherlich, jetzt kommen nämlich die Einwände, aber einzigartig im Sinne von "so gibt es dieses Buch in der Form nur einmal auf der Welt", aber einige Passagen oder wenigstens Sätze kommen sicherlich noch in einem anderen Buch so oder so ähnlich vor. Wie bei uns Menschen halt.)

8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Braunschweiger im Wilden Westen
BeitragVerfasst: 21.12.2010, 8:30 
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Hier weitere Infos

http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg ... 97/331.htm

Auch bei Armand (für "Ein Dichter") hat May sozusagen hemmungslos abgekupfert, worauf mich seinerzeit Thomas Schwettmann hingewiesen hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Braunschweiger im Wilden Westen
BeitragVerfasst: 21.12.2010, 8:34 
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Vielen Dank.

Karl May mußte ja abschreiben wenn er die Schauplätze nie gesehen hat. Das brauchten andere nicht. Dafür war May der schönere Erzähler (auch wenn ich u.a. Gerstäcker noch nie gelesen habe, wage ich das jetzt mal zu behaupten).


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Braunschweiger im Wilden Westen
BeitragVerfasst: 21.12.2010, 9:11 
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Er hat immer etwas ganz Eigenes daraus gemacht, ja. Das ist das eine. Das andere ist, daß er halt wirklich manchmal nahezu wörtlich abgeschrieben hat ... Einige wollen ja immer nur das eine sehen, oder das andere. Ich gucke mir beides an. (vgl. etwa der [müßigen] Frage, ob er nun ein 'guter' oder ein 'schlechter' Mensch war ... er war halt beides ...)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Braunschweiger im Wilden Westen
BeitragVerfasst: 21.12.2010, 9:51 
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Das sind wir doch alle Rüdiger, mehr oder weniger. Aber meistens halten wir uns für was besseres.

Daß May überhaupt abgeschrieben hat, sogar ganze Sätze, werte ich aber jetzt weder als gute, noch als schlechte Eigenschaft (Angewohnheit). Du vermutlich auch nicht. Es ist Fakt, weiter nichts.
Andere (auch in diesem Forum) sehen das natürlich wieder anders ("Er war der geborene Abschreiber" höre ich schon...).


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Braunschweiger im Wilden Westen
BeitragVerfasst: 21.12.2010, 9:55 
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Übrigens, zu gute und schlechte Menschen gibts in meiner Stadt einen Spruch, den ich glaube ich schon einmal vor Jahren hier oder anderswo vom Stapel gelassen habe. Er lautet: "Et jivt jote, et jivt schleite un et jivt Kreewelsche.", was soviel heißen soll, daß es gute und schlechte Menschen gibt und der Krefelder an sich irgendwo dazwischen liegt.

:wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Braunschweiger im Wilden Westen
BeitragVerfasst: 21.12.2010, 10:12 
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markus hat geschrieben:
Das sind wir doch alle Rüdiger, mehr oder weniger.

Sag bloß ...

:mrgreen:

markus hat geschrieben:
Andere (auch in diesem Forum) sehen das natürlich wieder anders ("Er war der geborene Abschreiber" höre ich schon...).

Ja, die Leut' wissen halt immer gern woran sie sind, gut, schlecht, schwarz, weiß, stark, schwach, klug, dumm usw. usf. ... aber das ist halt Quark ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Braunschweiger im Wilden Westen
BeitragVerfasst: 21.12.2010, 10:13 
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markus hat geschrieben:
"Et jivt jote, et jivt schleite un et jivt Kreewelsche.", was soviel heißen soll, daß es gute und schlechte Menschen gibt und der Krefelder an sich irgendwo dazwischen liegt.


Krähenfeld ist überall ...

:D


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Braunschweiger im Wilden Westen
BeitragVerfasst: 21.12.2010, 10:27 
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rodger hat geschrieben:
markus hat geschrieben:
Das sind wir doch alle Rüdiger, mehr oder weniger.

Sag bloß ...

:mrgreen:

Lach nich. Das ist eben nicht jedem klar.

rodger hat geschrieben:
Krähenfeld ist überall ...

Das Krähenfeldproblem ist das Menschheitsproblem, Krähenfeld ist rund, vor Krefeld ist nach Krefeld, ein Krefeld hat 90 Minuten (ne, quatsch... :mrgreen: ).

Übrigens, eben im TV noch ein starken Spruch gehört, der hier natürlich nicht hingehört (aber ist ja mein Thread :P :D ): Das Leben ist wie eine Ketchupflasche. Erst kommt lange nix, dann alles auf einmal.

:)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Braunschweiger im Wilden Westen
BeitragVerfasst: 21.12.2010, 10:35 
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markus hat geschrieben:
rodger hat geschrieben:
markus hat geschrieben:
Das sind wir doch alle Rüdiger, mehr oder weniger.

Sag bloß ...

:mrgreen:

Lach nich. Das ist eben nicht jedem klar.

Sag bloß ...

:mrgreen:


Markus hat geschrieben:
Das Krähenfeldproblem ist das Menschheitsproblem, Krähenfeld ist rund, vor Krefeld ist nach Krefeld, ein Krefeld hat 90 Minuten

Ein Krefelder hat 90 Umdrehungen. (Dieser Satz enthält Anspielungen auf Wilhelm Raabe, Markus H., den Niederrhein, die Stadt Krefeld, Sepp Herberger, Fußball, sowie eine Biersorte bzw. einen speziellen Bier-Mix. Das Thema Alkoholismus will ich nicht mitzählen. Gez. König, Gast-Erläuterer)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Braunschweiger im Wilden Westen
BeitragVerfasst: 21.12.2010, 10:48 
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Apropos "Krähenfeld ist überall", "Überall ist Niederrhein", hier nochmal (ich glaub du Rüdiger hast das mal eingestellt) Hanns Dieter mit seinen Placebos und kleinen Tütchen. Viel Vergnügen.

http://www.youtube.com/watch?v=whZqOim4j3Q

:mrgreen:

Übrigens hat er gar nicht einmal unrecht. Dazu kommt noch die Verwechselbarkeit dieser kleinen Zuckertütchen bei Kamps mit Tütchen mit Pfeffer drin (wahrscheinlich für Mettbrötchen oder sowas). Alles schon erlebt. Das kommt halt von dieser blöden Selbstbedienung, wo der Kunde seine eigene Bedienung spielen muß.

(Einige werden jetzt den Kopf schütteln, aber ich bin mit Hüsch als Niederrheiner in bester Gesellschaft, denn die (die Niederrheiner) kommen auch immer von "Höcksken auf Stöcksken" http://www.cosmiq.de/qa/show/1539552/woher-kommt-der-Ausdruck-von-Hoecksken-auf-Stoecksken/, das ist unsere Natur, dafür können wir nichts. Also bitte um Nachsicht :D .)

:wink:


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