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 Betreff des Beitrags: Re: Winnetou hat es wirklich gegeben
BeitragVerfasst: 18.1.2011, 22:59 
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Eigentlich wollte ich zu Herrn S. nichts sagen. Aber ich konnts halt nicht lassen. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Winnetou hat es wirklich gegeben
BeitragVerfasst: 18.1.2011, 23:03 
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Und ich schließe mich den Rüdiger und den Hermann natürlich an. Es ist mir völlig gleichgültig woher der Name "Winnetou" stammt, auch Karl May war es bestimmt immer zuwider den Leuten dieses und jenes zu erklären, woher der Name Winnetou kommt, wann er gestorben ist usw.
Eine Sensation wäre, wenn unser Klima gerettet würde, wenn es keine Kriege mehr gäbe, keinen Hunger und kein Elend mehr, aber nicht daß es einen Indianer mit Namen "Winnetou" wirklich gab.

8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Winnetou hat es wirklich gegeben
BeitragVerfasst: 18.1.2011, 23:20 
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Als ich im Jahrbuch der KMG 2010 auf S. 92 Schweikerts May herabsetzen sollende Fußnote "In Sachen weltanschaulicher Schwadronage mag es mit Selbstdurchdachtem anders aussehen. Was freilich auch nichts mit Wissen zu tun hat" las, dachte ich a.) es klingt, als stampfe er gleich mit dem Fuß auf ... b.) an Schopenhauers "Die Gelehrten sind die, welche in den Büchern gelesen haben. Die Denker, die Genies, die Welterleuchter und Förderer des Menschengeschlechtes sind aber die, welche unmittelbar in dem Buch der Welt gelesen haben." Oder in anderen Worten Joachim Fernau über Albertus Magnus: "Was dieser kleine schmächtige Mensch hier in seinem Schädel umschmilzt, ist das ganze Weltbild und Wissen des Mittelalters. Das Bild. Das Auge ist sein Werkzeug. Er sieht." Das ist May. Das gefällt den Schulmeistern natürlich nicht, die einen pauken fünfzig Bücher durch und kapieren immer noch nichts, die anderen gucken hin und sehen ... wo kommen wir denn da hin ... sagt übrigens auch Michael Kramer bei Gerhart Hauptmann über seinen Sohn ("fällt dem das alles bloß so in den Schoß"), fällt mir gerade ein, aber der sagt's anerkennend ... die einen können die Regeln, und die anderen können singen (oder malen oder was auch immer) ...

(Das mit der "Schwadronage" wird einem aus dieser Runde [erst stand hier der Name, aber ich mach's mal etwas dezenter :mrgreen: ] natürlich gefallen, ist klar. Macht nichts. Das ist einer von den Ignoranten die ich [wenn ich jetzt 'halbwegs' schreibe klingt mir das zu sehr nach Einschränkung. Ich schreib's nicht. Aber ich denk's.] mag. :mrgreen: Es gibt sympathische Ignoranten, und es gibt auch andere ... :lol: )

Bloch bringt es mit seinem vielzitierten Spruch auf den Punkt. Daran ist ganz und gar nichts auszusetzen. Er sagt einfach, wie's ist, ohne zu werten, kommt ganz ohne kleinkariert-schnöselige und eben ganz unangemessene Arroganz aus ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Winnetou hat es wirklich gegeben
BeitragVerfasst: 18.1.2011, 23:27 
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markus hat geschrieben:
Wat regse dich denn immer so auf Rüdiger, lasse redn. Denk an dein Blutdruck. Bist ja fast wie ich der sich über Gott und die Welt aufregt. Das muß doch nicht sein.

:wink: :mrgreen:

Es ist zwar richtig und angemessen, sich selber in anderen zu erkennen, es geht mir täglich nicht anders, aber in dem Fall irrst Du ... 8) Ich hatte doch gerade lang und breit erklärt, daß das halt so ist, bleibt usw. ... schon vor hundert Jahren schrieb Marie Silling dumm Tüch, sie tut es noch heute, beiderlei Geschlechts [sozusagen], und wird es in weiteren hundert Jahren auch noch tun. Wie Kundry, so Marie Silling ... ("Marie Silling warst Du" ...) :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Winnetou hat es wirklich gegeben
BeitragVerfasst: 18.1.2011, 23:28 
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Hermann Wohlgschaft hat geschrieben:
Eigentlich wollte ich zu Herrn S. nichts sagen. Aber ich konnts halt nicht lassen. :wink:

Es ging mir ganz ähnlich ... volle drei Tage hatte ich durchgehalten ... ("... trägt's nicht länger mehr" ... :mrgreen: )


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 Betreff des Beitrags: Re: Winnetou hat es wirklich gegeben
BeitragVerfasst: 18.1.2011, 23:38 
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Also, ich sags mal plakativ: Ob es einen Indianer namens Winnetou gegeben hat, ist mir völlig wurscht (s. Markus). Was mich bewegt, das sind die großen Menschheitsfragen (Woher kommen wir, wer sind wir, wohin gehen wir?), und Karl May interessiert mich vor allem INSOFERN als er zu denen gehört, die diesen Fragen nicht ausgewichen sind.

Dass Herr S. solche Themen (bzw. die Stellungnahme zu solchen Themen) als »Schwadronage« abtut, habe ich - mit vielleicht ähnlichen Empfindungen wie Rüdiger - im Jb-KMG 2010 zur Kenntnis genommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Winnetou hat es wirklich gegeben
BeitragVerfasst: 18.1.2011, 23:41 
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Aber nochmal in Sachen Winnetou-Aufsatz, da will ihm ja keiner was ... die 'kritischen Äußerungen' in diesem Thread bezogen sich eher auf andere opera (das ist der Plural von opus, habe ich gerade ergoogelt ...) desselben ... die Sache mit Winnetou ist schon ok, warum nicht, wenn einer Spaß daran hat ... es wird halt nur bissel viel Wind darum gemacht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Winnetou hat es wirklich gegeben
BeitragVerfasst: 18.1.2011, 23:50 
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Jenau. Es macht manchmal Spaß sich mit solch unwichtigen Dingen zu beschäftigen (wie z.B. u.a. der Stuhlgang von OS in der Savanne (die es genau wissen wollen, sollten sich jetzt täglich das Dschungelcamp bei RTL reinziehen :mrgreen: )), aber am Ende sollte man es nicht zu Ernst nehmen. Da gibt es schönere und interessantere Dinge bei May (wie Hermann Wohlgschaft schrieb).


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 Betreff des Beitrags: Re: Winnetou hat es wirklich gegeben
BeitragVerfasst: 19.1.2011, 7:42 
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Dem schließe ich mich an. Wenn ich oben meinte, die Sache mit Winnetou sei mir »völlig wurscht«, so war das natürlich überspitzt. Schließlich habe ich ja selbst zu diesem Thema (in der Biographie, 2005) ein paar Seiten geschrieben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Winnetou hat es wirklich gegeben
BeitragVerfasst: 19.1.2011, 11:22 
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Man kann ja nicht nur in die Tiefe gehen, man muß zwischendurch auch mal an die Oberfläche um tief Luft zu holen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Winnetou hat es wirklich gegeben
BeitragVerfasst: 19.1.2011, 14:30 
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markus hat geschrieben:
Man kann ja nicht nur in die Tiefe gehen, man muß zwischendurch auch mal an die Oberfläche um tief Luft zu holen.


Und immer schön darauf achten, keine Gicht zu bekommen. :mrgreen: (Sorry, insiderjoke, dürfte aber von dem bzw. denen, die's angeht, verstanden werden.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Winnetou hat es wirklich gegeben
BeitragVerfasst: 19.1.2011, 17:29 
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Also, ich für meinen Teil (und nur ganz für mich allein), ich halte es durchaus für wesentlich und wichtig (für das was ich von Mays Texten verstehen will), auch zu erfahren, wie seine (Mays) Arbeits- und Schreibweise so ablief, und da gehören die Quellen (und sein Umgang damit) und auch solche Dinge, wie er sich Namen so ausgedacht hat (oder wo er sie sonst her hatte), unabdingbar dazu. Dazu gibt es kaum bessere Aufsätze als die von Schweikert (wobei es mir auch möglich ist, die eine oder andere "Spitze" in seinen Aufsätzen (wie auch die in Aufsätzen anderer) zu "übersehen" bzw. zu ignorieren) .
Ich will mich halt nicht darauf beschränken, mir darüber Gedanken, was er (May) bei seinen Texten so "fühlte" (könnte ich polemischerweise schreiben), vor allen Dingen auch deshalb, weil mir dazu größtenteils der "Zugang" fehlt, aus diesem und auch jenem Grunde.

Helmut


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 Betreff des Beitrags: Re: Winnetou hat es wirklich gegeben
BeitragVerfasst: 19.1.2011, 17:59 
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Den Schwadronage-Ton [unseresgleichen] triffst Du aber schon ganz gut ... :mrgreen:

Und, gib's zu, Du sprichst jetzt auch ein wenig als advocatus toleranti (für die Germanistinnen & Germanisten und andere Korrektheitsbeauftragte gilt wieder die entsprechende Anmerkung von gestern), daß Dir der Zugang fehlt, glaub' ich nicht ...

In Sachen Schweikert gehen die Ansichten halt auseinander, das ist ja in Ordnung ... das Sonderheft über Damaskus, Mekka usw. hat mir seinerzeit fast den Urlaub verdorben ... noch einmal: die Sache mit Christus über den Dächern von Damaskus ist ein großartiges Bild, das hat mir schon in früher Jugend gefallen, schön daß es so oft vorkommt bei May, und wo das nun genau herkommt ist relativ schnurz, May benutzt halt irgendwelche Quellen (mich persönlich interessiert nicht, welche) und geht spielerisch, kreativ mit ihnen um, nimmt hier, mischt dort, verändert hier, ergänzt da, und selbst wenn es überhaupt keine entsprechende Quelle gäbe und er sich das selber ausgedacht hätte, wär's immer noch genauso schön ... ihm da einen Strick draus drehen zu wollen, und das auch noch in Oberlehrer- oder Philistermanier von oben herab, ist m.E. ein ganz unangemessener Ansatz ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Winnetou hat es wirklich gegeben
BeitragVerfasst: 19.1.2011, 18:29 
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Mittlerweile habe ich die Mitteilungen auch bekommen und der Aufsatz von Schweikert ist doch ganz nett da steht nichts drin dass ein fleissiger Googler wie rodger nicht selbst herausfinden koennte.
Wobei ich als experimenteller Wissenschaftler schon zusammenzucke wenn ich so Dinge lese,dass Vokale ja austauschbar seien und aehnliches.Im Grunde hat auch Schweikert keinerlei Beweise und spekuliert nur.
Eine Sensation ist das nun wirklich nicht.


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