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 Betreff des Beitrags: Frederick Marryat
BeitragVerfasst: 19.5.2011, 19:18 
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Beiträge: 248
Seine Abenteuerromane sind vielfach im Zusammenhange mit Segelschiffen zu sehen. Freilich waren die Midshipmen damals Maenner (oder Knaben).
Die fielen auch mal vom Mast oder gar ueber Bord. Matrosen konnten damals oft nicht schwimmen. Alkoholrationen gehoerten untrennbar zum Beruf.
Herr Zwockel hat sicher einige davon gelesen. Ich auch.
Arthur Gordon Pym faehrt auch auf so einem Schiff. Das war halt damals so.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frederick Marryat
BeitragVerfasst: 20.5.2011, 19:58 
Ja, Herr Prodinger, Marryat wußte von was er schrieb.

Geboren am 10. Juli 1792 in Westminster, London
gestorben 9. August 1848 in Langham, östlich von Leicester

Marryat tritt 1806 in die Royal Navy ein, dient unter Lord Cochrane und nimmt 1809 an den Kämpfen bei der Insel Olerón teil. Er ist im selben Jahr an der Expedition gegen die Insel Walcheren an der Scheldemündung beteiligt und wird 1815 Fregattenkapitän. Bis zum Tod Napoleons 1821 kommandiert er das Wachschiff, die Sloop "Beaver" vor der Insel St. Helena. Er geht dann in den Indischen Ozean und nimmt an den Kämpfen in Burma teil.

Marryat wird im Jahr 1830 Schiffskapitän, scheidet dann aber aus der Marine aus, um sich ganz dem Schreiben von Novellen aus dem Seemannsleben zu widmen. Von seinen Honoraren kauft er sich 1843 ein Landgut in Norfolk und beschäftigt sich zum Ausgleich für seine Schreibarbeit mit der Landwirtschaft.

Während seiner Dienstzeit erhält Marryat die Medaille für zahlreiche Lebensrettungen für Schiffsbrüchige. Seine größte Bedeutung für die Seefahrt liegt aber in der Verbesserung des Signalcodes. Er überarbeitet 1817 den alten Code von Home Popham und dieser wird nach einigen weiteren Änderungen als internationales Nachrichtenmittel 1856 vor allem für die Handelsmarinen gegenüber konkurrierenden Systemen weitgehend anerkannt. Erst der drahtlose Funk mit Morsecode bringt zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wieder eine weitere, bedeutende Verbesserung.

Von seinen literarischen Arbeiten Marryats ist im deutschen Sprachraum vor allem der Roman "Sigismund Rüstig" bekannt geworden. Er hat mehrere Dutzend Romane, Novellen und auch Kinderbücher veröffentlicht.


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