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 Betreff des Beitrags: JBdKMG 2011
BeitragVerfasst: 22.9.2011, 10:56 
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Schöner Aufsatz von Martin Walser über seine erneute Karl-May-Erfahrung nach 70 Jahren.


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 Betreff des Beitrags: Re: JBdKMG 2011
BeitragVerfasst: 22.9.2011, 10:58 
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Siehe auch

viewtopic.php?f=14&t=1467&p=21268&hilit=Walser#p21268

Ist das der gleiche Artikel, ein ähnlicher oder ein anderer ?


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 Betreff des Beitrags: Re: JBdKMG 2011
BeitragVerfasst: 22.9.2011, 11:03 
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Ähnlich. Walser hatte wohl kein Bock auf kopieren und wollte es nochmal neu erzählen. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: JBdKMG 2011
BeitragVerfasst: 22.9.2011, 11:04 
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Und Hatatitla kommt auch wieder drin vor.


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 Betreff des Beitrags: Re: JBdKMG 2011
BeitragVerfasst: 22.9.2011, 11:14 
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Hat's jemand gemerkt und erwähnt ? (Ich hab' das Buch noch nicht vorliegen)

(Oder, falls gemerkt, nicht erwähnt, da man es heutzutage [ganz bewußt ...] nicht mehr so genau nimmt ?)

:D


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 Betreff des Beitrags: Re: JBdKMG 2011
BeitragVerfasst: 22.9.2011, 11:58 
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Was soll denn diese Bemerkung? Natürlich haben alle, die mit der Jahrbuch-Herausgabe befasst sind, gesehen, dass Walser - leider - nach einer bearbeiteten Ausgabe zitiert hat. Das haben wir in der Anmerkung der Redaktion auch deutlich gemacht. Der Text selbst durfte selbstverständlich nur unverändert (d. h. wie in der Süddeutschen Zeitung) nachgedruckt werde.


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 Betreff des Beitrags: Re: JBdKMG 2011
BeitragVerfasst: 22.9.2011, 12:12 
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Ulrike Müller-Haarmann hat geschrieben:
Was soll denn diese Bemerkung?

Ja was weiß denn ich ... Bemerkungen pflegen gelegentlich auch abgesondert zu werden, ohne einen Zweck zu verfolgen ...

:D

Zitat:
Natürlich haben alle, die mit der Jahrbuch-Herausgabe befasst sind, gesehen, dass

Das ist so natürlich nicht. Und nicht einmal erforderlich, daß die Beteiligten die Texte SO genau kennen ... (manchmal wäre man froh wenn einige Leute die Texte wenigstens einigermaßen kennen würden ...)

8)

Zitat:
Das haben wir in der Anmerkung der Redaktion auch deutlich gemacht.

Fein. Danach hatte ich gefragt. Ich schrieb ja, daß ich das Buch noch nicht vorliegen habe.

Zitat:
Der Text selbst durfte selbstverständlich nur unverändert (d. h. wie in der Süddeutschen Zeitung) nachgedruckt werde.

Niemand hat etwas anderes behauptet oder verlangt ... (Es ist HAARSTRÄUBEND, wie oberflächlich gelesen und entsprechend mißverstanden wird. Immer wieder.)


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 Betreff des Beitrags: Re: JBdKMG 2011
BeitragVerfasst: 22.9.2011, 12:20 
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Warum leider? Und warum "nicht alles genau nehmen"? Es geht doch nicht darum daß Walser Karl May bearbeitet gelesen hat. Es geht darum daß Walser nach Jahrzehnten Karl May gelesen hat und immer noch Freude dran hat und neues entdeckt. So manch einer versteht May in einer bearbeiteten Fassung besser, als irgendein Gelehrter mit Originaltext.
Das ist die eigentliche Botschaft des Textes. Aber nein, es wird gleich wieder Korinten gekackt. Gute Verdauung.
8)


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 Betreff des Beitrags: Re: JBdKMG 2011
BeitragVerfasst: 22.9.2011, 12:24 
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markus hat geschrieben:
Es geht doch nicht darum daß Walser Karl May bearbeitet gelesen hat. Es geht darum daß Walser nach Jahrzehnten Karl May gelesen hat und immer noch Freude dran hat und neues entdeckt. So manch einer versteht May in einer bearbeiteten Fassung besser, als irgendein Gelehrter mit Originaltext.
Das ist die eigentliche Botschaft des Textes.

Richtig. Walsers Text ist sehr erfreulich. Auch das schrieb ich sinngemäß bereits (im anderen Thread). Die Sache mit der bearbeiteten Fassung ist eine Bemerkung am Rande, weiter nichts. Aber die Dinge einigermaßen präzise auseinanderzuhalten scheint einige Mitmenschen zu überfordern.


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 Betreff des Beitrags: Re: JBdKMG 2011
BeitragVerfasst: 22.9.2011, 12:32 
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Walser hat in seiner Kindheit eine unbearbeitete Radebeuler Ausgabe gelesen. Das ist aber nicht das Buch, mit dem er May "wiederentdeckt" hat, sondern dabei handelt es sich, wie aus den Zitaten zu ersehen, um eine frühe Bamberger Ausgabe. Bei dem "leider" bleibe ich. M. E. ist es unglaublich schade, dass ausgerechnet ein Schriftsteller die furchtbare sprachliche Verhunzung für echten May hält. Mittlerweile kennt Walser aber auch die Originalstellen.

Die Bemerkung, die ich ansprach, habe ich als eine der üblichen "Seitenhiebe" von Rodger aufgefasst, die KMG lege keinen besonderen Wert mehr auf den korrekten Umgang mit Mays Werk - wobei ich noch nie einen konkreten Beleg dafür gelesen habe.


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 Betreff des Beitrags: Re: JBdKMG 2011
BeitragVerfasst: 22.9.2011, 12:40 
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Ulrike Müller-Haarmann hat geschrieben:
Die Bemerkung, die ich ansprach, habe ich als eine der üblichen "Seitenhiebe" von Rodger aufgefasst, die KMG lege keinen besonderen Wert mehr auf den korrekten Umgang mit Mays Werk

Sie haben die Tendenz der Bemerkung schon richtig erfaßt

:D

wobei ich dann zwischen "lege" und "keinen" denn doch noch ein relativierendes "teilweise" für erforderlich halte ...

:D

Zitat:
- wobei ich noch nie einen konkreten Beleg dafür gelesen habe.

Sie haben bestimmt schon konkrete Belege dafür gelesen, diese aber offenbar nicht als solche wahrgenommen ...

:D

Zitat:
M. E. ist es unglaublich schade, dass ausgerechnet ein Schriftsteller die furchtbare sprachliche Verhunzung für echten May hält.

Deutliche Worte ... das wird aber einigen sehr mißfallen ... auch in KMG-Kreisen ...

:D

:wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: JBdKMG 2011
BeitragVerfasst: 22.9.2011, 12:43 
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Man muß da innerhalb der Bamberger Ausgabe differenzieren. Es gibt in der tat sprachlich verhunzte Bücher. Aber im konkreten Fall mit "Winnetou II." hält es sich mit geringfügigen Änderungen (bis auf die Begegnung zwischen OS und OF, aber die kommt ähnlich auch in "Der Scout" vor, also nicht immer alles an den Haaren herbeigezogen vom KMV) in Grenzen.


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 Betreff des Beitrags: Re: JBdKMG 2011
BeitragVerfasst: 22.9.2011, 12:53 
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In Sachen Sozialverhalten und Gesundheitsvorsorge gibt sich die Bamberger Fassung an einer Stelle deutlich "fortschrittlicher" als beim ollen May,

Als er unsere Pferde Sah, welche von den Vaqueros herbeigebracht wurden, meinte er kopfschüttelnd zu Old Death:
»Das sind keine Pferde für Euch, Sennor. Ihr wißt, welchen Wert ein gutes Pferd besitzt. Dieser Sennor Lange und sein Sohn gehen mich nichts an, ebensowenig der Neger. Ihr aber seid ein alter Freund von mir, und da Ihr diesen jungen Herrn so in Euer Herz geschlossen habt, so habe ich ihm auch das meinige geöffnet. Ihr beide sollt bessere Pferde haben.«
Wir nahmen das Anerbieten das Hacienderos dankend an. Auf seinen Befehl fingen die Vaqueros zwei halbwilde Pferde ein, welche wir an der Stelle der unserigen nehmen mußten. Dann verabschiedeten wir uns von ihm und seinen Damen und brachen mit den Comanchen auf.

(Karl May)

Als er unsere Pferde bemerkte, die von den Vaqueros herbeigebracht wurden, meinte er kopfschüttelnd zu Old Death:
"Das sind keine Pferde für Euch, Senor. Ihr wisst, welchen Wert ein gutes Pferd besitzt. Ihr seid ein alter Freund von mir und so sollt Ihr und Eure Gefährten bessere Pferde haben, denn der Ritt, den Ihr vor Euch habt, ist lang und beschwerlich."
Wir nahmen das Anerbieten Don Atanasios dankend an. Auf seinen Befehl fingen die Vaqueros fünf halbwilde Tiere für uns ein. Dann verabschiedeten wir uns von ihm und seinen Damen und brachen mit den Komantschen auf. Ind-nischo, den wir als schwer verwundeten, kranken Mann zurücklassen mussten, ist, wie ich später hörte, von nachfolgenden Apatschen abgeholt worden und hat die Zeltdörfer seiner Heimat wohlbehalten erreicht.

(Bamberger Fassung, © 2001, S. 234)

:D


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