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 Betreff des Beitrags: Re: Das klingt interessant
BeitragVerfasst: 21.4.2012, 8:24 
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rodger hat geschrieben:

Im Orient geht's noch einigermaßen (ob aber solche Feinheiten wie Osmanisches Reich oder nicht das bleibt sich gleich ...), aber in [Mays] Amerika kann ich das alles nicht auseinanderhalten, Arizona, Kalifornien, New Mexiko, was weiß ich, das ist für mich alles das gleiche ... (ich weiß jeweils nicht bzw. ausgesprochen selten, ob sie gerade mehr im Norden, Süden, Osten oder Westen der USA unterwegs sind ...)

:D


Das war bei mir stets anders, was möglicherweise mit dem ersten May-Leseerlebnis zusammenhängt. Die Landkarten in den Grünen aus Bamberg gab es zu Beginn der 60er Jahre noch nicht, ich hatte aber sowieso zuerst die Taschenbücher von Übrerreuther, und da waren hinten drauf sehr einfach gehaltene Landkarten mit dem jeweiligen Reiseweg drauf. War für mich eine schöne Zusatzinformation, und der Schulatlas lieferte dann weitere Details. Nebeneffekt: gute Noten in Erdkunde.

Generell kann man sagen - um noch mal auf die Grenzziehungen zurückzukommen -, daß ich durch die May-Lektüre recht früh erfahren habe, daß viele Dinge nicht immer so waren, wie sie heute sind, was dann möglicherweise auch zum - wie üblich bei mir - nicht beendeten Geschichtsstudium geführt hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das klingt interessant
BeitragVerfasst: 23.4.2012, 2:27 
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Vielleicht haettest Du besser Geografie studiert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das klingt interessant
BeitragVerfasst: 23.4.2012, 7:09 
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Thomas Math hat geschrieben:
Vielleicht haettest Du besser Geografie studiert.


Wenn Du wüßtest, in welche Fächer ich überall reingeschnuppert habe. Nee, irgendwann stellte ich fest, daß ich nicht so der typ fürs theoretische Lernen bin. Learning by doing, das war es dann letztlich für mich, womit man in Deutschland natürlich ganz blöd angeguckt wird, wenn man nicht alle möglichen tollen Abschlüsse vorweisen kann. Aber dann erhielt ich die Aussicht auf eine Redaktionsstelle, erstmal für wenig Geld, das änderte sich, als man merkte, daß ich sowas konnte. Naja, kommt einem May-Freund irgendwie bekannt vor. Allerdings habe ich den Knast vorher ausgespart sondern bin tatsächlich ein bißchen gereist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das klingt interessant
BeitragVerfasst: 23.4.2012, 12:03 
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Rolf Dernen hat geschrieben:
erstmal für wenig Geld, das änderte sich, als man merkte, daß ich sowas konnte. Naja, kommt einem May-Freund irgendwie bekannt vor. Allerdings habe ich den Knast vorher ausgespart sondern bin tatsächlich ein bißchen gereist.


(Geht's noch ?)

Bekommst Du aufgrund Deines Erfolgs und Deines Reichtums auch entsprechend wie May immer wieder zahlreiche Bittbriefe ?

8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Das klingt interessant
BeitragVerfasst: 23.4.2012, 17:07 
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rodger hat geschrieben:
Rolf Dernen hat geschrieben:
erstmal für wenig Geld, das änderte sich, als man merkte, daß ich sowas konnte. Naja, kommt einem May-Freund irgendwie bekannt vor. Allerdings habe ich den Knast vorher ausgespart sondern bin tatsächlich ein bißchen gereist.


(Geht's noch ?)

Bekommst Du aufgrund Deines Erfolgs und Deines Reichtums auch entsprechend wie May immer wieder zahlreiche Bittbriefe ?

8)


Wie ist das "Geht's noch?" gemeint? Und die Bittbriefe halten sich in Grenzen, danke der Nachfrage.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das klingt interessant
BeitragVerfasst: 23.4.2012, 17:37 
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Rolf Dernen hat geschrieben:
Wie ist das "Geht's noch?" gemeint?


Genau so wie's da steht ...

8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Das klingt interessant
BeitragVerfasst: 23.4.2012, 18:13 
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Erfolg mein lieber Ruediger ist keine Schande(man darf sich dessen durchaus ruehmen),Neid dagegen schon.

Jetzt verstehe ich auch Rolfs Abneigung gegen seinen Kollegen Wagner,der schreibt ja wirklich nur duemmliches Zeug (zumindest was man so ergooglen kann).


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 Betreff des Beitrags: Re: Das klingt interessant
BeitragVerfasst: 23.4.2012, 18:25 
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Es keinen Anlaß, neidisch zu sein, allenfalls auf Herrn Wagner, der im Gegensatz zu uns Hobbyschreibern einen Haufen Geld verdient ... auf den könnt' man neidisch sein, wenn man denn zu so etwas neigen würde ...


Zuletzt geändert von rodger am 23.4.2012, 19:15, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das klingt interessant
BeitragVerfasst: 23.4.2012, 18:34 
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Herr Wagner bekommt ein Haufen Geld, er verdient es nicht :lol: .

Im übrigen ist die "Bild" das letzte Reservat das ihn aufnahm. Passt ja :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Das klingt interessant
BeitragVerfasst: 23.4.2012, 19:15 
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rodger hat geschrieben:
Es ist [von den Beteiligten der letzten Beiträge] keiner sonderlich erfolgreich und auch keiner neidisch, kein Anlaß, Du kannst ganz beruhigt sein ...

:D

Woher Du das jetzt weisst ist mir unklar.

Wenn der Herr Wagner wirklich soviel Geld (wobei zu definieren waere,was viel ist)verdient mit seinem Geschreibsel,dann Hut ab,er muss ein wahres Genie des Selbstmarketing sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das klingt interessant
BeitragVerfasst: 23.4.2012, 20:08 
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Wagner ist sicher nicht dumm, der war Chefredakteur der BZ, das wird man nicht wenn man dumm ist ... Er tut [vermutlich] des öfteren so ... das muß man in so einer Position ... das schreiben was eine breite Mehrheit lesen will, dazu muß man a.) das wissen (was sie lesen will) und b.) es können (das so schreiben) ...

:D


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 Betreff des Beitrags: Re: Das klingt interessant
BeitragVerfasst: 29.4.2012, 15:57 
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Ich habe jetzt das Büchlein, das eher eine Broschüre ist mit etwa 30 Seiten, durchgelesen.

Ein großes Manko hat dieser Aufsatz, May wird da ständig nach der Bamberger (ein paar mal auch Heidelberger (was immer das auch ist)) Fassung zitiert. Und das geht natürlich - meiner Meinung nach - mit diesem Thema und dem Anspruch - überhaupt nicht. Nachdem ich einmal vergeblich nach einem "angeblichen May-Zitat" in der Fehsenfeld-Ausgabe gesucht habe, habe ich es dann aufgegeben, heraus zu finden, ob die Aussagen zur christlichen und islamischen Religion wirklich von May oder z.B. von E.A.Schmid oder etwa sogar von Franz Kandolff stammen.
Außerdem hat er alle Zitate gleich gewertet, ganz egal ob sie z.B. aus einer Reiserzählung oder etwa einer "Marienkalendergeschichte" stammen; dabei hat May - meiner Meinung nach - sehr wohl zu unterscheiden gewußt, für welches Publikum er schreibt.

Helmut


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 Betreff des Beitrags: Re: Das klingt interessant
BeitragVerfasst: 30.4.2012, 15:34 
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Helmut hat geschrieben:
da ständig nach der Bamberger [...] Fassung zitiert. Und das geht natürlich - meiner Meinung nach - mit diesem Thema und dem Anspruch - überhaupt nicht.

Nein, das geht wirklich nicht ... (Diese Unsitte, im vorliegenden Fall möglicherweise durch Unwissenheit geschehen, wird aber generell noch zunehmen. Verwischi, verwaschi.)

Zitat:
(ein paar mal auch Heidelberger (was immer das auch ist))

Eine Nachkriegsausgabe, textidentisch mit der Bamberger [Fassung seinerzeit].

Zitat:
oder z.B. von E.A.Schmid oder etwa sogar von Franz Kandolff stammen.

Diese Formulierung hat der arme Franz Kandolf [der einfige [resp. ein - f - ige] übrigens] so nicht verdient ... :D (Er verfügte immerhin noch [manchmal] über ein gewisses Feingefühl ...)

Zitat:
Außerdem hat er alle Zitate gleich gewertet, ganz egal ob sie z.B. aus einer Reiserzählung oder etwa einer "Marienkalendergeschichte" stammen; dabei hat May - meiner Meinung nach - sehr wohl zu unterscheiden gewußt, für welches Publikum er schreibt.

Das hat er. Insofern wäre ein wie auch immer gearteter dezenter Hinweis [wenn man aus Reiseerzählungen & Marienkalendergeschichten zitiert] nicht unpassend. Andererseits wäre auch falsch, die Kalendergeschichten generell abzutun, sie enthalten zwar in der Tat manchmal Fatales, aber zwischendrin wieder auch Schönes.

Ich werde mir die 7 € wohl sparen. Solltest Du aber Lust verspüren, mir dafür Dein Exemplar leihweise zur Vergügung zu stellen, helfe ich gern die Textstellen herauszusuchen. Sowas mach' ich gern, da ich es interessant finde, wie kleine sprachliche Änderungen eben auch Inhalte verändern. (Ich erinnere mich z.B. daß einer mal "Die wahre Trauer hat keine Worte" aus dem Bamberger Winnetou III als Signatur benutzt hat. Karl May hat aber "liebt die Worte nicht" geschrieben, was inhaltlich etwas anderes ist ... Sie hat [schon], sie mag aber nicht ...)


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 Betreff des Beitrags: Re: Das klingt interessant
BeitragVerfasst: 1.5.2012, 16:28 
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Unwissenheit war das - denke ich - mit dem Zitieren der Bamberger Ausgaben eher nicht, sondern wohl einfach Bequemlichkeit. Am Anfang schreibt der Autor, dass er ja eigentlich Gegner jeglicher Bearbeitung sei, aber dass man den "Orientzyklus" wegen der vielen Fehler im Bezug auf den Islam entweder nur noch bearbeitet oder doch zumindest kommentiert herausgeben könne.
Bei "Mein Leben und Streben" zitiert er ab und zu mal das "Original" (verm. den Olms-Reprint), aber meist den Text aus (dem Bamberger) "Ich".
Das mit den Marienkalendergeschichten ist ihm vielleicht wirklich nicht aufgefallen, denn es steht da immer "aus dem Band "Sand des Verderbens"".
Franz Kandolff hatte ja wirklich ein großes "May-Feeling", aber er war halt selber Theologe, deshalb würde ich keine Bearbeitung, wo er vielleicht mitgewirkt hat, als Beleg für theologische Aussagen zu Mayschen Texten verwenden, und nur so war meine Bemerkung gemeint. (Wenn ich da z.B. an die Jesuiten in "Szepter und Hammer" denke ...)

Helmut


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 Betreff des Beitrags: Re: Das klingt interessant
BeitragVerfasst: 1.5.2012, 18:44 
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Helmut hat geschrieben:
schreibt der Autor, dass er ja eigentlich Gegner jeglicher Bearbeitung sei, aber dass man den "Orientzyklus" wegen der vielen Fehler im Bezug auf den Islam entweder nur noch bearbeitet oder doch zumindest kommentiert herausgeben könne.

Siehe das kürzlich zitierte von Bach ...

8)

Zitat:
Bei "Mein Leben und Streben" zitiert er ab und zu mal das "Original" (verm. den Olms-Reprint), aber meist den Text aus (dem Bamberger) "Ich".

Letzteres dürfte aber mittlerweile auch weitgehend original sein.

Zitat:
Franz Kandolff hatte ja wirklich ein großes "May-Feeling", aber er war halt selber Theologe, deshalb würde ich keine Bearbeitung, wo er vielleicht mitgewirkt hat, als Beleg für theologische Aussagen zu Mayschen Texten verwenden

Interessant ist Kandolfs (wirklich nur mit einem f hinten ...) Bearbeitung der Passage des Besuchs bei den tanzenden Derwischen in Band 3 mit dem Original zu vergleichen, wobei diese Passage in der aktuellen Ausgabe von GW 3 wieder rückbearbeitet ist, die Kandolfsche Version findet man nur in einer früheren Auflage. Dort liest man verglichen mit Mays Original eine weitaus tolerantere, wohlwollendere Betrachtung der Derwischreligiosität, die ich lange für die Toleranz und Aufgeschlossenheit Mays hielt, bis ich im Original auf ganz anders geartete abfällige, teilweise zynische Bemerkungen stieß ... Einer der seltenen Fälle, wo mir eine Bearbeitng besser gefällt als das Original. (Selbstverständlich wäre es dennoch ein Unding, die Kandolfsche Aufgeschlossenheit als die Mays zu "verkaufen"; auch May konnte aufgeschlossen und tolerant sein in Sachen Religionen, hier in der Szene bei den Derwischen war er es definitiv nicht.)


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