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 Betreff des Beitrags: Re: Armand-Werkausgabe
BeitragVerfasst: 28.12.2011, 16:09 
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wiggi hat geschrieben:
Mein Dank gilt dem Herausgeber der schönen Ausgabe: Weiter so!
Danke! Ich werde mich bemühen! :D

Heute ist im Verlag der neue Band XVIII Die geraubten Kinder eingetroffen und wird Anfang des Jahres an die Abonnenten ausgeliefert:

Nachdem er zwischen 1858 und 1862 ein halbes Dutzend Romane und romantisierende Reisebeschreibungen für ein in erster Linie erwachsenes Leserpublikum veröffentlicht hatte, gelang Fredéric Armand Strubberg ausgerechnet mit dem im Herbst 1862 bei Carl Rümpler in Hannover erschienenen Jugendroman Carl Scharnhorst (AW-MA VII) sein bis dato größter Publikumserfolg. Anders als viele seiner übrigen Werke erlebte das Buch schon zu seinen Lebzeiten mehrere Auflagen und entwickelte sich schnell zu einem Klassiker der deutschsprachigen Jugendliteratur. Wohl durch den Erfolg der 1872 in zwei unterschiedlichen Ausgaben erschienenen zweiten Auflage ermuntert, brachte der Autor mehr als zehn Jahre nach der Erstausgabe von Carl Scharnhorst ein weiteres Jugendbuch zu Papier. Da die Geschäftsbeziehung zu Rümpler, bei dem er zwischen 1859 und 1872 einen Großteil seiner in diesem Zeitraum verfassten Werke publiziert hatte, jedoch nicht mehr bestand, bot Strubberg im Juli 1874 das Manuskript der geraubten Kinder unter dem Arbeitstitel "Röschen und die treue Mutter" nach einer Pause von fünfzehn Jahren dem Cotta-Verlag als eine Idylle für die weibliche Jugend an, von der er glaube, daß sie einem augenblicklichen Bedürfniß entspringe. Obwohl seine Offerte nur mit einer kurzen Standardantwort abgelehnt wurde, trug er das Manuskript dem Verlag im Februar 1875 erneut an, diesmal mit dem Hinweis, er habe es als Gegenstück zu den Jagd und Reiseabentheuern geschrieben. Letztlich erschien das Buch – sechzehn Jahre nach der letzten Zusammenarbeit – Ende 1875 bei Eduard Trewendt und war damit das vierte und letzte Werk Strubbergs, das der Breslauer Verleger nach Bis in die Wildniß (AW-MA II), den Scenen aus den Kämpfen der Mexicaner und Nordamerikaner und Alte und neue Heimath (AW-MA III) veröffentlichte.
Mit der Erzählung über das von Indianern entführte Geschwisterpaar Röschen und Alfred, ihre abenteuerliche Flucht und die – selbstredend – glückliche Rettung versuchte Strubberg nach den kommerziellen Misserfolgen Der Methodisten-Geistliche und Zwei Lebenswege (AW-MA XVII) ersichtlich, an seinen großen Erfolg Carl Scharnhorst anzuknüpfen und gleichzeitig mit einem tapferen Mädchen als Protagonistin das potentielle Zielpublikum auf die weibliche Leserschaft auszudehnen.

Mit der Wiederveröffentlichung dieses nur in wenigen Originalexemplaren überlieferten Spätwerkes kann der Leser nunmehr einen direkten Vergleich zwischen beiden von Strubberg verfassten Jugenderzählungen anstellen, weswegen der Band innerhalb der Marburger Ausgabe zeitnah zu Carl Scharnhorst (erscheint demnächst) herausgegeben wird. Der Band enthält neben dem Text auch die vier Farbtafeln der ersten und bis heute einzigen Ausgabe von 1875 sowie eine Abbildung des Originaleinbandes.

Weitere Informationen wie immer auf der Homepage des Editionsprojektes.

_________________
Beste Grüße aus Marburg! UD


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 Betreff des Beitrags: Re: Armand-Werkausgabe
BeitragVerfasst: 28.12.2011, 16:29 
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Die ersten drei Bände hatte ich mir jeweils einzeln bestellt und habe vor, für die Reihe jetzt ein Abo abzuschließen. Das entsprechende Formular ist allerdings noch nicht auf den neuesten Stand gebracht, hier kann man zurzeit nur ab dem dritten erschienenen Band einsteigen. :(
Auf jeden Fall ist es sehr schön, dass die Reihe zügig voranschreitet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Armand-Werkausgabe
BeitragVerfasst: 28.12.2011, 17:08 
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Martin hat geschrieben:
Das entsprechende Formular ist allerdings noch nicht auf den neuesten Stand gebracht, hier kann man zurzeit nur ab dem dritten erschienenen Band einsteigen. :(
Auf jeden Fall ist es sehr schön, dass die Reihe zügig voranschreitet.
Danke für den Hinweis! Ich habe das Formular jetzt aktualisiert.

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Beste Grüße aus Marburg! UD


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 Betreff des Beitrags: Re: Armand-Werkausgabe
BeitragVerfasst: 25.1.2012, 14:55 
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Der neue Band ist angekommen und schon "ausgelesen".
Armand beschreibt in "Die geraubten Kinder" Gegenden, die er aus seiner Zeit in Friedrichsburg kannte. Dennoch wirkt alles irgendwie nicht "ganz rund". Dass die Indianer etwa am Ende des Buches das Versteck der Kinder nicht finden, wirkt beispielsweise aus der Sicht eines "Karl-May-Lesers" irgendwie "unglaubwürdig". Armands Schilderungen sind dabei sicherlich deutlich näher am richtigen Leben dran als May, der sich seinen Wilden Westen ja nur aus Informationen und Beschreibungen anderer Autoren zusammengebaut hat. Dennoch schafft es Armand in diesem Roman nicht, seine Schilderungen so packend und echt wirken zu lassen, wie Karl May. (Wobei das natürlich nur meine subjektive Sicht ist, in Wahrheit dürfte Armand deutlich näher an der Realität liegen als May.)
Der Band als solcher ist wieder sehr schön geworden, der Anhang ist sehr informativ. Da kann man dem Herausgeber nur ein "Weiter so!" zurufen. (Und hoffen, dass er trotz seines neuen Aufgabenfeldes in der Karl-May-Gesellschaft noch genügend Zeit für einen zügigen Ausbau der Armand-Ausgabe hat.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Armand-Werkausgabe
BeitragVerfasst: 26.2.2012, 18:24 
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Vor der Lieferung des Bandes bekam ich ein E-Mail des Verlages Tectum, ob man mir die ersten beiden Bände auch liefern solle, welche ich noch nicht bekommen habe. Anscheinend ist da nicht bekannt, dass diese Bände noch außerhalb des Verlages produziert worden sind. Nach Richtigstellung meinerseits kam der Band am 24.Januar.

Mittlerweile habe ich 'Die geeraubten Kinder' auch gelesen, wie schon bei den voraus gegangenen Bänden recht flott. Zur Kritik kann ich meinem Vorredner nur beipflichten, aber: ich erwarte auch keinen Karl May! Ich finde mich leichter und schneller in den Stil Armands, als mir das bei Möllhausen oder Gerstäcker gelingt. Letztere beiden vermag ich auch zu genießen, aber dafür brauch ich Ruhe und Zeit.

Wie schon früher ein Lob an die Herausgeber: Weiter so!

Auch für weitere Autoren - z.B. Otto Ruppius - kann man sich eine solche Ausgabe nur wünschen!

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Ludwig Stimpfle


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 Betreff des Beitrags: Re: Armand-Werkausgabe
BeitragVerfasst: 28.6.2013, 8:39 
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Wohnort: Mülsen, OT Mülsen St. Micheln
Gibt es schon einen ungefähren Termin für den nächsten Band. Laut Webseite ist er ja fast schon ein Vierteljahr "zur Zeit im Druck"?


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 Betreff des Beitrags: Re: Armand-Werkausgabe
BeitragVerfasst: 17.7.2013, 8:35 
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Beiträge: 20
Armand's Bis in die Wildnisz (4 Baende) giebt es jetzt bei google books. Das eignet sich, mit einem iPad o.ae. gelesen zu werden.
Bis es so weit ist, musz ich aber noch mit Philipp Galen, Der Sohn des Gaertners zu Ende kommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Armand-Werkausgabe
BeitragVerfasst: 23.12.2013, 2:16 
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Ich habe dieses Buch nun gelesen. Es ist schwach. Der Autor drueckt sich meist unbeholfen aus und traegt dadurch auch zu unfreiwilliger Komik bei.
Wahrscheinlich ist es ein fruehes Werk, es schildert die Schicksale Armand's, dem alter ego von Strubberg. Seine grosze Liebe findet er am Ende als Frau eines Indianers wieder. Da er zwischendurch in Memphis zum Arzt ausgebildet wurde, ueberwindet er seine Rachegefuehle und heilt auch sie. Ein recht zivisilierter Mescalero ist der Ehemann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Armand-Werkausgabe
BeitragVerfasst: 11.4.2015, 10:48 
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Registriert: 14.5.2004, 19:13
Beiträge: 248
Ich lese nun den Carl Scharnhorst, und es ist fast unertraeglich, wie brav und tuechtig dieser Junge ist. Ein biszchen mehr Grautoene waeren wuenschenswerth, aber der Roman ist wohl fuer die maennliche Jugend geschrieben worden, zur Erbauung und moralischen Stuetze.


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