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 Betreff des Beitrags: Hinter Mauern
BeitragVerfasst: 22.11.2014, 12:56 
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Möglicherweise nicht unbeeinflusst durch grauen November, ging mir nach der Lektüre des Gaienhofen-Kapitels im empfehlenswerten "Mit Hermann Hesse von Ort zu Ort" kürzlich durch den Sinn, daß auch Montagnola letzten Endes eine Art Gefängnis für Hesse war, wie schon Gaienhofen und Bern zuvor [und Calw und Maulbronn und Tübingen usw. usf. …] …Frau Dolbin [die dritte Ehefrau] fing ihn sozusagen endgültig ein, halb zog sie ihn, halb sank er hin … will in etwa sagen er fügte sich einigermaßen freiwillig in die nicht wirklich nur Wohlbehagen auslösende neue Lebensform oder auch Endstation … (wie er ja in einer Vogel-Geschichte durchaus andeutete.)

Damit könnte es in diesem Beitrag auch schon sozusagen sein Bewenden haben ("Wo bleibt das Positive, Herr Kästner ?" (Kästner, bitt'schön, nicht Kastner. Das sind die Feinheiten …) "Ja weiß der Teufel wo das bleibt …"), aber wo bleibt der Bezug zu Karl May ? Auch der fiel mir ein,

Zitat:
Damals, als ich mich im Gefängnisse befand, da war ich frei. Da lebte ich im Schutze der Mauern. Da meinte es ein Jeder gut und ehrlich, der zu mir in die Zelle trat. Da durfte mich niemand berühren. Da war es keinem erlaubt, den Werdegang meines inneren Menschen zu stören. Kein Schurke hatte Macht über mich. Was ich besaß und was ich erwarb, das war mein sicheres, unantastbares Eigentum, bis ich - - entlassen wurde, länger nicht! Denn mit dieser Entlassung verlor ich meine Freiheit

und

Zitat:
Es soll mich keine Polizeiaufsicht aus dem zeitlichen Gefängnisse hinüber in die ewige Freiheit begleiten

(Nach der Trennung von Frau und Kinder, ohne Geld und ohne alles, da war er (nun sind wir wieder bei Hesse) frei … wenn man so will bis zum Kareno-Tag [wo ihm Ehefrau Nr. 2 ins Auge fiel] …) (Es ging ihm zuvor auch nicht sonderlich gut aber ging's ihm später besser ?)

November (s.o.) her oder hin, das soll nun keineswegs einfach depressives destruktives Geschreibe sein, Nein, eine Art Denkanstoß … bzw. was heißt Anstoß, ein Gedanke halt … gedankliche Beschäftigung mit Wesentlichem … (Las neulich bei Nietzsche sinngemäß, Erkenntnis sei in der Tat durchaus nicht immer angenehm, aber halt gut …) Gefängnischarakter unseres Lebens bzw. unserer Lebensformen …


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