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BeitragVerfasst: 19.8.2005, 19:40 
Jutta Laroche hat geschrieben:
Im Zusammenhang mit grausamer Tierquälerei ist das Wort "lächerlich" fehl am Platze, ich hätte es in einem Karl-May-Forum wahrhaftig nicht erwartet.


Ach du Schreck. Nun wollen wir es mal nicht übertreiben. Man sollte nicht aus dem Zusammenhang herausgelöste Wörter miteinander kombinieren, nur damit es möglichst boshaft wirkt.
Und päpstlicher als der Papst wollen wir doch auch nicht sein, oder?

Zitat:
Dass es ausgerechnet die "wilde" Indianerin, die Nicht-Christin ist, die dem zivilisierten Weißen und gläubigen Christen diese Missachtung der leidenden Kreatur vorhält, hat seinen Sinn.


Es wirkt aber auf mich nunmal wie mit der Brechstange herbeigezauberte Polemik.
Für eine Diskurs über Tierversuche, hätte May dann besser doch andere Charaktere ins Feld führen sollen.

Zitat:
Eine Rückkehr zum ursprünglichen Text würde ich mir sehr wünschen, denn die Bearbeitung gerade dieser Stelle klingt erheblich harmloser als Mays Anklage.


Geschmacksache :wink:


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BeitragVerfasst: 19.8.2005, 20:25 
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Registriert: 19.5.2004, 18:34
Beiträge: 42
Wohnort: Recklinghausen
Das Wort "lächerlich" habe ich durchaus nicht aus dem Zusammenhang gelöst. Ich brauche es auch nicht übertrieben boshaft wirken zu lassen, denn es spricht für sich selbst.

Und Polemik, noch dazu mit der Brechstange? Das, was May schreibt, ist nun mal Realität, damals wie heute. Wer will das leugnen? Die Handlung spielt zu einer Zeit, wo ein Indianer selbstverständlich diese Erfahrungen hätte machen können.

Außerdem hat May sich auch an anderer Stelle zu dem Thema geäußert, nicht nur im "Winnetou". Ich habe mich immer darüber gefreut, dass er das getan hat!

Jutta Laroche


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BeitragVerfasst: 19.8.2005, 20:43 
Das ganze Werk Karl Mays sind Eitelkeiten und Polemik in Reinkultur. Karl May ist eben einer der seltsamsten Erscheinungen in der deutschen Literatur.

Das meinten schon Literaturkritiker vor über 100 Jahren und recht hatten sie.

Umso verständlicher, dass der Karl-May-Verlag sich bemüßigt fühlte, die Werke Mays lesbar zu machen und von den größten Unstimmigkeiten zu befreien.

Der Kulturminister der DDR 1965: "Nach 20 Seiten klappt man frustiert das Buch zu und legt es zur Seite." Genau.

Und - Tieversuche sind notwendig, sonst wäre es um unser Gesundheitswesen schlecht bestellt.


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BeitragVerfasst: 20.8.2005, 19:29 
Jutta Laroche hat geschrieben:
Und Polemik, noch dazu mit der Brechstange? Das, was May schreibt, ist nun mal Realität, damals wie heute. Wer will das leugnen? Die Handlung spielt zu einer Zeit, wo ein Indianer selbstverständlich diese Erfahrungen hätte machen können.


Also Karl May und die Realität sind ein nicht unbedingt füreinander geborenes Paar. Sein Bild der indianischen Kultur basiert auf einer eher lückenhaften Recherche zum Thema. Er hat sich sicherlich in dem Maße informiert, wie er es für notwendig erachtete. Historisch glaubhaft wurden seine Romane dadurch nicht.
Ich glaube auch nicht, dass dies für seinen Erfolg von Bedeutung war.
Ein Apache in der Mitte des 19. Jhd. hatte ganz sicher keine Ahnung von "Tierversuchen" oder den Zubereitungsmethoden von Hummer und Aal :D Diese Szene im Pueblo wirkt auf mich definitiv übertrieben und lächerlich.

Zitat:
Außerdem hat May sich auch an anderer Stelle zu dem Thema geäußert, nicht nur im "Winnetou". Ich habe mich immer darüber gefreut, dass er das getan hat!


Und dagegen ist ja auch garnichts einzuwenden.
Aber er hätte, wenn ihm denn soviel am Thema gelegen hätte, den Kontext anders wählen sollen.
In dem erwähnten Gespräch ging es ursprünglich um Old Shatterhands Bewertung der indianischen Marter.
Es ist einfach polemisch sich dieser Thematik über Tierversuche zu nähern, da das eine mit dem anderen eben nichts zu tun hat. :wink:


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BeitragVerfasst: 20.8.2005, 21:30 
Da kann man Ramnicul nur zustimmen. Unter dem historischen Aspekt der Apachen im 19. Jahrhundert - siehe Cochise, Geronimo, Naiche um nur drei Apachen-Häuptlinge zu nennen - wirkt Winnetou recht deplaziert.

Das zeigt einmal mehr, dass May von den Realitäten der Apachen keinerlei Ahnung hatte und so läuft der gute alte Winnetou noch heute als größte Witzfigur der deutschen Literaturgeschichte in den Köpfen seiner so genannten Fans herum. :lol:


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BeitragVerfasst: 21.8.2005, 9:49 
K.A. hat geschrieben:
Das zeigt einmal mehr, dass May von den Realitäten der Apachen keinerlei Ahnung hatte(...)


Also keinerlei Ahnung, halte ich jetzt für übertrieben.
Die Region, wo die Apachen lebten und die Pueblobauweise waren May ja geläufig.
Das meinte ich mit der eher rudimentären Recherche, die May hinsichtlich der Kultur der Indianer anstellte. Dies mag auch durchaus daran gelegen haben, dass ihm damals keine weiteren Quellen zur Verfügung standen.
Karl Mays Nordamerika- Romane stellen eben weniger ein Zeugnis der historischen Tatsachen, als vielmehr eine sehr persönliche und streckenweise verklärte und romantisierte Sichtweise dar.
Über den Status der- durchaus ambitionierten- Abenteuerliteratur kommen seine Winnetou- Erzählungen nicht hinaus.

Zitat:
(...)und so läuft der gute alte Winnetou noch heute als größte Witzfigur der deutschen Literaturgeschichte in den Köpfen seiner so genannten Fans herum. :lol:


Das ist jetzt sehr boshaft und einseitig formuliert.
Eine "Witzfigur" ist Winnetou, meines Erachtens nach, wirklich nicht. Eher stellt er halt eine stilisierte Beispielfigur für den verklärt dargestellten Untergang der indianischen Kultur dar.
Das Drama und die Ungerechtigkeit hinsichtlich der Eroberung Nordamerikas war May ja bewußt; seine Sichtweise und Einstellung auch heute noch sehr moralisch- nur authentisch ist er eben nicht.
Aber welcher Autor- außer Jack London- war das schon zu dieser Zeit?


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BeitragVerfasst: 21.8.2005, 11:57 
Aber Du musst doch einräumen, liebe Ramnicul, dass Karl May schlechte Literatur ist.

Das ist keineswegs nur meine Erkenntnis, sondern ich fühle mich da mit Hermann Cardauns, Fedor Mamroth und Ferdinand Avenarius in sehr guter Gesellschaft.

Viele Grüße
Kurt


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 Betreff des Beitrags: ???
BeitragVerfasst: 21.8.2005, 16:24 
K.A. hat geschrieben:
Aber Du musst doch einräumen, liebe Ramnicul, dass Karl May schlechte Literatur ist.

Das ist keineswegs nur meine Erkenntnis, sondern ich fühle mich da mit Hermann Cardauns, Fedor Mamroth und Ferdinand Avenarius in sehr guter Gesellschaft.

Viele Grüße
Kurt


Lieber Kurt,

ich bin sehr überrascht! Niemand käme hier auf die Idee KARL MAYs Werke als Weltliteratur zu bezeichnen. Sicher ist es auch richtig, dass MAYs Werke nicht besonders anspruchsvoll sind.
Aber, wie gesagt bin ich überrascht, dass Du Dich so lange schon mit KM beschäftigt hast.
Und was den, von Dir, so hochgelobten KMV betrifft, so konnte mir bis heute niemand erklären, warum es im Laufe der Zeit immer zu Veränderungen im SILBERSEE gekommen ist, die sicher nicht nötig waren.

Gruß


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.8.2005, 20:50 
K.A. hat geschrieben:
Aber Du musst doch einräumen, liebe(r) Ramnicul, dass Karl May schlechte Literatur ist.


Ich nehme jetzt mal an, dass diese Äußerung sarkastisch/ ironisch gemeint ist.
Allerdings kann ich selbst dann nicht darüber lachen!
Was bitte, ist schlechte Literatur? :shock:
...und vor allem: welche Literatur ist so unfehlbar, dass sie "gut" ist :?:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.8.2005, 21:04 
Thomas Mann ist sogar "sehr gut", Ramnicul. :D

...........und natürlich Arno Schmidt, der war schon bei seiner Frau im Vergleich zu Schiller ein Gott. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Er kanns nicht lassen!
BeitragVerfasst: 22.8.2005, 13:13 
Lieber Kurt/Ramnicul,

hier mag es niemand aufgefallen sein, aber bei Deinen versch. Anmeldungen in unserem kleinen Forum ist Dir eine Fehler unterlaufen. (Immer schön an die IP - Nummer denken :D)

Was lieber Kurt soll man eigentlich noch glauben?
In einem anderen Forum hattest Du mal behauptet, Dein Umzug nach Radebeul stehe kurz bevor. Du wolltest dem May(ster) näher sein. :?: :?: :?:
Und Du hattest geschrieben dass Du den gleichen Wein wie May trinkst, und die gleichen Speisen bevorzugst... usw, usw, usw.
Verehrung ohne Ende.

Nun die negativen Äusserungen zu May?
Wie passt das zusammen? ? ?

Besonders "lustig" finde ich aber Deine Meinung zum KMV.... tz,tz,tz.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.8.2005, 13:30 
...ach, der Wöbking! :lol: :lol: :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Er kanns nicht lassen!
BeitragVerfasst: 23.8.2005, 8:39 
jwoebking hat geschrieben:
Lieber Kurt/Ramnicul,


Was soll die Blödsinn!
Ich bin keinesfalls mit K.A.(keine Ahnung?) identisch und es wird wohl auch kaum über die IP Nr. nachweisbar sein :twisted:


Zuletzt geändert von Ramnicul am 23.8.2005, 8:43, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23.8.2005, 8:42 
K.A. hat geschrieben:
Thomas Mann ist sogar "sehr gut", Ramnicul. :D

...........und natürlich Arno Schmidt, der war schon bei seiner Frau im Vergleich zu Schiller ein Gott. :wink:


Dann würde ich doch vorschlagen, du belastest dich nicht mehr mit Diskussionen über "schlechte Literatur" und begibst dich direkt in ein Thomas Mann oder Arno Schmidt Forum.
Hier scheinst du definitiv falsch zu sein und deine letzten Bemerkungen zum Thema wirkten da eher etwas irritierend bis prollig!

PS: "Die Buddenbrooks" fand ich ziemlich öde.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23.8.2005, 8:55 
Hallo Ramnicul,

das ist kein Jubelforum für Karl May und es muß erlaubt sein, sich über den Autor auch einmel kritisch zu äußern.

Ich denke, hätte es dieses Forum schon vor 100 Jahren gegeben so hätten Ferdnand Avanarius und Herrmann Cardauns hier auch gepostet, vielleicht sogar Rudolf Lebius. :wink:

Viele Grüße
Kurt


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