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BeitragVerfasst: 5.6.2004, 6:49 
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Guten Morgen Karma,

ja,ich weiß:das war schon Bild.

Sorry!

Nico


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BeitragVerfasst: 5.6.2004, 9:35 
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Kurt Altherr hat geschrieben:
Du hättest ohne jeden Zweifel die Kompetenz, an den Ausgaben der HKA mitzuarbeiten.

Man muss von Karl May nichts wissen, um an der HKA mitzuarbeiten. Man muss nur sehr sorgfältig lesen und vergleichen - Wort für Wort, Zeichen für Zeichen.

Das Erstellen von Textvarianten (und darum geht es ja) ist eine eher maschinelle Tätigkeit, sehr mühselig, sehr undankbar. Um so dankbarer muss man denen sein, die diese Mühen unentgeldlich und nur der Großen Aufgabe verpflichtet auf sich nehmen.

Es ist eine der größten und staunenswerten Leistungen der KMG, dass es ihr gelungen ist, ein wahres Heer an gewissenhaften und dienstbaren Geistern aufzurufen, die mit nimmermüder Energie ihr Scherflein zur May-Forschung beitragen.

Ich hatte zB bei der letzten Mitarbeitertagung Gelegenheit, mich mit einer Frau zu unterhalten, die derzeit einige extrem schwer entzifferbare Prozessakten Mays transkribiert und für den Druck vorbereitet. Mit einer Engelsgeduld und großer Sorgfalt. Dergleichen ist in Geld nicht aufzuwiegen (weshalb ein kommerziell orientierter Verlag dergleichen auch gar nicht zu leisten in der Lage ist) und als Leser kann man hier nur noch dankbar sein.

Roxin hat, wie so oft, ganz einfach Recht.


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BeitragVerfasst: 5.6.2004, 10:29 
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Giesbert schrieb:
Zitat:
Man muss von Karl May nichts wissen, um an der HKA mitzuarbeiten. Man muss nur sehr sorgfältig lesen und vergleichen - Wort für Wort, Zeichen für Zeichen.

Das Erstellen von Textvarianten (und darum geht es ja) ist eine eher maschinelle Tätigkeit, sehr mühselig, sehr undankbar. Um so dankbarer muss man denen sein, die diese Mühen unentgeldlich und nur der Großen Aufgabe verpflichtet auf sich nehmen.


Wenn es darum geht,Texte zu vergleichen,kann man das auch als Außenstehender.Aber ich glaube nicht,daß jemand,der mit May sonst nichts am Hut hat,einen besseren editorischen Bericht verfassen kann als ein "Insider".Vor allem,wenn es darum geht, die Zusammenhänge von Mays Leben und die Entstehungsgeschichte eines Werkes näher zu erläutern.

Nico


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BeitragVerfasst: 5.6.2004, 11:06 
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Nico hat geschrieben:
Wenn es darum geht,Texte zu vergleichen,kann man das auch als Außenstehender.

Genau darum geht es.

Zitat:
Aber ich glaube nicht,daß jemand,der mit May sonst nichts am Hut hat,einen besseren editorischen Bericht verfassen kann als ein "Insider".

Und genau darum geht es nicht. Der editorische Bericht bleibt natürlich Aufgabe der Herausgeber.


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BeitragVerfasst: 5.6.2004, 11:23 
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Da habe ich wohl den Artikel von Prof. Wolff im Beobachter mißverstanden.

"Geplant ist ein flexibles System von Gesamtherausgebern (für alle weiteren Bände) und Einzelherausgebern für einzelne Bände und Einzelgeschichten..."

Als Aufgaben für die Einzelherausgeber wird u.a. die Formulierung des editorischen Nachworts verlangt.

Nico


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BeitragVerfasst: 5.6.2004, 11:43 
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Nico hat geschrieben:
Als Aufgaben für die Einzelherausgeber wird u.a. die Formulierung des editorischen Nachworts verlangt.

ja, natürlich - auch ein Einzelherausgeber ist ein Herausgeber ;-)

Ich hab Wolfs Artikel jetzt nicht griffbereit, aber der Plan sieht im Grunde so aus, dass ein Tross freiwilliger Mitarbeiter die verschiedenen Textzeugnisse bis auf Komma genau vergleicht, jede Differenz penibel notiert und dass der Herausgeber aus diesem Material dann den Text erstellt und in einem editorischen Bericht seine Entscheidungen begründet.


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BeitragVerfasst: 5.6.2004, 12:00 
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Nico hat geschrieben:
Guten Morgen Karma,

ja,ich weiß:das war schon Bild.

Sorry!

Nico


hi nico,

war doch nur'n scherz! :D


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BeitragVerfasst: 5.6.2004, 12:25 
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Mahlzeit Karma!

Jetzt bist du aber am Thema HKA vorbeiBild

Okay,zurück zum Thema. Bild

Nico


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BeitragVerfasst: 5.6.2004, 12:29 
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Ich schrieb:
Zitat:
Als Aufgaben für die Einzelherausgeber wird u.a. die Formulierung des editorischen Nachworts verlangt.


So zumindest steht es auch im Artikel von Prof. Wolff.

Nico


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BeitragVerfasst: 5.6.2004, 12:38 
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Nico hat geschrieben:
So zumindest steht es auch im Artikel von Prof. Wolff

Fein, dann sind wir uns doch einig.


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BeitragVerfasst: 5.6.2004, 22:07 
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Zitat:
Man muss nur sehr sorgfältig lesen und vergleichen - Wort für Wort, Zeichen für Zeichen.

und ähnlich hieß es hier. Ich verstehe das nicht ganz. Die Texte liegen doch vor, warum müssen denn nochmal alle Kommas durchgezählt werden, um mich mal wieder lax auszudrücken. Mir persönlich, und sicher vielen anderen auch, würde es reichen, wenn eine ansehliche gebundene Gesamtausgabe im Originaltext vorläge; daß es zuwenig Sekundärliteratur gäbe, kann man ja wirklich nicht sagen. Da mir die Hoffnung aber langsam schwindet, gewöhne ich mich langsam an meine notgedrungene Misch-Ausgabe und denke wirklich darüber nach, mir das noch fehlende ausdrucken und binden zu lassen. Solange sich die Elfenbeintürmler über Jahre hinaus nicht einmal über die weltbewegende Frage einigen können, wo die Fußnoten stehen sollen, ist mit einer akzeptabel zügigen Komplettierung der Ausgabe nicht zu rechnen.


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BeitragVerfasst: 5.6.2004, 22:54 
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rodger hat geschrieben:
warum müssen denn nochmal alle Kommas durchgezählt werden, um mich mal wieder lax auszudrücken. Mir persönlich, und sicher vielen anderen auch, würde es reichen, wenn eine ansehliche gebundene Gesamtausgabe im Originaltext vorläge;

Je nun -- eine historisch-kritische Ausgabe ist per se keine Ausgabe für, äh, "Nur-Leser" oder Sammler, die eine einheitliche Werkausgabe im Schrank stehen haben möchten.

Man mag über den Sinn und Zweck einer historisch-kritischen Ausgabe im Allgemeinen und einer der Werke Karl Mays im Besonderen streiten, aber wenn man sich, aus welchen Gründen auch immer, dazu entschlossen hat, eine solche Ausgabe zu gestalten, dann gibt es in philologischen Dingen nur noch ein Alles oder Nichts und es führt kein Weg daran vorbei, alle Kommas durchzuzählen, dh. man kann nicht bei dem einen Text editorische Sorgfalt walten lassen und bei dem anderen nicht. Jeder Verstoß gegen die editorischen Grundsätze einer historisch-kritischen Ausgabe ist in letzter Instanz ein interpretatorischer Eingriff, vor dem nun gerade eine HKA schützen soll.

Da die Textlage bei May vergleichsweise überschaubar ist und sich, so weit ich weiß, bereits viele bewährte Helfer gefunden haben, bin ich guter Dinge, den Abschluss dieser Ausgabe noch zu erleben. Nicht heute, nicht morgen. Aber doch.


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BeitragVerfasst: 6.6.2004, 1:00 
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über das prinzip, möglichst die "ausgabe letzter hand" zur textgrundlage der HKA zu machen, herrscht doch einigkeit. diese texte sind erschlossen. folglich dürften doch nur die bände schwierigkeiten machen, für die ein editorischer bericht vorgesehen ist. warum zieht man also nicht wenigstens die publikation von bänden wie

old surehand I/II
im lande des mahdi I/II
satan und ischariot I/II
im reiche des silbernen löwen I-III

vor? wenn diese bände im halbjahresrhytmus erschienen, könnten die herausgeber doch einige zeit für die editorischen berichte der anderen bände gewinnen und trotzdem den bedürfnissen der sammler genüge tun.

schöne grüße,
karma


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BeitragVerfasst: 6.6.2004, 9:58 
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giesbert hat geschrieben:
Je nun -- eine historisch-kritische Ausgabe ist per se keine Ausgabe für, äh, "Nur-Leser" oder Sammler, die eine einheitliche Werkausgabe im Schrank stehen haben möchten.


Das liest sich in der Anzeige der Edition auf den Seiten der Karl May Stiftung weniger elitär:

Die 1987 im Verlag von Franz Greno, Nördlingen, begonnene, zwischendurch bei Haffmans in Zürich fortgeführte und seit 1993 kontinuierlich im Bücherhaus in Bargfeld erscheinende Ausgabe will erstmals einem breiten Publikum verläßliche und in ihrer Entstehung durchschaubare Texte aller Schriften Karl Mays zugänglich machen.


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BeitragVerfasst: 6.6.2004, 11:19 
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rodger hat geschrieben:
Das liest sich in der Anzeige der Edition auf den Seiten der Karl May Stiftung weniger elitär:

"Elitär" wäre eine Ausgabe, die von vornherein nur für den Gebrauch einer Elite gedacht wäre und die den Zugang zu sich künstlich erschwerte.

Aber das tut die HKA nicht. Sie kann von jedermann überall im Buchhandel gekauft werden. Zu einem hohen Preis, zugegeben, aber dafür bekommt man auch so ziemlich das Beste, was das Buchhandwerk heute zu bieten hat (bei einem, äh, "ganz normalen" Buch, nicht bei biliophilen Einzelstücken und Miniauflagen, versteht sich),

Und wenn die Texte Mays im Rahmen der HKA philologisch zuverlässig vorliegen, dann - siehe Weltbild, siehe Haffmans-TB - spricht absolut nichts dagegen, die hohe Textqualität mit einer wohlfeilen Ausgaben zu verbinden.

Kurz: Die HKA ist alles andere als "elitär" und sie dient durchaus dem breiten Publikum.

Nur: Gut Ding will Weile haben. Dem breiten Publikum ist nicht damit gedient, wenn man ihm ein halbgares Produkt mit huschhusch zusammengestopelten Texten vorwirft, damit es ja schnell geht. Und wenn dann die Kinder des breiten Publikums immer noch keine zuverlässige May-Ausgabe haben.


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