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 Betreff des Beitrags: Re: HKA
BeitragVerfasst: 21.1.2008, 0:06 
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markus hat geschrieben:
Also 40€ für ein Buch halte ich nicht gerade für preiswert auch wenn es sich um Orginaltext handelt. Im Falle von Weltbild haben wir es doch gesehen daß es auch günstiger geht mit Karl May im Original.


Weltbild druckt einfach nach, bei der HKA wird der Text kritisch ediert. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Verkürzt gesagt braucht Weltbild nur jemanden, der den vorhandenen Text ins Satzsystem einlaufen lässt und kann dann sofort losdrucken. Bei der HKA sind mehrere Leute längere Zeit (ein paar Monate pro Band Minimum) damit beschäftigt, den Text überhaupt erstmal zu erstellen.

Abgesehen davon, dass die HKA sehr viel sorgfältiger, lesbarer gesetzt und schöner produziert wird als die Weltbild-Bände. (Die sind dafür halt billig. Man kann nicht alles haben.)

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Giesbert Damaschke, München
http://www.damaschke.de/
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BeitragVerfasst: 21.1.2008, 1:31 
Ich habe ein kleines Problem mit dem 'Begreifen des Zweckes der HKA' ... hm ... nur ein kleines, mind you ... von Interesse wegen:

Da sind ein paar Aspekte die ich nicht [ganz] auf einen Nenner bringen kann:

1- Geht es bei der HKA darum den 'Originaltext' (was man auch immer unter Originaltext versteht - das was Karl May selber noch als 'sein' Text gutgeheissen hat [wobei ich auch den Wert eines Vergleiches zwischen verschiedenen 'original' Versionen verstehe]) weitverbreitet unter's Publikum zu bringen, oder -2- ihn nun endgueltig einmal als 'Gesamtgut' [vielleicht gibts irgendwo ein besseres Wort] erfassen in erster Linie und ihn doch gleichzeitig fuer Interessierte erreichbar machen von ein paar geeigneten Quellen, aber nicht im breiten Buchhandel?

Wenn das erste der Fall ist gibts billigere Methoden, und (abgesehen von 'Text kritisch edieren' - nicht Jeder ist daran interessiert zu lesen was XYZ ueber Karl May's original zu sagen hat [ein paar schon...dazu gehoer ich auch]) es ist ja schon geschehen via mehrere (hauptsaechlich electronic) medien (speziall das 'electronic media' sollte nicht unterschaetzt werden als eine Form von 'Text Verbreitung' - mit der Werke-CD und dem KMG website material hat man alle KM 'original' Texte 'at the fingertip', ohne dass man eine ganze Buecherwand installieren muss (oder 20 Jahre warten bis alles fertig ist);

Wenn das zweite der Fall ist, dann ist ja alles gut -- nur mal so schoen weitermachen.

... or do I miss a point here?


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BeitragVerfasst: 21.1.2008, 7:52 
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Hallo Marlies,

bei den editorischen Berichten geht es nicht darum, was XYZ über die Originaltexte denken, sondern – rein faktisch – um die Klarstellung, ob Textveränderungen zu Lebzeiten des Autors von diesem selbst oder vom jeweiligen Verlag vorgenommen wurden.

Ob die Erhältlichkeit der HKA-Bände im normalen Buchhandel aus ökonomischen Gründen tatsächlich nicht vertretbar ist, das sollte doch erst mal geprüft werden.

Und was speziell meine Biographie betrifft: Ich hab sie zwar nicht als Bestseller für die gesamte Menschheit konzipiert, aber auch nicht als Nischen-Lektüre für ein extrem kleines Publikum von Karl-May-Oberexperten. :wink:

Hermann


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BeitragVerfasst: 21.1.2008, 9:43 
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marlies hat geschrieben:
Ich habe ein kleines Problem mit dem 'Begreifen des Zweckes der HKA'


ganz kurz und rasch zwischendurch gesgagt soll sie

a) einen philologisch zuverlässigen Text und
b) eine zitierfähige Standardausgbe

bereit stellen. Wie jede historisch-kritische Ausgabe ;-)

Was "Textkritik" und "edititorischer Bericht" bedeutet, kann man zB bei Karl Konrad Polheim nachlesen:
http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg ... 988/38.htm

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BeitragVerfasst: 21.1.2008, 11:57 
@ Hermann - ist ja klar, habe auch nur von der HKA gesprochen :wink: das mit der 'Klarstellung der Textveraenderungen' in der HKA ist 'great stuff!' Das heisst also dass da ganz genau geschrieben steht zum Beispiel WANN Iltshi und Hatatitla zum ersten mal auftauchten (nicht in der W-trilogy), und zum Beispiel wer nun den 'Nachtkampf zwischen Old Shatterhand und Old Firehand' geschrieben und eingeschoben hat? ... und was genau der May nun mit Helen und Harry gemacht hat? ... that sort of stuff ... ?

@ Giesbert - thanks! - mir wurde schon schwindelig in diesem thread :wink: a + b = wunderbar verstaendig :idea:

Die HKA gefaellt mir langsam ... wird die mal auf CD erhaeltlich sein?


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BeitragVerfasst: 21.1.2008, 12:14 
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Zitat:
und zum Beispiel wer nun den 'Nachtkampf zwischen Old Shatterhand und Old Firehand' geschrieben und eingeschoben hat?


Über posthume Textveränderungen habe ich in der HKA noch kein Wort gelesen. Vermutlich geht es in einer HKA auch nur um die Textfassungen zu Lebzeiten des Autors, aber das werden diejenigen, die etwas davon verstehen (ich kann Dir keine exakte Begriffsbestimmung des Begriffs HKA geben), sicher genauer erklären können.

Das Thema Textgeschichte nach 1912 fehlte meines Wissens auch in der Ausstellung in Berlin, offenbar interessiert sich niemand mehr dafür, weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Dabei ist die KMG seinerzeit (1969) unter anderem wegen der Thematik Originaltexte überhaupt angetreten. So ändern sich die Zeiten.


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BeitragVerfasst: 21.1.2008, 12:22 
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rodger hat geschrieben:
Zitat:
und zum Beispiel wer nun den 'Nachtkampf zwischen Old Shatterhand und Old Firehand' geschrieben und eingeschoben hat?


Über posthume Textveränderungen habe ich in der HKA noch kein Wort gelesen. Vermutlich geht es in einer HKA auch nur um die Textfassungen zu Lebzeiten des Autors, aber das werden diejenigen, die etwas davon verstehen (ich kann Dir keine exakte Begriffsbestimmung des Begriffs HKA geben), sicher genauer erklären können.



Mit irgendwelchen Bearbeitungen nach dem Tode des Autors hat eine HKA nichts zu tun. Daher auch nix mit "Nachtkampf" etc.


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BeitragVerfasst: 21.1.2008, 12:53 
okay ... jetzt setzt sich das puzzle so langsam zusammen :idea: post-1912 Veraenderungen waeren auch illusorisch denke ich mir. Da wuerde es fuer einen einzigen Band schon 10 Erklaerungs-Baende geben.

<hoffe nun wirklich auf CD version> 8)


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BeitragVerfasst: 21.1.2008, 13:13 
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Die meisten Originaltexte gibt es ja längst auf CD. Und die "historisch-kritischen Anhänge", die auf der CD nicht sind, je nun, so großartig sind die nun auch wieder nicht ... die meisten bislang erschienenen Bände sind eh ohne Anhang, und die Informationen, die in den Anhängen stehen, kann man sich auch selber zusammensuchen.

Ich persönlich brauche keine "HKA". Aber eine vernünftige Gesamtausgabe wäre schön. Weltbild-Bände sind grell bunt und klobig, Haffmanns-Taschenbücher qualitativ billigst, Parkland unangenehm hochglanzglatt und Reprints mag ich nicht lesen.

8)

Also, wenn 2012 keine ordentliche Geamtausgabe erscheint, dann erscheint nie eine.

:wink:


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BeitragVerfasst: 21.1.2008, 13:25 
Det haben die alten Maya auch jesacht :lol: und wenn ich so den blauen Komet neben dem roten Mars ansehe zu beider Seiten von Orion's belt dann koennte man schon denken s'is was los (nu schon wieder det Aberglauben ... tz tz tz tz)

>>>vernünftige Gesamtausgabe<<< det ish det operative word! Mit ein paar vernuenftigen Anmerkungen von wegen Ellen und Harry (und vielen anderen schoenen Details natuerlich)

:lol:


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BeitragVerfasst: 21.1.2008, 13:58 
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So, die alten Maya haben das auch schon gesagt (wusste ich gar nicht. - Wußten die, daß 2012 Karl Mays hundertster Todestag ist ?). Ich hatte so nebenbei mitbekommen, dass gewisse esoterische Kreise von 2012 als Zeitpunkt für den Aufstieg in eine neue Dimension sprechen. Also, sollte dann 2013 außer der Herausgabe einer vernünftigen May-Gesamtausgabe immer noch nicht allzuviel Aufregendes passiert sein (wer weiß, wer weiß …) dann wissen wir wenigstens, wie das gemeint war … Und Maya, na das passt doch. Dann wissen wir auch warum sie Maya hießen (auf dem Nummernschild meines Autos steht MA – JA).

:wink:


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BeitragVerfasst: 21.1.2008, 14:06 
he he he ... some synchronicity here ... he he he

die alten May-a wussten viel :wink: ... ach und dann ist da noch die Zeitrechnung der alten Egypter --- die schiesst auch weit ueber die Pyramide hinaus beim 2012 ... s'wird immer 'spookier' ... :lol:


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BeitragVerfasst: 21.1.2008, 14:40 
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rodger hat geschrieben:
Über posthume Textveränderungen habe ich in der HKA noch kein Wort gelesen. Vermutlich geht es in einer HKA auch nur um die Textfassungen zu Lebzeiten des Autors,

So ungefähr. Bei May sind die nachträglichen Eingriffe allerdings so wirkmächtig, dass Karl Konrad Polheim nicht ganz zu unrecht schreibt:

Zitat:
Aber jeder Autor – und das gilt allgemein – braucht eine historisch-kritische Ausgabe, die für ihn zugeschnitten ist. Das Phänomen Karl May braucht deren zwei. In einer zweiten Abteilung müßten die bearbeiteten Texte historisch-kritisch ediert werden, angefangen schon zu Lebzeiten Mays(61) bei den Bearbeitungen der Lieferungsromane durch Paul Staberow(62) über die Radebeuler Ausgabe mit ihren verschiedenen Fassungen bis zur heutigen Bamberger Version. Das ist eine theoretische Forderung. Wie weit sie durchführbar ist, muß überlegt werden. Daß die zweite, die historisch-kritische Ausgabe der Bearbeitungen, ein Mammutwerk sein würde, ist klar. Man könnte sie unabhängig von der ersten als zweite Reihe oder überhaupt als eigene, getrennte

//56//
Ausgabe veranstalten, oder man könnte die Bearbeitungen in einer Auswahl, modellhaft, vorstellen, wobei allerdings diese Auswahlausgabe in sich wiederum streng historisch-kritisch vorzugehen hätte.

Wie immer die praktische Durchführung auch aussehen mag, sicher ist, daß nur auf einer solchen Ausgabe die literaturwissenschaftliche, psychologische, soziologische und volkskundliche Erforschung der ungeheuren Wirkung des Phänomens Karl May aufbauen kann.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.1.2008, 15:04 
phew ... Herr Polheim redet nicht drumherum ... woher die Zeit und die Leute? Tatsaechlich ein Mammutproject. (Hab's 'bookmarkt' nur noch nicht gelesen) - aber so wie ich's einschaetze hat er recht mit dem ...

>>>sicher ist, daß nur auf einer solchen Ausgabe die literaturwissenschaftliche, psychologische, soziologische und volkskundliche Erforschung der ungeheuren Wirkung des Phänomens Karl May aufbauen kann.<<<

... (bold mine) ...

Letztlich fuehrt mich das halt doch wieder zurueck zu meiner klitzekleinen Frage von vielen Monaten zuvor ... 'Was war May's Geheimnis fuer seinen phenomenalen Erfolg?'

es scheint die HKA ist ein guter Anfang ... zum aufbauen ...


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 Betreff des Beitrags: Re: HKA
BeitragVerfasst: 21.1.2008, 15:06 
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giesbert hat geschrieben:
markus hat geschrieben:
Also 40€ für ein Buch halte ich nicht gerade für preiswert auch wenn es sich um Orginaltext handelt. Im Falle von Weltbild haben wir es doch gesehen daß es auch günstiger geht mit Karl May im Original.


Weltbild druckt einfach nach, bei der HKA wird der Text kritisch ediert. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Verkürzt gesagt braucht Weltbild nur jemanden, der den vorhandenen Text ins Satzsystem einlaufen lässt und kann dann sofort losdrucken. Bei der HKA sind mehrere Leute längere Zeit (ein paar Monate pro Band Minimum) damit beschäftigt, den Text überhaupt erstmal zu erstellen.

Abgesehen davon, dass die HKA sehr viel sorgfältiger, lesbarer gesetzt und schöner produziert wird als die Weltbild-Bände. (Die sind dafür halt billig. Man kann nicht alles haben.)


Also ich kann nicht behaupten daß die Weltbild-Bände nicht sorgfältig und unlesbar produziert wurden (außer die Kolportageromane). Mir hat bisher noch keine andere Reihe außer die grünen Bände soviel Spaß beim lesen bereitet wie die Weltbildbände. Ich behaupte sogar daß sie in einigen Jahren einen ähnlichen Kultstatus erreichen wie die grünen. Mir gefallen sie.

Es sei denn es kommt wirklich im Jahre 2012 die große Sensation auf uns zu daß ein Gesamtwerk erscheint bei einem Verlag, am besten beim KMV, dann würde ich meine Weltbilder vieleicht verkaufen (aber auch nur vieleicht :wink: )


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