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 Betreff des Beitrags: English Karl May biography
BeitragVerfasst: 6.6.2008, 6:25 
Advance reviews by Walter-Joerg Langbein, Reiner Boller and Elizabeth Burton to Savage To Saint, The Karl May Story now available here:

http://www.karl-may-friends.net


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BeitragVerfasst: 6.6.2008, 14:19 
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Wie übersetzt Du Savage to Saint ins Deutsche? "Bekehrung des Wilden", oder "Vom Wilden zum Heiligen", oder ..?


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BeitragVerfasst: 6.6.2008, 14:30 
darueber hab ich noch gar nicht nachgedacht :wink: Titel geben ist nicht meine Staerke.


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 Betreff des Beitrags: Viel Erfolg!
BeitragVerfasst: 8.6.2008, 19:43 
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Marlies! Diesem wunderbaren und wichtigen Werk über "unseren" Karl May wünsche ich von ganzem Herzen den verdienten großen Erfolg! Ich bin sicher, daß es so manchen Karl-May-Freund gewinnen wird, auch in Gefilden vern von Karl Mays Heimat! Jetzt freue ich mich schon sehr auf die gedruckte Fassung, nachdem ich das Werk bereits vorab habe lesen dürfen: Ich bin begeistert!

Walter


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BeitragVerfasst: 9.6.2008, 2:59 
Hi Walter-Joerg - vielen Dank fuer die guten Wuensche. Ich war so ueberrascht wie selten jemand als ich die vielen positiven 'feedback' las zu den 'drafts' - 2 Jahre intensive Arbeit wird in ein paar Tagen Wirklichkeit ... ich bin ganz aus dem Haeuschen ... die Wegbegleiter welche du mir so grossherzig schicktest sagten mir ganz deutlich dass ich auf dem rechten Weg bin mit Savage To Saint.


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BeitragVerfasst: 9.6.2008, 16:36 
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Ebenfalls herzliche Glückwünsche!
Aber was heißt das nun auf Deutsch?


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BeitragVerfasst: 10.6.2008, 0:30 
Vielen Dank, Waukel!
Den deutschen Titel zu finden ueberlass ich dem der das Buch auf deutsch uebersetzt (gesetzt den Fall) ... da du selber etwas English sprichst hast du 'savage' mit 'Wilder // wild' und 'saint' mit 'Heiliger // heilig' uebersetzt - welches pro Wort correkt ist ... das heisst noch lange nicht dass 'das' nun auch der deutsche Titel wird. Fremdsprachige Buecher werden oft auf deutsch ganz anders betitled (and vice versa). Hilft das? :wink:


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BeitragVerfasst: 10.6.2008, 8:12 
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Jiiein. Ich verstehe, dass Du Dich nicht auf einen deutschen Titel festlegen willst.
Aber darum ging es mir gar nicht, sondern ich wollte ganz einfach verstehen, was das heißt/ bedeutet/ ausdrücken will, wenn man "savage to saint" schreibt. Vielleicht ist das ja ein Ausdruck, den man in Neuseeland gebraucht.
Aber gut, ich denke mal, es könnte sowas in der Art wie `verehrt und verteufelt´ bedeuten.


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BeitragVerfasst: 10.6.2008, 9:08 
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savage to saint

Das läßt sich halt schlecht übersetzen, da „Vom Wilden zum Heiligen“ so eindeutig linear vermutlich oder auch hoffentlich nicht gemeint ist und „Wilder zum Heiligen“ der Sache zwar näher kommt, aber im Deutschen nicht recht überzeugend klingt. „Wilder bis Heiliger“ hätte zwar inhaltlich auch einen gewissen Annäherungswert, dürfte aber ebenfalls sprachlich scheitern.

In Hermann Hesses „Die Morgenlandfahrt“ wird am Ende eine Doppelfigur beschrieben, in der es unaufhörlich von der einen Seite in die andere fließt („Er musste wachsen, ich musste abnehmen“). Das kann man zwar sehr deutlich vorm geistigen Auge realisieren und verstehen, aber (im Deutschen) schlecht titelnderweise auf wenige Worte verkürzen.

Es gibt ein Schachbuch „Amateur wird Meister“, in dem Sinne käme etwa auch „Wilder wird Heiliger“ in Betracht. Klingt aber auch nicht gut.

Witzig ist ja, dass, als ich vor kurzem noch nicht wusste, dass „savage“ „Wilder“ heißt, dachte, es hieße so etwas wie „Reise“. Aus diesem Missverständnis könnte man doch glatt einen Titel basteln …

Läge die inhaltliche Betonung auf der Bandbreite, könnte man „Der wilde Heilige“, „Der heilige Wilde“ oder auch „Wild und heilig“ oder „Heilig und wild“ titeln, (wobei „wild und heilig“ übrigens nebenbei bemerkt hübsch mit „mild und leise“ aus sozusagen einem anderen Stück korrespondiert), oder einen „Wildheiligen“ erfinden, nach Vorbild etwa des „Waldschwarzen“ …wäre etwas eigenwillig, aber m.E. gar nicht unbedingt so übel.

(Die Extreme berühren sich, erkannten, offenbar unabhängig voneinander, Walther Rathenau (Buchtitel) und Pedro Juan Gutiérrez („Polizisten sind den Kriminellen am ähnlichsten. Die Extreme berühren sich“); dass Sünder oft viel von Heiligen zu haben pflegen und umgekehrt, ist ja ein ganz alter Hut und für Leute mit auch nur ansatzweiser Offenheit für spirituelle Dinge (man könnte auch sagen: für die Realität) eigentlich keiner Erwähnung wert, aber nach einigen niederschmetternden Erfahrungen in Foren (da macht man sich gelegentlich über Dinge lustig, weil man sie halt nicht versteht) wird man es dem einen oder der anderen vielleicht doch noch mal ganz langsam und schonend beizubringen versuchen müssen. Womit jetzt nicht Du gemeint warst, liebe Waukel.)

:wink:

*

Bis jetzt war alles ernst gemeint. Um den Proporz zu wahren:

Oder wir mischen die Worte, weilige Hilde … Nicht daß dann später ein Bearbeiter langweilige oder kurzweilige Hilde daraus macht, wie beim Kehlchen. (Wenn Karl May Kehlchen schreibt, dann meint er Kehlchen, egal ob rot oder sonstwas)

:lol:


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BeitragVerfasst: 10.6.2008, 9:57 
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Wir kommen dem immer näher.
Für mich hat die direkte Übersetzung nicht hingehauen. Für May passt weder "wild" noch "heilig", finde ich, und daher hatte ich das Problem mit der Umschreibung.


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BeitragVerfasst: 10.6.2008, 10:07 
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Waukel hat geschrieben:
Für May passt weder "wild" noch "heilig


Das sehe ich eigentlich auch so. Auf meiner Internetseite habe ich in einer meiner unakademisch-wertlosen Plaudereien dazu vor einigen Tagen Folgendes von mir gegeben:

„Schwerter zu Pflugscharen, Wilde zu Heiligen …

Mein Ansatz wäre ja etwas anders; das Karussell geht immer rundherum, (und ohne Schwert ist es auch nichts) …

wir sehen’s ja in der Natur, Frühling, Sommer, Herbst und Winter und dann wieder von vorn,

oder bei Hüsch, „Ist ja genau wie mit dem Humor, montags hat man ihn, dienstags ist er wieder weg und mittwochs muß man wieder von vorn anfangen“;

wenn man noch genauer hinguckt, stellt man fest, das ist alles gleichzeitig, wenn es hier hell ist, ist es vielleicht in Australien oder Südafrika (das weiß ich nicht so genau, da müssen Sie mal die Lehrer fragen) dunkel.

einen „Wilden“ sehe ich übrigens gar nicht in Karl May, vielleicht einen Kopf-Schwerenöter oder auch Papiertiger, oder ist der edle Winnetou gemeint ? Der ist doch auf eine so penetrante Art edel, dass es schon gar nichts mehr mit Karl May zu tun hat …

Aber nun mal im halbwegs im Ernst; wenn man das „Wilde“ und das „Heilige“ in sich erkennt, integriert und akzeptiert, dann ist man der rechte wilde Heilige. Oder heilige Wilde.“

:wink:

*

Diese Sache mit der Übersetzerei ist ja unglaublich interessant (finde ich).

Daß “Ein sauberes, gut beleuchtetes Café” unmöglich ist als Eindeutschung von Hemingways „Clean Well-lighted Place“ (ich könnte schon zuviel kriegen ob der Tatsache, dass der Titel im Netz einmal mit und einmal ohne Komma (hinter Clean) zu finden ist; ja wie denn nun ?!?) habe ich auch erst verstanden, seit ich Hemingway gelesen habe, es geht weder Café, Ort noch Platz, und Place kannst du nicht stehenlassen. (Ein Ort der Klarheit ? Das ginge vielleicht, während Ein sauberer, gut beleuchteter Ort nach Toilette klingt und das inhaltlich zutreffendere optimal ausgeleuchtet (noch besser: nahezu optimal ausgeleuchtet) statt gut beleuchtet nach Hightechanlage …)

Ging Wollschläger nicht gar so weit, eine Übersetzung seines Romans zu verbieten ? Was ich gut verstehen kann !

„Die Mär von der glücklosen Schenke“ (Carson MacCullers) heißt neuerdings „Die Ballade vom traurigen Cafe“, was mich nun freilich auch nicht mehr überzeugt als der Vorgängerversuch.

„Schuld und Sühne“ heißt in neuer Übersetzung „Verbrechen und Strafe“, wobei man auch da geteilter Meinung sein kann, ob die dadurch zustande gekommene Reduzierung der betitelten Angelegenheiten auf deutlich nüchternere Betrachtungsweise der Sache auch angemessen ist.

Wenn mein Englisch besser wäre als es ist, würde ich Dir Dein Werk glatt übersetzen, liebe Marlies, ebenso umsonst wie vergeblich. (Das „umsonst“ ist eine Reminiszenz an Herrn M. Johst in Karsruhe (1976), der da sagte, er würde, so sehr er auch Geld bräuchte, einer bestimmten Dame auch irgendwas umsonst machen, das „vergeblich“ eine Berücksichtigung etwaiger zu erwartender Einwände von A.Scheuren, die seinerzeit auf die Unterscheidung zwischen umsonst und vergeblich Wert legte (ohne indes von der Geschichte aus Karlsruhe zu wissen). Aber Karl May und ich wissen schon, was wir schreiben. Deshalb ist ein umsonst ebenso Absicht wie ein vergeblich, und im vorliegenden Fall, weil zutreffend, gar beides .. (und das mit den Anführungszeichen machen wir nach Gefühl, wie es sich gehört, mal passt es so besser, mal so, und jedes Mal wird neu darüber nachgedacht und anschließend bewusst entschieden. Hat der Hesse mal gesagt, er habe einen Tag gebraucht, um ein Komma einzusetzen, und anschließend einen weiteren, um es wieder wegzunehmen. Deshalb lernt man ja in der Schule auch klare Regeln, dann hat man es zunächst einmal etwas einfacher. Viele bleiben dann dabei stehen.))

:wink:


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BeitragVerfasst: 10.6.2008, 11:21 
Der Titel ist nicht auf den Mann Karl May geschneidert, sondern auf die 'Persona' die 'Entity' wie ich ihn sehe, und wie er sich im Rahmen seiner 'Erzaehlungen' selbst sah (wie ich es interpretiere), und dazu gehoert eben mehr als nur der 'Saechsische Luegenbold'. Uebrigens ist der Titel nicht von mir, sondern (von mir dankbar entgegengenommen worden) von einem Kollegen-Karl-May-Uebersetzer (in USA) -- ausser den Buch Besprechungen (sorry, auf English) auf der AFKM website, ist das das einzige welches ich ueber den Inhalt verrate solange es noch nicht auf Amazon.com zu haben ist (noch ein paar Tage Geduld :wink: ) ich muss erst noch die letzte 'galley' sehen und dann ... :wink:


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BeitragVerfasst: 10.6.2008, 12:02 
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Vorsichtshalber (die Dames [en heren] sind ja gern immer gleich persönlich beleidigt): das alles sollte nun keinerlei Kritik am gewählten Titel sein, sondern allerhand Brainstormerei drum herum.

:wink:

Zitat:
auf die 'Persona' die 'Entity'


erinnert mich an eine Stelle, die ich gestern abend im Thomas-Mann-Handbuch gelesen habe, da hieß es auch in etwa, gelegentlich trete ein Schriftsteller hinter der von ihm geschaffenen Figur zurück, die Figur sei wesentlicher als der Schriftsteller selbst. Klar.


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BeitragVerfasst: 10.6.2008, 12:19 
Ich habe eine Regel beim 'Titelwaehlen' - Wenn's ein Wort nicht sein kann, dann wenigstens nicht mehr als drei. (Ich bin praktisch veranlagt).
Also der Untertitel des 'Hakawati' Buches 'takes the cake' ... weiss jemand was der laengste Buchtitel ist? (Guinnes Book of Records, Weltrekord, oder sowas aehnliches ...) ... Ich frage weil ich's nicht weiss ...


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BeitragVerfasst: 10.6.2008, 12:24 
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"Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade" dürfte, was die Titellänge betrifft, auf den vorderen Plätzen landen ...


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