Re: Karl Mays Lebenswerk / Das versteinerte Gebet


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Geschrieben von Thomas Schwettmann am 29. April 2004 13:09:48:

Als Antwort auf: Re: Karl Mays Lebenswerk geschrieben von Sylvia Hien am 28. April 2004 15:49:04:

Hallo Sylvia 'Waukel'!

> Also: Einen Titel "Das verzauberte Gebet" hatte es nie gegeben. Der Begriff kam bei May nur im ursprünglichen Text vor. Und es war somit nur im Text, wo beim KMV aus "verzaubert" "versteinert" wurde.

Obwohl Karl May den Begriff "Das versteinerte Gebet" im Silberlöwen oder sonstigen Prosatexten nicht gebraucht hat, war diese Phrase in der Diskussion mit seinen 'Anhängern' schon ein Synonym für "Das verzauberte Gebet". Insofern ist dieser Titel (im Gegensatz etwa zu 'Unter Geiern') also keine vollständige 'Erfindung' des KMV, wie man etwa in den folgenen Zitaten lesen kann:

1905, "8. November: Radebeul. Nun sitze ich oben beim Ustad und schreibe, Niemand darf mich stören. Schakara, die Seele, besorgt all meine Correspondenz. Ihren Brief hat sie mir denn doch heraufgebracht und auf den Tisch gelegt... Mein höchstes Bestreben ist, der Menschheit das »versteinerte Gebet« zurückzugeben. ([Karl May] an Marie Luise Fritsch)"
[Volker Griese: Karl May - Chronik seines Lebens: Digitale Bibliothek Band 77: Karl Mays Werke, S. 71833 (vgl. May-Chronik, S. 129)]

1008, 10. November, Erlangen: Verzeihen Sie meine Offenherzigkeit: Ich spreche Ihnen nicht das Können (mir imponiert 'das versteinerte Gebet' u. drgl.), wohl aber die Berechtigung ab. Ihrer an sich durchaus lobensweten Neigung einen derartig weiten Spielraum zu gewähren.(Euchar Albrecht Schmid an Karl May)
[Lothar Schmid: 90 Jahre Verlagsarbeit für Karl May, in: Der geschliffene Diamant]

Viele Grüße
Thomas



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