Einführung

Lieber Leser, weißt du, was das Wort Greenhorn bedeutet? – So muss man wohl anfangen, dieser berühmte erste Satz der wohl berühmtesten Geschichte Karl Mays drängt sich als Einleitung zu einer Rubrik, die sich »Internet Greenhorn« nennt und als Service der Karl-May-Stiftung antritt, förmlich auf. Fahren wir also fort und stibitzen wir noch ein wenig beim Mayster. Das Wort Greenhorn, so fährt er fort, ist eine höchst ärgerliche und despektierliche Bezeichnung für denjenigen, auf welchen sie angewendet wird. Green heißt grün, und unter Horn ist Fühlhorn gemeint. Ein Greenhorn ist demnach ein Mensch, welcher noch grün, also neu und unerfahren im Lande ist und seine Fühlhörner behutsam ausstrecken muß, wenn er sich nicht der Gefahr aussetzen will, ausgelacht zu werden.

Doch an dieser Stelle müssen wir aus dem schützenden Schatten des großen Vorbilds treten. May leitet im Fortgang des Zitats durch geschickte Streuung magischer Worte, hinter denen abenteuerliche Welten verheißungsvoll aufblitzen, seine Erzählung gen Westen. Da können wir nicht mithalten – was ist schon eine falsch formatierte E-Mail, wie sie ein Internet-Greenhorn unweigerlich verschickt, gegen das Greenhorn, das ein Racoon für ein Opossum und eine leidlich hübsche Mulattin für eine Quadroone hält? Trösten wir uns – als Internet-Greenhorn lebt man zumindest ungefährlicher. Anders als mit einem Bowiemesser kann man sich mit einem Modem nicht die Klinge in den Schenkel stechen und man ist auch nicht verpflichtet, wenn man von Paddy eine virtuelle Ohrfeige erhalten hat, wie ein richtiger Yankee [...] den Kerl einfach auf der Stelle niederzuschießen.

Aber das heißt ja nicht, dass das Leben für ein Internet-Greenhorn leicht wäre, im Gegenteil. Schlagen sich Mays Helden mit Grizzlybären, Bisons und Halunken herum, so muss das Internet-Greenhorn auf sich allein gestellt durch die nicht minder wilden Weiten des Internet schlagen.

Doch damit ist jetzt Schluss: Die Rubrik Internet-Greenhorn steht Ihnen ab sofort mit Rat & Tat zum virtuellen Alltag zur Seite. Hilfestellung aller Art ist das Motto dieser Rubrik. Hier werden in unregelmäßigen Abständen von etwa 4 Wochen immer wiederkehrende Fragen und Probleme rund ums Internet beantwort und diskutiert. Fragen, Anregungen, Kommentare & Kritik sind hochwillkommen. Sie erreichen mich am einfachsten und schnellsten per E-Mail. Klicken Sie einfach auf den Punkt »E-Mail« links im Menü oder schreiben Sie an: greenhorn@karl-may-stiftung.de.

Viel Spaß im Internet & auf den Seiten der Karl-May-Stiftung!
wünscht Ihnen
Ihr
Giesbert Damaschke

 

 

Dr. Giesbert Damaschke

Dr. Giesbert Damaschke studierte in Bonn Germanistik, Philosophie, vergleichende Religionswissenschaft und historische Geographie und promovierte mit einer Arbeit über Wilhelm Raabe. Seit 1990 lebt und arbeitet er in München als Fachautor zu Computer und Internet-Themen. Er schreibt für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften (darunter Die Zeit, Die Welt, Spiegel Online, kress-report, Die Presse, Online Today und Computer easy) und ist Autor zahlreicher Einsteigerbücher zum Thema Internet und E-Mail. Einen detaillierten Lebenslauf und ein Publikationsverzeichnis findet sich auf seiner Homepage.