Daemmerung, Mond und Sterne

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marlies

Daemmerung, Mond und Sterne

Beitrag von marlies » 12.4.2007, 11:08

In den meisten Erzaehlungen mit denen ich mich in den letzten 2 - 3 Jahren beschaeftigt habe zum uebersetzen kommt das eine 'Bild' immer wieder vor:

Ein Ritt 'gegen den Abend' die Daemmerung, dann eine 'totale Dunkelheit' BEFOR DIE STERNE UND DER MOND AUFGEHEN, und den Weitteritt bei deren Licht wieder moeglich macht.

Ich lebe in Tasmanien - wenn die Daemmerung weg ist (natuerlich ohne Wolken - lassen wir die Wolken mal weg) dann sind die Sterne da - mit dem schoenen Southern Cross natuerlich, und wenn der Mond im richtigen Viertel ist, ist der schon da befor die Daemmerung weg ist (es kommt auch draufan wo er ist - wechselt mit Viertel natuerlich). Ich kann da beim besten Willen die 'totale Dunkelheit' - nach der Dammerung, und befor der Mond und die Sterne 'aufgehen' - nicht finden.

Kann mir da jemand Auskunft geben? Ich habe mich in Europa damit nie befasst - ist das so beim europaeischen Nachthimmel der Fall?

cheers
Marlies
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rodger
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Beitrag von rodger » 12.4.2007, 11:14

Ich habe mich in Europa auch noch nicht damit befaßt,

aber als ich Ihren Beitrag mit der Schilderung eben las, habe ich sofort gedacht, vielleicht ist das so zwar nicht am europäischen Nachthimmel, aber, sozusagen, am Seelen-Himmel Karl Mays. Erst die totale Dunkelheit, dann Mond (in verschiedenen Formen ...) und Sterne

:wink:
marlies

Beitrag von marlies » 12.4.2007, 12:34

Ja ... plausible ... es wiederholt sich immer gleich. Hat er das 'Bild' bewusst gebraucht (the dark night of the soul) ... oder unbewusst? Ich wundere mich ... was war ihm bewusst, und was war 'instinct'?
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rodger
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Beitrag von rodger » 12.4.2007, 12:41

Ich weiß es nicht. Ich vermute: manchmal waren ihm solche Dinge bewußt, manchmal nicht.

Diese Art vager Spekulation, wie wir sie hier gerade betreiben, finden ja einige Leut' sozusagen unerträglich (nicht wissenschaftlich genug ...) Ich finde es mal sehr wohltuend (und anderes eher schwer erträglich).

:wink:
Kurt Altherr
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Beitrag von Kurt Altherr » 12.4.2007, 12:47

Wissenschaftlich erwiesen ist - ich las es gerade dieser Tage - dass die Regentropfen auf Tasmanien und Neuseeland größer sind als in Europa.
marlies

Beitrag von marlies » 12.4.2007, 13:28

und sie sind rein - drinkbar! Mein eigenes Trinkwasser ist von gerade den Regentropfen, und es ist suess! Das ist ertraeglich ... und die 'vague' spekulationen auch ... wo waere die Menschheit ohne die?
marlies

... da schau her ...

Beitrag von marlies » 24.10.2007, 14:42

nun hat er sich den Mond doch noch anders ueberlegt:

(Merhameh)
quote:
Inzwischen brach der Abend herein, aber es war ein heller Abend. Der Mond hatte schon längst am Firmament gestanden und schien nur auf den Sonnenuntergang gewartet zu haben, um zu beweisen, daß auch er ein Spender des Lichtes sei.
unquote
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rodger
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Beitrag von rodger » 24.10.2007, 14:48

Nee, er hat ihn sich nicht anders überlegt, der Mond hatte sich nicht gezeigt, der Schlingel. Je nach Wolkenkonstellation kann er uns gar viereckig erscheinen, ich sag' es Dir, oder eben wir denken er ist gar nicht da. Aber da können wir ganz beruhigt sein. Wenn er mal wirklich nicht mehr da ist, dann wird's eng.

:wink:
marlies

Beitrag von marlies » 24.10.2007, 14:58

grad wie heut ... im Westen die Sonne noch 1 Stunde oben, im Osten der Mond (87% voll) noch viel hoeher ... die treffen sich noch 'side by side' die zwei wenns so weitermachen.
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Rene Grießbach
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Beitrag von Rene Grießbach » 24.10.2007, 17:45

Ach ja, die liebe alte totale Dunkelheit.
Wohl fast alle von uns reden oder schreiben davon, es ist eine Redensart. Genau wie beispielsweise die Sache mit der absoluten Stille. Rein wissenschaftlich gesehen gibt es beides nicht.
Ob Karl May (oder auch andere) darüber bewusst oder unbewusst geschrieben haben, werden wir wohl nie rausfinden, aber zumindest im Deutschen war und ist es Sprachgebrauch.
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