China-Erzählungen

Werner Fleischer

Beitrag von Werner Fleischer » 18.11.2007, 16:24

Selbst von Karl May haben wir wenig Aussagen zu dem Thema.

Zum Zeitpunkt der großen Karl May Prozesse war Heinrich Keiter bereits tot (1898)
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rodger
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Beitrag von rodger » 18.11.2007, 17:56

Man kann das alles nachlesen, Chronik, KMG-Seiten, usw.

Warum sollte ich mir jetzt die Mühe machen das herauszusuchen ?

Wir reden eh aneinander vorbei, was soll's.

Deshalb müssen wir uns ja nicht bös' sein.

:wink:

(Friedenspfeifen-Smiley)

*

Nachtrag: vgl. Chronik Band 1 S. 511 ff. May erfuhr also offenbar durch Keiter von dessen Streichung, als der Roman im "Hausschatz" bereits abgedruckt war.
Werner Fleischer

Beitrag von Werner Fleischer » 19.11.2007, 15:10

In der Karl May Chronik spricht May davon das ihm Keitel den 3. dritten Band völlig verdorben habe.
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rodger
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Beitrag von rodger » 19.11.2007, 15:35

Keitel, das ist wieder ein anderes Stück, entweder der Ring am Rhein oder noch ganz was anderes

:lol:

Wegen Keiter und S&I werd' ich heute abend nachgucken, geht gerad' nicht. Aber sei[en Sie] versichert, es ging um die 440 Seiten "Heimath".
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Beitrag von rodger » 19.11.2007, 22:37

Wie gesagt, S. 511 f., ist doch ganz eindeutig. (Keiter informiert May darüber, daß er Hunderte Seiten gestrichen hat. Mays Reaktion ist entsprechend). Das hatte ich vorher auch schon an zig anderen Stellen gelesen, KMG-Seiten, Biographien, was weiß ich wo.
Werner Fleischer

Beitrag von Werner Fleischer » 19.11.2007, 22:53

Na, so eindeutig liest sich das nicht, er schreibt "mit ihrer gütigsten Erlaubnis"
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Beitrag von rodger » 20.11.2007, 0:22

Da ist aber ein Anwalt an jemand verlorengegangen ...

:wink:

Da bin ich ja froh, daß ich auch noch was hab': Das Zitat ist nicht korrekt.

"mit Ihrer gütigen Erlaubnis"

heißt es.

:mrgreen:
Werner Fleischer

Beitrag von Werner Fleischer » 20.11.2007, 0:25

Das ist der Nachteil wenn die Mails von unterwegs geschrieben werden. So eindeutig ist die Aussage nun ganz und gar nicht. Daraus läßt sich alles und nichts ablesen
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Beitrag von rodger » 20.11.2007, 10:50

Naja ... ich würde das mit der „gütigen Erlaubnis“ schon eher für eine Floskel halten (wie etwa "Ihr Einverständnis voraussetzend"); und daß Anwälte manchmal ganz schön raffiniert herumtricksen, immer noch einen Dreh finden und so schnell nicht aufgeben, wissen wir ja auch (also so ein lupenreines Kompliment sollte das mit dem Anwalt nun auch wieder nicht sein) ...

:wink:

Aber ok, ganz hundertprozentig klar ist es nicht, und letztendlich beweisen lässt es sich offenbar auch nicht, das stimmt.

*

Im „Geleitwort“ zu Band 79 liest sich die Angelegenheit übrigens auch so, daß May nichts von der Sache wußte, im Zusammenhang mit der Rücksendung des Manuskriptes ist dort vom "verblüfften May" die Rede.
Werner Fleischer

Beitrag von Werner Fleischer » 20.11.2007, 14:13

Das würde ich für eine Interpretation halten. Auch Keiter muss gewußt haben, daß er eine solche Menge an Text nicht einfach kürzen kann ohne einen eventuellen Schaden für die weitere Logik des folgenden Romanteils zu provozieren. Einige Seiten zu kürzen ist sicherlich leichter möglich als 400 Seiten zu streichen.
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Heinrich Keiter und Schriftsteller

Beitrag von Günther Wüste » 21.11.2007, 23:03

Was Heinrich Keiter über die Schreibweise von Autoren lese mal hier nach.

http://karlmay.leo.org/kmg/primlit/zeit ... keiter.pdf

Viele Grüsse Günther
Werner Fleischer

Beitrag von Werner Fleischer » 22.11.2007, 10:04

Sicherlich gibt es in jeder Zeit solche Ratgeber. So haben z.B. der Chefredakteur der Perry Rhodan Serie Klaus N. Frick und der SF-Autor Andreas Eschbach vor gar nicht so langer Zeit eine Serie von Ratschlägen für Jungautoren in der Zeitschrift "Phantastisch" veröffentlicht.
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Beitrag von rodger » 22.11.2007, 10:31

Wenn Ihr so weitermacht, zitier' ich Euch mal seitenlang rauf und runter, was Karl May so über Marie Silling, Traugott Nudelmüller und andere Deppinnen und Deppen geäußert hat ...

:lol:

*

"Geschwätz, gehauen nicht und nicht gestochen"

(Heinrich von Kleist, Gast-May)
marlies

Beitrag von marlies » 22.11.2007, 11:49

Sehr interessant! (Danke Guenther) Und das ueberwiegend meiste ! gilt auch heut noch zwischen Autor und Publisher, ausser vielleicht der Sand um die Tinte zu trocknen - det jeht nisch jut im keyboard - und die Dauer des Urheberrechtes ist 'heute' 70 Jahre. Die 'fonts' sind etwas anders, die Druckboegen, na ja von Land zu Land etwas verschieden, aber das Prinzip wie ein Manuskript zu presentieren ist, ist noch dasselbe (obwohl Handschrift nicht mehr 'in' ist), so sind auch die Korrekturen immer noch aehnlich wenn nicht identisch handgehabt, und heute viel umfangreicher. Auch die Einfuehrung 'wer' nun was schreiben sollte ist nicht ohne.
Ohne 'In der Heimat' gelesen zu haben (oder das Werk wo es herausgeschnitten wurde) moechte ich wagen zu sagen (det reimt sich!) dass wenn Keiter die 400 Seiten gestrichen hatte, hatte er einen triftigen Grund dem May vielleicht insgeheim auch recht gab. Das Stueck vom Keiter ist ziemlich sachlich und 'to the point' (obwohl in details antiquiert - das Prinzip ist ziemlich 'modern').
marlies

Beitrag von marlies » 22.11.2007, 11:51

>>>gehauen nicht und nicht gestochen<<<

:lol:

stirred, not shaken ... Bond, James Bond :lol:
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