Karl May richtig lesen

Ramnicul

Karl May richtig lesen

Beitrag von Ramnicul » 29.7.2005, 22:58

...von der Qual, Karl May (richtig!) zu lesen! :)
Ok, hier sind wir. Irgendwie sind wir auf diesen großen deutschen (!) Schriftsteller gestoßen. Meist gab die lang vergangene Jugend den Anlass dazu, und jetzt- im Erwachsenenalter- stößt man erneut auf diesen Großvater der Unterhaltungsliteratur.
Nun gut, wir haben mal wieder was von ihm gelesen und festgestellt, dass das garnicht so übel war...b.z.w. es hat uns sogar sehr gefallen. Wir wollen mehr davon !!!
Im Zeitalter der Info- Gesellschaft beschließen wir, uns über das Internet zu informieren: :roll:
Aha, die "Gesammelten Werke" aus Bamberg sind nicht mehr die einzige Ausgabe zum Thema. Da gibt es noch den Weltbild Verlag und die Ausgabe der Karl- May- Stiftung. HKA, oder so ähnlich...
Hm, ja was den nun? :?:
Nee, wir wollen schon mitreden und nicht mit der teuren Anschaffung einer Reihe beginnen, die sich- wie sich schnell herrausstellt- als unzumutbar gekürzt und bearbeitet entpuppt (KMV- Gesammelte Werke). Dabei hat uns der "Old Surehand" gerade dieser Ausgabe ganz gut gefallen...
Aber da wußten wir auch noch nicht, dass die den 2. Band praktisch als Anthologie (Kapitän Kaiman) zweckentfremdet hatten. :twisted:
Irgendwie scheint das zwar Sinn zumachen, da mitten in der Erzählung plötzlich von allen möglichen Protagonisten bloß Stories erzählt werden, trotzdem: das war nicht im Sinne des Erfinders!!! :!:
OK, wir stöbern in den Foren...davon gibt es mindestens 3 :!: Nee, was die Ursprünglichkeit des Textes anbelangt, empfiehlt man hier eher die Weltbild- Edition...oder natürlich die teuren Reprints des KMV...Nah, wir wollen es nun nicht übertreiben...also Weltbild!
Doch halt...
Die Klassiker: ja!
Die Fühwerke: nein! :shock: Denn die sind von Fischer mehr oder weniger grausam malträtiert...
("Herr Fischer tat dasselbe; ... er liess es (= das 'Waldröschen') von einem gewissen Staberow noch weiter umarbeiten, und zwar ohne die geringste Spur von Erlaubnis meinerseits." Karl May)
Mist, wieder nichts. Dabei sahen sie ganz nett aus...Nah ja, ein bißchen sehr bunt! :lol:
OK...Zwischen- Bilanz:
Die Reise- und Orient- Erzählungen aus dem Weltbild- Verlag ("Illustrierte Klassiker") 42 Stück à 10,95 Euro! Das klingt gut...
Aber, was ist mit den Kolportage- Romanen (Frühwerken)? :?:
Also, wenn man denn möglichst authentisch bleiben möchte, die Historisch- Kritische- Ausgabe (HKA) der Karl- May- Stiftung (33 Bände à 34,77 Euro) 1147,41 Euro (schluck) :oops: :cry: :shock:
So hatten wir uns das dann doch nicht vorgestellt...abgesehen von den diversen späteren Bänden der "Gesammelten Werke", die dann doch nicht so schlimm- nein, unentbehrlich seien sollen! :!:
Langsam beginnt die Lust zu schwinden, Karl May (richtig :!: ) zu lesen... :( :twisted:
1607,31 Euro, nur um den guten Karl in einer möglichst ursprünglichen (aber keinesfalls vollständigen) Fassung zu genießen. :x
Dabei gibt es kaum Statements darüber, ob der "ursprüngliche" May BESSER als der "bearbeitete" sei. Er ist "frischer", was immer das sein mag, oder "mutiger", "erfrischender", "witziger". Aha, die Relativität ist auch hier in beunruhigender Weise vertreten...doch was ist nun "RICHTIG" :oops:
Langsam verliert man die Lust, sich mit diesem Schriftsteller überhaupt ernsthaft auseinander zusetzen... :cry:
Wir meinen, irgendwie geht es hier doch letztlich um einen Vielschreiber, der sich oft genug, selbst überschätzt hat...Sicher, seine Geschichten sind großartig, doch der Purismus droht sie zu ersticken... :roll:
Und zum ersten Mal überlegen wir uns, ob es nicht besser wäre, wieder zur "gehobenen" Literatur zurück zu kehren... :cry:
Man giert förmlich nach einer "einheitlichen" Linie...doch die bietet nur der Bamberger Verlag in seinem "Bearbeitungs- Sakrileg" Gesammelte Werke- vollständig, aber...BEARBEITET, GEKÜRZT, ENTEHRT!!! :shock: an...
Hm, also so macht all das keinen Spaß !!!
:cry: :twisted: :?:
Dernen
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Beitrag von Dernen » 30.7.2005, 4:06

Hallo!

Diesen Beitrag zu lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Sie treffen den Nagel auf den Kopf und haben das ausgesprochen amüsant formuliert. Aber ganz ehrlich: Sie wollen doch all den Kram, den May geschrieben hat, nicht komplett lesen, oder? Warum nicht ein paar exemplarische Bände in einer authentischen Fassung anschaffen und ansonsten die günstig zu erstehende CD benutzen?

Viele Grüße

Rolf Dernen
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rodger
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Beitrag von rodger » 30.7.2005, 9:23

Der Mann hat den komplizierten Sachverhalt offenbar im wesentlichen richtig verstanden.
Warum er sich dann darüber lustig macht, erschließt sich mir nicht.

:roll: :?:
Ramnicul

Beitrag von Ramnicul » 30.7.2005, 10:29

rodger hat geschrieben:Der Mann hat den komplizierten Sachverhalt offenbar im wesentlichen richtig verstanden.
Warum er sich dann darüber lustig macht, erschließt sich mir nicht.
Entschuldigung!
Ich hatte keineswegs vor mich über irgendwas "lustig zu machen" :!:
Ich wollte hier allenfalls ironisch auf einige Umstände hinsichtlich der Publikation Karl Mays hinweisen, die einem so auffallen könnten, wenn man sich aktuell entschließen sollte, eine Karl- May- Sammlung anzulegen.
Die Situation, wie sie sich zurzeit darstellt, taugt nicht unbedingt dazu, den Entusiasmus eines frisch einsteigenden "Karl- May- Fans" zu bestärken. Das liegt natürlich auch an dem umfangreichen Werk Mays. Aber wen das nicht schrecken kann, der droht sich ganz sicher die Zähne an der unübersichtlichen Verlags- und Reihenstruktur auszubeißen :(
Ramnicul

Beitrag von Ramnicul » 30.7.2005, 10:46

Dernen hat geschrieben:Diesen Beitrag zu lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Sie treffen den Nagel auf den Kopf und haben das ausgesprochen amüsant formuliert.
Herzlichen Dank! So war's gemeint. Den x-ten schmermütig- komplizierten Beitrag zu diesem Thema, welches der Normalsterbliche kaum noch zu überblicken vermag, wollte ich dann doch nicht zum Besten geben. Abgesehen davon, dass ich damit kaum etwas entschieden Neues zur Problematik hätte beisteuern können.
Dernen hat geschrieben:Aber ganz ehrlich: Sie wollen doch all den Kram, den May geschrieben hat, nicht komplett lesen, oder? Warum nicht ein paar exemplarische Bände in einer authentischen Fassung anschaffen und ansonsten die günstig zu erstehende CD benutzen?


Nun, ja und nein :lol:
Ich möchte mir eigendlich schon die Option darauf freihalten, eventuell eine möglichst vollständige Sammlung aufzubauen. Diese, dachte ich mir, wäre in einem möglichst einheitlichen Erscheinungsbild dann auch wesendlich attraktiver. Doch ich sehe schon, dass es so nicht funktionieren wird :(
Ich begebe mich also weiterhin in diesen "Karl- May- Selbstfindungsprozess" und hoffe darauf, dass es mich irgendwie zu einer Erkenntnis bringen wird :wink:

PS: welche CD meinen Sie?

Mit freundlichen Grüßen
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Helmut
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Beitrag von Helmut » 30.7.2005, 11:17

Es gibt als CD-ROM "Karl Mays Werke", z.B. beim Trading-Post-Onlineshop der Karl May Stiftung (also hier auf den websites), oder auch vielleicht bei 2001. Darauf sind (fast) alle Werke Mays in der Version der historisch kritischen Ausgabe (also im Original).

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Beitrag von karmaqueen » 31.7.2005, 0:50

Ramnicul hat geschrieben:Ich möchte mir eigendlich schon die Option darauf freihalten, eventuell eine möglichst vollständige Sammlung aufzubauen. Diese, dachte ich mir, wäre in einem möglichst einheitlichen Erscheinungsbild dann auch wesendlich attraktiver. Doch ich sehe schon, dass es so nicht funktionieren wird :(
das mit dem "einheitlichen erscheinungsbild" wird wohl in der tat nicht funktionieren. aber ansonsten ist es relativ leicht möglich, sich den text im original (und zumeist wunderschönen buchausgaben) zu besorgen. ich habe dafür etwa 4 jahre gebraucht. ohne ebay wäre das allerdings wahrscheinlich nicht so schnell möglich gewesen.
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Beitrag von Naumann » 31.7.2005, 1:02

hallo, hier noch ein kleiner tipp von mir zu der cd....

ich habe mir einen sogenannten ebook-reader besorgt. das ist eine art mini-computer im buch-format, der nichts anderes kann, als eben ebooks (elekronische bücher) auf seinem taschenbuchgroßen display anzuzeigen. die texte, die ich nicht in buchform da habe (prinzipiell reicht mir da die parkland-ausgabe des histor.-kritischen textkörpers für die "klassischen reiseromane") konvertiere ich von der der karl-may-werke-cd und lese sie dann auf besagtem gerät...
das kann den genuss eines echten buches zwar zugegebenermaßen nicht ersetzen, ist aber für sich eine faszinierende angelegenheit (das hintergrundbeleuchtete display ermöglicht z.b. lesen in absoluter dunkelheit 8) ...) und erheblich billiger als alles in authentischer textgestalt von may gedruckt im regal stehen zu haben - von der platzersparns gar nicht zu reden.

mfg
dirk naumann
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Beitrag von K.A. » 1.8.2005, 20:35

Wer Karl May richtig lesen will, bedarf der Bamberger Ausgaben des Karl-May-Verlages.

Gewiß, die Werke Mays wurden bearbeitet, aber wie der Mitbegründer des Karl-May-Verlages, Dr. E.A.Schmid, zu berichten wußte, sind diese ganz im Sinne Karl Mays bearbeitet.

Es ist bekannt, dass Karl May seine Werke noch einmal überarbeiten wollte in eine Ausgabe letzter Hand. Sein Tod am 30. März 1912 hat dies verhindert. Aber - in vielen Gesprächen mit Dr. Schmid konnte der Mayster kundtun, wie seine Arbeiten endgültig aussehen sollten und so war es dem Karl-May-Verlag ein leichtes, diese ganz im Sinne Karl Mays zu bearbeiten. Ja - so wie die Bamberger Ausgaben sich heute präsentieren, wollte Karl May seine Werke verstanden wissen. :D

Also, Ramnicul, weshalb hadern und zweifeln, nur die Ausgaben des KMV sind die originalen Werke Karl Mays. :wink:
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Beitrag von andrea » 1.8.2005, 22:53

Auch ich habe die Ausführungen Ramniculs mit Vergnügen gelesen. Mir geht es nämlich genau so. Ich habe mir eine einheitliche Erscheinung aller Ausgaben längst abgeschminkt.
Die Bamberger stehen jetzt einträchtig neben den Weltbildern.

Die Krönung wäre schon alles in einer Ausführung. Vielleicht in einer weit entfernten Zukunft :?: :?:

Gruß
andrea
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rodger
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Beitrag von rodger » 2.8.2005, 10:45

Auch in meiner Bibliothek, oder, bescheidener ausgedrückt, meinen Bücherregalen (die allerdings mittlerweile Wände füllen), findet sich die unausweichliche bunte Mischung, Reprints, HKA, Weltbild, Haffmans, KMV.

Auch immerhin 62 Bände der „Gesammelten Werke“ stehen dort, wobei mir allerdings immer bewusst ist, dass es sich dabei um eine bearbeitete Ausgabe handelt, sich selbst in den rückbearbeiteten Reiseerzählungen in jedem Band nach wie vor m.E. ärgerliche Streichungen, Kürzungen, Textänderungen befinden, und dass, wer Karl Mays Originaltexte lesen will, auf andere Ausgaben angewiesen ist.

Immer wieder einmal denke ich auch darüber nach, die GW-Bände wegzugeben, um Platz zu schaffen. Die Bände ab 79 würde ich natürlich behalten, ebenso Band 49, 71 und 72, und auch einige gelungene Bearbeitungen wie „Allah il Allah“ oder „Das Buschgespenst“, auch die in „Winnetou II“ gefundene Lösung ist interessant. Aber was soll ich eigentlich mit dem ganzen anderen Zeug, von Sammlerfreuden einmal abgesehen. Ich will Karl Mays Originaltext lesen, nicht eine geglättete, gefälliger gemachte Fassung, die außerordentlich selten meinen Gefallen findet.

Der Karl May Verlag ist seit einigen Jahren erkennbar auf einem guten Weg, seine Reprints sind hervorragend, die Sekundärliteratur wird anscheinend immer besser und interessanter, ich denke dabei an Bibliographie, Traumwelten oder Chronik, nur die „Gesammelten Werke“ sind in meinen Augen nach wie vor eher ein – langfristig gegen eine vernünftigere Lösung auszutauschendes – Ärgernis.

Um auf Ramniculs Wunsch nach einer optimierten Lösung zurückzukommen, es ist eigentlich relativ einfach:

Reise- und Jugenderzählungen sowie „Mein Leben und Streben“: Weltbild. Oder KMV-Reprints.
Kolportageromane: HKA.
Dessauer-, Dorfgeschichten, sonstige Erzählungen: Reprints, oder von der CD.
Dazu die Bände 49, 71, 72 sowie 79-86 der GW, und dann hat man eigentlich alles was man braucht.

Zusätzlich natürlich die vielen schönen Sonderbände aus dem Karl May Verlag nicht vergessen.

:wink:

Carpe diem.
Ramnicul

Beitrag von Ramnicul » 2.8.2005, 16:16

Zunächst einmal: vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Beweisen mir einige der Reaktionen doch, dass ich nicht gänzlich allein und blind im May- Wald umherirre und nach den Bäumen suche. :D

Was bleibt noch zu sagen?
K.A. hat geschrieben: (...)Also, Ramnicul, weshalb hadern und zweifeln, nur die Ausgaben des KMV sind die originalen Werke Karl Mays. :wink:
Aja...wenngleich der Smiley am Ende deiner Ausführungen doch wohl eher deine wahre Ansicht zum Thema wiederzugeben scheint. :wink:
Trotz allem sind die Bamberger in ihrem Erscheinungsbild auch für mich die Geschmackvollsten.
andrea hat geschrieben:(...)Die Bamberger stehen jetzt einträchtig neben den Weltbildern.
Ja, ja...es wird mir immer klarer, dass eine einigermaßen bezahlbare Sammlung wohl so in etwa aussehen wird :D
rodger hat geschrieben: (...)Um auf Ramniculs Wunsch nach einer optimierten Lösung zurückzukommen, es ist eigentlich relativ einfach:

Reise- und Jugenderzählungen sowie „Mein Leben und Streben“: Weltbild. Oder KMV-Reprints.
Kolportageromane: HKA.
Dessauer-, Dorfgeschichten, sonstige Erzählungen: Reprints, oder von der CD.
Dazu die Bände 49, 71, 72 sowie 79-86 der GW, und dann hat man eigentlich alles was man braucht.

Zusätzlich natürlich die vielen schönen Sonderbände aus dem Karl May Verlag nicht vergessen.
Dies würde dem Puristen sicherlich am nächsten kommen.
Allein der Preis... :(
Lustigerweise sind in dieser Aufstellung die reiferen Werke die billigsten. Verrückte Welt :!:
Es erscheint mir irgendwie abwegig, gerade für die Kolportage- Romane so viel Geld ausgeben zu müssen. Auch frage ich mich, ob ein sogenannter historisch- kritischer Anhang bei dieser Schaffensperiode Mays noch Sinn macht. Gerade er selber wetterte ja streckenweise nach Kräften gegen diese 5 Werke. Allerdings sicherlich nicht nur des Inhalts wegen :wink:
Wie dem auch sei...da muss wohl jeder selbst durch.
Trotzdem Danke für die vielen Tipps :)
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Beitrag von rodger » 2.8.2005, 16:50

Ramnicul hat geschrieben: Auch frage ich mich, ob ein sogenannter historisch- kritischer Anhang bei dieser Schaffensperiode Mays noch Sinn macht.
Also ich habe mir die Bücher aus Bargfeld nicht wegen ihres Anhangs, auf den ich durchaus auch verzichten könnte, gekauft. Sondern weil es sich um die einzige auf dem Markt befindliche Ausgabe der Kolportageromane im Originaltext handelt. Darüberhinaus gefallen mir die Bände in ihrer Ästhetik sehr gut.
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Beitrag von giesbert » 2.8.2005, 18:54

Ramnicul hat geschrieben:Trotz allem sind die Bamberger in ihrem Erscheinungsbild auch für mich die Geschmackvollsten.
je nun - das Druckbild ist jedenfalls eher mittelmäßig. Ich hab jetzt gerade keinen Band zur Hand, aber auf den Webseiten des KMV findet sich z. B. eine Textprobe der "Chronik": warum man da z.B. gerade Anfürhungszeichen (" " und ' ') einsetzt, ist mir schleierhaft. Die Notierung des Datums mit führenden Nullen ist wohl eine Geschmacksfrage, ich find's scheußlich, bei 9 von 12 Monaten muss man eine völlig überflüssige Null mitlesen. Und Notierungen wie "07.01" gehören bestimmt nicht zum Geschmackvollsten. Vermutlich gibt für die Typographie mehr oder weniger gute Gründe und man müsste wohl auch mehr Seiten sehen, um das wirklich beurteilen zu können, aber gefallen tut's mir trotzdem nicht.
K.A.

Beitrag von K.A. » 3.8.2005, 17:30

Hallo Ramnicul,

wenn Du in Dr. Klaus Hoffmanns Buch "Karl Mays Werke" das Kapitel "Wie Legenden entstehen" liest, weißt Du, dass die Radebeuler bzw. Bamberger Ausgaben die originalen Werke Karl Mays sind, da im Sinne des "Phantasten aus Sachsen" bearbeitet. :wink:

Der anhaltende Erfolg der Ausgaben des KMV dokumentieren eindrucksvoll, dass die Verlagsphilosophie des KMV richtig ist. :lol:

Natürlich, Ramnicul, eine gewisser Kreis hartnäckister Textpuristen lassen das nicht gelten, aber wie schon Prof. Dr. Claus Roxin so treffend sagte, hat heute jeder, der Karl May im unbearbeiteten Text lesen will, jederzeit den Zugriff darauf. :D :D
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