"Howgh" vs. "Hugh"

markus
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Re: "Howgh" vs. "Hugh"

Beitrag von markus » 18.6.2010, 22:22

Ich würd eigentlich eher ins Millowitsch-Theater gehen, als nach Elspe zu fahren. Aber warum mans umgekehrt macht, ist manchmal schwer zu erklären (vielleicht die Hoffnung daß man doch etwas von Karl May erkennt; die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt). Wenn mein Lieblingsautor nicht Karl May wäre, würde mich Elspe wohl nicht interessieren. Ich war ja schließlich 27 Jahre nicht mehr da. Und das Stück reizt mich auch wenig. Wenn die "Winnetou I" bringen würden, dann eher. Daher ruf ich auch erst Dienstag Morgen an und wenn ich Pech (oder auch Glück) hab, kann ich zuhause bleiben...

:mrgreen:
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rodger
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Re: "Howgh" vs. "Hugh"

Beitrag von rodger » 18.6.2010, 22:31

ist egal welches Stück. Postkutsche Eisenbahn Schiff Vulkanausbruch Stuntman Wasserfall Explosionen Ballerballer Ah Oh Böse mit schwarzem Hut Gute mit weißem Hut junge Frau junger Mann knutsch lach ätz Cola Popcorn goldene Worte schnulliputz trallala sonstnochwas (hab' ich was vergessen ?) Wenn mich irgendwas davon interessieren würde würd' ich ja auch hinfahren aber das ist halt nicht der Fall ...
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Re: "Howgh" vs. "Hugh"

Beitrag von markus » 18.6.2010, 22:57

rodger hat geschrieben:hab' ich was vergessen ?
Ja, die Souveniergeschäfte... :lol:

Nein, du hast ja recht mit allem. Ich muß wohl erst noch einigemale aufs Maul fallen, damit ich davon ablasse.
Das mit dem bestimmten Stück bezog sich auch überwiegend auf das, was ich in Klammern geschrieben habe, daß ich die Hoffnung habe ein bischen vom Roman wiederzuerkennen. Aber da ich das Buch "Im Tal des Todes" nicht kenne (den Roman "DH-DH" dagegen schon), reizt es mich dieses Jahr nicht ganz so nach Elspe zu fahren (und das Buch jetzt extra zu lesen ist der Mühe nicht wert).

Wenn ich fahre, wird mich bestimmt wieder wie im letzten Jahr lediglich Meinolf Pape beeindrucken, auch wenn sein Text und seine Interpretation der Rolle (im letzten Jahr) so gut wie nichts mit 'Karl May' zu tun hat (was im Grunde bei allen Darstellern so war), aber es ist das was er rüberbringt. So gehts dir Rüdiger vermutlich auch mit Stewart Granger, den du zwischendurch immer mal wieder erwähnst.

:wink:
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Re: "Howgh" vs. "Hugh"

Beitrag von rodger » 18.6.2010, 23:14

markus hat geschrieben: Ich muß wohl erst noch einigemale aufs Maul fallen, damit ich davon ablasse.
Ich wollte es weder Dir noch anderen miesmachen. Die Interessen sind verschieden ... Wenn Leute das interessant finden, was da passiert, bitteschön ... ich kann es halt nicht nachvollziehen. Andere können es nicht nachvollziehen, daß man sich ausgiebig mit den 'Himmelsgedanken' beschäftigt oder die Zeichensetzung verschiedener Textvarianten vergleicht. Jeder hat halt so seins ...
markus hat geschrieben: Meinolf Pape
Wegen dem bin ich damals in der Pause dann doch dageblieben ... Der könnte auch sehr gut klassische Rollen spielen, den John in Hauptmanns "Ratten" z.B. oder die Nr. 3 in den "Zwölf Geschworenen" oder Millers Handlungsreisenden oder was weiß ich ... Wesentlich interessanterer Darsteller als der Armbruster ... aber der ist "professioneller" Schauspieler und der Pape nicht ... so ist das ...
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Re: "Howgh" vs. "Hugh"

Beitrag von Kurt Altherr » 18.6.2010, 23:17

rodger hat geschrieben:ist egal welches Stück. Postkutsche Eisenbahn Schiff Vulkanausbruch Stuntman Wasserfall Explosionen Ballerballer Ah Oh Böse mit schwarzem Hut Gute mit weißem Hut junge Frau junger Mann knutsch lach ätz Cola Popcorn goldene Worte schnulliputz trallala sonstnochwas (hab' ich was vergessen ?) Wenn mich irgendwas davon interessieren würde würd' ich ja auch hinfahren aber das ist halt nicht der Fall ...
Genau so ist es, lieber Rüdiger. Auch 2010 wird in Bad Segeberg nicht viel anders zu sehen sein, wie ich mich heute bei der PK-Aufführung überzeugen konnte.
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Re: "Howgh" vs. "Hugh"

Beitrag von markus » 18.6.2010, 23:50

Pape war ursprünglich nur Stuntmen und hat sich dann erfolgreich als Schauspieler dort etabliert. Als Winnetou wollten sie ihn dann aber doch nicht haben (als Brice in den 80ern nach Segeberg ging). Muß sagen, zum Glück so.
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Re: "Howgh" vs. "Hugh"

Beitrag von Helmut » 19.6.2010, 11:10

rodger hat geschrieben:Aber hier ist doch alles friedlich ... (und der Kollege da drüben hat sich auch schon lange nicht mehr aufgeregt.) ... der Helmut und ich blubbern so vor uns hin, fühlen uns gelegentlich mal gegenseitig auf den Schlips getreten, das legt sich dann wieder, mal mehr, mal weniger ... wie das halt so ist. Einatmen, ausatmen.

8)
Wir sind sogar in dem vorhin angeschnittenen Punkt vollkommen einer Meinung, auch wenn das der Rüdiger noch gar nicht mitgekriegt hat.
:D
(Es gab damals ja im Deutschen sogar noch die Unterscheidung zwischen "Ihr" und "Sie" in der Höflichkeitsform, die (zumindest teilweise) von May auch für solche "besonderen Schwingungen" benutzt wurde. Auch dies gibt es im englischen nicht. (Aber wer denn so will, kann gerne weiterhin versuchen den Geheimnissen des "Westmanns Du" auf die Schliche zu kommen.))

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Re: "Howgh" vs. "Hugh"

Beitrag von rodger » 19.6.2010, 11:19

@Pshaw

Hier

http://www.thefreedictionary.com/pshaw

kann man es sich anhören.

Aber ich lasse wie bereits angedroht das P davor, sonst klingt es ja nach dem gleichnamigen Autor ...

(Und ich benutze zum persönlichen Gebrauch natürlich auch weiterhin s statt sch. Pshaw halt.)

:D
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Re: "Howgh" vs. "Hugh"

Beitrag von rodger » 19.6.2010, 11:36

Helmut hat geschrieben: "Westmanns Du"
Das Westmanns-Du ist eine innere, innerliche Angelegenheit, die sich im Sprachlichen manifestieren kann, aber nicht muß.

:!:

("Sie werden lachen ich mein' es ernst.")
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Re: "Howgh" vs. "Hugh"

Beitrag von rodger » 19.6.2010, 11:40

Wo sie's kann kann sie's, muß aber nicht, und wo sie's nicht kann muß sie es halt ebenfalls nicht.

("Ich bin also der Meinung die Probleme im Wesentlichen gelöst zu haben"; Ludwig Wittgenstein)
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Re: "Howgh" vs. "Hugh"

Beitrag von rodger » 19.6.2010, 11:43

Faslch zitiert, da fehlt noch ein "endgültig" hinter "Wesentlichen".

Und er fährt übrigens sinnigerweise fort:

"Und wenn ich mich hierin nicht irre, so besteht nun der Wert dieser Arbeit zweitens darin, daß sie zeigt, wie wenig damit getan ist, daß die Probleme gelöst sind."

8)

(denn man wird sich, im konkreten Fall, weiterhin über das Westmanns-Du mokieren ...)
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Re: "Howgh" vs. "Hugh"

Beitrag von Helmut » 19.6.2010, 11:45

"... doch es ist mir längst klar ...", aber ich habe mit meiner (flappsigen, in (sogar doppelter) Paranthese gesetzten) Bemerkung auf einen gewissen (kurzen) Aufsatz in einer gewissen (K.M. gewidmeten) Publikation angespielt.

Helmut
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Re: "Howgh" vs. "Hugh"

Beitrag von markus » 19.6.2010, 16:03

rodger hat geschrieben:@Pshaw

Hier

http://www.thefreedictionary.com/pshaw

kann man es sich anhören.

Aber ich lasse wie bereits angedroht das P davor, sonst klingt es ja nach dem gleichnamigen Autor ...

(Und ich benutze zum persönlichen Gebrauch natürlich auch weiterhin s statt sch. Pshaw halt.)

:D
Klingt furchtbar. So vornehm hab ichs nie gelesen und ich bin sicher so hat May es auch nicht gemeint beim schreiben.
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Re: "Howgh" vs. "Hugh"

Beitrag von rodger » 19.6.2010, 16:11

Helmut hat geschrieben:doch es ist mir längst klar
Das Zitat (ich gehe wegen der Anführungszeichen mal davon aus daß es ein solches ist) habe ich jetzt nicht erkannt, aber zur vermutlich beabsichtigten Aussage, daß es Dir klar war, kann ich anmerken, daß es mir [einigermaßen] klar war daß es Dir [einigermaßen (?)] klar war.

8)
Helmut hat geschrieben:auf einen gewissen (kurzen) Aufsatz in einer gewissen (K.M. gewidmeten) Publikation angespielt.
Die Existenz dieses Artikels habe ich entweder verdrängt oder aber ich beziehe die Publikation nicht mehr und konnte daher nicht in den Genuß der betreffenden Angelegenheit kommen.

Karl May hat vor 106 Jahren Folgendes geschrieben:
und wenn ich an anderer Stelle das »thou« dem »you« einmal gegenübersetze, so geschieht es in einer höchst wichtigen, psychologischen Absicht, für welche Fräulein Silling kein Verständnis besitzen kann. Psychologische Rätsel durch verbotene persönliche Fürwörter zu beleuchten, das sind ja böhmische Dörfer! Wenn ich in meinen Erzählungen, um das Verhältnis zwischen Geist und Seele deutlich zu machen, das Innere des Menschen in mehrere befreundete oder gar verwandte Personen spalte, so habe nur ich allein, nicht aber diese Dame, die Anrede zu bestimmen, welche diesem Vergleiche angemessen ist.

Und hier bin ich bei dem Punkt angelangt, bei welchem gewissen Leuten der Verstand stehen zu bleiben pflegt. Daß dies auch bei Fräulein Silling geschehen ist, kann mich nicht wundern, nachdem ich gelesen habe, mit welcher majestätischen Handbewegung sie die plebejische Broschüre Max Dittrichs von sich abgewiesen hat. In diesem Büchlein steht sehr deutlich zu lesen, daß man in meinen Büchern auf jene Stelle zu achten habe, von welcher an nur noch »innere Ereignisse Geltung haben«. Da aber diese Dame während ihres ganzen Aufsatzes nur auf Äußerlichkeiten trumpft und von der »Seele« eines Buches nicht die geringste Ahnung zu haben scheint, so wird es am besten sein, hierüber wohl zu schweigen. Sie ahnt ja nicht einmal, was heut jeder Schulknabe weiß, nämlich, daß ich mit meinem so viel angefeindeten »Ich« etwas ganz anderes meine, als man von gewisser Seite den Lesern glauben machen will. Ihr scheint es vollständig unbekannt zu sein, wie sehr ich in diesen Büchern grad mich und meine persönlichen Fehler aufrichtig bekenne und geißele, und daß sie sich selbst geradezu als Ignorantin schildert, wenn sie von »seiner Ruhmsucht usw. phantasiert! Ein jeder, der da weiß, wen ich in meinen Büchern mit Karl May, mit Old Shatterhand, mit Kara Ben Nemsi, mit Hadschi Halef Omar usw. eigentlich meine, ist überzeugt, daß mir meine sogenannte »Berühmtheit« nur Qual bereitet und daß ich den mir angedichteten »Heiligenschein« der phantasievollen Dichterin von Herzen gern überlasse; mir gehört er nicht!
"Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute" pflegten die Brüder Grimm unter ihre Märchen zu schreiben, und zwar um auszudrücken, daß es sich um ganz zeitlose Dinge handelt, und um Wesenheiten, die in ganz ähnlicher Form immer wiederkehren.
Zuletzt geändert von rodger am 19.6.2010, 16:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Howgh" vs. "Hugh"

Beitrag von markus » 19.6.2010, 16:12

Es kommt ja letztenendlich nicht darauf an wie es jeder liest, sondern daß man May richtig versteht. Und das tun die wenigsten.
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