Mario Adorf

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rodger
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Mario Adorf

Beitrag von rodger » 1.5.2018, 11:08

Mario Adorf, vor einigen Jahren noch als möglicher Schut im Gespräch, hat im zarten Alter von 87 Jahren den Karl Marx gespielt. Zu sehen am Mittwoch abend im ZDF.
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Re: Mario Adorf

Beitrag von markus » 1.5.2018, 17:42

Sehr interessant!

Interessant war auch ein Porträt vor Tagen im Fernsehen über ihn. Darin äußerte er sich auch über die Karl May Filme. Dieser Santer den er spielte war einfach nur ohne Grund böse, sagte er, ohne irgendeinen Hintergrund und Vorgeschichte. Sowas mochte er eigentlich gar nicht spielen. Und er hat sich immer amüsiert wie ihn die Leute noch nach Jahrzehnten vorhielten dass er ja Ntscho-tschi erschossen habe. Und seine Todesszene im Film fand er etwas dilettantisch, wie eine Puppe runterfiel, an einer Schnur gehalten und nicht grade, sondern schräg.

Volker Schlöndorff, mit dem er oft zusammen arbeitete, äußerte sich sehr wohlwollend über ihn. Mario Adorf wäre einer der wenigen Schauspieler die ohne viel spielen und sagen nur mit ihrer Mimik das ausdrücken können was sie wollen. Adorf meinte zwar immer er müsse es auch so spielen, aber laut Schlöndorff hätte er es gar nicht nötig gehabt.
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rodger
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Re: Mario Adorf

Beitrag von rodger » 1.5.2018, 18:38

markus hat geschrieben:
1.5.2018, 17:42
Dieser Santer den er spielte war einfach nur ohne Grund böse, sagte er, ohne irgendeinen Hintergrund und Vorgeschichte.
Das ist ja auch im Original bei Karl May so: Santer ist ein ganz farbloser Allerweltshalunke ... kein Mann von Format wie etwa Abrahim Mamur oder der Sendador ...
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Re: Mario Adorf

Beitrag von markus » 1.5.2018, 18:51

Und trotzdem ist mir bei allen „Bösewichten“ in den Karl May Filmen Mario adorf am meisten hängen geblieben.

Ist mir egal wie das Mädel geschreibt wird... :mrgreen:
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Re: Mario Adorf

Beitrag von rodger » 1.5.2018, 19:24

Durch Adorf hat Santer im Film immerhin ein gewisses Charisma, nicht einmal das hat er im Buch ...
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Re: Mario Adorf

Beitrag von markus » 1.5.2018, 19:32

Stimmt! Selbst in der Neuverfilmung ist das so!
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Re: Mario Adorf

Beitrag von rodger » 1.5.2018, 20:26

Ich mußte eben erstmal überlegen, wer das war ... konnte mich erst an keinen Santer erinnern ... dachte erst an Jochen Vogel, aber der war Rattler ... Habe dann tatsächlich in der Wikipedia nachgucken müssen, bis ich wieder wußte, daß es im ärgerlichen dritten Film Santer senior = Adorf und Santer junior gab, letzterer allerdings eine Art Schießbudenfigur, nicht wirklich ernstzunehmen ... (was weniger am Darsteller lag als daran, wie die Figur seitens [Dreh-] Buch und Regie angelegt war ...) Nein, diese neuen Filme waren ja insgesamt wirklich ein Schuß in den Ofen ... Da habe ich mich mal kräftig geirrt. Ich hatte gedacht, sie würden eine neue May-Welle verursachen ... Pustekuchen ...
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Re: Mario Adorf

Beitrag von Hermann Wohlgschaft » 1.5.2018, 22:18

In 'Winnetou IV' gibt es zwei Sander-Söhne: Hariman und Sebulon. Sie mutieren im Handlungsverlauf zu guten Menschen und sterben für ihren Vater eine Art Sühnetod. Im Hintergrund des Romans entwickelt der Autor eine interessante Theorie der "Erbsünde" - nicht ganz konform mit der traditionellen kirchlichen Erbsündenlehre.
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Re: Mario Adorf

Beitrag von rodger » 1.5.2018, 22:50

Hermann Wohlgschaft hat geschrieben:
1.5.2018, 22:18
Sie mutieren im Handlungsverlauf zu guten Menschen
Solche gibt's nicht ...

(nur Verkörperungen unterschiedlicher Mischungsverhältnisse zwischen "guten" und "schlechten" Anteilen, grob ausgedrückt von 1 zu 99 bis 99 zu 1 ...)

(oder ganz ohne Wertung ausgedrückt unterschiedliche Mischungsverhältnisse unterschiedlicher Anteile ...)
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Re: Mario Adorf

Beitrag von Hermann Wohlgschaft » 3.5.2018, 10:20

Das Lieblingsgebet von Mark Twain lautete: "Lieber Gott, mach die bösen Menschen gut und die guten etwas netter."
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